Kaldenkirchen (Nordrhein-Westfalen)

 02.03.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: um 18:32 Uhr MEZ. Sturmschäden innerhalb eines eng begrenzten Bereiches in Nettetal-Kaldenkirchen. Ein Augenzeuge berichtet: "Der "Sturm" traf mit voller Wucht am Mittwoch, den 2.3.16 um genau 18.32 Uhr, verbunden mit starkem Eisregen und plötzlicher Dunkelheit auf. Der ganze Spuk dauerte ca. 20 Sekunden. Der Starkregen hielt länger an. Das ganze Ausmaß des Schadens konnte man erst am Donnerstagmorgen erkennen. Die Auswirkungen des Sturms konnte man in West-Ost Richtung verfolgen und betrug "nur" ca. 300 Meter (vor allem Dach-Autoschäden)." - Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 05.03.2016: "Kurzer Sturm mit erheblichen Schäden - Nettetal. Punkt 18.30 Uhr am Donnerstag verfinsterte sich der Himmel. Es regnete, hagelte, schneite, der Wirbelwind jagte nur knapp eine Minute über den Ort, richtete aber einigen Schaden an. An einigen Gebäuden zwischen Kehrstraße/ Ecke Jahnstraße bis etwa zur katholischen Grundschule gab es Beschädigungen. Das Dach der Deutschen Bank musste ebenso repariert werden wie Dächer von Häusern auf dem Kirchplatz oder an der Jahnstraße. Es waren regelrechte Löcher in Dächer gerissen, ein Dachfirst zerstört, Bäume entwurzelt. "Ich wusste gar nicht, dass ich so schnell laufen kann", wunderte sich Fritz Schouren, der die wenigen Meter vom Geschäft an der Kehrstraße bis zum Wohnhaus an der Jahnstraße zurückzulegen hatte. Als er das Wohnhaus betrat, knallte es gewaltig. Der Mammutbaum, der zur Hälfte in seinem Garten und mit der anderen Hälfte auf öffentlichem Gelände steht, ist stark beschädigt. Es handelt sich um einen unter Naturschutz stehenden Berg- oder Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum), dessen Heimat die Sierra Nevada in Kalifornien ist. Solche Bäume werden bis zu 95 Meter hoch bei einen Stammumfang bis zu zwölf Metern. Zerstört wurden auch alte Rhododrenden und Azaleen. Die Untere Landschaftsbehörde hat sich die Verwüstungen angesehen. Der Mammutbaum wird überleben. Michel Geller (Sequoiafarm) hat ihn vor drei Jahren vermessen. Er hat drei Meter Durchmesser und ist 28 Meter hoch. Der Baum muss an den Bruchstellen versorgt werden. An den abgebrochenen dicken Ästen kann man viel ablesen, etwa die Jahresringe." - In der Zeitungsmeldung ist der falsche Tag genannt, der mögliche Tornado trat bereits einen Tag früher auf. Vom Radar wurde der auslösende Schauer nur unzureichend erfasst, da zum betreffenden Zeitpunkt das Radargerät am Essener Standort ausgefallen war.

Kurzer Sturm mit erheblichen Schäden (Rheinische Post, 05.03.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)