Bisher 84 bestätigte, dazu 2 Plausible und 107 Verdachtsfälle
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Noch nicht alle Verdachtsfälle aus 2016 erfasst

November 2016: Es fehlen noch zahlreiche Fälle aus dem Sommer 2016 mit wochenlangen Unwetterlagen und unzähligen Meldungen zu Trichterwolken und verdächtigen Schäden. Es wird alles nach und nach abgearbeitet. Die Tornadoliste ist leider kein Projekt, das hauptberuflich betrieben wird. Im Gegenteil, sie verschlingt viel Geld und noch mehr Zeit. Bitte haben Sie Verständnis, wenn es etwas länger dauert. Es geht nichts verloren.
Oktober

Birlenbach (RP)

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 20.10.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 16:29 bis 16:32 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke von der Innenstadt in Limburg (Hessen) aus in Richtung Südwesten durch einen Skywarn-Melder: "Die Funnelcloud existierte noch, als ich mit der Meldung begann. Ich hatte sie beim Aufsprechen der Nachricht im Auge, sie befand sich zusehends im Rope-Out, während in Ansatz an der Mutterwolke hinter einem Gebäude verschwand. Demnach ist der Zeitstempel der Meldung der zuverlässigste Anhaltspunkt. Als Gebiet vermute ich den Wald südlich von Birlenbach und Balduinstein, demnach Rheinland-Pfalz." - Die Meldung von 16:36 Uhr über die Skywarn-Hotline in Auszügen: "Gerrit Rudolph hier, Skywarn Deutschland. Ich habe gerade eben aus einem Fenster in der Innenstadt von Limburg ungefähr in südwestlicher Richtung geschaut und habe da an einer dicken Wolke einen Funnel gesehen. Der hat sich durchaus eine Weile gehalten. [...] Das ganze Ding war dünn und schlauchförmig. [...] Wegen der Länge und der Ausbreitung möglicherweise sogar mit Bodenkontakt. Die Sache hat sich mehr oder weniger nach Süden bewegt, war ziemlich weit entfernt im rheinland-pfälzischen Bereich, Entfernung schwer schätzbar, ich würde mal sagen, es sind ein paar Kilometer gewesen, 5 Kilometer werden es auf jeden Fall sein, auf jeden Fall in rheinland-pfälzischer Richtung und von Limbug aus gesehen in südwestlicher Lage."

Verdachtsfall Birlenbach (Skywarn)
Trichterwolke bei Birlenbach
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
August
Juli
Juni

Mainz am Rhein (RP)

 24.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Auf der Rückseite eines kurzen, aber heftigen Gewitters mit Starkregen und kleinem Hagel (bis 1cm Durchmesser) bildete sich eine Funnelcloud mit deutlich erkennbarer Rotation aus. Die Fotos entstanden kurz vor Auflösung des Funnels, als der heftige Platzregen und Hagel langsam nachließen und bereits wieder die Sonne zum Vorschein kam. Der Funnel und die Rotation der umgebenden Wolkenbasis konnte über mehrere Minuten (ca. 5 Minuten) beobachtet werden. Der Funnel befand sich von Mainz-Drais aus gesehen im Osten in Richtung Mainz." Fotos liegen vor.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Arzbach (RP)

 24.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Konnte von Bad Ems Denzerheide in Richtung Arzbach ein Funnel beobachten. Dieser hielt sich circa 1 min und löste sich dann auf. Ein Bodenkontakt möchte ich ausschliessen, da er nicht weit genug runterreichte und sich der Funnel über einem Tal befand." Fotos liegen vor.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Neuhemsbach (RP)

 18.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:23 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke von Enkenbach-Alsenborn aus in Richtung Nordosten: "Ich habe vorhin eine Funnelcloud beobachten können, als ich auf dem Weg zum Einkaufen war. Diese war in einiger Entfernung am Horizont sichtbar und auch gut ausgeprägt. Da ich nicht mitten auf der Straße halten konnte, musste ich noch ein Stück weiterfahren, um ein Foto machen zu können. Leider war der Funnel dann nicht mehr so schön zu sehen. Das Foto entstand um 16:23 Uhr in 67677 Enkenbach-Alsenborn (49.487533, 7.903740) Blicktichtung Nordost. Die Trichterwolke war vorher etwas breiter und reichte auch noch weiter hinab. Sie stach mir am Horizont deutlich sichtbar ins Auge." Foto liegt vor.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Malberg (RP)

 12.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:55 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Sichtbar rotierende Wolke und Bildung eines Trichters, aber beinahe Windstill. Keine Schäden bekannt."

Landau (RP)

 03.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke in 76829 Landau, ebenfalls als schlauchförmige Windhose gesichtet von Landau-Godramstein aus in Richtung Philippsburg.

Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Weitere Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Video der Trichterwolke (Facebook)
Video der Trichterwolke (Facebook)
Weiteres Foto der Trichterwolke (Facebook)
Weiteres Foto der Trichterwolke (Facebook)
Tornado Landau (Pfalz) 3 Juni 2016 (YouTube)
Landau Tornado (YouTube)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Kriegsfeld (RP)

 02.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht

Unkelbach (RP)

 02.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:55 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke durch Erik Dirksen von der Tornado-Arbeitsgruppe deutschland: "Hallo Thomas, heute gab es ja in Bayern einen Tornadoverdacht und ich habe eine Funnelcloud bei Remagen beobachten können. Hätte ich bei der Lage eigentlich nicht erwartet. Der Funnel hielt sich etwa 2 Minuten und rotierte relativ schwach, Zeitpunkt 16:54 bei Unkelbach. Video habe ich auch gemacht, kommt in den nächsten Tagen."

Foto der Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Mai
Juli

Rheingönheim (RP)

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 19.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:31 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "zwar keine Tornadosichtung, aber einen kleinen Funnelansatz, mit sichtbar stark rotierenden Aufwinden von unten. Das Ganze während eines (für unsere Region in der Rheinebene) eher ungewöhnlich starken Gewitters. Ist in unserer Gegend 67067 Ludwigshafen eher selten."

Funnelcloud bei Rheingönheim

Framersheim (RP)

 07.07.2015 / Stärke (F2) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden in und um Framersheim, östlich von Alzey. Die Schäden reichen bis in den F2-Bereich, sind aber nach den Beobachtungen mehrerer Sturmjäger und deren Videos auf einen Downburst (Gewitterfallböe) zurückzuführen. Nach ersten Schätzungen sollen die Schäden im Bereich 8 bis 10 Millionen Euro liegen.

Mutmaßlicher Tornado in Framersheim
Verdachtsfall Framersheim (Skywarn)
Tornadoverdacht Framersheim (WZ-Forum)
Aufräumen nach Unwetter in Framersheim geht weiter (Focus, 08.07.15)
Video in Alzey, Industriegebiet Richtung Framersheim (YouTube)
Amateurvideo aus Framersheim (Spiegel Online, 07.07.15)
Schwere Unwetterschäden in Rheinhessen (SWR, 08.07.15)
Windhose verwüstet Kleinstadt in Rheinland-Pfalz (Stern Online, 08.07.15)
September

Waldesch bei Koblenz am Rhein (RP)

 20.09.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 13:25 und 13:40 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich südlich von Koblenz: "Hallo, ich habe am 20.09.14 gegen ca. 13:40 Uhr eine riesige Windhose gesehen. Ich war mit dem Auto auf der B 327 bei Koblenz unterwegs, Fahrtrichtung A61 ca.1500m (noch vor dem Wald da steht ein Sendemast) vor der Auffahrt (Waldesch) zur A61. Ich konnte leider kein Bild davon machen. Ich sah eine riesige Gewitterwolke (so schwarz hab ich noch nie gesehen), aus der ein gewaltiger Schlauch zum Boden ging, mein Beifahrer kann dieses bestätigen. Muss ziemlich nah beim Ort Waldesch nähe Koblenz gewesen sein. Die Entfernung bis zum Tornado kann ich schlecht abschätzen. Es könnte zwischen der B 327 und Fell an der Mosel gewesen sein. Es könnte auch zwischen 13:25 Uhr und 13:35 gewesen sein, früher eher nicht. Es sah so aus, als wenn der Schlauch bis zum Boden ging, Aufwirbelungen konnte ich nicht sehen, am Boden war Wald, ging aber bis zur Baumkrone der Schlauch."

Wallertheim (RP)

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 06.09.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke (Funnelcloud) von Gabsheim aus in Richtung Westen. Leichte Rotation war eventuell erkennbar, ist aber nicht gesichert.

Mögliche Funnelcloud bei Wallertheim
August

Waldesch bei Koblenz am Rhein (RP)

 31.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 14 und 15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von der Autobahn A61, südlich der Moseltalbrücke aus im Bereich nordwestlich bis nördlich von Waldesch: "Am 31.8.2014 ca. zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr gesichtet. Sehr langer Rüssel, wie ein S geformt. Vor allem in Bodennähe zerzaust. Starke Gewitter mit kräftigem Regen in der Umgebung. Aus nordwestlicher Richtung von der A61 aus gesehen (auf der Fahrt gen Süden). Leider keinen Fotoapparat."

Rödelhausen (RP)

 10.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung der Rhein-Zeitung vom 11.08.2014: "Rödelhausen: Windhose wütet 20 Sekunden lang - Rödelhausen ? Ein lauter Knall, dann fliegt ein Blechdach 50 Meter durch die Luft, und auf der Hunsrückhöhenstraße brettert ein Fiesta in eine umgestürzte Buche. Der Fahrer muss verletzt ins Krankenhaus. Nach 20 Sekunden ist der Spuk vorbei. Es ging rasend schnell am Sonntagabend. In Rödelhausen ist glücklicherweise niemand auf der Gasse, als ein heftiger Gewitterschlag, begleitet von einer Windhose großen Schaden in Rödelhausen anrichtet. Ein großer Schuppen, verliert innerhalb von Sekunden sein Blechdach, das mit tonnenschweren Holzbalken und Stahltägern einfach durch die Luft wirbelt und 50 Meter weiter an der Garage als zusammengefalteter Klumpen Blech aufgehalten wird, bevor es in ein Wohnhaus kracht. Zuvor durchtrennen die Dachteile noch eine Stromleitung, sodass im Dorf kurzfristig der Strom ausfällt. Auf der anderen Straßenseite des Schuppens fliegen Dachpfannen weg und machen zwei große Gebäude undicht. Die Pfannen liegen auf den Grundstücken überall verstreut. Zur gleichen Zeit befährt ein Rödelhausener die Hunsrückhöhenstraße in Richtung Kappel. In einem Waldstück bemerkt er zu spät eine umgestürzte mächtige Buche, die die Straße blockert. Der Fiesta brettert noch über die ersten stärkeren Äste hinweg, bevor das Auto vor dem dicken Stamm zum Stehen kommt. Der Fahrer wird verletzt ins Krankenhaus eingeliefet. Die B327 ist nach wie vor blockiert. Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei brauchen noch eine Weile, bis die starken Stämme zersägt sind und die Fahrbahn wieder frei geräumt werden kann. Der Straßenabschnitt zwischen der Kappeler Kreuzung und der Abzweigung nach Rödelhausen ist gesperrt. Die Polizei hat eine Umleitung über den Blümlingshof bzw über Schwarzerden eingerichtet."

Rödelhausen: Windhose wütet 20 Sekunden lang (Rhein-Zeitung, 11.08.14)
Juli

Speyer (RP)

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 20.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:20 bis 21:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Schifferstadt aus in Richtung Südosten.

Funnelcloud bei Speyer

Schönenberg-Kübelberg (RP)

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 06.07.2014 / Stärke (F2) Bestätigt

Nanzdietschweiler (RP)

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 06.07.2014 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 20:00 Uhr und 20:15 Uhr MESZ. Ein Tornado wurde im Bereich Nanzweiler beobachtet und fotografiert. Über das Ausmaß der Schäden ist nichts bekannt.

Tornado in Nanzweiler

Kottweiler-Schwanden (RP)

 06.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Dazu der Bericht eines Anwohners: "Ich hatte auch mal einen erlebt. War am selben Tag wie der von Schönenberg/Kübelberg, wohl die selbe Superzelle. Wir wohnen in demselben Gebiet. Ich weiß nicht, ob der Tornado dokumentiert ist, jedoch bin ich mir ganz sicher, dass es einer war (Trichter und Rotation deutlich zu erkennen). Er ging direkt durch unser Dorf (Schwanden) durch, war ne Sache von Sekunden, jedoch hinterließ er nur schwache Schäden (Ziegeln weggeweht, Autos und ein paar Fenster von Trümmern wie Ästen demoliert und Bäume hat er umgeworfen), deswegen vermute ich mal dass es ein F1 war. Die "Schadens-Schneise" ging direkt schräg durch die Dorfmitte und war relativ dünn, geschätzt 50-100m. Er sah bei der Entstehung ziemlich monströs aus, hat wahrscheinlich aber enorm an Stärke verloren, weil zwischen ihm und Schwanden eine kleine, aber sehr steile Anhöhe ist. Bilder vom Tornado hab ich nicht, jedoch hat mein Vater Bilder von den Schäden. Genaue Urzeit fällt mir jetzt nicht mehr ein, ich glaube aber es war gegen 20:00 Uhr."

Lahr (RP)

 06.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Volksfreund vom 07.07.2014: "Umgestürzte Bäume, Stromausfälle und Überschwemmungen - (Bitburg/Prüm/Neuerburg) Sturm und Regenfälle haben am Sonntagabend Straßenmeistereien, Feuerwehren und Polizei in der Eifel auf Trab gehalten. Umgestürzte Bäume führten zu Verkehrsbehinderungen, unter anderem auf der A60. In Lahr (VG Südeifel) tobte eine Windhose. In etlichen Ortschaften der Verbandsgemeinden Bitburger Land, Südeifel und Teilen der Stadt Bitburg kam es zu Stromausfällen. Insbesondere im nördlichen Bereich der Verbandsgemeinde Südeifel waren viele Helfer im Einsatz. ?Eine Unwetterfront zog über Mettendorf, Sinspelt, Utscheid, Weidingen, Altscheid, Lahr und Neuerburg hinweg. In Lahr wurde auch das Dach einer Scheune abgedeckt?, berichtet die Feuerwehr Neuerburg. Es handelt sich um die Scheune von Manfred Trost. Dieser berichtet von einer ?gigantischen Windhose?, die am Sonntagabend im Zick-Zack-Kurs durch Lahr zog, Bäume kappte, ein ganzes Feld voller Pappeln ummähte und eine Spur der Verwüstung hinterließ. [...] Neben Trosts Haus wurde eine Stromleitung durch einen umfallenden Baum beschädigt. Anders als das Dach ist sie jedoch längst wieder repariert. [...]"

Gewitter ziehen über Luxemburg und die Eifel (Volksfreund, 06.07.14)
Umgestürzte Bäume, Stromausfälle und Überschwemmungen (Volksfreund, 07.07.14)
Juni

Ebersheim (RP)

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 10.06.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:13 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen, weit hinabreichenden Funnelcloud von Bodenheim aus in Richtung Ebersheim bzw. im Bereich südlich bis sdüwestlich davon.

Funnelcloud bei Ebersheim

Heinzerath (RP)

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 03.06.2014 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: ca. 12:03 bis 12:13 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Funnelclouds, darunter eine sehr langgestreckte. Aus einer Meldung des Trierischern Volksfreunds vom 03.06.2014: "Windhose zieht über Morbach - (Morbach) Eine Windhose ist am Dienstag um die Mittagszeit über Morbach (Kreis Bernkastel-Wittlich) gezogen. Diese ist zwischen der Morbacher Energielandschaft und Heinzerath gezogen, sagen Augenzeugen. Über Schäden gibt es keine Meldungen. Einer Lehrerin der Morbacher Grundschule ist es gelungen, das Naturschauspiel zu fotografieren."

Funnelcloud bei Heinzerath
Windhose zieht über Morbach (Trierischer Volksfreund, 03.06.14)
Windhose über dem Hunsrück gesichtet (Wochenspiegel, 05.06.14)
August

Haßloch (RP)

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 26.08.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 17:28 bis mindestens 17:34 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Ich habe am 26.08.13, ca um 17:30 Uhr einen Trichter beobachtet. Erst von der Autobahn A61 aus am Kreuz Mutterstadt, dann Wechsel auf die A65. Höhe Haßloch kam ich dem Trichter dann sehr nah, ca 100m links (südlich) der Autobahn, nördlich von Haßloch. Es gab heftige Turbulenzen am Boden und es war deutlich Rotation zu erkennen. Danach folgte heftiger Regen." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen.

Tornado bei Haßloch

Edesheim (RP)

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 08.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 11:33 bis 11:38 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Landau-Queichheim aus in Richtung Norden.

Funnelcloud bei Edesheim
Juni
Mai

Finthen (RP)

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 23.05.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: 20:26 bis 20:52 Uhr MESZ. Ausgeprägte Funnelcloud weithin sichtbar und von sehr vielen Menschen beobachtet. Da die Funnelcloud, also der sichtbare Teil des Wirbels sehr weit hinabreicht, kann von einem durchgehenden Wirbel von der Wolkenbasis bis zum Boden und damit von einem Tornado ausgegangen werden.

Tornado bei Finthen
Tornado bei Mainz (WZ-Forum)
Bilderreihe vom Landspout 20:26 bis 20:52 Uhr (WZ-Forum)
Windhose über Essenheim (YouTube)

Hochstadt (Pfalz) (RP)

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 16.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 17:59 bis 18:12 Uhr MESZ, Gesamtdauer ca. 10 Minuten. Beobachtung einer Funnelclooud im Bereich westlich bis nordwestlich von Hochstadt (Pfalz). Die Funnelcloud war weithin sichtbar und wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet und fotografiert/gefilmt.

Funnelcloud bei Hochstadt (Pfalz)
Juli

Daun (RP)

 27.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Meldung einer Windhose in den Medien. Aus einer Meldung des Trierischen Volksfreunds vom 29.07.2012: "Neben dem Gewitter beschäftigte auch ein Sturm in Teilen der Vulkaneifel Bürger und Hilfskräfte. Über das Gelände des vor allem bei Motorradfahren beliebten Imbissbetriebes Alte Schmiede im Dauner Stadtteil Pützborn fegte am Freitagnachmittag ein Sturm, den Augenzeugen als Windhose bezeichnen. Auf dem dazugehörenden Zeltplatz wurde eine Weide entwurzelt und fiel um. Die Zelte wurden aber nicht getroffen. Lediglich ein Pavillon stürzte um. Es gab auch keine Verletzten, weil sich die Gäste alle als Zuschauer bei der Eifel-Rallye [...] befanden. "Es ist nichts passiert", sagte Henry Blum, der Wirt der Alten Schmiede. "Wenn das nachts geschehen wäre und der Baum anders gefallen wäre, hätte es anders ausgehen können." Schrecksekunden waren es trotzdem. Blum: "Ich bin seit mehr als 30 Jahren hier, aber so einen heftigen Sturm habe ich noch nicht erlebt", berichtete er. "Es gab Blitz und Donner und dann einen Schlag", erzählte Gunther Glöckner, der vor Ort war. Wenig später sei alles vorbei gewesen. Feuerwehr und Polizei kamen nicht zum Einsatz. "Henry Blum ist sehr pragmatisch und kooperativ. Der löst so etwas selbst", hieß es auf Anfrage von der Polizei in Daun."

Weide stürzt bei Sturm beinahe auf Zelte (Trierischer Volksfreund, 29.07.12)
Haus brennt aus - Windhose auf Campingplatz (Trierischer Volksfreund, 29.07.12)

Bretzenheim (RP)

 05.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:36 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud durch einen zertifizierten Skywarn-Beobachter nahe Mainz-Bretzenheim, Zugrichtung: Nordost.

Montabaur (RP)

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 01.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Video und Beobachtung einer möglichen Funnelcloud oder eines Tornados von Montabaur aus in Richtung Westen, über mögliche Schäden ist nichts bekannt.

Mögliche Funnelcloud bei Montabaur
Juni

Oberbieber (RP)

 21.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Polizei RLP vom 22.06.2012: "Im Bereich der PI Neuwied wurde in Neuwied-Oberbieber durch eine Windhose das Dach einer Garage (Stellplätze für 3 Fahrzeuge) abgehoben und auf das Nachbargrundstück geweht. Durch die herabfallenden Dachziegel wurde ein geparkter Pkw beschädigt. Durch die gleiche Windhose wurden auch Dachziegel weiterer Häuser in diesem Straßenzug herab geweht. Zwei geparkte Fahrzeuge wurden hiervon getroffen und beschädigt. Der gesamte entstandene Sachschaden in diesem Bereich wird auf ca. 100.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr Oberbieber war hier mit 18 Kräften im Einsatz. Die Straße musste in diesem Bereich bis zum Abschluss der Aufräumarbeiten gesperrt werden." Gegen 21:30 beobachteten Augenzeugen im Bereich der von Andernach nach Neuwied ziehenden Gewitterzelle eindeutig Rotation. Die genannten Schäden traten in der Gaisbornstraße in Neuwied-Oberbieber auf. Schäden an Bäumen und dem anliegenden Wald gab es so gut wie keine, da sich der mutmaßliche Tornado auf einer Breite von 100-150m im Ort beschränkte. Die Schäden lagen in einem Tal. Auf der linken Seite war ein höher gelegenes Neubaugebiet (keine Schäden) und rechts den Wald hoch gab es ebenfalls keine Schäden. Weiter der Augenzeugenbericht eines Anwohners: "Es war wie windstill, als wären wir im Auge, Trümmer waren kaum zu sehen, ein paar Blätter drehten sich, dann wurde von dem erdgeschossigen Zwischenbau das Dach ca. um 2m angehoben, welches aus Asbestplatten bestand, zwei Tonnen wog und 9x6 m gross war. Mit dem Dach wurden die 2 Pfetten angehoben, das Nachbardach wurde auch um ca. 1m (Riss in der Fußpfette) angehoben und das gesamte Dach um 180 Grad gedreht. Dann fiel das Dach wieder hinunter. Die Wächespindel auf dem Rasen drehte sich wie wild um die Achse und auf dem kleinen Schuppen lief das Wasser die Regenrinne hinauf und das Dach hoch (ein richtiger Sog)."

Verdachtsfall Neuwied-Oberbieber (Skywarn)
Fotos der Schäden in Oberbieber
Unwetter im Bereich des PP Koblenz - Schadensbilanz (Polizei RLP, 22.06.12)
Windhose reißt ganzes Garagendach mit sich (Rhein-Zeitung, 22.06.12)
Flammen, Windhosen, Blitze: Unwetter richten Schäden an (Abendblatt, 22.06.12)
Unwetter richten Schäden an (n-tv, 22.06.12)

Pfalzfeld (RP)

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 12.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15:50 und 16:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud nahe Pfalzfeld im Hunsrück. Über den möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Pfalzfeld

Hornbach (RP)

 07.06.2012 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Saarbrücker Zeitung vom 08.06.2012: "Windhose in Südwestpfalz deckt Häuser ab - Eine Windhose ist am Donnerstagabend über Hornbach in der Südwestpfalz hinweggefegt und hat mehrere Dächer zerstört. Nach Polizeiangaben vom Freitag deckte der kleine Tornado unter anderem fast sämtliche Dächer eines Gehöfts ab. Allein dabei entstand ein Schaden von rund 50 000 Euro. Zudem wurden Bäume entwurzelt, eine Telefonleitung gekappt und zwei weitere Dächer in Hornbach zerstört. Verletzt wurde niemand." - Dazu der Bericht eines Anwohners: "Gestern Abend fegte eine Windhose uber den Hof Dennoch und die Pirminiusstadt Hornbach hinweg. Dabei wurde beim besonders schlimm getroffenen Hof die Straße auf einer Länge von ca. 200m durch etliche umgestürzte und entwurzelte Baume blockiert sowie die Dächer von Scheune und Stall größtenteils abgedeckt, selbst Teile der Aussenmauern wurden unter der Windlast beschädigt. Ein Wellblechunterstand wurde komplett zerstört und Teile davon bis 1,5km weit fortgetragen. In den Wiesen und Feldern zeichnet sich eine ca. 15-30m breite Spur ab, die begleitet von diversem Geäst bis zum Ort reicht, wo es 2 Dächer teilweise abgedeckt hat. [...] Die Bewohner des Hofes sollen die Windhose kommen gesehen haben..."

Verdachtsfall Hornbach (Skywarn)
evtl. Tornado Hornbach/Zweibrücken RLP (WZ-Forum)
Windhose in Südwestpfalz deckt Häuser ab (Saarbrücker Zeitung, 08.06.12)
Heftige Gewitter fluten Keller und Straßen (RTL, 08.06.12)
September

Herrnsheim (RP)

 30.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Genaues Datum und Zeitpunkt nicht bekannt. Meldung einer Windhose in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Wormser Zeitung vom 05.12.1111 zur Fassadensanierung an Herrnsheimer Schloss: "Windhose zerstört Fenster an der Ostseite - Eine weitere Baustelle befindet sich derzeit an der Ostseite des Schlosses: Eine Windhose hatte im September eines der historischen Fenster im ersten Stock eingedrückt. "Das Holz war teilweise komplett zersplittert", so Dr. Irene Spille von der Denkmalschutzbehörde. Spezialisten haben es originalgetreu wiederhergestellt und eingesetzt ? inklusive Antikglas."

Worms: Fassadensanierung an Herrnsheimer Schloss (Wormser Zeitung, 05.12.11)
August

Osburg (RP)

 06.08.2011 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados mit leichten Schäden: Er zog ein Trampolin und einen Sonnenschirm sowie andere Gegenstände in die Höhe. Mehrere Dächer wurden beschädigt. Ein Augenzeuge beschreibt den dicht vorbeiziehenden Tornado als rotierenden Rüssel, der von Südwest nach Nordost zog.

Tornado in Osburg
Juli

Niederwörresbach (RP)

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 26.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Vom Flugfeld Idar-Oberstein aus in Richtung Norden trichterförmige, weit hinabreichende Funnelcloud beobachtet. Über den sehr wahrscheinlichen Bodenkontakt ist derzeit nichts bekannt.

Tornadoverdacht bei Niederwörresbach

Binsfeld bei Wittlich (RP)

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 21.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Deutlich ausgeprägte Trichterwolke im Bereich östlich von Binsfeld. Sie wurde vom US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem, von Niederkail und aus Richtung Süden sogar vom Flugplatz Föhren nahe Trier beobachtet. Die Trichterwolke hielt sich etwa 10 Minuten lang. Rotation war deutlich zu erkennen, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornadoverdacht bei Binsfeld
Tornado beunruhigt Eifelbewohner ( Trierischer Volksfreund , 22.07.11)
Juni

Mittelbrunn (RP)

 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: unbekannt. Pressemeldung über einen Tornado mit Schäden. Die bisher vorliegenden Erkenntnisse sprechen gegen einen Tornado. Nach Medienmeldungen sollen mehrere Augenzeugen einen Tornado gesehen haben, Nachfragen ergaben aber, dass tatsächlich kein solcher gesehen wurde. Damit ist ein Tornado nach den bisherigen Erkenntnissen unwahrscheinlich.

Verdachtsfall Mittelbrunn ( Skywarn)
Unwetter - Feuerwehr im Dauereinsatz ( SWR , 22.06.11)

Alzey (RP)

 15.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud bei Alzey. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Trier (RP)

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 07.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:52 und 20:55 Uhr MESZ. Die Zelle zog nördlich von Trier und fing an ihrer Unterseite an zu rotieren. Anschließend bildete sich für ca 15-20 Sekunden eine Funnelcloud. Bodenkontakt wurde nicht beobachtet.

Funnelcloud bei Trier
Juli

Büchelberg (RP)

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 08.07.2009 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 16:45 und 16.50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des SWR vom 09.07.09: "Ein Wirbelsturm hat gestern Abend in Wörth-Büchelberg einen großen Schaden angerichtet. Polizeiangaben zufolge wurden mehrere Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Die Windhose hatte einen Durchmesser von 70 Metern und fegte offenbar nur wenige Sekunden über den Ort. Der Sturm erfasste die Dachziegel von zwölf Wohnhäusern und wirbelte sie durch die Luft." Nach Medienberichten werden die Schäden auf etwa 120.000 Euro geschätzt, Menschen wurden nicht verletzt.

Tornado in Büchelberg
Windhose zieht über Büchelberg (Feuerwehr Büchelberg)
Windhose deckt mehrere Dächer ab (Rheinpfalz, pdf, 09.07.09)
Hoher Schaden durch Windhose (SWR, 09.07.09)
Tornado in Wörth (SWR, 09.07.09)
Windhose beschädigt zwölf Häuser in der Südpfalz (PR Inside, 09.07.09)
Mai
Juli

Datzeroth (RP)

 30.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:00 und 19:30 Uhr MESZ. Gewitter mit Starkregen und Hagel. Zeugen berichteten von einem Rüssel, welcher von einem Berg weiter weg seitlich gesehen wurde. Die Schäden zeigen eine Linie auf von etwa 2 km, u.a. eine Schneise am Hang im Buchenaltholz. Fichtenbrüche am Rand begrenzt bzw. zerfetzte Weiden am Fluß Wied sowie Wipfelschädigungen.

Mutmaßlicher Tornado bei Datzeroth
Juni

Kyllburg (RP)

 22.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 22 und 23 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Trierischen Volksfreunds vom 23.06.2008: "Eine Windhose hat in der Nacht zum Montag die Kyllburger Waldeifel und das Bitburger Land heimgesucht. Zahlreiche Bäume blockierten Straßen, gekappte Hochspannungsleitungen sorgten für Funkenregen, auf den Kyllburger Supermarkt fiel ein Baum und in Fließem schlug in mehrere Häuser der Blitz ein. - Kyllburg. In einer breiten Schneise ist am Sonntagabend zwischen 22 und 23 Uhr ein Gewitter durch die Region gezogen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, doch die Schäden, die das Unwetter hinterlassen hat, haben die Einsatzkräfte auch noch am Montag beschäftigt. [...]" Plötzlich blockieren Bäume den Alltag ( Volksfreund, 23.06.08) Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Tornado beobachtet. Großenehrich (KYF), Schwergewitter, Tornadoverdacht ( Thüringer Storm Chaser)

Oeverich (RP)

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 08.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:10 Uhr MESZ. Funnel 5 km nördlich von Bad Neuenahr-Ahrweiler, Kreis Ahrweiler, von Birresdorf aus beobachtet, Bodenkontakt im Bereich Grafschaft wahrscheinlich.

Tornadoverdacht Oeverich ( Skywarn)

Andernach (RP)

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 05.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Funnelbeobachtung von mehreren Augenzeugen über dem Nordosten der Stadt Andernach. Dauer: Mindestens drei Minuten, der Funnel zog nur sehr langsam etwa von Nord nach Süd. Über Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelbeobachtung über Andernach
Mai

Trier (RP)

 31.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:37 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud bei Trier (Quelle: ESWD).

Bettenfeld (RP)

 30.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 05 und 06 Uhr MESZ. Bericht eines Anwohners: Ort ist die L16 bei Bettenfeld im Landkreis Bernkastel-Wittlich (Abschnitt zwischen Bettenfeld und Deudesfeld). Dort liegen auf einer Schneise von 300 bis 400 Metern hunderte Bäume wie Mikado-Stäbe kreuz und quer. Zumeist handelt es sich um alte Fichten. Wohngebiete wurden nicht beschädigt, aber mit Unmengen Fichtennadeln "beregnet". Die L16 war voll gesperrt. Die private Wetterstation am Holzbeuel liegt nur 200 m von der Schneise entfernt und hatte durch starken Hagel leider einen Funkausfall während des Gewitters.

Schäden bei Bettenfeld

Rockenhausen (RP)

 29.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17 und 18 Uhr MESZ. Eine Familie war Zeuge von Wirbelstukturen. Dort am tiefsten Mittelpunkt des Ortes wurde ein stabiler Nussbaum entwurzelt. Weiterhin beschrieb ein Familienmitglied, dass die Fenster des Hauses kurzzeitig eingedrückt wurden. Das Ereignis dauerte nur 1-2 Min.
März

Eppenrod (RP)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
gegen 08:00 Uhr MEZ. Nach einem Augenzeugenbericht soll ein Tornado aufgetreten sein. Der mutmaßliche Tornado soll etwa 200 Meter außerhalb der Ortschaft vorbeigezogen sein.

Tornadoverdacht Eppenrod ( Skywarn)
Juli

Kordel (RP)

 03.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 21:00 bis 21:15 Uhr MESZ. Nach einer Zeitungsmeldung vom 04.07.07 soll eine Windhose aufgetreten sein. Aus einer Meldung des Trierischen Volksfreunds vom 04.07.2007: "Die Spur der Verwüstung zieht sich vom einst bewaldeten Steilhang hinter der Butzweiler Straße bis hinunter an den Bahnkörper entlang des Ramsteiner Wegs. Tonnenschwere Fichtenstämme liegen abgeknickt wie Streichhölzer im Hang. Von zerfetzten Buchen stehen nur noch die Stämme. Glück im Unglück hatten die Anwohner der Butzweiler Straße: Der Wirbelsturm war zwischen den Häusern hinunter ins Tal gerast. [...] Revierförster Hans-Peter Prümm geht anhand der Zerstörungen im alten Fichtenbestand davon aus, dass die Windhose mit maximal 200 km/h durch das Gehölz gerast war."

Tornadoverdacht Kordel (Skywarn)
Kordel: Wirbelsturm zerfetzt Fichtenwald (Volksfreund, 04.07.07)

Wirbelsturm zerfetzt Fichtenwald (Volksfreund, 04.07.07)
Einsätze von Juli 2007 (Feuerwehr Kordel)
Tornadoverdacht Kordel - Video der Schäden (MyVideo)

Ernzen (RP),
Irrel (RP)

 03.07.2007 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: abends kurz vor 21 Uhr. In einem Zeltlager entstanden erhebliche Schäden an vier größeren Zelten, einige Augenzeugen sprechen von einer Windhose. Eines der Zelte landete erst ca. 4 km weiter östlich in einem Baum. Eine Augenzeugin beschreibt: "Ich stand am Dienstag, 03.07.07, gegen 20:50 Uhr, unter dem Vordach des Küchenzeltes und sah, wie aus Richtung Westen eine Windhose (es sah aus wie ein Wirbel) auf den Platz zukam. Sofort ging ich einen Schritt zurück in den Schutz des Küchenzeltes. Kurz danach riss der Sturm auch schon das Vordach ein. Danach fegte er über den Platz und riss einige Zelte mit sich." Im Bereich südwestlich von Irrel gab es erhebliche Vegetationsschäden. Ob es einen Zusammenhang zum Fall Kordel gibt, ist noch nicht klar.

Verdachtsfall Ernzen (Skywarn)
Karte und Fotos des Zeltes
Mai

Laubenheim (RP)

 26.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. In einem Bericht der Allgemeinen Zeitung Bad Kreuznach vom 29.05.07 über ein Jugendfußballturnier wird eine Windhose erwähnt: "Das Wetter hatte das C-Junioren-Feld frühzeitig beendet. Als es schon zunehmend dunkel am Himmel wurde und mächtig stürmte, dachte man bereits über einen Turnierabbruch nach. Eine vorbei sausende kleine Windhose sorgte dann für das endgültige Aus."

Tornadoverdacht bei Laubenheim
Verdachtsfall Laubenheim (Skywarn)
Plötzlich ist die halbe Mannschaft weg (Allgemeine Zeitung)

Trier (RP)

 26.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Eine rotierende Wolkenformation wurde beobachtet und fotografiert. Ob es sich um einen Funnel bzw. (mit Bodenkontakt) um einen Tornado handelte, ist nicht bekannt. Die Feuerwehren in der betreffenden Region hatten allerdings keine Sturmeinsätze.

Möglicher Tornado bei Trier

Wirges (RP)

 13.05.2007 / Stärke (F0) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Westerwälder Zeitung in Montabaur vom 14.05.07 soll in Wirges ein schwacher Tornado aufgetreten sein. Von einem Wohnhaus wurden quer über das Dach hinweg zahlreiche Dachziegel abgedeckt. Danach wurden an Bäumen, die ehemals etwa 25 Meter hoch waren, die obersten 5 bis 8 Meter abgerissen ca. 10 bis 15 Meter weit verfrachtet und die in Verlängerung zu den Schäden vorhandene Vegetation weist in einer sehr eng begrenzten Schneise ebenfalls geringe Schäden auf. Anwohner berichten von der Beobachtung eines "Rüssels", welcher "über die Häuser hinweg jagte", und aus dem weiter nordöstlich gelegenen Bereich liegen mehrere Funnelsichtungen vor, unter anderem zweimal im Bereich Ettinghausen und Hahn am See sowie von Elkenroth (Kreis Altenkirchen) und von Bad Marienberg aus in südlicher Richtung.

Bericht der Westerwälder Zeitung
(mit freundlicher Genehmigung der Westerwälder Zeitung)
September

Schönenberg (RP)

 30.09.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: vermutlich am späten Nachmittag bei Kaiserslautern. Bodenkontakt eines beobachteten Schlauches ist nicht sicher, über Schäden ist nichts bekannt.
August

Wallmerod (RP)

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 26.08.2006 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 19:05 bis 19:10 Uhr MESZ. Ein Tornado wurde von Bad Marienberg aus in Richtung Süden beobachtet und fotografiert, ebenfalls aus Ettinghausen in Richtung Osten. Über Schäden ist nichts bekannt, der genaue Ort ist unsicher. Bei Kaden wurden Vegetationsschäden aufgefunden, die aber nicht eindeutig zugeordnet werden konnten.

Fotos des Tornados von Manuel Schütz

Meinborn (RP)

 21.08.2006 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 21:20-21:30 Uhr MESZ. Wenige Minuten nach dem Tornado in Brohl-Lützing mit einem Toten entstand weiter östlich im vorderen Westerwald eine weitere Schneise. Hier sind stärkere Schäden bis F2 vorhanden. Die Schneise erstreckt sich über eine Länge von etwa 3,5 Kilometern.

Bilder der Schäden bei Meinborn
Starkwindereignis Brohl-Meinborn / Meinborn-Thalhausen (Wetterzentrale)
Tragische Geschehnisse im Meinborner Wald (Geocaching)

Brohl-Lützing (RP)

 21.08.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:15 Uhr MESZ. In einer kilometerlangen und bis zu 300 Meter breiten Schneise zog der mutmaßliche Tornado zunächst über den Ort Brohl-Lützing in Richtung Osten bis Nordosten hinweg, überquerte dann den Rhein und richtete im Bereich Rheinbrohl weitere, teils erhebliche Schäden an. In Brohl-Lützing wurde ein Wohnwagen in ein Hafenbecken des Rheins geschleudert, dabei kam ein Mensch ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt. Viele Trümmer landeten im Wasser oder wurden sogar auf die östliche Rheinseite transportiert, darunter zahlreiche Flaschen aus einem Getränkelager, die teilweise bis zum Magdalenenhof flogen - in rund 2 Kilometer Entfernung und mehr als 200 Meter über dem Rheintal. Dutzende Dächer wurden zum Teil abgedeckt und Bäume stürzten um oder brachen ab. Die Bahnstrecke Koblenz-Bonn musste zeitweise gesperrt werden. Zum Zeitpunkt des Ereignisses war es gut eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang schon fast dunkel, dennoch berichteten einige Augenzeugen über einen Wirbel. Auf Grund der vorliegenden Schadensanalysen kann von einem Tornado der Stärke F1 ausgegangen werden.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Windhose bei Remagen (Wetterzentrale)
Tornado in Brohl-Lützing? Vor-Ort-Bericht (Wetterzentrale)
Der Verdachtsfall Brohl-Lützing/Rheinbrohl (Björn Goldhausen, WZ)
Starkwindereignis Brohl_Lützing/Rheinbrohl (Björn Goldhausen, WZ)
Tornado in Brohl (Björn Mühle, Stormchaser Online)
Schadensanalyse zum Tornado in Brohl-Lützing (Erik Dirksen)
Schadensdokumentation - Tornado in Brohl (Stormchaser Online)
Tornado Brohl-Lützing linksrheinische Schäden (Wetterzentrale)
Neues zu den Starwindereignissen vom Montag (Wetterzentrale)
Umgestürzte Getränkekisten (Foto) (Fotocommunity)
Tornado in Brohl (brohltal-info24.de)
Mann stirbt durch Windhose (n-tv, 22.08.06)
Remagen: Tornado tötet Camper (Kölner Stadtanzeiger, 22.08.06)
Tornado wütet bei Remagen (Focus, 22.08.06)
Ein Toter nach Windhose in Deutschland (NZZ, 22.08.06)
In diesen Trümmern starb ein Camper (Bild, 22.08.06)
Ein Toter bei Tornado in Deutschland (ORF, 22.08.06)
Video der Schäden (ORF, 22.08.06)
Tornado wirbelt Wohnwagen in den Rhein - Ein Toter (Abendblatt, 23.08.06)
Juli

Dudenhofen (RP)

 31.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Juli 2006 - Nach einem Bericht im Amtsblatt Dudenhofen soll eine Windhose aufgetreten sein: "Im Juli 2006 wurden entlang des Speyerbachs durch eine Windhose viele Pappeln umgeworfen." (Quelle: Dudenhofen)

Amtsblatt November 2006 (Dudenhofen, pdf-Datei)

Koblenz am Rhein (RP)

 28.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum etwas unsicher, eventuell am 29.07.2006? Zeitpunkt: zwischen 16 und 18 Uhr MESZ. Eine Augenzeugin soll im Zeitraum 28.-29.07.2006 einen Tornado in Koblenz am Hauptbahnhof miterlebt haben. Dabei soll die Bestuhlung sowie Plakate etc. durch die Luft gewirbelt worden sein. Über Gebäudeschäden ist nichts bekannt. Sie schätzt die Uhrzeit auf 16:00-18:00 Uhr. Weiter erinnert Sie sich, dass es eine gewittrige Luft war und dass sie beim Erblicken des Wirbels in das Bahnhofsgebäude gelaufen sei.

Annweiler (RP)

 22.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: am Abend, Landkreis Südliche Weinstraße, etwa 20 Kilometer südöstlich des Schadensortes Mölschbach. Hier gab es erhebliche Schäden in einem Waldgebiet, vor allem Eichen und Buchen wurden überwiegend gebrochen. Laut Forstamt Annweiler gab es eine 1000 Meter lange Schneise bei Annweiler (genau genommen Hermesberger Hof/Luitpoldturm). Es waren vor allem große Laubbäume (Eiche und Buche) betroffen. Fallrichtungen der Bäume seien auch in unterschiedliche Richtungen.

Tornadoverdacht bei Annweiler (Wetterzentrale)
Dopplerdaten Rheinland\Pfalz 22.07. (Wetterzentrale)
Tornadoverdachtsfall Mölschbach/Kaiserslautern - Fotos (Boris Friedrichs)

Mölschbach (RP)

 22.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: am Nachmittag, Kreis Kaiserslautern, etwa 7-8 Kilometer südöstlich der Stadt. Hier gab es erhebliche Sturmschäden und ein Verdacht auf eine Windhose wurde von einigen Seiten geäußert. Die bisherigen Untersuchungen ließen eher auf einen Downburst schließen.

Unwetter Kaiserslautern: Zeitungsberichte (Wetterzentrale)
Dopplerdaten Rheinland\Pfalz 22.07. (Wetterzentrale)
Tornadoverdachtsfall Mölschbach/Kaiserslautern - Fotos (Boris Friedrichs)
Tornadoverdachtsfall Mölschbach - Weitere Fotos

Diedesfeld (RP)

 08.07.2006 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ, Kreis Neustadt an der Weinstraße. Es liegt ein Foto einer Trichterwolke vor, aufgenommen von Hambach aus in Richtung Südosten. In Diedesfeld gab es Bodenkontakt und Schäden an 10 Gebäuden sowie an Autos. Der Gesamtschaden betrug hier etwa 15.000 Euro.

Trombe über Hambach-Neustadt/Weinstraße (WZ)
Bild einer Großtrombe (WZ)
Mai

Westhofen (RP)

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 29.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Gegen 20:00 Uhr MESZ, Ort: Westhofen im Landkreis Alzey-Worms. Hier wurde ein Funnel gesichtet, der recht weit in Richtung Boden herunterreichte, Bodenkontakt kann daher nicht ausgeschlossen werden. Augenzeugen berichteten über Nebel- oder Staubschwaden unterhalb des Schlauches. Das Ereignis spielte sich aber über einem Gebiet mit offenen Feldern (Zuckerrüben und Kartoffeläcker) ab.

Soeben Funnel gesichtet - Bilder folgen
Hier meine Bilder :-) Funnel vom feinsten
Weil´s so schön war - hier die Bilder in klein
Funnel v. Gestern war wahrscheinlich doch Tornado

Zweibrücken (RP)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 17 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden traten unter anderem an einem Firmengebäude auf. Hier wurde das gesamte Dach angehoben und wegtransportiert. Der größte Teil landete auf einem weiteren Flachdachgebäude, einige Teile wurden in einem nahe gelegenen Waldstück wiedergefunden. Eine Augenzeuge im Gebäude berichtet von einer 180-Grad-Drehung des Windes.
Fotos der Schäden, Augenzeugenbericht
August

Olewig (RP)

 14.08.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: früher Nachmittag. Aus einer Meldung des Trierischen Volksfreunds vom 14.08.2005: "Eine Windhose zog beim Unwetter am frühen Sonntagnachmittag nach Zeugenaussagen durch den Tiergarten im Stadtteil Olewig. Die Sturmböe zerteilte einen Baum, dessen eine Hälfte auf ein parkendes Auto fiel und dieses unter sich begrub. Weitere Bäume wurden in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sperrte das Gelände wegen der notwendigen Baumfällarbeiten großräumig ab."

Polizeimeldungen vom 14. August 2005 (Trierischer Volksfreund, 14.08.04)
Juli

Demerath (RP)

 29.07.2005 / Stärke (F1) Verdacht
"Der Sturm, der vor einer Woche auch in der Eifel wütete, hat im Gemeindewald von Demerath schwere Schäden verursacht. Eine Windhose ist in dieser Zeit durch einige Wälder gefegt und hat rund 2000 Festmeter Holz umgelegt. Dies haben die Verantwortlichen nun entdeckt." (Intrinet)

Demerath: Folgen des Sturms (Trierischer Volksfreund, 04.08.05)
Windhose verwüstet Demerather Wald (Trierischer Volksfreund, 04.08.05)
Windhose wütete an der Burg (KSTA, 29.07.05)

Quint (RP)

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 29.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 20:25 bis 20:30 Uhr MESZ. Eine Böenfront zog über Trier hinweg, es gab erhebliche Sturm- und Wasserschäden in der Stadt. Knapp nordöstlich wurde im Bereich nördlich der Mosel eine trichterförmige und deutlich rotierende Wolke beobachtet und gefilmt. Über Bodenkontakt und dadurch ausgelöste Schäden ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Trier

Utzenhain (RP)

 27.07.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Durch dieselbe "Frankfurter" Gewitterzelle wurden bereits vorher bei St. Goar erhebliche Schäden in Form einer Schneise durch einen Wald angerichtet. Dabei gibt es Utzenhain und St. Goar zahlreiche Hinweise auf einen Tornado:

"Frankfurter Zelle" 27.07.05 - Im Hunsrück (Skywarn)

Diez (RP)

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 08.07.2005 / Stärke (F0) Bestätigt
Im Bereich eines Gewitters wurde von zahlreichen Augenzeugen ein tief hängender Wolkenschlauch bei Diez nahe Limburg beobachtet. Der Schlauch reichte mehr als zwei Drittel der Strecke Wolke-Boden herunter, nach einem Zeugen auch komplett bis zum Boden. An der betreffenden Stelle konnten von Björn Goldhausen leichte Vegetationsschäden wie abgebrochene Zweige und Äste in einer fast geraden Spur festgestellt werden. Zusammen mit den Fotos von Michael Reeh kann in diesem Fall von einem schwachen Tornado ausgegangen werden.

Bericht von Gerrit Rudolph
Analyse von Björn Goldhausen
Fotos des Tornados von Michael Reeh

Nieder-Olm (RP)

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 08.07.2005 / Stärke (F0) Bestätigt
Dieser Tornado wurde südwestlich von Mainz von zahlreichen Augenzeugen beobachtet und fotografiert. Auch eine Streife der Mainzer Polizei konnte den schwachen Tornado beobachten. Einige Strohballen auf einem Feld wurden erfasst, sonst sind keine Schäden bekannt.
Bericht und Foto im Forum der Wetterzentrale
Meldung und Foto der Polizeidirektion Mainz
Weitere Fotos der Polizeidirektion Mainz
Foto des Tornados von Heidi Schade
Fotos von James A. Slater, Wackernheim
Juni

Trier (RP)

 27.06.2005 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 20:45 bis 21:00 Uhr MESZ. Im Bereich einer kräftigen Gewitterzelle traten in Trier-Pfalzel, Trier-Ruwer, Trier-Eitelsbach und Mertesdorf erhebliche Schäden auf. Die Schadenshöhe betrug einige Hunderttausend Euro. Dabei ist nicht klar, ob dafür ein Downburst (Gewitterfallböe) oder ein Tornado verantwortlich ist.

Bericht von Gitte Herden (ACHTUNG: 18MB, moselwetter.de)
"Windhose" über Trier, gestern?
Tornado gestern abend bei Trier?
Zelle war ziemlich "giftig" Sirenen sind gegangen (Gitte Herden)
August

Mehren (RP)

 18.08.2004 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:30 Uhr MESZ. Am Abend des 18. August richtete dieser Tornado erhebliche Schäden in Mehren bei Daun in der Eifel an. Aus einer Meldung des Trierischen Volksfreunds vom 20.07.2004: "Das Unwetter bahnte sich von Schalkenmehren kommend seinen Weg und erreichte Mehren etwa um 21.30 Uhr am Mittwochabend. Claus Zebrink, der an der Steininger Straße wohnt, hat es genau gesehen: "Es war eine wahnsinns-schwarze Wolke, die irre lang war. An ihrer Seite gingen zwei Schnorchel herunter, aus denen ein Schlauch entstand, der sich hochzog. Danach wurde der Himmel ganz weiß und die Windhose kam - und wir sahen wie das Dach von Ernst Schmitz abgehoben wurde und auf die Steininger Straße flog. Der ganze Spuk hat etwa fünf Minuten gedauert". Was in den Sekunden passierte, während der Wirbel durch Mehren zog, jagte den Dorfbewohnern einen Schrecken ein. Am schlimmsten war es in der Friedhofs,- und Steininger Straße, Am Weyersberg, dem Seiterstälchen und dem Hassel, wo die Windhose eine Spur der Verwüstung hinterließ. Dächer wurden abgedeckt, flogen komplett weg oder wurden angehoben, schwere Eichen brachen, manche wurden entwurzelt, kleinere Bäume fegte es hinweg, lose Gegenstände wurden hunderte von Metern weit weg gewirbelt, Dachpfannen stellten sich hoch oder flogen herunter." - Am selben Abend gab es einen Verdachtsfall im angrenzenden Belgien.

Die Häuser haben gezittert (Trierischer Volksfreund, 20.07.04)
Unwetter (Trierischer Volksfreund, 20.07.04)
Juni

Guntersblum (RP)

 10.06.2004 / Stärke (F1) Verdacht
Im Bereich eines der bereits bei dem möglichen Odenwald-Tornado genannten Gewittercluster entstanden diese gewaltigen Schäden, vor allem ein Supermarkt wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dabei ist aber unklar, ob es sich um "normale" Gewitterböen handelte oder möglicherweise um einen Tornado, der noch nicht ausgeschlossen werden kann.

Ausführlicher Bericht von Thomas Sävert
Umfangreiche Analyse von Felix Welzenbach
Gewittersturm Rheinhessen 10.06.04 (Alex Kiefer)
Unwetter ließ Keller volllaufen (Rheinzeitung)
Meldung im Forum der Wetterzentrale
Sturm reißt Dach von Einkaufsmarkt (Allgemeine Zeitung)

Acht (RP)

 10.06.2003 / Stärke (F3) Bestätigt
Der Tornado zog am 10. Juni über den kleinen Ort Acht westlich von Mayen in Rheinland-Pfalz hinweg und richtete erhebliche Schäden an. Glücklicherweise gab es keine Toten. An Hand der Gebäudeschäden dürfte es ein Tornado der Stufe F3 gewesen sein. Hier folgt eine Liste mit vielen Links zum Tornado sowie zu zahlreichen Schadenbildern:

Tornadolage 10.06.03: Meteorologische Strukturen (Matthias Jaeneke, WZ)
Schadenbericht von Matthias Habel (WZ-Forum)
Bilder mit Gebäudeschäden von Matthias Habel
Bilder mit Vegetationsschäden von Matthias Habel

Weitere Meldungen aus dem WZ-Forum:
Zum Acht-Tornado (WZ-Forum)
Unwetter lässt Häuser einstürzen (WZ-Forum)
Tornado bei Mayen in der Eifel (WZ-Forum)

Einige Medien-Meldungen:
Meldung der Rheinzeitung
Windhose fegte über die Eifel (Hamburger Abendblatt, 12.06.03)

Weitere Links:
Homepage der Gemeinde Acht
Tornadolage 10.06.03 : Met.Strukturen+Entwicklung
Das Drehbuch einer Katastrophe
Tornado-Katastrophe in der Eifel (Armin Opherden)
Tornado-Unwetter nur knapp entgangen (Armin Opherden)

Mützenich bei Prüm (RP),
Schlausenbach (RP)

 10.06.2003 / Stärke (F2) Bestätigt
Zahlreiche Dächer wurden gegen 17:30 Uhr MESZ in Schlausenbach abgedeckt. Insgesamt 20 Häuser wurden zum Teil schwer beschädigt. An mehreren Gebäuden stürzten Teile von Wänden oder ganze Giebel ein. Auch in Mützenich (7-8 km südwestlich von Schlausenbach) gab es zuvor Schäden an fünf Gebäuden.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Landesvater begutachtete Aufbauarbeiten im sturmgeschädigten Schlausenbach (Prüm Aktuell)
Tornado verwüstet Eifel-Dorf (Trierischer Volksfreund, 10.06.03)
Schlausenbach: Unwetter richtet Millionen-Schaden an (Trierischer Volksfreund, 11.06.03)
Sturmschäden (Trierischer Volksfreund, 20.07.04)
Januar

Koblenz am Rhein (RP)

 03.01.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum: 02./03.01.2003 - "In der Nacht vom 2. zum 3. Januar zerstört eine Windhose die "Dicke Eiche" im Forstrevier Remstecken in der Nähe der Hunsrückhöhenstraße bei Kleinhornsbach. Der Baum mit einem Stammumfang von mehr als fünf Metern war seit 1937 als Naturdenkmal verzeichnet und wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts gepflanzt." Quelle: Stadt Koblenz.

Weitersbach (RP)

 01.01.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:30 Uhr MEZ. "Windhose deckte Dach ab. Wohnhaus in Weitersbach schwer beschädigt - Bäume auf der Fahrbahn - KREIS BIRKENFELD. Ein Augenzeuge berichtete von einer Windhose, die über die Felder jagte. Und eben jene Naturgewalt sorgte am Neujahrstag gegen 21.30 Uhr in Weitersbach für einen verheerenden Schaden und spektakuläre Bilder: Sie deckte das komplette Schieferdach des Wohnhauses von Günter und Marliese Ripp ab. Die Feuerwehren aus Weitersbach, Stipshausen, Rhaunen und Bundenbach waren im Einsatz, sicherten das Gelände und deckten den Dachstuhl ab. Die Windhose riss außerdem eine 30 Meter breite Schneise auf dem Wartberg bei Rhaunen. Auch Bürgermeister Wolfgang Becker war - trotz seines Urlaubes - vor Ort: "Da sah's übel aus. Auch an einem Nachbarhaus entstanden Schäden. Wäre die Windhose übers ganze Dorf hinweg gefegt, hätte es noch schlimmer ausgehen können. Da hatten wir noch Glück im Unglück. "Darüber hinaus stürzten zwischen Rhaunen und Weitersbach mehrere Bäume auf die Straße. In diesem Bereich waren die Straßenmeistereien Kirn und Kirchberg im Einsatz. Auch auf den Höhen der Verbandsgemeinde Birkenfeld riss der Sturm in der Nacht zum Donnerstag Bäume um. Die Landesstraße 165 musste gesperrt werden, weil zwischen Abentheuer und Börfink ein Baum quer über der Fahrbahn lag. Auf der Bundesstraße 269 prallte ein 39- Jähriger im Bereich Hüttgeswasen/Hattgenstein mit seinem Pkw gegen einen umgestürzten Baum: Er musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. (vm/ks)" (Quelle: Abentheuer und Nahe Zeitung vom 03.01.2003, Seite 13)
August
Juni

Anschau (RP)

 23.06.2002 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. "Am 21. Juli kam es zu Schäden in Baden-Württemberg und Bayern, ebenso bei den schweren (Hagel-)Gewittern am 23./24. Juni. Im Zuge dieser Gewitterserien wurden bei Calw, Heppenheim und Anschau/Eifel Tornados beobachtet." (Quelle: Sturmdokumentation Deutschland, Deutsche Rück)
August

Siershahn (RP)

 19.08.2000 / Stärke (F2) Bestätigt
Am frühen Morgen traf dieser Tornado die Gemeinde im Westerwald, gegen 04:05 Uhr richtete er erhebliche Schäden an. Mehr im Bericht von Marcus Schaeffer. Die Windhose zog aus Ebernhahn kommend durch die Straßen Im Maifang, Hauptstraße, Hohlstraße und Im Tonfeld.

Koblenz am Rhein (RP)

 18.08.2000 / Stärke (F1) Bestätigt
Ein Tornado hat auf 150 Metern Länge zahlreiche Bäume entwurzelt und Gräber auf einem Friedhof beschädigt. Weggespülte Kanaldeckel behinderten den Verkehr. An sieben Autos entstand Sachschaden (Quelle: Koblenzer Stadtarchiv).
Juli

Luckenbach (RP),
Welkenbach (RP),
Winkelbach (RP)

 24.07.2000 / Stärke (F1) Bestätigt
(ANFANG)Zeitpunkt: kurz nach 16.00 Uhr MESZ. Betroffene Orte: Luckenbach, Welkenbach, Winkelbach (oberer Westerwald). "Binnen weniger Minuten die Dächer von mindestens fünf Häusern teilweise abgedeckt und mehrere Bäume in der Ortsmitte entwurzelt. Zeugen berichteten, dass Sonnenschirme, Gartenmöbel und eine Blumenpergola von dem "Mini-Twister" senkrecht in die Luft geschleudert worden waren. In Welkenbach und Winkelbach wurden Ziegel von Wohnhausdächern gerissen, eine Gartenlaube schwer in Mitleidenschaft gezogen. Bäume stürzten um, blockierten Straßen, unter anderem die Kreisstraße 13 bei Hattert." (Rhein-Zeitung, Ausgabe Westerwald vom 25.07.2000)

Berichte über Großtromben in Deutschland 2000 (Mark Vornhusen)

Hohn bei Linz am Rhein (RP),
Günterscheid (RP)

 01.07.2000 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. "zahlreiche Bäume abgeknickt, Dächer abgedeckt, herumfliegende Dachpfannen beschädigten Autos, Dachbalken flogen bis 100 Meter durch die Luft, ein Junge aus Breitbach wurde durch eine zersplitternde Scheibe verletzt." (Quelle: Berichte über Großtromben in Deutschland 2000 (Mark Vornhusen). Ein weiterer Bericht zu dem Fall: "Am 1. Juli, einem Samstag, kam es zu einem Unwetter bei dem eine Windhose über Hohn, Güntherscheid und Elsaff eine Spur der Verwüstung hinterließ. Bäume stürzen um, Dächer werden abgedeckt und Straßen unpassierbar. Die Ortschaften waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Zur Unterstützung der Feuerwehr Neustadt sind über 100 Feuerwehrleute aus den Verbandsgemeinden Asbach und Linz im Dauereinsatz. Alle Einsätze werden von der Einsatzzentrale in Neustadt koordiniert. Auf der Autobahn landet ein mit Gefahrgut beladener Tankzug in der Böschung, bei einem weiteren Unfall werden mehrere Personen schwer verletzt." (Quelle: Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt / Wied). Nach einem weiteren Bericht entstand an 50 Häusern in den Ortsteilen Günterscheid und Hohn der Gemeinde Windhagen ein Gesamtschaden von ca. 2 Mio Euro.
Mai

Morbach (RP)

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 07.05.2000 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Der Tornado wurde von Morbach aus in Richtung Norden bis Nordosten beobachtet und fotografiert. Lothar Franz gelang eine ganze Serie von Aufnahmen, die zunächst die Verstärkung des Wirbels und dann die Abschwächung und Auflösung des Tornados zeigen. Über Schäden durch den Tornado ist aber nichts bekannt

Karte mit eingetragener Beobachtung
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Juni
August

Stromberg (RP)

 03.08.1998 / Stärke (F0) Bestätigt
"Eine einzelne dunkle Wolke bei ansonsten sonnigem Wetter bildete sich am frühen Nachmittag des 3. August in der Nähe von Stromberg im Hunsrück. ... " Quelle: Frankfurter Allgemeine Archiv. Der schwache Tornado wurde beobachtet und auch fotografiert. Quelle: u.a. "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998

Koblenz am Rhein (RP)

 09.08.1997 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 11.08.1997: "dpa Koblenz - Eine Windhose hat am Sonnabend in Koblenz das Dach eines Großmarktes abgedeckt. Die herumwirbelnden Wellblech- und Eternitplatten beschädigten fast 100 Autos." Wahrscheinlich handelte es sich um einen sehr starken Staubteufel. - Dazu aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 11. August 1997 (Jahrgang 52, Ausgabe 187), Seite 1: "Windhose - Koblenz. Eine Windhose hat am Samstag nachmittag in Koblenz das Dach eines Großmarkts teilweise abgedeckt und über einen Parkplatz gefegt. Wellblech- und Eternitplatten beschädigten 80 bis 100 Autos." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Windhose (Hamburger Abendblatt, 11.08.1997)
Oktober

Trier (RP)

 07.10.1988 / Stärke (F2) Bestätigt
In der Stadt Trier wurden innerhalb einer kilometerlangen Schneise Dächer abgedeckt, Kamine umgestürzt und etwa 65 PKW durch umstürzende Bäume beschädigt.

Bericht zum Tornado in Trier
August

Bosenheim (RP)

 31.08.1988 / Stärke (F1) Verdacht
Datum nicht genau bekannt, August 1987 oder 1988 - Deutliche Schneise vom Ortsrand Bosenheims (Kreis Bad Kreuznach) in nordöstliche Richtung zum Ortsrand Pfaffen-Schwabenheim, Länge ca. 1-2 km.

Tornadoverdacht August 1987 oder 1988 (Skywarn)
Juli

Datzeroth (RP)

 30.07.1987 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Im Landkreis Neuwied wurden gegen 17.00 Uhr etwa 20000 fm Starkholz umgeworfen. Die Schneise von ca. 7 km Länge und bis zu 300 Meter Breite ist heute noch zu sehen.
Dezember

Flörsheim-Dalsheim (RP)

 Jahr 1986 / Stärke (F1) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1986 - "Erläuternd möchte ich hinzufügen, dass im Jahre 1986 das Dach unserer Maschinen- und Gerätehalle von einer Windhose komplett hochgehoben, und "verwirbelt" wurde. Massive Bauteile flogen über 300 m, vier riesige Leimbinder 30-50 m weit, entsprechend waren die entstandenen Schäden, die unsere Haftpflichtversicherung partout nicht übernehmen wollte." (Quelle: Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland)

Der Flächenbedarf für neue Windkraftanlagen ist groß (Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland)
September

Prüm (RP)

 15.09.1986 / Stärke (F2) Bestätigt
In der Eifel wurden von einigen Häusern die Dächer abgedeckt, Schornsteine fielen herab. Mehr in einem Bericht von Lars Lowinski im Wetterzentrale - Dazu aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 17. September 1986: "Windhose verwüstet eine deutsche Stadt. dpa Prüm - Eine Windhose, die nach Angaben von Wissenschaftlern den "Energiegehalt einer Atombombe" besaß, hat in der Eifel Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Der Wirbelsturm raste in der Nacht zum Dienstag mit einer Geschwindigkeit von 150 Stundenkilometern durch die Kreisstadt Prüm (11 000 Einwohner). Die Dächer der Stadthalle, des Schulzentrums und eines Hotels wirbelten durch die Luft. Umknickende Bäume demolierten rund 50 Autos. Viele Kühe mußten notgeschlachtet werden, weil sie in Panik über Gräben setzen wollten und sich dabei die Beine brachen. Menschen wurden nicht verletzt."

Vor 25 Jahren: Tornado wütet in Prüm (Trierischer Volksfreund, 14.09.2011)
Windhose verwüstet eine deutsche Stadt (Hamburger Abendblatt, 17.09.1986)
Die Windhose kam wie ein Spuk (Hamburger Abendblatt, 17.09.1986)
Juli

Büchelberg (RP)

 23.07.1986 / Stärke (F2) Bestätigt
Westlich von Karlsruhe hinterließ der Tornado eine 9 Kilometer lange und 100 bis 300 Meter breite Schneise in Wäldern ("Bienwald"). Es gab Millionenschäden, unter anderem ca. 1000 Festmeter Kleinholz. (Quelle: Forum der Wetterzentrale und D. Fuchs). Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Stuttgart fielen mehrere 10.000 Festmeter Holz. Der Waldscahden beläuft sich auf mehr als 3 Millionen DM. Aus einer Meldung des Schwarzwälder Boten vom 25. Juli 1986: "Ein Toter und Millionenschäden bei Unwetter - Stuttgart. Ein schweres Unwetter hat am Mittwochabend ein Todenopfer gefordert und Schäden in Millionenhöhe angerichtet. [...] Im Raum westlich von Karlsruhe, wo eine besonders starke "Gewitterzelle" lagerte, bildete sich nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ein Tornado aus, der auf einer Länge von sieben bis neun Kilometer eine Schneise von 100 bis 300 Meter Breite durch die Wälder schlug. Geknickt wurden einige 10 000 Festmeter Holz. Die Verluste belaufen sich auf mehrere Millionen Mark. Die Landespolizeidirektion Karlsruhe bezifferte den Waldschaden allein in ihrem Bezirk auf rund drei Millionen Mark. [...]"
September

Remagen (RP)

 07.09.1984 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres ist nicht bekannt (Quelle: TORRO)
Juni

Rengsdorf (RP)

 21.06.1983 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung der Rhein-Zeitung vom 23.06.1983: "Eine Windhose fegte am Dienstagnachmittag während eines Gewitters von Oberbieber an Rengsdorf vorbei bis nach Melsbach und beschädigte schätzungsweise 800 Bäume." (Quelle: Feuerwehr Rengsdorf). Zehn große Bäume blockierten die Bundesstraße B256, eine Tennisanlage in Melsbach wurde beschädigt. Insgesamt wurden etwa 300 Fichten sowie 500 Eichen und Buchen gebrochen oder entwurzelt.
Dezember

Tiefenthal (RP)

 Jahr 1981 / Stärke (F0) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1981 - Nichts Näheres bekannt (Quelle: Helmut Birk)
August

Kordel (RP)

 03.08.1980 / Stärke (F2) Bestätigt
Dieser Tornado im Bereich Echternach/Trier trat am Abend gegen 21 Uhr MEZ auf. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Dezember

Prüm (RP)

 Jahr 1975 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1975 - Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: Richard Kölbl, 2000)
August

Deuselbach (RP)

 03.08.1971 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Recherchen von Martin Hubrig trat dieser Tornado auf, Näheres ist nicht bekannt.
Juli

Deuselbach (RP)

 27.07.1971 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Recherchen von Martin Hubrig trat dieser Tornado auf, Näheres ist nicht bekannt.
Juni

Speicher (RP)

 18.06.1966 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado gegen 18 Uhr MEZ ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
August

Pfalz (RP)

 31.08.1958 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Recherchen von Martin Hubrig trat dieser Tornado auf.
Juni

Landau (RP)

 18.06.1952 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 21. Juni 1952: "Orkan über der Südpfalz - Landau (dpa). Mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern in der Stunde raste am Montagabend ein orkanartiges Unwetter über die Südpfalz und richtete schwere Schäden an. In mehreren Dörfern wurden viele Häuser abgedeckt. Der Sturm riß schwere Hoftore aus den Angeln und wirbelte sie durch die Luft. Bäume mit einem Durchmesser bis zu 50 Zentimetern wurden entwurzelt. In den Weingärten und in der Landwirtschaft entstanden große Verheerungen, deren Ausmaß noch nicht abgeschätzt werden konnte. Unter der Bevölkerung entstand große Unruhe, da sie seit Jahrzehnten eine derartige Wetterkatastrophe nicht erlebt hatte. Schwere Gewitterstürme und ungewöhnlich starke Regengüsse haben am Montag in der Westschweiz mehrere Menschenleben gekostet und große Verheerungen angerichtet. Bei Heremence wütete eine Wasserhose, die Bäume und Gestein mit sich riß und das Elektrizitätswerk von Sauterot schwer beschädigte. Mehrere Häuser und eine Brücke stürzten ein. Unter der Bevölkerung brach eine Panik aus, als ein Staudamm unter der Gewalt der Wassermassen barst. Einen jungen Mann riß das Hochwasser mit. Zwei Personen wurde auf freiem Feld vom Blitz erschlagen." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Morbach (RP),
Gutenthal (RP)

 07.06.1952 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: morgens. Acht Dächer beschädigt, Näheres ist nicht bekannt (Quelle: Badische Neueste Nachrichten, Juni 1952)

Landau (RP)

 18.06.1951 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 21. Juni 1951: "Orkan über der Südpfalz - Landau (dpa). Mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern in der Stunde raste am Montagabend ein orkanartiges Unwetter über die Südpfalz und richtete schwere Schäden an. In mehreren Dörfern wurden viele Häuser abgedeckt. Der Sturm riß schwere Hoftore aus den Angeln und wirbelte sie durch die Luft. Bäume mit einem Durchmesser bis zu 50 Zentimetern wurden entwurzelt. In den Weingärten und in der Landwirtschaft entstanden große Verheerungen, deren Ausmaß noch nicht abgeschätzt werden konnte. Unter der Bevölkerung entstand große Unruhe, da sie seit Jahrzehnten eine derartige Wetterkatastrophe nicht erlebt hatte. Schwere Gewitterstürme und ungewöhnlich starke Regengüsse haben am Montag in der Westschweiz mehrere Menschenleben gekostet und große Verheerungen angerichtet. Bei Heremence wütete eine Wasserhose, die Bäume und Gestein mit sich riß und das Elektrizitätswerk von Sauterot schwer beschädigte. Mehrere Häuser und eine Brücke stürzten ein. Unter der Bevölkerung brach eine Panik aus, als ein Staudamm unter der Gewalt der Wassermassen barst. Einen jungen Mann riß das Hochwasser mit. Zwei Personen wurde auf freiem Feld vom Blitz erschlagen." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
August

Andernach (RP)

 07.08.1950 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum unsicher - einige Tage vor dem 11.08.1950. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 11. August 1950: "[...] Eine etwa 100 Meter breite und an die sechs Kilometer lange Schneise verwüsteter Felder, geknickter Obstbäume, fortgewirbelter Leitungsmasten bezeichnete den verheerenden Weg des Naturereignisses. Zentnerschwere Stämme waren Hunderte von Metern weit fortgewirbelt worden. Wenn keine Menschen zu Schaden kamen, so war das nur auf einen sehr glücklichen Zufall zurückzuführen. [...]" Zudem entstanden auf einer Hühnerfarm erhebliche Schäden und aus einem Feld wurden die Rüben herausgerissen. Daher muss es sich um einen starken Tornado gehandelt haben.

Eine Windhose verwüstete eine Hühnerfarm (Hamburger Abendblatt, 11.08.1950)
Juli

Borod (RP)

 23.07.1950 / Stärke (F2) Bestätigt
"Am 23.7.1950 zieht ein nur wenige Minuten anhaltender Wirbelsturm von West nach Ost am Dorfrand vorbei. An vielen Häusern wurden die Dachpfannen weggerissen, Bäume wurden wie Stangen aus dem Boden gezogen und einige Häuser verloren ihr gesammtes Dach samt Sparren und Brettern." (Quelle: Ortsgemeinde Borod). Borod liegt im Westerwaldkreis.

Chronik der Ortsgemeinde Borod (Ortsgemeinde Borod)

Rodder (RP)

 22.07.1950 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Der Tornado in Rodder bei Niederzissen im Landkreis Ahrweiler (Eifel) knickte innerhalb einer etwa 3 km langen und etwa 100 Meter breiten Schneise Bäume mit einem Durchmesser von etwa 50 cm, Telegrafenmasten und Gartenzäune um, Baumkronen wurden durch die Luft gewirbelt und zwischen Ober- und Unterdorf wurde ein Hühnerstall zerstört. Mehr als 150 Hühner starben. (Quelle: u.a. Rhein-Zeitung, Ausgabe Ahrweiler (K) vom 24.07.1950)
Juni

Bingen am Rhein (RP)

 30.06.1950 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des [url=http://www.abendblatt.de/]Hamburger Abendblattes vom 01. Juli 1950: "Rekordhitze und Windhose - Wärme, Gewitter, Sturm, Wassernot und Blitz-Witz [...] Ein solcher Hundstag blieb nicht ohne Folgen. In Hessen und der Rheinpfalz brachen schwere Gewitter über die klangvollsten deutschen Weinlagen herein. In Bingen fegte eine Windhose über den Hafen und wirbelte ganze Deckaufbauten von Rheinschleppern mit sich fort. Ankerketten rissen. Es gab ein heilloses Durcheinander. [...]" - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 02. Juli 1950: "Mit dieser Hitzewelle sind gleichzeitig Unwetter über viele deutsche Landstriche hereingebrochen. Gewitterstürme in den Abendstunden erreichten in Dresden Stundengeschwindigkeiten von 130 Kilometern. Jahrzehnte alte Bäume wurden entwurzelt, Telefonleitungen und die Stromversorgung unterbrochen. Auf dem Lande wurden vielfach Dächer von den Wohnhäusern abgehoben. Auch in Südwestdeutschland haben Stürme zu schweren Schäden geführt. Eine Windhose über Bingen zerstörte die Aufbauten mehrerer Schiffe im Binger Loch und knickte Bäume wie Streichhölzer. In vielen Orten Hessens entwurzelten Gewitterböen Bäume, rissen Hausruinen ein und deckten Dächer ab." (Quelle: [url=http://staatsbibliothek-berlin.de/]Staatsbibliothek zu Berlin)
Juli

Bad Neuenahr (RP),
Heppingen (RP)

 24.07.1939 / Stärke (F1) Bestätigt
"Aus Richtung Bad Neuenahr kommend, raste heute nachmittag eine Windhose durch Heppingen. Sie riß alles mit sich, was ihr im Wege stand. In wenigen Sekunden waren viele Hausdächer abgedeckt oder beschädigt und zahlreiche Bäume entweder entwurzelt oder abgeknickt. An zahlreichen Häusern gingen auch die Fensterscheiben in Trümmer." (Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH und Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho")
Januar

Hamm (Sieg) (RP)

 10.01.1936 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MEZ. "Heute Nachmittag wurde der Ort Hamm an der Sieg von einem fürchterlichen Unwetter heimgesucht. Gegen 16h00 ging ein schweres Gewitter mit Hagel nieder. Plötzlich erhob sich ein orkanartiger Sturm, der in einer Breite von etwa 170 Metern schwere Verheerungen anrichtete. Der 45 Meter hohe Turm der evangelischen Kirche wurde in halber Höhe abgedreht und die Spitze auf das Dach des Kirchenschiffs geschleudert. Dieses brach unter lautem Getöse ein. Die Trümmer flogen auf die Adolf-Hitlerstraße. Alle im Wirkungsbereich des Sturmes liegenden Dächer wurden abgedeckt, Schornsteine umgerissen und schwere Bäume zersplitterten. Der Teil des Ortes, über den der Orkan hinwegbrauste, liegt voller Bäume, Trümmer und Dachziegel." (Quelle: Eupener Zeitung vom 12.01 1936).

Tornado in Hamm 1936
Verheerendes Unwetter vor 75 Jahren in Hamm (AK-Kurier, 17.01.2011)
Juni

Hasselbach (RP)

 28.06.1935 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Taunus Zeitung vom 30.05.2012: "Vor 75 Jahren: Wettersturz nach Hundstagshitze - Hasselbach Zentrum eines furchtbaren Unwetters. - Hasselbach. Am schwersten hat sich das Unwetter in der Nacht zum Freitag in Hasselbach ausgetobt. Gegen 2.30 Uhr fiel plötzlich ein starker Blitz und Donner, als ob die Welt untergehen wolle. Gleichzeitig wurde damit ein heftiges Rauschen vernommen. In der gleichen Sekunde prasselte im Gefolge einer Windhose ein Hagelschlag nieder, der so stark war, dass die Graupeln 10 Zentimeter hoch die Erde bedeckten. Unter der Gewalt des Sturmwindes und des Hagels wurden die Getreideäcker vollkommen platt gewalzt. Wie sehr die Windhose tobte, lässt sich aus folgender vorläufiger Zusammenstellung der Unwetterschäden ersehen: 200 Obstbäume wurden vom Sturm abgebrochen, in den Hasselbacher Waldungen liegen 5 bis 600 Festmeter Holz geknickt und abgeschlagen. Im Dorf wurden annähernd dreißig Dächer abgedeckt, von einer Scheune im Dorf flog das ganze Dach ein Stück weg. Von einer Feldscheune riß der Orkan das Dach ab und trug es 15 Meter weit fort. Eine zweite, massiv erbaute Scheune wurde durch den ungeheuren Druck des Wirbelsturms wie ein Kartenhaus zusammengeworfen, so dass man annehmen kann, die Scheune sei durch Granateinschlag zerstört worden. Kreisleiter Lommel weilte heut morgen bereits in Hasselbach und an den anderen Orten, die vom Unwetter betroffen wurden." - Aus einer Meldung der Frankfurter Neuen Presse vom 13.06.2012: "Nicht nur baulich hat Hasselbach Potenzial: In den 30er Jahren hat eine Windhose über dem Dorf gewütet und vieles dem Erdboden gleichgemacht, nicht jedoch die Kiefer am Weg nach Rod an der Weil oberhalb des Girrtals. Der damals noch recht junge Baum trotzte den gewaltigen Böen, verbog und verdrehte sich dabei und heißt seitdem "Schlangenkiefer", weil er danach in Schlangenlinien gewachsen ist und an drei Stellen im Waldboden gewurzelt hat. Inzwischen zum Naturdenkmal erhoben, erinnert der Baum mit seinem skurrilen Wuchs ein wenig an die Darstellung von Nessie, dem Ungeheuer von Loch Ness, das ja auch wie eine Ziehharmonika gefaltet durchs Wasser pflügt und Touristen "fängt". Der Vorschlag, den Baum auf die Liste zu nehmen, kam von Werner Jeck, er hatte den Sturm damals als Bub miterlebt und kann sich an die zerstörerische Gewalt noch gut erinnern."

So einen Baum hat nur Hasselbach (Frankfurter Neue Presse, 13.06.12)
Mai

Gönnersdorf (RP),
Namedy (RP)

 03.05.1934 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 05.05.1934: "Rheinwasser von einer Wasserhose 200 Meter hoch geschleudert - Andernach, 4. Mai. Am Donnerstag wurde das Gebiet von Wollendorf (Anm.: Ortsteil des Neuwieder Stadtteils Feldkirchen) und Gönnersdorf auf der rechten Rheinseite unterhalb Neuwied von einer Windhose heimgesucht. Das Dach der Turnhalle und viele Wohnhäuser in Gönnersdorf wurden abgedeckt. Von der Berghöhe senkte sich der Wirbel ins Rheintal und verwandelte sich über dem Fluß in eine Wasserhose. Gewaltige Wassermassen wurden etwa 200 Meter in die Luft geschleudert." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornado in Gönnersdorf 1934
August

Neustadt an der Weinstraße (RP)

 12.08.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Neustadt (Haardt)", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Meckenheim (RP)

 12.08.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Meckenheim (Im Heidelberger Tageblatt berichtet)", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juni

Dörth (RP)

 30.06.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Gegen 07:00 Uhr, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juli

Ludwigshafen am Rhein (RP)

 04.07.1928 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 05.07.1928: "Ludwigshafen, 5.Juli. Schweres Unwetter über der Vorderpfalz. In den frühen Morgenstunden ging über der Vorderpfalz ein heftiges Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen nieder, das auf den Feldern großen Schaden anrichtete. Verschiedentlich wurden Dächer abgedeckt und Bäume in großer Anzahl entwurzelt. Die Fernsprechverbindungen waren teilweise unterbrochen. Auch in Mannheim und Umgebung hat das Unwetter stark gewütet. In der Nähe von Mannheim wurde ein 20 Meter langer und 12 Meter hoher Tabakschuppen umgeworfen." - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 05.07.1928: "Unwetter - Mannheim, 4. Juli. Ein halbstündiges sehr schweres Gewitter ging heute morgen gegen 4 Uhr über das Gebiet der Stadt Mannheim nieder, dem um 6 Uhr morgens ein nicht minder schweres Gewitter folgte. Die Unwetter waren von heftigem Sturm begleitet, der viele Ziegel von den Dächern riß und in den Anlagen umfangreiche Schäden verursachte. Viele Fensterscheiben wurden von dem heftigen Sturm eingedrückt. Auf dem Straßenheimerhof in Sandhofen stürzte ein Tabakschuppen von 120 Meter Länge ein. Auf dem Schützenfestplatz wurde die große Zelthalle schwer beschädigt, mehrere kleine Buden wurden zusammengedrückt. Auch in der Umgebung von Ludwigshafen wurden besonders in den Telephonleitungen große Zerstörungen angerichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Oberahr (RP)

 27.07.1927 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 27. Juli gibt es ein Unwetter, wie es von den ältesten Leuten noch nicht erlebt wurde. Einem Wirbelsturm fallen ungefähr 100 Obstbäume und 100-200 Festmeter schönsten Buchenbestandes zum Opfer. Einem armen Arbeiter deckt der Sturm das ganze Hausdach ab. Ein Landwirt will während des Unwetters sein Scheunendach abdichten, wird aber vom Sturm erfasst und vom Dach heruntergeworfen, dass er besinnungslos liegen bleibt. Zum Glück sind die Verletzungen nicht lebensgefährlich." (Quelle: Die Oberahrer Schule (Oberahr.de). Oberahr liegt im Westerwald.

Verdachtsfall Oberahr (Skywarn)

Schalkenmehren (RP)

 04.07.1926 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 06.07.1926: "Daun (Eifel), 5. Juli. (WTB.) In den gestrigen Nachmittagsstunden entluden sich hier und in der Umgebung heftige Gewitter, die zum Teil sehr großen Schaden verursachten. Besonders hart wurde der Ort Schalkmaaren betroffen. Die in den Talkessel niederströmenden ungeheuren Wassermengen und die von den Berghängen sich herabwälzenden Fluten verschlammten die Wiesen und ergossen sich dann in die Dorfstraßen. Die Maarbach war in wenigen Minuten so angeschwollen, daß seine Wasser zurück zum Maar gingen. Gleichzeitig fegten Windhosen durch das Dorf und deckten die Dächer ab. Der Schaden ist sehr groß." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Münk (RP)

 05.07.1922 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen Abend. Ein "Wirbelsturm" zog von Südwesten her über den Ort hinweg und hinterließ schwere Zerstörungen: "Zerstörung von Münk durch einen Sturm: Nach einem heftigen Gewitter brauste gegen Abend des 5. Juli 1922 ein fürchterlicher Wirbelsturm über Münk. Von Arbach Richtung Nachtsheim kommend, tobte er nur etwa 2 Minuten über der Ortschaft Münk. Benachbarte Orte blieben von diesem Naturereignis verschont. Da der Sturm so heftig war, reichte diese kurze Zeit, um keinen Stein auf dem anderen zu lassen. Kein einziges Haus im Ort blieb unbeschädigt. Selbst die Dorfschule erlitt größere Schäden. So wurde das Dach abgetragen und die Fenster zerstört. Nur die im Jahre 1888 fertig gestellte Dorfkapelle blieb von Sturmschäden bewahrt, während die Häuser ringsum stark beschädigt wurden. Ein Kugelblitz schlug in die Kapelle ein und beschädigte die Eingangstür und die Außentreppe. Ein im benachbarten Stall stehendes Pferd wird durch diesen Blitz getötet. Dachmaterial wie Dachpfannen, Bretter und Wäschestücke fand man in den benachbarten Orten Nachtsheim und Anschau. Sogar in Langenfeld wurden Dachpfannen und Schulzeugnisse aus Münk gefunden." (Quelle: Chronik der Ortsgemeinde Münk)

Borod (RP)

 26.07.1918 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 26.7.1918 zieht ein schweres Gewitter über Borod. Um 15 Uhr beginnt das Unwetter mit walnussgroßen Hagelkörnern. Der sich anschließende Sturm verursachte schwere Schäden an Obstbäumen und Hausdächern im Unterdorf." (Quelle: Ortsgemeinde Borod). Die genaue Schadensursache ist nicht bekannt.

Chronik der Ortsgemeinde Borod ( Ortsgemeinde Borod)
September

Bad Bergzabern (RP)

 30.09.1913 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, wahrscheinlich September 1913 - Datum/Jahr unsicher, gegen 11 Uhr MEZ (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juli

Platten bei Wittlich (RP)

 22.07.1910 / Stärke (F3) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 24.07.1910: "Trier, 23. Juli. Ein Wirbelsturm entwurzelte Hunderte von Bäumen." - weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 25.07.1910: "Trier, 25. Juli. Aus allen Orten des Moselgebietes werden fortgesetzt Einzelheiten über schädliche Wirkungen des Unwetters vom Freitag abend gemeldet. Tausende von Obstbäumen sind entwurzelt worden. In Platten stürzte der Kirchturm ein, ebenso eine Scheune; beladene Güterwagen wurden umgeworfen. Der Schaden in Ossan-Monzelfeld (schwer leserlich) und Platten beträgt über 100 000 Mark."(Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Weiter aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 26.07.1910: "In Trier entwurzelte ein Wirbelsturm während eines schweren Gewitters Hunderte von Bäumen, vielfach wurden die Straßen durch umgestürzte Bäume gesperrt. Die Telephon- und Telegraphenleitungen, besonders nach Saarbrücken und Metz, sind zerstört." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern). Weiter wird über heftige Unwetter in vielen Teilen des Rheinlandes und in Essen berichtet. - Weitere Quelle: T. Arendt: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen im Jahre 1910. Veröffentlichungen des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 266, Behrend, Berlin, 68 S., 1913)

Pfalzfeld (RP)

 22.07.1910 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 25.07.1910: "In Pfalzfeld bei Sankt Goar wurde ein zum Aufenthalt der Reisenden dienendes Gebäude vom Platz gerissen und umgeworfen."(Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Mai

Speyer (RP)
[Region: Vorderpfalz]

 11.05.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 14.05.1910: "München, 12. Mai. (Gewitterstürme.) In Nord- und Mittelbayern, wie der Rheinpfalz haben am Mittwoch heftige Gewitterstürme gehaust und allerorten großen Schaden angerichtet. In Bamberg und Umgegend war das Wetter fürchterlich, die stärksten Bäume wurden entwurzelt. In der oberen Pfarrkirche daselbst hat der Sturm zwei gemalte Kirchenfenster eingeschlagen, so daß eine Panik unter der in der abendlichen Maiandacht versammelten Gemeinde entstand. Auch in der Vorderpfalz kam es zu stundenlangen Gewitterstürmen, die zum Teil regenlos und unter zyklonartiger Steigerung bei völlig verfinstertem Himmel niedergingen."

Bad Bergzabern (RP)
[Region: Haardt]

 11.05.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
gegen 17 Uhr am Osthang der Haardt, südöstlich von Pirmasens (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juli

Oberheimbach bei Bingen am Rhein (RP)

 05.07.1907 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 08.07.1907: "Sturm und Unwetter. Ein Gewittersturm von seltener Heftigkeit richtete Freitag abend in den 2 1/2 Stunden von Bingerbrück entfernten Orten Ober- und Niederheimbach schweren Schaden an. In Oberheimbach wurde durch die Gewalt des Sturmes ein Haus demoliert und bei drei weiteren Gebäuden die Dächer abgedeckt. In den Gemarkungen hat der Sturm Bäume entwurzelt und auf weite Strecken fortgetragen. Ueberhaupt haben Obstbäume und Feldfrüchte schwer gelitten." - Aus einer weiteren Meldung der Freiburger Zeitung vom 10.07.1907: "Ueber Oberheimbach zog eine Windhose, die mehrere Häuser abdeckte. Einem 12jährigen Knaben wurde durch einen herabstürzenden Dachziegel die Schädeldecke eingeschlagen. Auch die Orte Niederheimbach, Henschhausen und Neurath haben an ihrem Feldbesitz starken Schaden erlitten." - weiter aus derselben Ausgabe: "Gleichzeitig mit dem Ende der letzten Woche über die Gemarkung Lorch a.Rh. niedergegangenen Gewitter herrschte ein orkanartiger Sturm, der im Distrikt Jägerhorn etwa 400-450 Festmeter Eichen- und Buchenstämme teilweise entwurzelte und abbrach. Das in der Plassenwies gelegene Bahnwärterhaus wurde fast gänzlich abgedeckt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
August

Pfalz (RP)

 10.08.1905 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 13.08.1905: "Neustadt a.d. Haardt, 11. Aug. Das gestrige Unwetter in der Pfalz hat enormen Schaden angerichtet. Die Dächer sehen aus wie von Kugeln durchlöchert. Der Sturm hob Güterwagen aus dem Gleise. Die Tabakfelder, die Hopfenfelder und der Zuckerrübenbau haben erheblich gelitten. Die Weinernte ist teilweise vernichtet. Der Schaden ist besonders groß in den Gemarkungen Edenkoben und Landau sowie Maikammer, Haßloch und Diedesfeld. Der Landtagsabgeordnete Hammerschmidt richtete ein Schreiben an das bayerische Ministerium wegen der bedrängten Lage der Winzer sowie der Obst- und Tabakbauer."
Juli

Bruchhausen (RP)

 25.07.1900 / Stärke (F1) Bestätigt
"Im Jahr 1900 trat am 25/07 in dem Ort Bruchhausen bei Unkel (Region Bonn) ein Tornado auf. Dieser hatte mehrere Eichen- und Buchenstämme geknickt und "in Stücke gerissen". Mehrere Arbeiter auf nahegelegenen Feldern beobachteten während eines Gewitters eine "weiße Wolkensäule"." Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH.
Mai

Albisheim (Pfrimm) (RP)

 02.05.1887 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts näheres bekannt (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Oktober

Fell (RP)

 21.10.1886 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Tornado in Fell im Landkreis Tier (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juli

Neumagen (RP)

 16.07.1884 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 19.07.1884: "Vom Neumagen, 16. Juli. Nachdem wir heute Vormittag bis über den Mittag hinaus eine beinahe unerträgliche Hitze gehabt hatten, zeigten sich um halb zwei Uhr von Süden herkommend gelbliche Wolken. Plötzlich erhob sich ein so furchtbarer Orkan, daß die ältesten Leute sich eines solchen nicht erinnern können. Nachdem dieser Orkan einige Zeit gewüthet hatte, gesellte sich unter Blitz und Donner zuerst schwacher dann heftiger Regen hinzu. Jedermann glaubte, das Ende der Welt trete nun ein. Zahllose Dachziegel wurden herunter geworfen. Dicke Bäume wurden theils abgebrochen, theils förmlich aus der Erde gerissen. Eine Menge Reben liegen auf dem Boden. Garbenwägen wurden umgeworfen. Garben und gemähte Früchte wurden umhergeschleudert wie Federn. Was auf den Aeckern ist, liegt darnieder, wie gewalzt. Das ganze Unwetter dauerte 1/4 Stunden. Ueber die Größe des Schadens kann noch nichts Genaues angegeben werden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
März

Koblenz am Rhein (RP)

 12.03.1876 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Mehr ist derzeit nicht bekannt (Quellen: Stadtarchiv, Wikipedia).
August

Oppenheim (RP)

 27.08.1867 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Windhose. Oppenheim in Rheinhessen wurde am 27. August von einer Windhose heimgesucht, wobei über 100 Häuser beschädigt wurden." (Quelle: R. Friese, Wochenschrift für Astronomie, Meteorologie und Geographie, 1868; recherchiert bei Google Books)

Koblenz am Rhein (RP)

 10.08.1863 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 18.08.1863: "(Orkan.) Am 10. August hat in Koblenz und der Umgegend ein furchtbarer Orkan gewüthet, begleitet von Gewitter und Hagelschlag. Die Schloßen, viele in der Größe von Wallnüssen, fielen 10-15 Minuten lang und zertrümmerten unzählige Fensterscheiben. Der Schaden, den das Unwetter auf dem Lande angerichtet hat, ist außerordentlich. Glücklicherweise ist die Ausdehnung desselben eine ziemlich beschränkte geblieben."

Möglicher Tornado in Koblenz 1863
Dezember

Dannenfels (RP)

 Jahr 1860 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1860 - "Im Jahr 1860 setzte ein Wirbelsturm der Primärkrone der "Dicken Kescht" ein jähes Ende." (Quelle: Stefan Kühn et al.: Deutschlands alte Bäume, 2004, BLV-Verlag). Die "Dicke Kescht" ist eine 400 bis 600 Jahre alte Kastanie (Esskastanie) an der Ortsdurchfahrt in Dannenfels am Donnersberg im Pfälzer Wald. Von den enormen Schäden durch den Sturm hat sich der Baum nie wieder erholt, heute steht noch ein Teil des Stammes mit einem intakten Seitentrieb.
April

Wallersheim (RP)

 09.04.1859 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"9. April 11h Morg. eine Windhose von 5-6 Schritten Breite zu Wallersheim, 1/2 Stunde von Coblenz, nahm die Richtung in's Nassauische mit grossen Verheerungen an Gebäuden und Bäumen." (Quelle: Oberstudienrath Th. Plieninger, Jahresbericht über die Witterungs-Verhältnisse in Württemberg, Jahrgang 1859 und 1860, herausgegeben 1862)

Tornado bei Wallersheim (Skywarn)
Juni

Edenkoben (RP)

 11.06.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Edenkoben 12. Juni. Geftern Nachmittag gegen 4 Uhr hatten wir eine in unserer Gegend sehr seltene Naturerscheinung, welche Allen, die sie zu sehen Gelegenheit hatten, keine geringe Ueberaschung darbot. Eine sogenannte Windhose nämlich bewegte sich nahe am Gebirge von Südwest nacb Nordost über unsere Felder, und riß so ziemlich Alles mit sich fort, was in ihren Weg kam, Wingertsstiefe, Bohnenpfähle u.s.w.; einen Apfelbaum von 1 1/2' Durchmesser zerbrach sie am Stamme und riß ihn eine Strecke mit sich, ein schwerer Ast von einem andern Baume wurde ihr in ähnlicher Weise zur Beute. - Der Schaden ist übrigens nicht erheblich." (Quelle: Neustadter Zeitung, 15.06.1858)
April

Neuwied (RP),
Koblenz am Rhein (RP)

 29.04.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 10.05.1858: "Deutschland. Die Zeitungen bringen aus Duisburg, Neuwied, Koblenz, Düsseldorf, Elberfeld, Dortmund, Nordhausen, Aschersleben, Halle, Erfurt, Bernburg, Dessau Berichte über eine schauerliche Windsbraut, die am 29. April, ungeheure Staubmassen mit sich führend, auf kurze Zeit alles in Dunkelheit versetzte, und zum Theil sehr schlimme Verheerungen anrichtete. Angstvoll, als ob der jüngste Tag käme, flüchteten die Menschen. [...]" (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)
Juli

Laubach (RP)

 02.07.1857 / Stärke (W) Bestätigt
"2. Juli zu Laubach bei Coblenz Gewittersturm mit Wasserhose, 25' hoch, 15 breit, auf dem Rhein 300 Schritte aufwärts, von 2 Minuten" (Quelle: Oberstudienrath Dr. Plieninger: Jahresbericht über die Witterungs-Verhältnisse in Württemberg, Jahrgang 1857 und 1858. Stuttgart, 1862)
August

Trier (RP)

 20.08.1845 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 28.08.1845: "In der Nähe von Trier hat ein orkanartiger Wirbelwind viele Gebäude ganz abgedeckt und die größten Bäume wie Strohhalme geknickt, ja dieselben weit fortgeschleudert; doch kam glücklicherweise Niemand dabei um." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern) - Weiter aus einer übersetzten Meldung des "Union provinciale, gazette d'Auvergne, du Bourbonnais et du Limousin" vom 03. September 1845: "Trier, den 20. August: [...] Eine Trombe verursachte große Verwüstungen entlang der Mosel, wütete in den Vororten von St. Matthäus und St. Croix, und sie drückte eine Vielzahl von Fliesen aus Glas, Fenster und Dächer ein und entführte Türen. Eine große Anzahl von Pappeln, Obstbäumen, Nussbäumen wurden durch den Wind entwurzelt oder gebrochen, und ihre Trümmer über eine große Entfernung transportiert. Der Turm einer kürzlich gebauten Kirche wurde umgekehrt wie ein Kartenspiel. Felder in der Umgebung sind völlig zerstört. Die Straßen sind verstopft von einer Vielzahl Bäume. [...] Glücklicherweise ist niemand in dieser Katastrophe umgekommen, mit Ausnahme der Schiffer, die sich mit der Gondel auf der Mosel befanden. [...] Es ist zu befürchten, daß die Trombe beträchtliche Schäden auf ihrem Weg hinterließ." (recherchiert von François Paul)

Tornado bei Trier 1845
Tornado in Trier ( Skywarn)
Mai

Koblenz am Rhein (RP)

 01.05.1835 / Stärke (F1) Bestätigt
Menschen zu Boden geworfen, Häuser abgedeckt, Gewitter und Hagel nach der Trombe. Um 14:30 Uhr MEZ bildete sich bei Neuendorf der Tornado, der auf der linken Moselseite erste Schäden anrichtete, dann zur Wasserhose wurde, saugte sich hier mit Wasser voll und blieb dann vorübergehend am Deutschen Eck (Zusammenfluss Rhein-Mosel) stehen. Dann zog der Wirbel über den Rhein hinweg in Richtung Ehrenbreitenstein, wo er das Wasser 8 bis 10 Fuß auf das Ufer warf. Ein Garten wurde hier noch verwüstet, dann löste sich der Tornado an den Hängen wieder auf. (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)

Tornado in Koblenz 1835
Juni

Trier (RP)

 25.06.1829 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Ein mit einem Staubfuß wie ein leuchtender Meteor verbundener Tornado zog zwischen 14 Uhr und 14:30 Uhr in der Nähe von Trier über das Land. Ein Arbeiter wurde von einem Kalkofen heruntergeworfen, ein weiterer geriet in den Wirbel hinein, überlebte ihn aber (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 und Eléments de physique expérimentale et de météorologie
Pouillet. Paris, Hachette, 1853 sowie Observations et recherches expérimentales sur les causes qui concourent à la formation des trombes par A. Peltier
Paris, H. Cousin, 1840, pp. 45-47 - recherchiert von François Paul).

Tornado bei Trier
Juli

Koblenz am Rhein (RP)

 11.07.1813 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer übersetzten Meldung des "Le Moniteur Universel" vom 25. Juli 1813: "Coblentz am 11. Juli. Am 11. dieses Monats gab es im Thal-Ehrenbretstein eine Trombe, die große Schäden verursachte. Das Gleiche ereignete sich vor wenigen Tagen in Ruhrort. Schließlich trat vorgestern eine Trombe in Mülheim auf der Roer auf, die das Heu auf den Wiesen verstreute." (recherchiert von François Paul)
Oktober

Worms (RP)

 28.10.1325 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Anno 1325 auf Simonis und Judae nach mittag hat sich ein großer wind erhoben, welcher viel kirchen und hohen bauen schaden gethan. die prediger kirch hat er eingeworfen und derselben so großen schaden gethan, daß man sie in dreien jahren schwerlich wieder hat erbauen können." (Quelle: Wormser Chronik von Friedrich Zorn, Gedruckt auf Kosten des Litterarischen Vereins, 1857 - 290 Seiten. 1857)

Verdachtsfall Worms ( Skywarn)
Dezember

Trier (RP)

 Jahr 0933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 933 - "Ein Wirbelwind wirft die Maximiuskirche in Trier um" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Funck, Johann: Chronologia ab orbe condito. Nürnberg 1545)
Juli

Mainz am Rhein (RP)

 31.07.0855 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Juli 855 - "Gewitter, Wirbelwind und Hagel richteten grosse Verheerungen unter den Gebäuden an: im Julius wurde die Kilians-Kirke zu Maynz durch einen solchen Sturm zerstört." (Quelle: Friedrich Schnurrer, Chronik der Seuchen in Verbindung mit den gleichzeitigen Vorgängen in der physischen Welt und in der Geschichte der Menschen. Tübingen. 1823) - Unklar ist, ob es sich eventuell um denselben Fall handelt, der bereits unter "Württemberg" aufgeführt ist.
Dezember

Fischbach (RP)
[Region: Wasgau]

 Jahr 0828 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 828 - "Im Wasgau fällt eine getreideähnliche Masse vom Himmel" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Lycosthenes oder Wolffhart, Konrad:Chronicon prodigorium ac ostentorum. Basel 1557; Cysat, Renw. (gest. 1614): Collectanea, 16 Bde. Manuscript auf der Bibliothek in Luzern. Bei Amberg.; Stumpf, Johannes: Gemeiner löblicher Eydgnoschaft Stetten, Landen vund Völckeren Chronick wirdiger thaaten beschreybung. 2 Bde. Zürich 1548)