Kleve (Nordrhein-Westfalen)

 10.08.1925 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Zum 10.08 1925 habe ich schließlich noch einige Zeilen zu einem Unwetter bei Kleve, dieses Gebiet lag etwa in der Zugbahn der Unwetter von Noord-Brabant und Borculo: "Das schwere Unwetter hat zum Teil schlimm gewütet. In Cranenburg wurde von einer Lohgerberei das ganze Dach abgerissen und weit fortgetragen (Anm.: Hinweis auf möglichen Tornado). Bäume fand man entwurzelt und Telegraphenpfähle umgeweht. In Moog und Berg en Dal (Anm.: NL) wurden ganze Obstplantagen entwurzelt. In Schneppenbaum stürzte die fast neue Scheune des Landwirts Heuvelmann zusammen. Die Züge auf der Strecke Cranenburg-Kleve konnten bis 19h30 nicht verkehren, da die Telegraphenstangen in wüster Unordnung auf den Schienen lagen. Auf der Straße Kleve-Goch wurden viele Bäume entwurzelt. Allein 10 große, eiserne Masten der elektrischen Überlandzentrale wurden umgeworfen. Beim Gutshof Daniels wurden nicht weniger als 20 Pappeln umgelegt."" (Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH) - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 14.08.1925: "Sturmschäden am Niederrhein. Die Ausläufer des Orkans, der in den letzten Tagen in Holland schwere Schäden angerichtet hat, richteten auch am Niederrhein schwere Zerstörungen an. Ein Ruderboot wurde von den hohen Wellen zum Kentern gebracht. Die drei Insassen ertranken. In der ganzen Gegend findet man reihenweise umgeknickte Bäume; zahlreiche Dächer sind vollständig abgedeckt worden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)