Mühlen (Baden-Württemberg),
Eutingen (Baden-Württemberg),
Baisingen (Baden-Württemberg)

 04.06.1913 / Stärke (F3) Bestätigt
In Schwarzwaldnähe gab es erhebliche Schäden. (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg). Weiter aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 06.06.1913: "Gestern Nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr hat ein schwerer Gewittersturm den Schwarzwald und sein Vorland heimgesucht. Auf dem hiesigen Bahnhof wurden alle Dächer abgedeckt. Vier umgestürzte leere Personenwagen fielen eine 24 Meter hohe Böschung hinab. Von einem Güterzuge auf der Strecke Eutingen - Ergenzingen wurden fünf Wagen vom Sturm aus dem Gleis gehoben und über den Bahndamm geschleudert. Die Bahnstrecke war abends noch gestört. Die Züge wurden von Stuttgart über Tübingen und Horb geleitet. Auch auf der Neckarbahn heulte der Sturm in übler Weise, am schlimmsten am Bahnhof Mühlen, wo gleichfalls alles dem Erdboden gleichgemacht wurde. Außerdem fiel überall ein schwerer Hagel, der namentlich Eutingen heimsuchte. Verletzungen von Personen werden von da und dort berichtet, bisher aber nur ein schwerer Fall."

Vor 100 Jahren wütete ein Orkan im Gäu ( Schwarzwälder Bote31.12.2013)