Drenkow (Mecklenburg-Vorpommern)

 30.05.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:35 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Parchimer Zeitung vom 30.05.2017: "Schrecksekunden am frühen Abend in Suckower Ortsteil Drenkow nahe der A24: Ein Tornado fegte mit voller Wucht durch die Gemeinde, entwurzelte dutzende Bäume und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. "Ich stand in der Dusche und da fliegen plötzlich meine Gartenmöbel durch die Luft", beschreibt Hartwig Lembke aus Drenkow die Gefahr, die ihn gefühlte 20 Sekunden in Angst und Schrecken versetzte. Allein an seinem Haus wurden unter anderem vier hundertjährige Eichen entwurzelt, die Scheune beschädigt. Als sich der Wind legt, wird das ganze Ausmaß der Zerstörung deutlich. Doch auch schnell wird klar, wieviel Glück im Unglück die Einwohner hatten: Es gab nach ersten Untersuchungen keine Verletzten. Da die Straßen hier sehr breit sind, fielen die oft mächtigen Bäume meist nur bis vor die Häuser. Dadurch hielten sich die Sachschäden nach ersten Eindrücken in Grenzen. Insgesamt waren den ganzen Abend mehr als zehn Feuerwehren aus der Region im Einsatz. Die Bundesstraße 321 musste zwischenzeitlich für Aufräumungsarbeiten voll gesperrt werden. Wegen ihres zum Teil sekundenschnellen Entstehens können diese Wirbelstürme oft nicht vorausgesagt werden. Im Juni 2015 raste in Tornado durch Bützow. Eine Radfahrerin wird schwer verletzt, es gibt 30 Leichtverletzte. In nur zehn Minuten entstanden damals allein Gebäudeschäden von etwa 40 Millionen Euro." - Das vorliegende Material (unter anderem ein Video) sprechen recht deutlich für einen Downburst als Ursache.

Video: Tornado entwurzelt mehr als 20 Bäume (Parchimer Zeitung, 30.05.17)
Der Tag nach der Windhose (Parchimer Zeitung, 31.05.17)
Windhose entwurzelt Bäume: Aufräumarbeiten gehen weiter (Ostsee-Zeitung, 01.06.17)
Nach Windhose: Schaden auf 100 000 Euro geschätzt (Ostsee-Zeitung, 07.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)