Stützkow (Brandenburg)

 25.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: wahrscheinlich gegen 16:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkischen Onlinezeitung vom 27.06.2016: "Sturm reißt Scheune um - Stützkow (MOZ) Nur noch ein Haufen kaputter Bretter: In Stützkow ist am Wochenende während des Unwetters eine Scheune eingestürzt. Der Besitzer kam mit dem Schrecken davon. Auch zahlreiche Bäume in dem Ort knickten durch den starken Sturm um. Wilfried Thürling hatte Glück im Unglück: Noch kurz bevor die Holzscheune auf seinem Stützkower Grundstück einstürzte, hatte er sich dort untergestellt. "Als Regen und Wind stärker wurden, bin ich dann ins Haus gegangen", berichtet er. Dann habe es nicht mehr lange gedauert, bis der Schuppen zusammengestürzt sei. "Ich habe erst ein Geräusch wie von einem Blitzeinschlag gehört und etwas wie das Krachen von Holz", berichtet der Grundstückseigentümer. "Er hat wohl einen Schutzengel gehabt", fügt seine Lebensgefährtin hinzu. Zu retten ist die Scheune nicht mehr: Das Dach ist eingestürzt, Balken und Bretter ragen in die Luft. "So sorgfältig zerlegt hat der Wind das", sagt Wilfried Thürling. Er hat schon damit begonnen, das Holz abzutragen. In der aus den 1950er-Jahren stammenden Scheune lagerten vor allem Brennholz, Bretter und Bohlen für Bauzwecke. "Glücklicherweise ist das Ganze nicht auf das Nachbargrundstück gekippt", sagt Thürling. "Wir konnten nicht mal bis zum nächsten Stall sehen", beschreibt Schönebergs Bürgermeister Manfred Schroeder die Heftigkeit des Regens. Er saß am Sonnabendnachmittag im Stützkower Dorfklub bei der Versammlung zur Vorbereitung des Fischerfests, das am Wochenende stattfindet. "Wir wussten, dass es ein Gewitter geben soll, aber damit, dass es so doll wird, haben wir nicht gerechnet." Ein ähnliches Unwetter habe es vor einigen Jahren schon einmal gegeben - damals sei das Wasser die Bergstraße, die in den Ort hineinführt, nur so herunter geflossen. Auch am Montag lagen noch abgerissene Äste auf dem Weg und zeugten von dem Sturm. "Einem Anwohner hat es noch den Giebel seiner Scheune eingedrückt", fügt Bürgermeister Schroeder hinzu. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Die Stützkower sind sich einig: Es muss eine Windhose gewesen sein, welche die heftigen Schäden angerichtet hat! So sind dem starken Wind auch zahlreiche Bäume entlang des Kanals zum Opfer gefallen. An den alten Tabakschuppen in Stützkow, die dem Sturm standgehalten haben, wurden die Kronen mehrerer Weiden abgeknickt. Abgerissene Äste lagen auf der Wiese verstreut. Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Eberswalde waren Montagvormittag damit beschäftigt, umgeknickte Äste am Kanal zu entfernen. Um die Beräumung der Bäume an Land wird sich laut Manfred Schroeder die Gemeinde Schöneberg kümmern. Auf Höhe der Stützkower Buswendeschleife war an der Gabelung des Kanals eine Ulme ins Wasser gestürzt. "Das wird ein Fall für den Nationalpark sein", so der Bürgermeister. Die Uckermark war am Sonnabend von Unwettern betroffen. 75-mal rückte die Feuerwehr sturmbedingt aus. An der Straße zwischen Dobberzin und Crussow knickten durch den Sturm mehrere Bäume um."

Sturm reißt Scheune um (Märkische Onlinezeitung, 27.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)