Herringhausen (Niedersachsen)

 31.08.1988 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht genau bekannt, Monat August 1988. Darüber berichtete im Jahre 2015 ein Augenzeuge: "Ich habe gestern mal ein wenig auf eurer Seite gestöbert und bin dort auf eine Meldung vom August 1988 gestoßen. Damals war ein Tornado in Venne. In dem Monat war auch ein spektakuläres Ereignis in Bohmte OT Herringhausen (nur ein paar Kilometer von Venne entfernt). Dieses geschah aber nachts bzw. spät abends. Ich war zwar erst 6 Jahre alt, aber erinnere mich noch haargenau daran. Ob es jetzt ein Tornado war, oder nicht, kann ich natürlich nicht 100%ig sagen, aber ich wollte es euch einmal schildern. Dieser (ich nenn ihn jetzt einfach mal) Sturm begann recht unvermittelt am späten Abend. Ich wurde von meiner Mutter geweckt, weil sie Angst hatte, dass das Dach "wegfliegt". Der Wind selbst kam aus nordwestlicher Richtung, zunächst mit großem Hagel, später dann mit starkem Regen. Es war, als käme der Hagel aus allen Richtungen. Sämtliche Jalousien unseres Hauses waren durchlöchert. Mehrere Bäume wurden entwurzelt. Einer direkt neben unserem Garten. Was mich im Nachhinein stutzig macht ist, dass der Baum in Richtung Westen gefallen ist - also gegen den Wind. Das weiß ich noch so genau, weil das riesige Loch vom Wurzelballen und die Wurzel in Richtung unseres Gartens zeigten. Wäre der Baum mit der Windrichtung gefallen, wäre er in unserem Garten gelandet. Außerdem lief der Regen in Sturzbächen durch unser Dachfenster. Der Wind muss das Wasser nach oben durch das Oberlicht gedrückt haben. Das Fenster war bis zu dem Zeitpunkt eigentlich geschlossen. Faszinierend hier dran ist, dass das Fenster nach Süden zeigt und zudem durch einen Anbau auf der rechten Seite eigentlich gut geschützt liegt. Sehr gut erinnere ich mich an den Anblick, als der Sturm vorüber war. Von einem Nachbarhaus waren viele Dachziegel weggeflogen und das Dach war so beschädigt, dass das Licht im Haus aus den Löchern im Dach schien. Etwa 200 m weiter war (bzw. ist immer noch) ein Einzelhandel mit Kleidung. Dort wurde zu der Zeit renoviert. Die Verkaufsräume waren ausgelagert in ein riesiges Zelt neben dem Gebäude. Es war so ein großes Bierzelt, wie man es auf Schützenfesten etc. findet. Es war zur Hälfte geschützt durch das Gebäude. Dieser Teil war relativ unbeschädigt. Die andere Hälfte war platt."