Schönau am Königssee (Bayern)

 04.07.1929 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 06.07.1929: "Auch Bad Reichenhall und Umgebung wurden durch die Unwetter schwer heimgesucht. Ein verheerender Wirbelsturm raste über das Berchtesgadener Land und richtete auch dort allenthalben großen Schaden an. Am schwersten tobte der Sturm auf dem Königssee und zwar zu einer Zeit, wo fast sämtliche Boote der Königseer Schiffahrt unterwegs waren. Das Motorschiff Hochkaiser, auf dem sich etwa 100 Passagiere befanden, wurde vom Sturm erfaßt und abgetrieben. Das ganze Oberdeck des Schiffes wurde glatt abrasiert. Auf dem Schiff entstand eine Panik. Die Passagiere legten sich auf dem Deck nieder und schrieen um Hilfe. Dank der Umsicht der Schiffsleitung konnte ein größeres Unglück vermieden werden. In schwere Bedrängnis kamen vor allem die kleinen Ruderboote, doch gelang es den meisten, sich doch in Sicherheit zu bringen. Der Berliner Kaufmann Labuhn, der sich mit seiner Frau in einem Kahn befand, versank in den Wellen. Seine Leiche konnte bis jetzt noch nicht geborgen werden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)