Schöneberg (Berlin)

 03.11.1876 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 07. September 1876: "Ein gestohlener Windmühlenflügel. Bei völliger Windstille erhob sich am Freitag Vormittag plötzlich ein sogenannter Drillwind (Windhose) der sich der Rosenkessel'schen Windmühle bei Schöneberg zuwendete. Hier wurde ein Windmühlenflügel, der von ganz gesundem Holz, 14 und 16 Zoll stark war, abgebrochen und etwa 10 Schritt weit fortgeschleudert, wo das schwere Stück Holz sich einige Fuß tief in die Erde grub. Als am andern Morgen das Mühlenpersonal herauskam, war der Windmühlenflügel verschwunden. Eine Wagenspur führte nach Wilmersdorf, und hatte auch der Nachtwächter ein unbekanntes Fuhrwerk in der Nacht verfolgt, aber nicht eingeholt. Die Spur wurde weiter verfolgt, und endlich im Grunswald am Halensee der abgebrochene Windmühlenflügel aufgefunden. Vermuthlich haben die Diebe denselben aus Furcht entdeckt zu werden, hier wieder abgeladen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Anmerkung: Die Rosenkesselsche Windmühle stand einige 100m nördlich des alten Dorfes Schöneberg, sie stand damals ungeführ auf Höhe der heutigen Monumentenstraße / Langscheidtbrücke, an der dortigen Anhöhe.