Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg)

 02.08.1930 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.08.1930: "Wolkenbruch und Wirbelsturm - Samstag abend gegen 05:30 Uhr ging über Freiburg ein schwerer, mit heftigen Gewittern begleiteter Wolkenbruch nieder. Das mit großer Plötzlichkeit auftretende Unwetter war von einem heftigen Wirbelsturm begleitet und dauerte etwa eine halbe Stunde. Der Sturm knickte in allen Teilen der Stadt große Bäume um. So wurde in der Unterwiehre eine alte zwischen Lugostraße und Günterstalstraße stehende Weide von respektabler Höhe umgelegt, in Haßlach wurde ein Baum entwurzelt und über die Straßenbahn geworfen. Am Stadttheater, am Friedhof, in der Oberau und an anderen Orten wurden ebenfalls große Bäume vom Sturm gefällt. Im Wald ist der Windbruch besonders groß. Die Wassermassen haben im Freien außerordentliche Verwüstungen angerichtet. Heu und Getreide wurden weggeschwemmt, an den Behängen grub sich das Wasser kleine Gräben und brachte Geröll und Schutt zu Tal. In der Stadt selbst drang das Wasser in verschiedene Keller ein, so daß die Feuerwehr alarmiert werden mußte. Das Unwetter beendete die sehr kurze Schönwetterperiode und leitete zu Regen über." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) Schwere Schäden entstanden auch in Feldkirch, etwa 15 Kilometer südwestlich von Freiburg, ebenso in St. Georgen, zwischen Feldkirch und Freiburg. Aus anderen Regionen im Süden Baden-Württembergs wurden ebenfalls erhebliche Schäden gemeldet, ein konkreter Tornadoverdacht liegt aber nicht vor.