Parchim (Mecklenburg-Vorpommern)

 02.06.1927 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Im Katalog der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern finden sich Hinweise auf ein schweres Unwetter in Parchim: "Fabrikschornstein durch Unwetter gebrochen: 1927 zwei Zeitungen in Parchim" (Otto Köhncke - In: Schweriner Volkszeitung, Bd. 57 (2002), 250(26./27.10.02), S.16) und "Ein fürchterliches Unwetter fegt über die Stadt: in der "Norddeutschen Post" geblättert und dabei alte Erinnerungen aus der Kindheit wachgerufen." (Otto Köhncke. - In: Schweriner Volkszeitung, Bd. 57 (2002), 244(19./20.10.02), S.16). Auch in der Wiener Reichspost vom 04.06.1927 wird über ein schweres Unwetter in der Region berichtet. "Heute wurde in den frühen Nachmittagsstunden auch das südliche Mecklenburg in großer Ausdehnung von einem orkanartigen Unwetter heimgesucht, das mit Hagelschlägen und Wirbelwinden verbunden war. Nähere Nachrichten liegen bis jetzt aus Parchim vor, während nach den Städten Plau, Malchow und Kaen die Telephonleitungen unterbrochen sind. In Parchim wurden von dem Sturm Fabrikschornsteine umgestürzt, die mit lautem Getöse zusammenfielen. Viele Dächer sind beschädigt. Schwere Regengüsse füllten die Straßen mit großen Wassermengen, welche oft tief in die Keller und in niedriggelegene Stuben drangen. Durch große Hagelschloßen wurden zahlreiche Fensterscheiben eingeschlagen. Arg gehaust hat der Sturm in den städtischen Anlagen und im Park des Krankenhauses von Parchim. Eine große Anzahl von Bäumen ist geknickt." Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH.