Daubhausen (Hessen)

 22.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von mittelhessen.de vom 22.06.2017: "Windhose reißt Dächer auf - Erhebliche Schäden an mindestens sechs Häusern in Daubhausen. Ehringshausen-Daubhausen/Aßlar Wetzlar Die Gewitterfront, die am Donnerstag gegen 15.45 Uhr über den Lahn-Dill-Kreis hinweggefegt ist, hat erhebliche Schäden angerichtet. Am schlimmsten traf es den Ehringshäuser Ortsteil Daubhausen. Die Zentrale Leitstelle für den Katastrophenschutz in Wetzlar meldete viele umgestürzte und abgeknickte Bäume in Wetzlar, Aßlar, Dillenburg, Haiger und Ehringshausen. Die größten Schäden aber gab es in Daubhausen, wo wahrscheinlich eine Windhose durch den Ort fegte und bei drei Häusern die Dächer teilweise abdeckte. Eine Gartenhütte wurde gleich ganz weggerissen. Vor einem Hauseingang landete ein rund zwölf Quadratmeter großes Dach, von dem die Feuerwehr bis zum Abend nicht wusste, wo es hergekommen war. Dachziegel, Trümmerteile, Zaunelemente und Gartenmöbel flogen viele Meter weit. Ein schwerer Gartengrill landete über sechs Meter hoch zwischen den Fetten eines aufgerissenen Daches. "Hier sieht es aus wie nach einem Bombenangriff", sagte Einsatzleiter Heiko Emmelius von der Ehringshäuser Feuerwehr. Alleine er hatte rund 60 Helfer der Einsatzabteilungen aus Ehringshausen, Kölschhausen, Breitenbach und Dillheim sowie der Feuerwache West im Einsatz. Zusätzlich kamen Spezialisten des Technischen Hilfswerks aus Wetzlar und Dillenburg und das Drehleiterfahrzeug aus Aßlar, um die aufgerissenen Dächer an drei Wohnhäusern notdürftig zu sichern. Bei drei weiteren Häusern wurden die Fassaden erheblich beschädigt. Insgesamt hatten die Ehringshäuser Wehrleute 20 verschiedene Einsatzstellen. Die Kreisstraße zwischen Dillheim und Daubhausen musste ganz gesperrt werden, weil mehrere Bäume dort auf der Fahrbahn liegen, um die sich der Gemeindebauhof am Freitag kümmern wird. Ebenfalls dicht ist der Radweg zwischen Ehringshausen und Kölschhausen. Der Waldkindergarten bleibt vorerst geschlossen, weil auch dort Bäume umgefallen sind. Das Betreten des Waldes ist momentan gefährlich. Die Revierförsterei Ehringshausen wird die Schäden ab Freitagmorgen begutachten und Gefahrenstellen nach und nach beseitigen. In Katzenfurt stürzte ein Baum um, blieb aber an der Fassade des daneben stehenden Hauses hängen. Dort gab es auch so starken Regen, dass drei Keller vollliefen. In einem stand das Wasser 50 Zentimeter hoch. Die Feuerwehr rückte mit Pumpen an. Als Cowboys betätigen mussten sich die Feuerwehrleute allerdings zwischen Ehringshausen und der Autobahnanschlussstelle. Dort war ebenfalls ein Weidezaun niedergedrückt worden. Die Rinder konnten aber wieder eingefangen werden." - Aus einer Meldung von FFH vom 23.06.2017: "Heftige Hitzegewitter haben sich über Hessen ausgetobt - vor allem über Mittelhessen. Am Nachmittag fegten Sturmböen über den Lahn-Dill-Kreis und Gießen hinweg. Die Polizei berichtete von über 80 Einsätzen innerhalb kürzester Zeit: Bäume stürzten um, Keller liefen voll, Hagelkörner prasselten herunter, ein Baugerüst in der Innenstadt drohte um zufallen, mehrere Autos wurden beschädigt. Bei Ehringshausen und auch bei Butzbach stürzten Bäume und Äste auf Oberleitungen, so dass es zu Zugausfällen im Raum Friedberg und Raum Gießen kam. Durch Ehringshausen-Daubhausen fegte möglicherweise eine Windhose. Sie deckte mehrere Häuser ab, schleuderte Gartenmöbel durch die Gegend und einen Grill in den Dachstuhl eines Hauses."

Windhose reißt Dächer auf (mittelhessen.de, 22.06.17)
Windhose schleudert Grill in Hausdach (FFH, 23.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)