Zell am Ebersberg (Bayern)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Mainpost vom 12.09.2011: "[...] Das Technische Hilfswerk Haßfurt und die Feuerwehren aus Haßfurt, Zell, Sand und Zeil waren im Großeinsatz in Zell am Ebersberg ? insbesondere im sogenannten Weiki-Hof. Dort war offenbar eine Windhose, ein kleiner Tornado, quer durch das große Anwesen gezogen. Die Familie Endres und ihre Mitarbeiter stehen am Montagvormittag wie unter Schock vor den Trümmern zwischen den beiden großen Hallen. ?Das hat maximal zwei Minuten gedauert, fürchterlich gepfiffen, dann war es schon vorbei?, berichtet Franziska Endres von dem kurzen Moment am Sonntagabend, der für den Betrieb ihrer Familie einen enormen Schaden bedeutet. Mitten in der Apfelernte ist die große Produktionshalle ohne Dach, das Dach der zweiten Halle daneben ist schwer beschädigt, eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch die Obstplantage. Die Dachkonstruktion der Halle, in der die Trockenfrüchte des Weiki-Hofes entstehen, wurde von der Windhose komplett abgehoben ? mit der gesamten Balkenkonstruktion. Der größte Teil liegt nun als Schuttberg zwischen den beiden Hallen im Hof. Nur ein großer Kran wird hier Räumarbeiten leisten können. Auch in der Wiese hinter einer der Hallen liegt ein großes Stück Blechdach. Von der Halle hängen Teile des Blechdachs wie Stofffetzen. In der Obstplantage hinter dem Haus kann man nachvollziehen, welchen Weg der Tornado genommen hat. Wie Streichhölzer wurden ganze Reihen von Apfelbäumen einfach geknickt ? und die Metallstangen, an die die Stämme angebunden waren, gleich mit. Seniorchef Alois Endres hielt sich während des Sturm in der weniger beschädigten Halle auf. Glücklicherweise ging er nicht nach draußen, denn draußen herrschte akute Lebensgefahr. Dort flogen neben Teilen der Dächer auch halbe Bäume durch die Luft. Und das große Trampolin, das aus dem Privatgarten der Familie Endres über die hohe Hecke gehoben wurde. Etwa hundert Meter weiter kam es auf einer Wiese zum Liegen. Das Dach des Wohnhauses der Familie Endres wurde ebenfalls beschädigt, von der Feuerwehr nachts noch notdürftig geschlossen. Die Familie Endres ist den Feuerwehrleuten und dem Technischen Hilfswerk sehr dankbar für die schnelle Hilfe am Sonntagabend. Die Bilanz der Verwüstung ist allerdings vernichtend: Auf eine halbe Million Euro schätzt die Polizei Haßfurt den entstandenen Schaden." - Aus einer weiteren Meldung der Mainpost vom 30.12.2011 zum Jahresrückblick für den Kreis Hassberge: "Noch teurer waren die Folgen eines Unwetters, das am späten Nachmittag des 11. September das Maintal hinaufzog. In Zell hinterließ eine Windhose eine Spur der Verwüstung. Allein auf dem Weiki-Hof entstand ein Schaden von einer halben Million Euro. Der Wind hatte das Dach einer Produktionshalle weggeweht, ein weiteres Dach beschädigt und zahlreiche Obstbäume umgeknickt. Abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume gab es auch aus Knetzgau und Sand zu vermelden."

Eine halbe Million Euro Schaden (Mainpost, 12.09.11)
Aufgeben kommt nicht in Frage (Mainpost, 30.12.11)