Thüngen (Bayern),
Karlstadt (Bayern)

 09.07.1930 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 10.07.1930: "Die Unwetterschäden in Unterfranken. Karlstadt, 9. Juli. Ueber die Gewitterschäden in Unterfranken erfahren wir folgende Einzelheiten: Zu Thüngen wurden durch den Sturm Aeste von den Bäumen gerissen und die Läden an den Häusern aus den Angeln gehoben. Der Hagel schlug sämtliche Fensterscheiben ein. Strichweise wurde das Getreide bis zu 40 Prozent vernichtet. In Karlstadt richtete der Sturm an Gebäuden und Bäumen, hauptsächlich an Obstbäumen schweren Schaden an. Die Bäume wurden entwurzelt und Aeste abgerissen. Außerdem wurde das Badehaus vom Sturm sehr mitgenommen, das Dach wurde abgehoben und eine Wand eingedrückt. Der Hagel, der teilweise in Taubeneigröße fiel, richtete auch in den Gärten großen Schaden an. Wiesenfeld wurde vom Unwetter am stärksten mitgenommen. Hier soll der Ernteausfall an Getreide, Obst und Hackfrüchten 50-60 Prozent betragen. In Lohr (Anm.: Lohr am Main) können sich alte Leute an ein derart schreckliches Hagelwetter nicht mehr erinnern. In Bolkach (?) fielen ebenfalls Schloßen in Taubeneigröße und bedecken in dichter Lage den Boden. Der Schaden an den Weinbergen ist groß."