Schönwalde bei Lübben (Brandenburg),
Krausnick (Brandenburg)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 02.07.2013: "Nach dem Sturm bleibt Brennholz - Waldbesitzer sind beim Aufräumen in den Revieren Schönwalde und Krausnick. Schönwalde/Krausnick In der Oberförsterei Luckau gehen immer noch Schadensmeldungen zum Juni-Sturm ein, eine genaue Bilanz liegt bisher nicht vor. Doch in den Forstrevieren laufen die Aufräumarbeiten. Örtlich unterschiedlich stark sind die einzelnen Waldflächen betroffen. Auch das Revier Schönwalde von Forstoberinspektor Christian Göhler ist von dem Sturm, der am 20. Juni in den Abendstunden wütete, stark betroffen. "Die Informationen kommen so nach und nach", stellt er fest. Von rund 3000 Festmeter Sturmholz geht er inzwischen aus. Bei seinen Fahrten durchs Revier entdeckt er oft noch vor dem Waldbesitzer den Schaden. Doch die Reviere sind seit der Forstreform vor anderthalb Jahren noch größer geworden. Ähnlich geht es seinem Kollegen Waldfried Niechciol im Revier Krausnick. Mit einem Schaden von rund 500 bis 600 Festmeter rechnet er. "Es sind viele Einzelbrüche dabei. Wir versuchen die Eigentümer zu erreichen", stellt auch er fest und fordert die Waldbesitzer auf, sich mit den Revierförstern in Verbindung zu setzen. Dann können sie den Einsatz der Technik koordinieren und bündeln. Teilweise kann mit dem Harvester gearbeitet werden, doch auch Handarbeit ist angesagt. "Wir machen den Eigentümern Vorschläge", sagt Christian Göhler. Im Privatwald, der den größten Teil seines rund 3650 Hektar großen Reviers ausmacht, sind sie selbst für die Beräumung der Sturmschäden verantwortlich. Der Landesbetrieb Forst wird als Dienstleister tätig und arbeitet mit Fachbetrieben bei der Pflege zusammen. "Gerade das Herausschneiden von Bruchholz ist eine gefährliche Arbeit", sagt der Revierförster. Es gehört Schulung, eine entsprechende Ausrüstung ? auch für den Arbeitsschutz ? und viel Erfahrung zu solchen Einsätzen. Was aus den sturmgeschädigten Flächen herausgeholt wird, ist oft nur noch Brennholz. Für die Waldbesitzer bedeuten das erhebliche finanzielle Verluste. Was jetzt teilweise wieder aufgeforstet werden muss, können dann erst nachfolgende Generationen ernten. "Das ist der Generationenvertrag. Es geht um Nachhaltigkeit, ein Begriff, der vor 300 Jahren von einem sächsischen Bergbauingenieur geprägt wurde", erklärt Christian Göhler. "Die Waldwege sind inzwischen beräumt und wieder befahrbar", stellt Revierförster Waldfried Niechciol fest. Das ist bei trockener und wärmerer Witterung wichtig, denn die Waldbrandgefahr steigt bereits wieder ? trotzt der Niederschläge in diesem Sommer." - Aus einer Bildunterschrift in derselben Meldung: "Christian Göhler kennt in seinem Revier die Flächen, die am stärksten geschädigt wurden. In der Nähe der Schäferei Waldow verursachte eine Windhose großen Schaden auf einem dreiviertel Hektar."

Nach dem Sturm bleibt Brennholz (Lausitzer Rundschau, 02.07.13)
Foto der Schäden (Lausitzer Rundschau, 02.07.13)