Nünchritz (Sachsen)

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 14.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ggen 19:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud bei Riesa. Aus dem Beobachtungsbericht der Sternenfeunde Riesa: "[...] gestern war das Wettergeschehen über Riesa ein sehr spannender Krimi. In Vorbereitung auf die nächtliche Beobachtung der Jupiterbedeckung durch den Mond, bezogen die Sternenfreunde Riesa zusammen mit Gästen bereits am Samstagabend ihre Beobachterstellung auf der Riesaer Sternwarte. Und es waren beeindruckende Regengebiete und Wolken am Himmel zu beobachten. Doch kurz vor 20 Uhr ereignete sich etwas Seltenes: Eine Trichterwolke, eine sog. Funnelcloud zeigte sich am unteren Ende einer eigentlich unscheinbar wirkenden Wolke. [...] Auffällig war bei diesem Trichter, dass er aus deutlichen Segmenten bestand: einem sehr schmalen, sich schnell bewegendem kleinen Rüssel und einem dicken Wolkentrichter direkt an der Unterseite der Wolke. Der kleine Wolkentrichter bewegte und veränderte sich über Minuten. Doch glücklicherweise schaffte es die Kraft des Windes nicht, in Bodenkontakt zu kommen und einen Tornado auszulösen. Deutlich (und auch auf den Bildern erkennbar) war, dass die von der Sonne beleuchtete Seite diesen Wirbel ausbildete, was an der entstehenden Dynamik der Luftschichten bei einwirkender Sonnenstrahlung begründet liegt. Es könnte ein Grund gewesen sein, der die Entstehung dieses Wirbels begünstigt haben könnte. Doch schon 10 Minuten später war nichts mehr von dem Trichter zu sehen und die Wolke zog in südwestlicher Richtung an Riesa vorbei. Von der Sternwarte aus sah man diese Wolkenformation in südwestlicher Richtung über der Baustelle der B169 und der Lebenshilfe Riesa. Es war keine bedrohliche Situation, aber dennoch ein signifikantes Merkmal, dass diese Wolken eben auch in der Heimat zu finden sind." - Foto: Stefan Schwager, Sternenfeunde Riesa

Aktuelle Info Juli 2012 (Sternenfeunde Riesa)