Niederdorfelden (Hessen)

 27.02.2017 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MEZ. Schäden beim Durchzug eines kräftigen Schauers. Aus einer Meldung der Hessenschau vom 28.02.2017: "Anders im Main-Kinzig-Kreis: In Niederdorfelden bei Maintal deckte ein heftiger Windstoß ein Hallendach ab. Die Abdeckplatten wurden einige Meter durch die Luft geschleudert und landeten in umliegenden Gärten. Ursache war laut Polizei eine Windhose. Verletzt wurde niemand." - Aus einer Meldung der Frankfurter Neuen Presse vom 28.02.2017: "Orkanböe hinterlässt Spur der Verwüstung in Niederdorfelden - Weltuntergangs-Szenario am Dienstagabend in Niederdorfelden: Der Sturm pfeift durch den Ort und hinterlässt Verwüstungen an Häusern, Autos und der Kirche. Trotz eines fliegenden Daches wird zum Glück niemand verletzt. Aber die Feuerwehr ist im Großeinsatz. "Da muss ich 81 Jahre alt werden, um so etwas zu erleben ..." Frieda Wittich ist am Vormittag immer noch fassungslos. Die Seniorin blickt aus ihrem Fenster in der Gronauer Straße auf ein Trümmerfeld. Direkt gegenüber steht eine Lagerhalle – jetzt allerdings ohne Dach. Große Teile davon – Blech und Holz – liegen auf einem Berg davor. Ein anderer Teil ist sogar rund 80 Meter weit geflogen, als eine Windhose am Dienstag gegen 21 Uhr mit einer geschätzten Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern durch die kleine Main-Kinzig-Gemeinde pfiff. "Es gab einen lauten Knall und dann flog das Dach über unser Haus", erzählt Frieda Wittich. Das Gebäude kam glimpflich davon. Pech hat aber Reinhard Schott. Er wohnt quasi hinter Frau Wittich. Auf seinem Opel landen Blech und Holzbalken, zerstören die Heckscheibe des im Hof geparkten Autos. Und schneiden auch noch einen dicken Ast im nächsten Garten ab. Schott nimmt es mit Galgenhumor. Obwohl er sich gerade über die Versicherung ärgert, die ihm kein Ersatzfahrzeug zur Verfügung stellen will – und den Schaden erst in rund zwei Tagen begutachten kommen will. "Aber es hätte schlimmer kommen können – immerhin ist unsere Hausfassade heil geblieben", sagt Schott. "Und zum Glück ist niemand verletzt worden", freut sich auch Bürgermeister Klaus Büttner (SPD). Er macht gestern Morgen die Runde im Dorf, war am Sturmabend selbst nicht zuhause. Neben dem abgerissenen Dach und dem kaputten Auto hat es auch die evangelische Kirche getroffen: Der Sturm riss dort rund 30 Dachziegel runter. Betroffen ist auch ein anderes Wohnhaus in der Hainstraße. [...] Wie hoch die Schäden sind, ist noch unklar. Das ermitteln nun Sachverständige. Betroffen von der Windhose ist offenbar nur ein schmaler Streifen in Niederdorfelden. Nach rund einer Viertelstunde ist der Spuk vorbei. Kräftige Winde und Regen gibt es aber noch die ganze Nacht." - Aus einer Meldung von FFH vom 28.02.2017: "In Niederdorfelden im Main-Kinzig-Kreis wurden laut Polizei zwei Dächer abgedeckt. Das Dach einer Werkshalle wurde komplett abgedeckt, Teile krachten auf ein parkendes Auto. Und von einem Wohnhaus wurden ein paar Ziegel weg geweht. Schuld war nach den Angaben der Feuerwehr eine Windhose." - Aus einer Meldung der Feuerwehr Niederdorfelden vom 28.02.2017: "Zuerst wurde die Feuerwehr um 21:16 in die Hainstraße zu einem teils abgedeckten Dach alarmiert. [...] Fast gleichzeitig wurde in die Gronauer Straße gerufen. Hier war zunächst ein halb abgedecktes Garagendach gemeldet worden. Hier konnte man nicht mehr tun, wie lose Trümmerteile des Daches zu entfernen. Kurzdarauf meldeten sich Anwohner aus der Gronauer Straße zu drei weiteren Einsatzstellen: Die ca. 40 m² große Überdachung eines seitlichen Anbaus einer großen Gerätehalle wurde vom Wind etwa 70 Meter weiter in einen Garten und Hof eines Wohnhauses befördert und landete dort auch auf einem PKW. Einige Trümmerteile gerieten auch auf ein Nachbargrundstück und zerstörten dort ein weiteres Dach. An diesen Einsatzstellen konnte nicht mehr getan werden, wie das Sichern der Trümmerteile um weitere Gefahren zu vermeiden. Personen sind zum Glück nicht zu Schaden gekommen. Zu guter Letzt ging es noch in die Mühlgasse. Auch hier wurde ein Dach stark beschädigt. Dieses konnte mit Hilfe der Drehleiter aus Maintal wieder geschlossen werden."

Tornadoverdacht am Montagabend in Hessen bisher unbegründet (Wetterkanal)
Umgestürzte Bäume und abgedecktes Dach (Hessenschau, 28.02.17)
Orkanböe hinterlässt Spur der Verwüstung in Niederdorfelden (Frankfurter Neue Presse, 28.02.17)
Heftiges Unwetter entwurzelt Bäume bei Romrod – FFH.de (FFH, 28.02.17)