Denzingen (Bayern),
Günzburg (Bayern)

 02.06.1927 / Stärke (F2) Bestätigt
"Ein von einem Gewitter begleiteter Wirbelsturm knickte heute Nachmittag die dicksten Bäume wie Streichhölzer, schleuderte Äste über hundert Meter weit fort und riß den Schornstein der Maschinenfabrik Günzburg um, der das Dach vollständig durchschlug. Der etwa 23 Meter hohe Wasserkühlturm der Fabrik wurde ebenfalls umgelegt. In Denzingen wurde eine Scheune vollständig zusammengedrückt und das Vieh unter den Trümmern begraben. Die Feuerwehr Günzburgs mußte die Straßen freimachen. Die Staatsstraße nach Dillingen ist gesperrt, weil hunderte Bäume und Telegraphenstangen auf der Erde liegen. Etwa 20 Minuten lang fielen taubeneigroße Hagelkörner. Die Stadt Günzburg ist noch ohne Licht (...)." Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH, Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho". - Ebenso aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 03.06.1927: "Günzburg, 2. Juni (WTB.) Ein von Gewittern begleiteter Wirbelsturm knickte heute nachmittag die stärksten Bäume wie Zündhölzer um, schleuderte die Aeste über 100 Meter und riß den Schornstein der Maschinenfabrik Günzburg um, der das Dach der Fabrik vollständig durchschlug. Der etwa 25 Meter hohe Wasserkühlturm der Fabrik wurde ebenfalls umgelegt. In Denzingen wurde ein Stall vollständig zusammengedrückt und das Vieh unter den Trümmern begraben. Die Feuerwehr mußte die Straßen freimachen. Die Stadtstraße nach Dillingen ist polizeilich gesperrt, weil hunderte von Bäumen und Telegraphenstangen auf der Straße liegen. Etwa 20 Minuten lang fielen taubeneigroße Hagelkörner nieder. Die Stadt Günzburg ist ohne Licht und Kraft. Menschenleben kamen nicht zu Schaden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)