Bisher 123 bestätigte, dazu 3 Plausible und 167 Verdachtsfälle
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Noch nicht alle Verdachtsfälle aus 2016 erfasst

November 2016: Es fehlen noch zahlreiche Fälle aus dem Sommer 2016 mit wochenlangen Unwetterlagen und unzähligen Meldungen zu Trichterwolken und verdächtigen Schäden. Es wird alles nach und nach abgearbeitet. Die Tornadoliste ist leider kein Projekt, das hauptberuflich betrieben wird. Im Gegenteil, sie verschlingt viel Geld und noch mehr Zeit. Bitte haben Sie Verständnis, wenn es etwas länger dauert. Es geht nichts verloren.
Januar

Zwickau (SN)

 04.01.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung von Television Zwickau vom 05.01.2017: "Windhose wütet zwischen Crossen und Pölbitz - Ein Naturphänomen, mit dem in unseren Breiten künftig womöglich öfter zu rechnen ist, sorgte am Mittwochabend im Zwickauer Norden für Aufregung. Eine Windhose zog eine messerscharfe Schneise durch das Grundstück von Peter Seifert. [...] Zuerst hat der Tornado einen Pflaumenbaum entwurzelt, durchquerte das Grundstück zwischen Haus und Glasgewächshaus, ohne beide zu beschädigen, und traf dann auf zwei stämmige Tannenbäume. Einer davon wurde am Stamm regelrecht auseinandergerissen und zerfetzte die Telefonleitung. "Das war gestern, 22:35 Uhr ungefähr. [...] Ich hab plötzlich wie so Sand ans Fenster gehört, als ob jemand Sand ans Fenster, ja gut, hab ich gedacht, es kabbelt vielleicht ein kleines bisschen und dann wurde das innerhalb von Sekunden, wurde ohrenbetäubender Lärm, aber nicht das typische Sturmfauchen, sondern richtiger ohrenbetäubender Lärm, als ob ein Flugzeug oder weiß man gar nicht was, hab ich rausgeguckt, nix mehr gesehen und nach drei Minuten war alles zu Ende. Der Himmel klarte wieder auf, man hat sogar Sterne gesehen und windstill." [...]"

Windhose wütet zwischen Crossen und Pölbitz (Television Zwickau, 05.01.17)
Windhose wütet zwischen Crossen und Pölbitz (YouTube)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juli

Groß Krauscha (SN)

 11.07.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:55 und 20:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 11.07.2016: "Unwetter zerstört Solaranlage und blockiert Zugstrecke - Schwere Gewitter sind am Montagabend über die Landkreise Görlitz und Bautzen hinweg gezogen. Feuerwehr und THW waren im Einsatz ? besonders bei Kodersdorf. Kodersdorf. Schwere Gewitter, teils mit Sturmböen, Starkregen und vielen Blitzen haben in Teilen des Landkreises Görlitz und Bautzen für Schäden gesorgt. Feuerwehren und THW waren deshalb zwischen 20 Uhr und Mitternacht im Einsatz. Am meisten gewütet hat das Unwetter im Kreis Görlitz bei Kodersdorf. In Groß Krauscha hat gegen 22.30 Uhr vermutlich eine Windhose ein größeres Stalldach samt der darauf installierten Solaranlage abgedeckt und auf Nachbargebäude geschleudert. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk haben Notkoppeln gebaut, um die Tiere zu evakuieren. "Bei so einer Anlage muss man immer davon ausgehen, dass sie unter Spannung steht", erklärt der stellvertretende Kreisbrandmeister Ronald Prüß. Er ist seit Montagabend um 23 Uhr ununterbrochen vor Ort. Am Dienstag begutachten auch das Veterinäramt und der Amtstierarzt die Lage vor Ort. Einen Brand haben die Kameraden glücklicherweise verhindern können. "Wir haben alles abgeschaltet, was abzuschalten ging", erklärt Ronald Prüß. Die Feuerwehren in der Region haben in der Vergangenheit schon mit kleineren Bränden an Solaranlagen zu tun gehabt. Ein Fall in dieser Dimension ist für sie aber neu gewesen. Laut des stellvertretenden Kreisbrandmeisters hat ein Gutachter festgelegt, dass die Anlage nun zurückgebaut werden muss. Dies soll eine Spezialfirma übernehmen. An einem Bahnübergang der Strecke Görlitz - Cottbus stürzte in Kodersdorf ein Telefonmast halb um, die Strecke musste zeitweise gesperrt werden. Bei Jänkendorf stürzte ein Baum auf die S122, ein weiterer auf die S127 bei Neißeaue, dort in einer Kurve. Auf der Zollgasse in Großschönau lag ein größerer Ast auf der Fahrbahn." Die im Bericht angegebene Uhrzeit ist falsch.

Unwetter zerstört Solaranlage und blockiert Zugstrecke (Sächsische Zeitung, 11.07.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juni

Thallwitz (SN)

 25.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Leipziger Volkszeitung vom 09.10.2016: "Fischerfest: Thallwitzer Anglerverein dankt Unterstützern nach Windhose - Der Thallwitzer Angelverein organisierte am Samstag sein viertes Fischerfest am Herrenteich. Der Verein nutzte die Veranstaltung auch zu einem Dankeschön, um sich für die Hilfe nach der verheerenden Windhose im Juni zu revanchieren. Thallwitz. Das Motto des vierten Thallwitzer Fischerfestes, das am Sonnabend am Herrenteich über die Bühne ging, es war unübersehbar. "Der Verein bedankt sich bei allen Bürgern!" stand auf einem großen Banner am Eingang des der frühwinterlichen Temperaturen wegen beheizten Festzeltes, in dem am Abend eine kleine Dankeschön-Party stieg. Dieses Dankeschön sprach der organisierende Angelverein Thallwitz für die ihm zuteil gewordenen Spenden nach der verheerenden Windhose vom 25. Juni aus. Diese hatte zu Beginn der zweiten Auflage der vom Verein wiederbelebten Sommersonnenwendfeier einen Großteil des Vereins-Equipments zerstört. "Ohne die tatkräftige Unterstützung der Bürgerschaft und des regionalen Gewerbes würde es das diesjährige Fischerfest ganz sicher nicht und unseren Verein möglicherweise nicht mehr geben", berichtet der Vereinsvorsitzende Frank Haufe, dessen Verein Ende Juni unter anderem acht Partyzelte, diverse Technik wie Kühlgeräte sowie eine erst im vergangenen Jahr angeschaffte Zapfanlage verloren hatte. [...]"

Fischerfest: Thallwitzer Anglerverein dankt Unterstützern nach Windhose (Leipziger Volkszeitung, 09.10.16)

Schönteichen (SN)

 25.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:35 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke im Bereich Schönteichen - Liebenau. Foto liegt vor.

Hartenstein bei Zwickau (SN)

 25.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 12:50 und 13:10 Uhr MESZ. Meldung einer Trichterwolke über das Meldeformular: "Eine Trichterwolke wurde in der Zeit zwischen 12:50 - 13:10 aus Neuwürschnitz in Richtung Hartenstein beobachtet. Der Trichter hielt sich etwa 5min und hatte etwa ein Viertel der Länge Zwichengang Wolke und Boden erreicht. Über Bodenkontakt ist nichts bekannt. Leider kein Foto da Handy Kamera defekt."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Mai

Frauenstein (SN)

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 13.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:54 Uhr MESZ. Beobachtung eines Gustnados durch Tom Baude, Sturmjägerteam Erzgebirge/Vogtland. Der bodennahe Wirbel hielt sich nur ungefähr 30 Sekunden, an der Wolke selbst konnte der Beobachter keine Rotation erkennen. Frauenstein liegt etwa 10 Kilometer südöstlich von Freiberg.

Gustnado bei Frauenstein
kleine Gewitterzelle mit Starkregen (Sturmjägerteam Erzgebirge/Vogtland bei Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
September
August

Glauchau (SN)

 31.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:10 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von wetter.de vom 01.09.2015: "Tornado fegt über Glauchau in Sachsen und hinterlässt großen Schaden - Die Feuerwehr Glauchau im Landkreis Zwickau im Dauereinsatz: Heftige Unwetter mit Starkregen und Sturm haben am späten Montagabend auch die Polizei in Sachsen in Atem gehalten. Regen überspülte Straßen, Bäume stürzten auf Häuser, Straßen und Autos, Stromleitungen wurden zerstört. Die Aufräumarbeiten werden wohl eine ganze Woche in Anspruch nehmen. Anwohner reden von einer Windhose, die lautstark und für viele sichtbar an ihren Grundstücken vorbeigezogen ist: "Gegen 21.15 Uhr gab es erst ein normales Gewitter, auf einmal gab es aber ein Geräusch wie ein abstürzendes Flugzeug. Ich habe aus dem Fenster gesehen und sah eine Windhose, die eine Schneise zog, wie ein Trichter mit ungeheuer viel Wasser", schildern Stephanie und Julia Noack ihre Beobachtungen. "Ich habe versucht, die Fenster zu schließen, was durch den Druck fast unmöglich war. Die Küche hat es überschwemmt." Laut Oberbürgermeister Dr. Peter Dresler beläuft sich der Schaden nach erster Begutachtung jetzt schon auf eine Summe im sechsstelligen Bereich. Nach seiner Einschätzung ist die Zerstörung "vergleichbar mit Kyrill.""

E099-E198/2015 31.08. ? 01.09.2015 Technische Hilfe klein (Feuerwehr Glauchau)
Tornado fegt über Glauchau in Sachsen und hinterlässt großen Schaden (wetter.de, 01.09.15)
Sturm macht Dächern zu schaffen (Freie Presse, 05.04.16)
Juli

Mutzschen (SN)

 22.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: später Abend. Aus einer Meldung des Sachsenspiegel (MDR) vom 23.07.2015: "In Mutzschen war letzte Nacht eine Windhose durch den Ort gefegt. Heute geht es ans Aufräumen. Vor allem die B6 musste von den zahlreichen umgestürzten Bäumen befreit werden. Verletzt wurde hier zum Glück niemand." - Dazu noch diese Mitteilung über das Meldeformular: "kurzer heftiger Wind, entwurzelte kleinere Bäume, Abgeknickte Bäume, Gartenlauben entdacht. Überflutungen, engräumiges Schadensbild."

Geißmannsdorf (SN),
Pickau (SN)

 19.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von MOPO24 vom 19.07.2015: "Sturmböen sind am Wochenende über Sachsen gezogen. Tief ?Xaver? wütete besonders im Nordosten des Freistaats, brachte Hagel und Starkregen etwa nach Rochlitz, Döbeln oder Bischofswerda. Am Montag zeigt sich im Raum Dresden die Sturmbilanz: Starke Regenfälle haben am Sonntagabend zu mehreren Verkehrsunfällen in Sachsen geführt. Auf der A4 und auf der A72 prallte bei drei Unfällen jeweils ein Wagen gegen die Mittelleitplanke. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden zwei Frauen dabei leicht verletzt. Starker Wind sorgte vor allem in Ostsachsen zudem für abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume. In Görlitz knickte ein Telefonmast wegen kräftiger Böen um. In Weißwasser mussten zwei Straßen wegen Sturmschäden gesperrt werden. Wie hoch der Gesamtschaden ist, war zunächst unklar. Kurz vor 20:00 Uhr verdunkelte sich am Sonntag der Himmel über Bischofswerda: Wind kam auf, es fing an mit Regnen. Nur zwei Minuten später öffnete der Himmel seine Schleusen, Massen an Wasser strömten herab. Gleichzeitig bildete sich eine riesige Windhose zwischen Rammenau und Geißmannsdorf. Diese zog dann über Geißmannsdorf hinweg, über Pickau, die S111 bis Schmölln. In Geißmannsdorf stürzte eine Fichte auf ein Wohnhaus und drückte dabei ein Anbau ein. Die S111 zwischen Bischofswerda und Wölkau war knapp eine Stunde voll gesperrt. In Bischofswerda stürzte eine Fichte auf ein Wohnhaus. Unzählige Bäume stürzten hier auf die Straße. Die Windhose schob eine etwa 20 Meter breite und 50 Meter lange Schneise in den Wald. Auch der Fahrradweg war voller umgestürzter Bäume. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Bischofswerda, Geißmannsdorf und Weickersdorf waren mehrere Stunden im Einsatz um die Sturmschäden zu beseitigen. Über die Höhe des Schadens kann aktuell noch keine Angaben gemacht werden."

Heftige Unwetter wirbeln Sachsen durcheinander (MOPO24, 19.07.15)

Dresden (SN)

 19.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von MOPO24 vom 19.07.2015: "Gegen 17 Uhr fegte eine Windhose über den Airport Dresden und deckte Teile des Daches einer Fliegerhalle der IABG ab. Dachpappe, Styroporteile und Plaste-Fensterelemente flogen meterweit durch die Luft und beschädigten auch andere Gebäude in der Nachbarschaft." - Anmerkung: Es dürfte "Hunderte Meter weit" gemeint sein. Der Zeitpunkt 17 Uhr kann nicht ganz stimmen, es muss früher oder später gewesen sein.

Heftige Unwetter wirbeln Sachsen durcheinander (MOPO24, 19.07.15)

Pulsnitz (SN)

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 19.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:10 Uhr MESZ. Beobachtung eines möglichen Tornados von Campingplatz Talsperre Wallroda aus in Richtung Nordnordost.

Tornadoverdacht bei Pulsnitz

Dittersbach (SN)

 18.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Freien Presse vom 18.07.2015: "Unwetter zieht über Mittel- und Nordsachsen - Vermutlich kleine Windhose in Dittersbach. Leipzig/Frankenberg. Ein kräftiges Unwetter ist am Samstagnachmittag über Mittelsachsen gezogen. Schäden hat es vor allem im Frankenberger Ortsteil Dittersbach gegeben. Bäume und Äste stürzten auf Straßen, mehrere Hausdächer wurden beschädigt. Auch die Autobahn 4 war betroffen, zwischen Siebenlehn und Frankenberg blockierten in Richtung Chemnitz gleich mehrere Bäume den rechten Fahrstreifen. Auf der B169 zwischen der Autobahnabfahrt Frankenberg und Dittersbach gab es eine Vollsperrung. Die Feuerwehren Frankenberg und Dittersbach mussten herabhängende Äste von Bäumen schneiden, zudem Äste aus der Stromleitung entfernen. "Wir waren mit etwa 20 Leuten im Einsatz", erklärte der stellvertretende Wehrleiter Michael Knoth. "Alarm war 16.07 Uhr, drei Minuten später sind wir los. Die Schäden in Dittersbach haben uns überrascht, denn in Frankenberg selbst, nur zwei Kilometer entfernt, gab es gar nichts. Wir nehmen an, dass hier eine kleine Windhose gewütet hat. Schließlich flogen auch mehrere Schiefer und Plastikteile von Dächern einiger Häuser." Auf der Autobahn war die Hainichener Feuerwehr im Einsatz, kurz vor der Abfahrt Frankenberg stand nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung, es bildete sich schnell ein Stau. "Hier waren mehrere Bäume umgestürzt, zum Teil auf den rechten Fahrstreifen", berichtete Sven Illgen von der Feuerwehr Hainichen, die mit 15 Mann im Einsatz war. Die Wehr aus dem Ortsteil Gersdorf-Falkenau musste einen Baum wegräumen, der die Verbindungsstraße zwischen Gersdorf und Irbersdorf blockierte. [...]" - Aus einer Meldung der Freien Presse vom 20.07.2015: "[...] Wie in Wolkenburg-Kaufungen spricht die Polizei deshalb von einer Windhose, also eine besondere, eng begrenzte Form eines Wirbelsturms. Dabei rotiert die Luft schnell um eine vertikale Achse."

Unwetter zieht über Mittel- und Nordsachsen - Vermutlich kleine Windhose in Dittersbach (Freie Presse, 18.07.15)

Wolkenburg-Kaufungen (SN)

 18.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:31 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Freien Presse vom 20.07.2015: "Windhose kappt Stromleitung, fällt Bäume und überflutet Keller - Mehrere Unwetter haben am Wochenende Schäden in Burgstädt, Wolkenburg-Kaufungen und Bräunsdorf verursacht. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Limbach-Oberfrohna/Burgstädt. Schwere Unwetter sind am Wochenende über die Region gezogen. Nach der Schwüle entlud sich am Sonnabendnachmittag ein Gewitter über Burgstädt und Limbach-Oberfrohna sowie gestern Mittag in Bräunsdorf. Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Polizei sprach sogar von einer Windhose, die am Samstag über Wolkenburg-Kaufungen gezogen war. Menschen wurden nicht verletzt. Im Ortsteil Wolkenburg-Kaufungen riss der Tornado, wie Meteorologen die Windhose auch bezeichnen, in der Holzmühlenstraße mehrere Bäume um, die auf eine Zehn-Kilovolt-Stromleitung fielen. "Um die Bäume zu entfernen, musste die Leitung gekappt werden", sagte Feuerwehrchef Thomas Luderer. Die Kaufunger Feuerwehr zersägte anschließend die Stämme. Netzbetreiber Mitnetz-Strom bestätigte, dass von 15.31 bis 16.21 Uhr der Strom in 1800 Haushalten unterbrochen war. Durch eine Umschaltung sei danach wieder ein Großteil der Häuser mit Strom versorgt worden, sagte Sprecherin Claudia Anke. Die Reparaturarbeiten dauerten bis gegen 20 Uhr, fügte sie hinzu. Dann hätten die restlichen Häuser wieder Strom erhalten. Die Arbeiten an der Leitung und beim Aufräumen, verbunden mit einer Vollsperrung der Holzmühlenstraße hätten ebenso lange gedauert. Die Wolkenburger und Dürrengerbisdorfer Wehren mussten zudem umgestürzte Bäume auf der Mühlenstraße in Wolkenburg bergen. Gestern Mittag versperrten zwei umgestürzte Bäume nahe der Biogasanlage in Bräunsdorf die Straße. Im Dauereinsatz war am Sonnabendnachmittag auch die Burgstädter Feuerwehr. Dabei kam mehrfach die Drehleiter zum Einsatz. "Wir mussten umgestürzte Bäume im gesamten Stadtgebiet entfernen und überflutete Straßen abpumpen", sagte Wehrleiter Thomas Döring. 35 Einsatzkräfte bargen mehrere große, alte Laubbäume an der Promenade und am Anger. Einige waren dabei auf Autos gefallen, ergänzte er. Doch auch überflutete Keller - vor allem an der Mohsdorfer Straße - mussten ausgepumpt werden, fügte Feuerwehrmann René Brandt hinzu. Toll sei gewesen, dass einige Burgstädter die Feuerwehrmänner mit Kaffee, Wasser und einem kleinen Imbiss versorgt haben, sagte er. Auch die Autobahn 4 war vom Unwetter betroffen: Zwischen Siebenlehn und Frankenberg blockierten in Richtung Chemnitz gleich mehrere Bäume den rechten Fahrstreifen. Schäden gab es auch im Frankenberger Ortsteil Dittersbach. Bäume und Äste stürzten auf Straßen, mehrere Hausdächer wurden beschädigt. Auf der B 169 zwischen der Autobahnabfahrt Frankenberg und Dittersbach gab es eine Vollsperrung. Die Feuerwehren Frankenberg und Dittersbach mussten herabhängende Äste von Bäumen schneiden, zudem Äste aus der Stromleitung entfernen. "Wir waren mit 20 Leuten im Einsatz", sagte Vize-Wehrleiter Michael Knoth. "Die Schäden in Dittersbach haben uns überrascht, denn in Frankenberg selbst, nur zwei Kilometer entfernt, gab es nichts." Wie in Wolkenburg-Kaufungen spricht die Polizei deshalb von einer Windhose, also eine besondere, eng begrenzte Form eines Wirbelsturms. Dabei rotiert die Luft schnell um eine vertikale Achse.""

Windhose kappt Stromleitung, fällt Bäume und überflutet Keller (Freie Presse, 20.07.15)

Jägersgrün (SN)

 03.07.2015 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Zahlreiche umgestürzte Bäume in einem eng begrenzten Bereich. Dabei ergibt sich ein sehr chatoisches Fallmuster mit allen möglichen Fallrichtungen.

Mutmaßlicher Tornado bei Jägersgrün
April

Bischofswerda (SN)

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 27.04.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab etwa 18:22 bis 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud bei Bischofswerda: "Der Beobachtungspunkt war auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Frankenthal und Rammenau in Höhe des Ortsteils Schaudorf der Gemeinde Rammenau. Blickrichtung war Südost, als ich den Schlauch sah. Der Schlauch befand sich meines Erachtens in dem Gebiet der Stadt Bischofswerda. Die angezeigte Zeit auf den Fotos ist noch Winterzeit - bitte 1 h vorrechnen. Der Schlauch war also gegen 18.23 Uhr zu sehen. Rotation war zu erkennen. Dauer der Beobachtung: max. 1 min."

Funnelcloud bei Bischofswerda
Verdachtsfall Bischofswerda (Skywarn)

Birkwitz (SN)

 02.04.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Morgenpost Sachsen vom 03.04.2015: "Windhose deckt Dach von Kita ab! Pirna - Nach der Ruhe kam der Sturm: Im Pirnaer Ortsteil Birkwitz hat offenbar eine Windhose erheblichen Schaden angerichtet. Das Dach der örtlichen Kindertagesstätte flog umher, die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Das Wetter schlägt manchmal seltsame Kapriolen. Während vielerorts die Menschen von heftigen Schneefällen geplagt werden, haben die Anwohner von Birkwitz wahre Schreckensmomente hinter sich. Eine Windhose zog am frühen Abend durch den Ort. Polizeisprecher Lutz Milker: "Gegen 17.35 Uhr erreichte uns die Meldung, dass es dort zu mehreren wetterbedingten Sachschäden gekommen ist." Schlimm erwischt hat es die Kita Schatzfinder in der Pratzschwitzer Straße. Die Windhose hat das Flachdach herunter geweht. Die Feuerwehr sichert derzeit das Gebäude. Auch abseits der Kita entstanden im Ort Schäden. Ziegel von Dächern kamen runter, ein hölzerner Hochstand wurde von der Windhose umgerissen, ein Fussballplatz wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Auch diverse Zäune nahe der Kita wurden umgerissen. "Bislang haben wir keine Informationen über Verletzte", so der Polizeisprecher. Während des Mini-Tornados befanden sich wohl mehrere Kinder nahe der Kita, konnten aber rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Eine Windhose ist nichts anderes als ein Tornado, also ein kleinräumiger, meist schlauchförmiger Wirbel, der von einer Schauer- oder Gewitterwolke durchgehend bis zum Boden reicht. Selten sind die Naturereignisse längst nicht mehr. Sturmjäger filmen und erfassen immer wieder auch solche Windhosen in Sachsen. Im Juli richtete zum Beispiel ein kleiner Tornado im beschaulichen Schönau, einem Ortsteilvon Ralbitz-Rosenthal (bei Bautzen), erheblichen Schaden an. Dächer wurden abgedeckt, Autos von umgestürzten Bäumen beschädigt. Umher fliegende Teile schlugen zudem in mehreren Fenstern ein." - Derzeit deuten die Schäden und die Berichte von Anwohnern nicht auf einen Tornado hin.

Verdachtsfall Birkwitz (Skywarn)
Windhose deckt Dach von Kita ab (Morgenpost Sachsen, 03.04.15)
Windhose wütet in Pirna (Sächsische Zeitung, 03.04.15)
Fotos: Sturmschäden in Birkwitz (Sächsische Zeitung, 03.04.15)
September
August

Leipzig (SN)

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 31.08.2014 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: 10:45 bis mindestens 10:49 Uhr MESZ. Tornado im Clara-Zetkin-Park in der Leipziger Innenstadt.

Tornado in Leipzig

Radeburg (SN)

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 25.08.2014 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: mindestens 16:22 bis 16:28 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud: "Habe vor ner halben Stunde nen schönen Tornado beobachtet. Nordwestich von Weixdorf am Ende einer schwarzen Wolkenkante. Beobachtungsdauer: 5-10 Min. Wo der Wirbel am längsten war, wurde für kurze Zeit etwas Staub hochgewirbelt." Foto: Baudrema

Tornado bei Radeburg

Reichenbach / Oberlausitz (SN)

 23.08.2014 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Beobachtung eines mutmaßlichen Tornados: "Ich habe leider kein Beweisfoto machen können, da das Ereignis zu kurz war. Ich habe am 23.08.14 gegen 20.30 Uhr zwischen Löbau und Reichenbach einen sehr kurzlebigen Tornado beobachten können. Er war nur schwach auskondensiert, sehr lang und schlaufneförmig, hat stark rotiert und hatte eindeutig Bodenkontakt. Kurz zuvor habe ich das Gewitter ab Dresden verfolgt, es hatte eine schön ausgeprägte Shelf." - und weiter "Kurz vor Ortseingang Reichenbach sah ich einen langen, sehr dünnen und seilartig geformten Tornado, schätzungsweise 300m südlich von mir. Er hatte Bodenkontakt und wirbelte auf dem Feld deutlich zu sehen einiges an Schmutz auf. Von Schäden ist mir nichts bekannt und eine Minute später löste er sich wieder auf. Deshalb schaffte ich es leider nicht mehr, das Ganze festzuhalten."

Pirna (SN)

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 23.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Genauer Ort nicht bekannt. Beobachtung eines möglichen Tornados: "Gestern abend um 19.30 Uhr. Bretnig/Hauswalde Luisenberg Blickrichtung Südwest. Entfernung circa 40 km. Bodenkontakt definitiv vorhanden! Das dritte Bild ist circa 10 min später entstanden mit Blickrichtung Süd. Entfernung circa 20 km. Erneuter Bodenkontakt."

Möglicher Tornado bei Pirna
Juli

Coswig bei Dresden (SN)

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 27.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 14:25 und 14:30 Uhr MESZ. Meldung einer möglichen Funnelcloud: "Bei uns zog Grad eine Zelle vorbei. Rüssel bildete sich innerhalb von 2 min und zog sich dann langsam wieder ein. Rotation war erkennbar. Blickrichtung war Südwest."

Funnelcloud bei Coswig

Fischbach (SN)

 25.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados: "[...] eingelagert offensichtlich Windwirbel, im Nachbarort Pappeläste über 50m verfrachtet. Mein Schwager hat offensichtlich am Freitag, 25.07., 11 Uhr bei Radeberg (Richtung Fischbach) einen Tornado gesehen. Er war sich sehr sicher. Erst dachte er, es brennt, dann war kurze Zeit klarer Trichter zu erkennen."

Schönau-Berzdorf auf dem Eigen (SN)

 08.07.2014 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des MDR vom 08.07.2014: "In der Oberlausitz brachte eine Windhose eine Scheune zum Einsturz. Sie war durch Schönau, einem Ortsteil der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal, gerast. Dabei zerstörte sie nicht nur die Scheune, sondern deckte mehrere Dächer ab und wehte Bäume um. Menschen wurden nicht verletzt." - Aus einer Meldung von Blaulicht-Paparazzo vom 08.07.2014: "Kaum zu fassen, was sich am Dienstag Nachmittag in Cunnewitz-Schönau in der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal abgespielt hat: Anwohner berichten von einer Windhose, die kurz nach 14 Uhr eine Schneise der Zerstörung hinterlassen hat. [...] Besonders betroffen war das Gebiet um die Fabrikstraße. Hier steht kaum noch etwas an seinem Platz. Ein Pferdeanhänger wurde 150 Meter quer über eine Wiese bis in eine Baumgruppe geschleudert. Häuser wurden abgedeckt und Bäume knickten um. Besonders schwer traf der Sturm zwei Scheunen. Eine wurde komplett zerstört. Durch eine zweite Scheune zog die Windhose quer durch und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Auf etwa 20 Metern Länge stürzte der gesamte Gebäudeteil ein und begrub Strohballen unter sich. Sechs Schafe konnte die Feuerwehr noch retten. Verletzt wurde zum Glück niemand. Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Wittichenau, Sollschwitz, Cunnewitz-Schönau, Panschwitz-Kuckau und Ralbitz im Einsatz, um gefährliche Stellen abzusichern und Bäume aus Bächen und von Straßen zu entfernen. Wie groß der entstandene Schaden im gesamten Ort ist, muss noch ermittelt werden. [...]"

Verdachtsfall Schönau (Skywarn)
08.07.2014 Analyse Tornado Laske -> Schönau (Jens Tischer)
Cunnewitz-Schönau: Tornado hinterlässt Verwüstungen (Blaulicht-Paparazzo, 08.07.14)
Windhose, Blitzschlag und umstürzende Bäume (MDR, 08.07.14)
Tornado über Ostsachsen - Hagel in der Sächsischen Schweiz (Dresdner Neuesten Nachrichten, 09.07.14)
Juni

Schleife (SN),
Halbendorf (SN)

 29.06.2014 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz nach 16 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 30.06.2014: "Windhose fegt über Halbendorfer FKK-Strand - Keine Personen verletzt / Sturm lässt Bäume wie Streichhölzer kippen / Dauercamper wollen sich ihren Urlaub nicht vermiesen lassen. Halbendorf. Sonntag ist nach 17 Uhr eine Windhose über einen Teil des Halbendorfer Sees gefegt und wütete vor allem am FKK-Strand und FKK-Campingplatz. Dass dabei kein Mensch verletzt wurde, grenze schon an ein Wunder, ist Dauercamper Michael Piéc überzeugt. Gudrun und Ralf Thomas wohnen nur wenige hundert Meter vom Halbendorfer See entfernt. Sonntagnachmittag saßen sie in ihrem Wintergarten, tranken gemütlich mit Tochter und Enkelkindern Kaffee. ?Plötzlich braute sich über dem See etwas zusammen, wirbelte höher und riss Wasser mit sich hoch?, beschreibt Gudrun Thomas ihre Beobachtungen. Da sie so etwas schon in Ungarn erlebten, ahnten beide Schreckliches. ?Der Wind drehte sich in Sekundenschnelle, und wir bekamen mächtig Angst um unser Haus, haben schnell sämtliche Rollos runtergelassen.? Bäume auf dem Grundstück knickten um. ?Von einer großen Tanne brach die Spitze ab und krachte haarscharf an den Autos bei uns vorbei. [...] Es sei nur eine Minutensache gewesen. ?Erst hörte ich nur ein Rauschen, und dann polterte und krachte es ringsherum?, schildert Dauercamper Michael Piéc. In einem Bereich von knapp 100 Meter Breite wütete der Sturm und brach starke Bäume wie Streichhölzer um. Vordächer wurden aus den Verankerungen gerissen und wie ein Stück Papier zerfetzt oder flogen durch die Gegend. [...] Erst hätte es nur leicht geregnet, und dann schlagartig nur so gekracht. Michael Piéc meint, es sei wie ein Mini-Tornado gewesen, wie man ihn aus dem Fernsehen kenne. Heidi Pohling zeigt auf den Strandbereich, wo die Böe durchmarschiert sei. ?Die Boote da unten hat es über den Steg auf die andere Seite geschleudert.? [...]" Der Tornado zog von Südwesten her zuerst über den Naturlehrpfad im Großteichgebiet Schleife hinweg, wo einige Bäume umstürzten, teils mit unterschiedlichen Fallrichtungen, dann über den Campingplatz und den See und traf am Ostufer auf den Ort Halbendorf.

Tornado Halbendorf (Skywarn)
Fotos der Schäden
Tornado in der Lausitz Trebendorf 29.06.2014 gegen 16 Uhr (YouTube)
Windhose fegt über Halbendorfer FKK-Strand (Lausitzer Rundschau, 30.06.14)
Diashow: Windhose fegt über Halbendorfer FKK-Strand (Lausitzer Rundschau, 30.06.14)
Diashow: Windhose fegt über Halbendorfer FKK-Strand (Lausitzer Rundschau, 30.06.14)
Mai

Neudorf (SN)

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 27.05.2014 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 19:50 und 19:55 Uhr MESZ: "Die Fotos wurden in Königswartha "An der Winze" in Richtung Nordost gemacht. Es rotierte, denn so bin ich darauf aufmerksam geworden. Da der Tornado nur über ein Feld ging, gab es auch keine Schäden." Der Tornado befand sich östlich von Königswartha (Oberlausitz) und im Bereich nördlich von Neudorf. - Foto: Antje Neika

Tornado in Königswartha (YouTube)

Glauchau (SN)

 13.05.2014 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: 16:43 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von news aus chemnitz vom 14.05.2014: "[..] Die schwere Gewitterfront zog weiter in Richtung Glauchau, wo sich etwa eine halbe Stunde später eine Windhose bildete. Der Wirbel deckte ein Dach ab und schleuderte es auf die Terrassenüberdachung des Nachbargrundstückes. "Dabei wurde noch ein Freileitungsstromkabel abgerissen und der Strommast kippte zur Seite", so ein Polizeisprecher. "Ein auf der Flugbahn befindlicher Kleintransporter wurde ebenfalls beschädigt." Den angerichteten Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 8.000 Euro. Verletzt wurde hier niemand." - Aus einer Meldung von TV Zwickau vom 14.05.2014: "[...] 20 Minuten später deckte eine Windhose am Glauchauer Erlensteig das Dach eines Schauers ab und schleuderte es auf die Terrassenüberdachung des Nachbargrundstückes. Dabei wurde eine Freileitung abgerissen und der Strommast kippte zur Seite. Ein auf der Flugbahn befindlicher Kleintransporter wurde beschädigt. Die Bilanz ergab einen Gesamtschaden von 8.000 Euro."

Schwere Gewitter: Kind von Blitz getroffen, Dach abgedeckt (news aus chemnitz, 14.05.14)
Familie vom Blitz getroffen (TV Zwickau, 14.05.14)
Limbach-Oberfrohna; Glauchau: Wetterunbilden mit ernsten Folgen (Polizei Sachsen, 14.05.14)
Fotogalerie: Glauchau: Windhose deckt Dach ab (Freie Presse, 14.05.14)

Neukirchen / Pleiße (SN)

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 13.05.2014 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: zwischen 16:20 und 16:35 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud im Bereich dicht östlich von Neukirchen und südlich von Crimmitschau, die sehr weit hinabreichte. Bodenkontakt des Wirbels ist sehr wahrscheinlich, aber bisher nicht nachgewiesen.

Funnelcloud bei Neukirchen/Pleiße
Ein Naturschauspiel (Freie Presse, 15.05.14)
Funnelcloud bei Crimmitschau (Facebook)
Plausibler Tornadoverdacht nahe Crimmitschau (Facebook)
April

Nünchritz (SN)

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 30.04.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 13:32 bis 13:39 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud östlich von Riesa. Aus einer Meldung des Wochenkurier vom 02.05.2014: "War das ein Tornado am Riesaer Himmel? - Ein seltenes Naturschauspiel beobachteten die Sternenfreunde Riesa am Mittag des 30. Mai über Riesa. Aus einer völlig normal erscheinenden Wetterlage mit kleineren Wolkenfeldern und viel Sonnenschein zeigte sich in den Mittagsstunden ein sogenannter Funnel, also ein Ansatz einer Windhose / Tornado über der Region. Ein deutlicher schnell wachsender Rüssel entwickelte sich und nach einer kerzengeraden verformte er sich in eine Art schiefer Haken unter der Wolke. Wie die Sternenfreunde weiter mitteilten, war die Wettererscheinung klar und deutlich mit bloßem Auge zu sehen. Beobachtet wurde die Trichterwolke in der Nähe der Riesaer Rettungsleitstelle in Gröba. Die Windhose verweilte nur fünf bis sieben Minuten am Himmel und löste sich dann schnell wieder auf. Dies geschah vermutlich kurz nachdem der Bodenkontakt erfolgte und der Wirbelsturm an Kraft verlor, während er Staub und Material aufsaugte ? ein normaler Verlauf einer solchen Naturerscheinung. Je stärker die Windhose ist, desto länger besteht sie und desto mehr Material nimmt er auf. Aber je länger diese auch bestehen, umso gefährlicher werden diese dann und können beträchtliche Schäden verursachen. Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler die genauen Entstehungszusammenhänge zu verstehen, um die Menschen rechtzeitig in den betroffenen Gebieten warnen zu können." - Foto: Stefan Schwager, Sternenfeunde Riesa

Aktuelle Info Mai 2014 (Sternenfeunde Riesa)
War das ein Tornado am Riesaer Himmel? (Wochenkurier, 02.05.14)

Schrebitz (SN),
Graumnitz (SN)

 29.04.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:05 Uhr MESZ. Bericht eines Augenzeugen: "Ich bin nicht unglücklich, dass es nur eine kleine Windhose war, aber heute ist um ca. 17.05 Uhr eine selbige von Schrebitz (Mittelsachsen, Nähe Döbeln) kommend durch Graumnitz in Richtung Göldnitz gezogen. Zuvor fast windstill, dann Wind waagrecht, danach wieder windstill. Dauer knappe Minute."
Oktober

Leipzig (SN)

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 30.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca, 14:10 Uhr MEZ. Beobachtung einer Funnelcloud unterhalb einer Cumuluswolke von Leipzig-Marienbrunn aus in Richtung Westen. Die Funnelcloud dürfte sich über dem Südwesten der Stadt befunden haben. Bodenkontakt des Wirbels ist unwahrscheinlich.

Funnelcloud bei Leipzig
Leipzig: Funnel unter Cumulus (Skywarn)
August

Morgenröthe-Rautenkranz (SN)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Freien Presse vom 20.08.2013: "Windhose: Staatsforst warnt vor Wanderungen - Den jüngsten Unwettern sind im Forstbezirk Adorf etliche Bäume zum Opfer gefallen. Aufräumarbeiten haben begonnen. Muldenhammer. Der Forstbezirk Adorf warnt derzeit vor Betreten des Waldes in seinen Revieren Sachsengrund und Morgenröthe. Von dort umgestürzten Bäumen und angebrochenen Ästen geht erhebliche Gefahr für Wanderer aus. Begonnene Bergungs- und Aufräumarbeiten sollten außerdem nicht durch Besucher und Schaulustige behindert werden, um ein zügiges und sicheres Ende zu gewährleisten. Die umgeknickten Bäume sind Resultat des unwetterartigen Gewitters mit Hagelschauern in den Abendstunden des 6.August. Wie der Staatsbetrieb Sachsenforst jetzt mitteilte, kam es zwischen Sachsengrund und Morgenröthe dabei auch zu einer Windhose. Sie knickte die Bäume wie Streichhölzer und entwurzelte auch etliche Exemplare. Das Unwetter wurde zudem von starkem Hagel begleitet. Die Hagelkörner erreichten dabei Durchmesser von bis zu 4 Zentimeter. In kürzester Zeit bildete sich eine starke Eisschicht, die stellenweise eine Höhe von 20 Zentimeter erreichte. Sofort nach dem Unwetter begannen Revierförster damit, die Schäden zu erfassen. Laut ihren Erhebungen fielen rund 6000 Kubikmeter Schadholz an, die nun aus dem Wald geräumt werden müssen. Zum Vergleich: Nach dem Orkan Kyrill 2007 waren rund 100.000 Kubikmeter Schadholz angefallen. Neben den Schäden an abgebrochenen oder umgeworfenen Bäumen kam es durch den Hagel zu erheblichen Schäden auch an Laubbäumen und Bodenvegetation. Da durch das Schadholz überwiegend von Fichten eine Zunahme des Borkenkäferbefalls droht, begann der Staatsforst sofort, die Stämme zu beseitigen. Die Arbeiten sind in den am meisten geschädigten Gebieten im Gange. Besonders betroffen sind laut Ronny Schubert, Sachbearbeiter Holzlogistik im Forstbezirk, der sogenannte L-Weg, der 36er Weg, der Markersbachweg, die Sachsengrunder Straße, Köhlerhäusel und Rotsudl. Beauftragte Unternehmen haben den regulären Holzeinschlag unterbrochen und sind zur Schadholzbeseitigung eingesetzt. Die Arbeiten werden wahrscheinlich bis in den Oktober hinein dauern." - Ein Zusammenhang zur Beobachtung einer Funnelcloud in Eibenstock ist sehr wahrscheinlich.

Verdachtsfall Morgenröthe (Skywarn)
Windhose: Staatsforst warnt vor Wanderungen (Freie Presse, 20.08.13)

Glauchau (SN)

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 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer recht weit hinab reichenden Funnelcloud: "Nach dem Abzug der Großhagelzelle im Landkreis Zwickau, Standort war Dennheritz Blickrichtung NO - Richtung Glauchau, Limbach Oberfrohna, Funnel hob sich gegenüber der dunklen Rückseite der Zelle deutlich ab. Rotation war erkennbar. Gebilde bestand nach Entdeckung noch ca. 5 Minuten."

Funnelcloud bei Glauchau
Video der Funnelcloud (Facebook)

Ehrenfriedersdorf (SN)

 04.08.2013 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15:40 und 15:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Polizei Sachsen vom 05.08.2013: "Im Erzgebirgskreis hat eine Windhose vor allem in Ehrenfriedersdorf erhebliche Schäden angerichtet. In der Kleingartenanlage am Triftweg stürzten mehrere Bäume um und beschädigten auch einen Bungalow. Auf der Bundesstraße 101 in Thermalbad Wiesenbad kollidierte ein Pkw Ford mit einem umgestürzten Baum. Auch in Aue (Gewerbegebiet Alberoda), Zwönitz und Wolkenstein waren Straßen vorübergehend von umgestürzten Bäumen blockiert." Die Meteomedia-Wetterstation in Ehrenfriedersdorf meldete zu der Zeit eine Spitzenböe von 126 km/h. Ein Augenzege konnte starke Rotation der Wolken beobachten, einen Tornado hat er aber nicht direkt sehen können.

Verdachtsfall Ehrenfriedersdorf (Skywarn)
04.08.13 / Ehrenfriedersdorf / Tornadoverdacht (WZ-Forum)
UWZ Meldung bestätigt gerade den Sportplatzbereich (WZ-Forum)
04.08.13 Schadensanalyse T-Verdacht Ehrenfriedersdorf (Sturmjäger Erzgebirge)
Unwetter im Direktionsbereich Chemnitz (Polizei Sachsen, 05.08.13)

Zwönitz (SN)

 04.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15 und 16 Uhr MESZ. "evtl hat es auch in Zwönitz OT Kühnhaide gestern Nachmittag zwischen 15:00 und 16:00 Uhr einen Tornado gegeben. Nach Augenzeugenbericht einer mir bekannten Person hat es Laub und Äste "wie im Film" kreisförmig nach oben getragen."

Usermeldung auf Facebook (WZ-Forum)
Juni

Rödern (SN)

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 27.06.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: mindestens 14:24 bis 14:35 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados von Thiendorf aus in Richtung Süden und damit im Bereich östlich bis nordöstlich von Rödern. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen.

Tornado bei Rödern

Coswig bei Dresden (SN)

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 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud vom Norden Coswigs aus in Richtung Nordwesten. Die Funnelcloud wuchs ca. 2 Minuten lang und löste sich innerhalb von 4 Minuten langsam wieder auf.

Funnelcloud bei Coswig

Weicha (SN)

 08.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:50 bis 16:55 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Weißenberg aus in Richtung Nordwesten, etwa im Bereich südlich von Weicha.

Verdachtsfall Weicha (Skywarn)
Mai

Lockwitz (SN)

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 29.05.2013 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 11:50 und 11:57 Uhr MESZ. Tornado in Dresden-Lockwitz, genauer im Lockwitzgrund. Hier stürzten Im Bereich der Autobahnbrücke der A 17 einige Bäume um und eine Landstraße musste wegen der Aufräumungsarbeiten für etwa drei Stunden gesperrt werden. Von dort aus gab es Schäden bis zum Ortsrand von Lockwitz im Bereich Lockwitzgrund - Sobrigauer Weg.

Tornado in Lockwitz (Skywarn)
Tornado in Dresden (WZ-Forum)
Tornado am 29.05.2013 in Dresden-Lockwitz (1/2) (YouTube)
Tornado in Dresden-Lockwitz am 29.05.2013 (2/2) (YouTube)
Tornado im Lockwitzgrund bei Dresden (YouTube)
Tornado wütet im Lockwitzgrund (Sächsische Zeitung, 29.05.13)
Fotos: Tornado bei Dresden (Sächsische Zeitung, 29.05.13)
Dresden - Tornado sorgt für Verwüstungen (LausitzNews.de, 29.05.13)
Experten bestätigen Tornado bei Lockwitz (Sächsische Zeitung, 01.06.13)
August

Dohma (SN)

 30.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:00 und 16:30 Uhr MESZ. Stärkere Baumschäden innerhalb eines eng begrenzten Bereiches in 01796 Dohma bei Pirna über eine Luftlinie von ca. 100-200m. Davon weitere Schäden (Baumschäden, entwurzelter Baum, abgedeckte Dachschiefer - bisheriger
Einzelfall im Ort) in ca. 200-300m Entfernung Luftlinie. Ein Augenzeuge berichtet über eindeutige Wirbelbildung am Himmel (Funnelcloud?), Entstehung in Richtung Süd, danach plötzlicher Richtungswechsel nach Süd/Ost. Die aufgetretenen Schäden ließen keinen eindeutigen Schluss zu.

Verdachtsfall Dohma, Struppen (Skywarn)

Kleinröhrsdorf (SN)

 05.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud, möglicher Zusammenhang mit leichten Schäden. Dazu dieser Bericht: "Am Sonntag, dem 05.08.2012, kurz vor 16 Uhr, ging hier in Großröhrsdorf ein Gewitter nieder, das augenscheinlich relativ lokal begrenzt war, dafür um so heftiger. Ich konnte mehrere Naheinschläge von meinem Haus aus miterleben. (01900 Großröhrsdorf). Außerdem zog eine schwarze Wolke von Westen her auf uns zu (m.E. Shelfcloud). Meine Frau war zu diesem Zeitpunkt in unserem Garten, der sich an der Brauerei Großröhrsdorf befindet, etwas höher gelegen, mit besserer Sicht. Sie beschreibt eine Funnelcloud ("die die kleinen schwarzen Wolken drum rum aufgesogen hat") in etwa in Richtung Kleinröhrsdorf. Bodenkontakt kann sie nicht bestätigen. Es hat in Großröhrsdorf zu diesem Zeitpunkt extrem stark geregnet, so dass in Minuten die Straßen überflutet waren. Am Standort Brauerei hat es außerdem kurzzeitig gehagelt. [...] besitzt Land in Kleinröhrsdorf. Er beschrieb mir, dass die Futtereimer der Kühe im Umkreis von mehreren Hundert Metern verteilt lagen, die Deckel von Regentonnen verschwunden sind und diverse größere Äste abgebrochen waren. Er ist an diesem Nachmittag aus Richtung Stolpen gekommen und sagte, bis hinein in die Massenei war die Erde staubtrocken, der extreme Regen muss also lokal sehr begrenzt gewesen sein. Interessanter Weise war es bis auf einige kräftige Windböen an meinem Standort relativ windstill."
Juli

Nünchritz (SN)

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 14.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ggen 19:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud bei Riesa. Aus dem Beobachtungsbericht der Sternenfeunde Riesa: "[...] gestern war das Wettergeschehen über Riesa ein sehr spannender Krimi. In Vorbereitung auf die nächtliche Beobachtung der Jupiterbedeckung durch den Mond, bezogen die Sternenfreunde Riesa zusammen mit Gästen bereits am Samstagabend ihre Beobachterstellung auf der Riesaer Sternwarte. Und es waren beeindruckende Regengebiete und Wolken am Himmel zu beobachten. Doch kurz vor 20 Uhr ereignete sich etwas Seltenes: Eine Trichterwolke, eine sog. Funnelcloud zeigte sich am unteren Ende einer eigentlich unscheinbar wirkenden Wolke. [...] Auffällig war bei diesem Trichter, dass er aus deutlichen Segmenten bestand: einem sehr schmalen, sich schnell bewegendem kleinen Rüssel und einem dicken Wolkentrichter direkt an der Unterseite der Wolke. Der kleine Wolkentrichter bewegte und veränderte sich über Minuten. Doch glücklicherweise schaffte es die Kraft des Windes nicht, in Bodenkontakt zu kommen und einen Tornado auszulösen. Deutlich (und auch auf den Bildern erkennbar) war, dass die von der Sonne beleuchtete Seite diesen Wirbel ausbildete, was an der entstehenden Dynamik der Luftschichten bei einwirkender Sonnenstrahlung begründet liegt. Es könnte ein Grund gewesen sein, der die Entstehung dieses Wirbels begünstigt haben könnte. Doch schon 10 Minuten später war nichts mehr von dem Trichter zu sehen und die Wolke zog in südwestlicher Richtung an Riesa vorbei. Von der Sternwarte aus sah man diese Wolkenformation in südwestlicher Richtung über der Baustelle der B169 und der Lebenshilfe Riesa. Es war keine bedrohliche Situation, aber dennoch ein signifikantes Merkmal, dass diese Wolken eben auch in der Heimat zu finden sind." - Foto: Stefan Schwager, Sternenfeunde Riesa

Aktuelle Info Juli 2012 (Sternenfeunde Riesa)

Bärnsdorf (SN),
Medingen (SN),
Laußnitz (SN)

 06.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Schäden im Bereich Medingen, Laußnitz. Dazu aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 09.07.2012: "[...] Das Unwetter richtet zwischen Radebeul, Coswig und Radeburg erhebliche Verwüstungen an. Am schlimmsten trifft es aber offenbar eine Schneise, die sich von der Umgebung der Fasanerie in Moritzburg über Bärnsdorf und dann weiter in Richtung Ottendorf-Okrilla zieht. [...] Viele Waldwege um das Fasanenschlösschen waren dagegen am Wochenende noch immer durch umgeworfene Bäume blockiert. Die Volkersdorfer Straße versperrte in Höhe des Jägerteiches eine mehrere hundert Jahre alte Eiche. ?Möglicherweise hatten wir es mit einem kleinen Tornado oder einer Windhose zu tun?, sagt Marcus Mambk, der Radeburger Stadtwehrleiter. Denn während in Bärnsdorf dutzende Bäume umgeworfen und fast überall Ziegel von den Dächern gehoben wurden, ?ist in Berbisdorf kaum etwas passiert.? In Bärnsdorf hatten die Kameraden der Radeburger Wehren dagegen bis 23.30 Uhr mit dem Freischneiden von Straßen und Wegen zu tun. ?In Großdittmannsdorf ging der Einsatz sogar noch länger. Da musste Wasser gepumpt werden?, sagt Mambk. Glück im Unglück hatte ein Mann auf der Straße zwischen Bärnsdorf und Volkersdorf. ?Vor und hinter dessen Auto krachten Bäume. Er kam aber mit dem Schreck und einem Blechschaden davon?, sagt der Feuerwehrchef." Derzeit gibt es kein eindeutiges Indiz, das für das Auftreten eines Tornados spricht.

Verdachtsfall Medingen, Laußnitz (Skywarn)
Fotos: Tornado (VD) verwüstet Bärnsdorf (Facebook)

Radebeul (SN)

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 06.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab 17:08 Uhr MESZ, Dauer: ca. 3 Minuten. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich Radebeul nahe Dresden.

Funnelcloud bei Radebeul

Naundorf bei Oschatz (SN)

 05.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud im MDR.
Juni

Schmorkau (SN),
Schwepnitz (SN)

 08.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des MDR vom 08.06.2012: "Wirbelsturm entwurzelt Bäume - In der Lausitz bei Kamenz haben am Freitagnachmittag schwere Unwetter gewütet. Nach Angaben der Feuerwehr zog durch die Orte Schwepnitz und Schmorkau ein Wirbelsturm. Er sei von starkem Regen und Hagelschauern begleitet worden. Ein Sprecher sagte MDR INFO, mehrere Bäume seien entwurzelt worden, einer sei auf ein Hausdach gefallen. Verletzt wurde niemand. Am frühen Abend waren noch immer Dutzende Feuerwehrleute im Einsatz, um Schäden zu beseitigen. Die Bürgermeisterin von Schwepnitz, Elke Röthig, sagte MDR INFO, die Unwetter hätten nur etwa zehn Minuten gedauert. Der Regen sei so stark gewesen, dass mehrere Straßen überflutet worden seien. Sie seien zum Teil nicht mehr passierbar gewesen für Autos. Röthig sagte, in Schwepnitz seien etwa 50 Bäume entwurzelt worden. Der Sturm habe mehrere Dächer und Schuppen beschädigt. Allerdings seien alle Gebäude weiterhin bewohnbar. Teilweise fiel der Strom aus, weil umstürzende Bäume Leitungen zerrissen hatten." Die bisher vorliegenden Bilder und Berichte sprechen eher für einen Downburst.

Verdachtsfall Schmorkau, Schwepnitz (Skywarn)
Unwetter- evtl Tornado Königsbrücker Heide Sachsen (WZ-Forum)
Unwetter am 08.06.2012 in der Region (Jens Tischer)
Fotos: 08.06.12 Gewitter Sachsen (WZ-Forum)
Wirbelsturm entwurzelt Dutzende Bäume (MDR, 08.06.12)
Tornado fegt über Schwepnitz (Radio Zwickau, 09.06.12)

Schönfeld bei Großenhain (SN),
Liega (SN)

 08.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15 Uhr. Aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 08.06.2012: "Erneut Tornado bei Großenhain - Großenhain. Schon wieder ein Tornado in der Gegend um Großenhain (Kreis Meißen). Ein Wirbelsturm soll in den Gemeinden Lampertswalde, Schönfeld und Thiendorf erhebliche Schäden angerichtet haben. Ersten Berichten zufolge wurden dort Dächer abgedeckt und Bäume umgeknickt. Dazu gesellte sich teils schwerer Hagel. Nahe Thiendorf und Schönfeld mussten Straßen gesperrt werden." - Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 10.06.2012 "Kurz hinter Ortrand (OSL) , der Landesgrenze zu Sachsen, ist am Freitag erneut ein Tonardo aufgetreten und hat erheblichen Schaden angerichtet. Auf der Ortsverbindung Schönfeld-Liega (beide MEI) entwurzelte der Wirbelsturm bis zu 15 Bäume mit einem Durchmesser von 50 bis 100cm." Die bisher vorliegenden Bilder und Berichte sprechen eher für einen Downburst, auch wenn einige Medien voreilig über einen Tornado berichteten. Dort gezeigte Fotos zeigen keinen Tornado.

Verdachtsfall in Sachsen (Skywarn)
Verdachtsfall in Sachsen (Skywarn)
Unwetter- evtl Tornado Königsbrücker Heide Sachsen (WZ-Forum)
Unwetter am 08.06.2012 in der Region (Jens Tischer)
Fotos: 08.06.12 Gewitter Sachsen (WZ-Forum)
Erneut Tornado bei Großenhain (Sächsische Zeitung, 08.06.12)
Erneut Tornado bei Großenhain - Bildergalerie (Sächsische Zeitung, 08.06.12)
Tornado fegte über Lampertswalde (Sächsische Zeitung, 09.06.12)
Tornado bei Ortrand reißt mindestens 15 Bäume um (Lausitzer Rundschau, 10.06.12)
Bildergalerie: Tornado bei Ortrand reißt mindestens 15 Bäume um (Lausitzer Rundschau, 10.06.12)
Mai

Delitzsch (SN)

 11.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:10 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud durch ein Luftfahrzeug im Bereich Delitzsch.

Funnelcloud (Storm-Chasing)
August
Juni

Zschernitz (SN)

 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Meldung über einen Tornado westlich bis nordwestlich von Zschernitz. Zitat aus dem Forum von Skywarn: "Der Tornado wurde vom oberen Fensterlicht eines Hauses in Richtung Feld beobachtet. Die Beobachter sprachen von einer sich drehenden Wolke, welche in einer Art Rüssel den Boden berührte und über das Feld fegte. [...] sahen sie eine Windhose, welche mit einem "ausgeprägtem Rüssel" den Boden berührte und rotierte. Ich fragte noch mal, wie er das mit dem rotieren meint und er meinte, dass sie sich ziemlich sicher waren, dass es sich um eine Windhose handelt, sprich einem Tornado. In folge dessen konnten sie beobachten, wie ein Verkehrschild abgerissen wurde und Teile von Bäumen auf die Straße stürzten. Ob dies dem Downburst oder dem Tornado zuzuordnen ist, kann ich nicht sagen." Ein Zusammenhang zum Fall Gröbers ist möglich, ein Zusammenhang zum Fall Bitterfeld wahrscheinlich.

Verdachtsfall Zschernitz (Skywarn)

Dölzig (SN)

 22.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Tornado zieht durch Dölzig und wird dabei von mehreren Augenzeugen beobachtet. Dazu aus einer Meldung der Leipziger Volkszeitung, 23.06.2011: "In Dölzig hatte es sogar einen Pkw-Anhänger über die Straße geweht. Am Rathausplatz räumten die Feuerwehrleute Äste von der Straße. Ähnliches wurde aus Radefeld vom Oberen Anger gemeldet."

([url=http://www.skywarn.de/]Skywarn)
Tornado in Dölzig bei Schkeuditz (WZ-Forum)
Schadenskarte (WZ-Forum)
Feuerwehren nach Gewitter im Dauereinsatz (Leipziger Volkszeitung, 23.06.11)
Unwettereinsätze (Feuerwehr Schkeuditz)

Sorgau (SN),
Blumenau (SN),
Olbernhau (SN)

 21.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 15:20 bis ca. 15:30 Uhr MESZ, Alarmierung der Feuerwehr Olbernhau um 15:24 Uhr. Windhose mit Schäden sowie zwei Verletzten (umherfliegendes Glas) in der Presse gemeldet. Die Schäden ziehen sich über eine ca. 14 km lange Strecke von Sorgau über Blumenau und Olbernhau bis zum Kurort Seiffen, eine durchgehende Schneise konnte aber nicht ermittelt werden. Aus einer Meldung der Freien Presse vom 22.06.2011: "Vier Mann waren in Sorgau im Einsatz, berichtete Feuerwehrmann Detlef Bergmann. Sie hatten es mit einer umgestürzten Kastanie zu tun, die auf eine Zubringerstraße gefallen war. Er habe eine Windhose gesehen, war sich Detlef Bergmann sicher: "Ich schätze, sie ist auf der Zöblitzer Höhe entstanden." [...] In der Blumenauer Kohlhaustraße waren zwei Bäume umgefallen - einer samt Wurzelstock, einer zur Hälfte abgeknickt, berichtete der Blumenauer Wehrleiter Mike Engel. Sie rissen einen Holzmast der Envia Mitteldeutsche Energie AG um und beschädigten neben den Stromleitungen etwa einen Quadratmeter Giebel an einem Wohnhaus. [...] Zeugen hätten erzählt, sie hätten eine Art Windhose gesehen, berichtete Wehrleiter Engel."

Windhose wütet im Erzgebirge ( Open Report, 21.06.11)
Schneise der Verwüstung nach Unwetter ( Freie Presse, 22.06.11)
So etwas habe ich noch nicht erlebt ( Freie Presse, 22.06.11)
Eine Windhose wütet im Erzgebirge ( Die Welt, 22.06.11)
Windhose wütet im Erzgebirge ( MDR, 22.06.11)

Kurort Seiffen (SN)

 21.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 15:20 bis ca. 15:30 Uhr MESZ, Alarmierung der Feuerwehr Olbernhau um 15:24 Uhr. Windhose mit Schäden sowie zwei Verletzten (umherfliegendes Glas) in der Presse gemeldet. Aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 22.06.2011: "Tornado-Drama bei Blutspende-Aktion - Ein Tornado hat Teile des Spielzeugdorfes Seiffen verwüstet. ?Wie im Film?, sagt Feuerwehr-Chef Jens Emmrich (47). ?Ich habe aus westlicher Richtung die Säule über den Reicheltberg kommen sehen und dann, wie der Rüssel aufsetzte.? Seiffen. Der Wirbelsturm wütete nachmittags nur wenige Hundert Meter durch den Ort, deckte Hausdächer und Teile vom ?Haus des Gastes? ab. Dutzende Bäume knickten um. Zwei Menschen wurden verletzt. [...]" - Nach den vorliegenden Indizien ist in Seiffen von einem Tornado auszugehen.

Tornado Seiffen ( Skywarn)
Heute 21.06.2011 am Nachmittag, Tornado oder Downburst in Seiffen? (WZ-Forum)
Interview mit Heinz Seidler, Bürgermeister in Seiffen (paranomia, 21.06.11)
Windhose wütet im Erzgebirge ( Open Report, 21.06.11)
Schneise der Verwüstung nach Unwetter ( Freie Presse, 22.06.11)
So etwas habe ich noch nicht erlebt ( Freie Presse, 22.06.11)
Windhose beschädigt Erlebnisbad in Seiffen T-Online, 22.06.11)
Eine Windhose wütet im Erzgebirge ( Die Welt, 22.06.11)
Windhose wütet im Erzgebirge ( MDR, 22.06.11)
Windhose sorgt für erhebliche Schäden in Seiffen ( Leipziger Volkszeitung, 22.06.11)
Erzgebirge: Windhose richtet in Seiffen große Schäden an ( noows.de, 22.06.11)
Einsätze 2011 ( Feuerwehr Deutschneudorf, 21.06.11)
Galerie - Einsatz 21.06.2011 ( Feuerwehr Deutschneudorf, 21.06.11)
Eine Windhose in Seiffen (MDR / YouTube)
Windhose wütet im Erzgebirge ( Augsburger Allgemeine, 22.06.11)
Mai

Weischlitz (SN)

 22.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16 und 17 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud in Form eines "lang herunterreichenden Schlauches". Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Verdachtsfall Weichlitz (Skywarn)
April

Gränitz (SN)

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 27.04.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
September

Dresden (SN)

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 04.09.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:08 Uhr MESZ. Gut ausgeprägte, aber recht kurze Funnelcloud beobachtet und fotografiert. Bodenkontakt des Wirbels ist eher unwahrscheinlich. Dazu der Beobachter: "Der Standort war in Dresden am Käthe-Kollwitz-Ufer und das Foto ist in Richtung Dresdner Heide aufgenommen worden. Der Schlauch und auch die Fractusfetzen am Schlauchanfang haben sich um den Funnel gedreht."

Funnelsichtung bei Dresden
August

Niederstriegis (SN),
Wolfstal (SN)

 27.08.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittgs. Aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 28.08.2010: "Binnen weniger Minuten hat eine Windhose dutzende Bäume zwischen Niederstriegis und Roßwein entwurzelt. Zwischen dem neuen Muldetalradweg und der Straße hat die Windhose dutzende Bäume wie Streichhölzer umgeknickt. Personen wurden nicht verletzt, die Häuser wurden nicht beschädigt. [...] Nichts ging mehr am Freitagnachmittag auf der Staatsstraße oberhalb des Stadions in Niederstriegis. Eine Windhose hatte dutzende Bäume entwurzelt und umgeknickt, die Straße war unpassierbar. Auch in Richtung Grunau versperrten entwurzelte Bäume die Straße. Die Windhose zog eine Schneise der Verwüstung bis nach Roßwein, Seifersdorf und ins Wolfstal." - Und aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 29.08.2010: "Parallel zur Straße nach Grunau hat die Windhose über hunderte Meter eine Schneise regelrecht in den Wald gefräst. Hunderte von Bäumen liegen auf einer Breite von etwa 50 Metern entwurzelt oder abgeknickt da. Von dort hatte sich die Windhose weiter in Richtung Roßwein und Seifersdorf wegbewegt, wo sie noch kleinere Bäume entwurzelte und Äste von Bäumen riss. Der Roßweiner Wehrleiter Klaus Bernhardt vermisste danach einige Tipis seiner ?Bagadi-Ranch?. ?Wir haben sie weit draußen auf dem Feld wiedergefunden. Die sind ja wie Luftballons?, sagte er."

Tornadoverdacht Niederstriegis ( WZ-Forum)
Windhose fegt durch Niederstriegis (Sächsische Zeitung, 28.08.10)
Windhose fräst eine Schneise der Verwüstung in den Wald ( Sächsische Zeitung, 29.08.10)
Helmut Kerth ist der Glückspilz des Jahres (Sächsische Zeitung, 27.12.10)
Mai

Colmnitz (SN)

 24.05.2010 / Stärke (F1) Verdacht
Schäden nordwestlich von Colmnitz bei Großenhain nicht eindeutig geklärt.

Streumen (SN)

 24.05.2010 / Stärke (F1) Bestätigt
In einem Feld nahe Streumen fanden sich in Luftaufnahmen eindeutige Wirbelspuren, die auf einen Tornado zurückzuführen sind.

Puschwitz (SN)

 24.05.2010 / Stärke (F1) Verdacht
Schäden etwa 1,5 km südlich von Puschwitz zwar verdächtig, aber bisher nicht eindeutig geklärt. Hier traten Baumschäden in einem eng begrenzten Bereich auf, bewohntes Gebiet war nicht betroffen.

Puschwitz (SN)

 24.05.2010 / Stärke (F1) Verdacht
Schäden in Puschwitz zwar verdächtig, aber bisher nicht eindeutig geklärt.

Großenhain (SN)

 24.05.2010 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt des gesamten Ereignisses: ca. 15:00 bis ca. 16:20 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden in zahlreichen Orten auf einer Strecke von ca. 70 km und mehr. Dabei handelte es sich nicht um einen einzigen Tornado, sondern um ein Zusammenspiel aus mehreren Tornados und zahlreiche Downburstereignisse. Bisher sind mindestens vier Tornados nachgewiesen. Die Untersuchungen ziehen sich voraussichtlich noch einige Monate hin (Stand: Februar 2012). In Großenhain starb ein Mädchen durch einen umstürzenden Baum, insgesamt gab es nach den vorliegenden Medienmeldungen etwa 40 Verletzte. Die Stärke des bzw. der Tornados liegt in mehreren Abschnitten mindestens im oberen F2-Bereich. Ob in Großenhain vereinzelt auch die Stärke F3 erreicht wurde, ist derzeit noch nicht geklärt. Schätzungen der Schäden gehen von mehr als 100 Millionen Euro allein im Landkreis Meißen aus, davon etwa 10 Millionen Euro nur an öffentlichen Gebäuden in der Stadt Großenhain. Im brandenburgischen Mühlberg sind es mindestens 20 Millionen Euro. Der Gesamtschaden des Sturmereignisses vom Pfingstmontag dürfte noch weit höher liegen.

Analyse zur Tornadolage am Pfingstmontag 2010 ( Unwetterzentrale)
Pfingstmontag-Tornado am 24.05.2010 ( Skywarn)
Analyse der gesamten Schadenspur ( WZ-Forum)
80 Schadensbilder der fast kompletten Schneise Großröhrsdorf - Belgern ( WZ-Forum)
Schadensdokumentation von Enrico Öltze
Verifikation Tornado(s) Sachsen ( WZ-Forum)
Radarbilder der Gewitterzelle ( WZ-Forum)
Überörtliche Hilfe für Belgern nach Tornadodurchzug ( Feuerwehr Beilrode)
Windhose richtet schwere Schäden in Brandenburg und Sachsen an ( Focus, 24.05.10)
Windhose verwüstet Orte in Brandenburg und Sachsen ( Focus, 24.05.10)
Tornados richten Schäden in Brandenburg und Sachsen an ( Mitteldeutsche Zeitung, 24.05.10)
Stadt erhält ein Tornado-Denkmal ( Matthias Lehmann, 14.11.11)
Unwetter verursacht schwere Schäden ( Torgauer Zeitung, 25.05.10)
Leppersdorf - Windhose zieht durch Ostsachsen ( LausitzNews.de, 25.05.10)
Windhose verwüstet Großenhainer Land ( Sächsische Zeitung, 25.05.10)
Totes Mädchen und 38 Verletzte nach Tornado ( Süddeutsche Zeitung, 25.05.10)
Das Wunder ist ausgeblieben ( Die Mark Online, 25.05.10)
Kleines Mädchen stirbt durch Windhose ( Allgemeine Zeitung, 25.05.10)
Eine furchtbare Schneise in 55 Minuten ( Sächsische Zeitung, 26.05.10)
Schadenshöhe in Großenhain auf zehn Millionen Euro gestiegen ( Freie Presse, 31.05.10)
Tornado-Schäden kosten 20 Millionen Euro ( Morgenpost, 01.06.10)
Großenhain sucht den Weg in die Normalität ( Sächsische Zeitung, 01.06.10)
Tornado-Schäden viel schlimmer als angenommen ( Morgenpost, 06.06.10)
Tornado-Schäden weit höher als 100 Millionen Euro ( Sächsische Zeitung, 16.06.10)
Nach Tornado müssen 500.000 Bäumchen her ( Sächsische Zeitung, 28.07.10)
Großenhain erinnert mit Denkmal an Tornado 2010 ( MDR, 24.05.12)

Videos des Tornados
Tornado GRH? ( YouTube)
Die folgenden drei Videos wurden im Plattenbau gegenüber der Papierfabrik aufgenommen:
Tornado Großenhain am 24.05.2010 Teil 1 ( YouTube)
Tornado Großenhain am 24.05.2010 Teil 2 ( YouTube)
Tornado Großenhain am 24.05.2010 Teil 3 ( YouTube)

Schadensbilder:
Pfingstmontag-Schäden - Ein Überflug ( Skywarn)
Region nördlich von Großenhain ( WZ-Forum)
Fotos aus Großenhain ( Stadt Großenhain)
Weitere Schadenfotos aus Großenhain
Tornado in Rostig bei Großenhain ( YouTube)
Zwei Tage nach dem Tornado - Schadenfotos ( Abendblatt, 26.05.10)

Analysen und Radarbilder:
Die Schwergewitterlage vom Pfingstmontag ( Skywarn)
Einige Radar- und Dopplerbilder ( WZ-Forum)
Gewitter, Tornados in Mittel-, Osteuropa 24.-29.05.2010 ( Wettergefahren - Frühwarnung)

Denkmal in Großenhain:
Denkmal in Großenhain

Weitere Links:
MDR Lebensretter (21.05.2015) - Großalarm Tornados über Mitteldeutschland (YouTube)
Homepage der Stadt Großenhain
August
Juli
Juni

Schkeuditz (SN)

bild
 16.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:06 Uhr und 18:15 Uhr MESZ. Weitere mögliche Funnelbeobachtung im Raum Schkeuditz (Flughafen Leipzig-Halle), nordwestlich von Leipzig? Langgestreckter, weit hinabreichender Funnel, über Bodenkontakt ist nichts bekannt. Eine erste Suche im Bereich Altscherbitz/Schkeuditz blieb ergebnislos.

Funnel bei Leipzig (YouTube)
Funnels über Leipzig (WZ-Forum)

Graupa (SN)

 09.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:10 Uhr MESZ. Beobachtung eines "Rüssels" im Skywarn-Meldezentrum gemeldet: "12 uhr Aufzug eines starken Gewitters, Starkregen mit Hagel, Sturmböen, Bildung eines rotierenden Rüssels, keine Bodenberührung festgestellt. Nach 15 Minuten war es vorbei." Weiter heißt es vom Beobachter: "Etwa 12.10 uhr, mein Standort Pirna-Copitz, Entwicklung in Richtung Graupa am Borsberg, Sichtrichtung Norden, das Aussehen eher schlauchförmig und glatt, die Länge auf jeden Fall die Hälfte, eher mehr zum Boden gesehen. Die Zugrichtung nordostwärts."

Tornadoverdacht Pirna-Graupa (Skywarn)
Mai
Juli
Juni

Diesbar-Seußlitz (SN)
[Region: Seußlitzer Grund]

 25.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 13:30 Uhr MESZ. Aus einer Pressemeldung: "Tornado fegte durch den Seußlitzer Grund. Von Ulrike Körber. Gestern Nachmittag bot sich auf dem Weg vom Seußlitzer Grund nach Radewitz ein Bild der Verwüstung. Ein Tornado ist durch den Wald gefegt und hat etliche Bäume geknickt, entwurzelt. "Manche alten Bäume brachen direkt in der Mitte durch. Die Windhose sah man richtig über die Elbe her zu uns kommen", so Bürgermeister Gerd Barthold (CDU). Der Nünchritzer Bauhof und das Ordnungsamt sperrten die Straße ab. "Wir haben den Grundstückseigentümer informiert", so Barthold gestern." (Quelle: Sächsische Zeitung). Ein Tornado ist in diesem Fall entgegen der Pressemeldung unwahrscheinlich.

"Windhose" Seußlitz/Meißen ( WZ-Forum)
Tornadoverdacht Seußlitz ( Wetterpool)

Frankenberg / Sachsen (SN)

 25.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 13:05 und 13:15 Uhr MESZ im Landkreis Mittweida, ca. 11 km nordöstlich der Innenstadt von Chemnitz. Aus einer Pressemeldung: "Gewitter, heftige Regengüsse und teils starker Wind haben am Mittwoch in den Mittagsstunden in Sachsen den Verkehr erheblich behindert. "Die Sicht war teilweise Null", sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes auf Anfrage. Vielerorts stürzten Bäume um, Äste wurden abgerissen und beschädigten Oberleitungen und Kraftfahrzeuge. In Frankenberg (Landkreis Mittweida) deckte eine Windhose ein leerstehendes Gebäude ab. Laut Polizei musste die angrenzende Straße für eine Stunde gesperrt werden." (Quelle: Leipziger Volkszeitung) Weiter: "Bereits am Mittag hatte eine Windhose gegen 13.00 Uhr in Frankenberg das Dach eines leerstehenden Hauses auf der Chemnitzer Straße abgedeckt. Wegen der auf der Fahrbahn liegenden Dachziegel musste die Straße gesperrt werden." (Quelle: Sachsen-Fernsehen)

Bericht zum Tornadoverdacht Frankenberg
Tornado in Frankenberg/Sachsen? ( WZ-Forum)

Regengüsse und Wind behindern Verkehr in Sachsen ( Leipziger Volkszeitung, 25.06.08)
Gewitter-Schäden in Chemnitz ( Sachsen-Fernsehen, 26.06.08)
Mai

Augustusburg (SN)

bild
 31.05.2008 / Stärke (F1) Bestätigt

Witzschdorf (SN)

 30.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:10 Uhr MESZ. Funnelsichtung, dazu Familie Zimmermann: "Was seltsam ist, ich habe das Gebilde schon am Freitag, 30.05.08 gegen 18.10 Uhr beobachtet. Zwar nicht so intensiv und groß, aber Ansätze waren zu erkennen. Das Ereignis vom Freitag habe ich von der Kreuzung Gornau/Waldkirchen/Zschopau/Witzschdorf in Richtung Witzschdorf/Hennersdorf beobachtet mit der gleichen Richtung wie am Samstag."
März

Kirchbach (SN)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 08:15 Uhr MEZ. In Kirchbach bei Oederan gab es erhebliche Schäden, u.a. wurden ca. 200 Quadratmeter Dachfläche einer Traktorenhalle abgedeckt und die Balken sowie Dachplattenteile bis zu 30cm tief in einen nahegelegenen Sportplatz gerammt. Im weiteren Verlauf wurde noch eine größere Eiche entwurzelt. Laut Anwohnern soll eine "Windhose" beobachtet worden sein. Ein Bericht aus Kirchbach: "Leider gab es nur wenige Augenzeugen. Ein Mitarbeiter im 20m entferntem Kuhstall hörte ein starkes Heulen und wenig später sei etwas am Fenster vorbeigeflogen. Wie wir jetzt wissen, war das das Dach der Halle! Eine Familie sah die die Windhose direkt auf ihr Gehöft zuziehen. Sie beschreiben das Ereigniss als dicke graue Wand und der Großvater machte dauernd eine Art Wirbelbewegung mit der Hand. Kurz danach wurde eine große Eiche entwurzelt und kam kurz vor dem Haus zum liegen. Erstaunlich finde ich, dass das Wohnhaus unbeschädigt blieb, denn dieses Dach wurde vor 15 Jahren schon einmal abgedeckt."

Oberwinkel (SN),
Langenchursdorf (SN)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 08 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der Freien Presse vom 03.03.2008: "Hohenstein-Ernstthal/ Glauchau. Mehr als 200 Einsatzkräfte der Feuerwehren, Bauhöfe, Energieversorgungsunternehmen, Handwerksbetriebe und freiwillige Helfer arbeiteten am Wochenende an der Beseitigung der Sturmschäden. Orkantief "Emma" richtete besonders in Oberwinkel und Langenchursdorf erhebliche Verwüstungen an. [...] das Ereignis, dass am Samstag kurz nach 8 Uhr die Wolfsschlucht und Teile der Talstraße in Langenchursdorf heimsuchte. "Es war eine Windhose", bestätigt Gemeindewehrleiter Manfred Wörl aus Waldenburg die Vermutungen der Anwohner. Nicht zuletzt hatte das Unwetter im Gewerbegebiet an der Staatsstraße zwischen Callenberg und Falken auch einen Container für den Kartoffeltransport vom rund zehn Meter hohen Stapel heruntergerissen. Der Container landete unmittelbar neben der Fahrbahn. Doch vor allem waren durch die Naturgewalt im Ortskern von Oberwinkel und in der Wolfsschlucht in Langenchursdorf binnen kürzester Zeit viele zum Teil mehrere hundert Jahre alte Bäume entwurzelt oder abgeknickt worden. Zudem wurden Dächer aufgerissen. Besonders betroffen war die Scheune von Heinz Stiegler an der Talstraße in Langenchursdorf. Dort fräste das Unwetter einen mehr als fünf Meter breiten Spalt in den Dachstuhl und brach die Spitze des Giebels ab. Dabei stürzten die Trümmer auf den Pkw der Familie. [...]
Juli
Juni

Gröditz bei Riesa (SN)

 15.06.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:45 Uhr MESZ. Eine verdächtige, schlauchförmige und weit herabreichende Struktur wurde etwa 12 Kilometer östlich von Bautzen beobachtet und fotografiert. Allerdings ist nicht geklärt, ob es sich um einen Tornadoschlauch oder um einen Fallstreifen (z.B. Hagel) handelte. Schäden sind bisher keine bekannt. Bei einem Funnel dieser Länge wäre ein Bodenkontakt sehr wahrscheinlich.

Funnel/Rüssel heute Nachmittag östlich von Bautzen (Wetterzentrale)
Mai

Possendorf (SN),
Kreischa bei Dresden (SN)

bild
 14.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: unterschiedliche Zeitangaben zwischen 19:20 und 19:45 Uhr MESZ. Von Dresden aus wurde möglicherweise ein ausgeprägter Funnel etwa 10 Kilometer südlich der Stadt beobachtet und fotografiert. Es gibt mehrere Meldungen zu einem möglichen Bodenkontakt des mutmaßlichen Tornados, bestätigt sind diese aber bisher nicht.

Spezial zum möglichen Tornado bei Dresden
Sachsen, Dresden mgl. Tornadoverdacht (Skywarn)
Weitere Fotos - Gewitter und Funnel (Studentenforum Dresden)
Gewitterbericht aus Dresden (Wetterzentrale)
Gewitter Dresden - der Nordostrand (Wetterzentrale)

Falkenau (SN)

 14.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Ein Stormchaser von Skywarn meldet den kurzzeitigen Bodenkontakt eines Tornados auf einem Feld bei Falkenau. Schäden sind nicht bekannt.

Delitzsch (SN)

 07.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 23:00 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Leipziger Volkszeitung soll eine Windhose aufgetreten sein: "Ein Tornado hat in der Nacht zum Dienstag in Delitzsch gewütet. Der Wirbelsturm deckte Augenzeugen zufolge gegen 23 Uhr zwei Balkondächer in der Rudolf-Breitscheid-Straße 8 und 10 ab. Die größere der beiden Abdeckungen soll rund eine Tonne wiegen. Durch die Wucht der Windhose sei das Bauteil 100 Meter weit geflogen und auf dem Dach des Nachbarblocks eingeschlagen. Der zweite Balkonschutz sei auf der Straße gelandet. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Nach rund zehn Minuten war das Naturschauspiel vorbei. (...) Auch einige Kilometer weiter in Pohritzsch hat der Sturm Schaden angerichtet. Dort kippte ein rund 20 Meter hohes Ahorn um und schlug auf das Dach eines Eigenheims."

Bericht von Jens Fricke
[verdacht] 07.05.2007 - Delitzsch (Sachsen) (Skywarn)
Januar

Kodersdorf (SN)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Eine Schneise zieht sich durch den Niederschlesischen Oberlausitzkreis, betroffen sind die Orte Diehsa, Jänkendorf, Wilhelminental, Särichen, Kodersdorf, Groß Krauscha und Zodel an der polnischen Grenze. Damit ergibt sich eine ca. 18 bis 20 Kilometer lange Spur. Besonders auffällig ist, dass Dachteile aus Groß Krauscha über eine Entfernung von mehr als 2 Kilometern bis nach Zodel verfrachtet worden sein sollen. Vor Diehsa zeichnen sich sogar zwei schmale Schneisen ab, in denen die meisten Bäume in teils verschiedenen Richtungen abgebrochen sind.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Erste Analyse der Schäden (Paul Schumann, Wetterzentrale)
Oktober

Schönheide (SN)

 27.10.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zitat aus der Freien Presse vom 30.10.: "Schönheide. Ein Unglück kommt selten allein: Eine Windhose sowie erneut eine Brandstiftung haben am Wochenende die Schönheider in Atem gehalten. Es war am späten Freitagabend, als der Wirbel im Dorf wütete. Bäume wurden entwurzelt, ein Holzschuppen sowie Hausdächer beschädigt. Zeugen berichteten, bereits nach einer halben Minute sei alles vorbei gewesen. ?Es hat sich angehört wie ein Tieflader?, sagte Frank Tuchscherer." Schönheide liegt im Nordwesten des Kreises Aue-Schwarzenberg. Weitere Infos folgen, der Fall wird derzeit geklärt. Im Zusammenhang mit diesem Fall wird in der Freien Presse eine weitere, angebliche Windhose erwähnt, sie ist aber nicht nachgewiesen.

Sturmereignis am 27.10.2006 bei Schönheide (ASZ) (Skywarn)
Tornado verwüstete zwei Grundstücke (Sächsische Zeitung)
Juni

Reinhardtsgrimma (SN)

 27.06.2006 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz nach 18 Uhr MESZ. "Ein kleiner Tornado tobt - Unwetter. Ein gewaltiges Gewitter richtet im Erzgebirgsvorland schwere Schäden an. Das sah aus wie ein kleiner Tornado, berichtet Kai Bräuniger aus Reinhardtsgrimma. "Am Dienstagabend war ich auf dem Dachboden. Es regnete noch nicht. Die dunkle Gewitterwand zog heran und ich sah im Sturm die Wolken richtig wirbeln." Dann brach das Unwetter los. Bräuniger kam nicht einmal mehr dazu, seine Kamera zu holen. Der Strom blieb weg und kam erst in der ... " (Quelle: Sächsische Zeitung). Inzwischen konnte der Tornado mit einer Zeugenaussage und den aufgefundenen Schäden bestätigt werden.

Tornado an Gewitterfront 27.06. Sachsen?
Tornado Sachsen: Zeugin gefunden
Ein kleiner Tornado tobt (Sächsische Zeitung)
Mai

Lieske (SN)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zwei Parallelschneisen von Weißig bis Weißkollm und etwas südlich davon, etwa parallel (leicht zusammenlaufend),
beide südöstlich Hoyerswerda. In der Lausitzer Rundschau wurde am 23.06. über eine Windhose berichtet: "Die recht kurzfristig zustande gekommene Übernahme der Zeltplätze Z 1 und Z 2 erst im März dieses Jahres und die zerstörerische Windhose, die am 20. Mai über den Knappensee fegte und umfangreiche Aufräumarbeiten nötig machte, haben die für Pfingsten geplante Eröffnung der drei ..."
Die F1/F2-Tornados am 20.05.2006 nordöstlich von Kamenz (Jens Tischer)
Zwei Verdachtsfälle in Ostsachsen
30 Bilder Schadensanalyse 2 Tornados

Lieske (SN)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zwei Parallelschneisen von Weißig bis Weißkollm und etwas südlich davon, etwa parallel (leicht zusammenlaufend),
beide südöstlich Hoyerswerda. In der Lausitzer Rundschau wurde am 23.06. über eine Windhose berichtet: "Die recht kurzfristig zustande gekommene Übernahme der Zeltplätze Z 1 und Z 2 erst im März dieses Jahres und die zerstörerische Windhose, die am 20. Mai über den Knappensee fegte und umfangreiche Aufräumarbeiten nötig machte, haben die für Pfingsten geplante Eröffnung der drei ..."
Die F1/F2-Tornados am 20.05.2006 nordöstlich von Kamenz (Jens Tischer)
Zwei Verdachtsfälle in Ostsachsen
30 Bilder Schadensanalyse 2 Tornados

Seidewinkel (SN)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
In der Lausitzer Rundschau wurde am 01.06. über eine Windhose berichtet: "Sturm hinterlässt Spur der Verwüstung: Neben privatem Waldbesitz ist auch der Landeswald des Forstbezirkes Kamenz von den Schäden betroffen. Im Revier Seidewinkel sei die Windhose durch einen Bestand über hundertjährige Kiefern gefegt. «Auf einer Fläche von 1,8 Hektar liegen rund 250 Festmeter Wurf- und Bruchholz», ..."
Tornadoverdacht bei Burg (Sachsen)
Bilder der Baumschäden Burg/Hoyerswerda

Dresden (SN)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt am Abend nicht genau bekannt. Nach den vorliegenden Schadensbildern und Augenzeugenberichten ist hier mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von einem Tornado auszugehen.
Verdachtsfall Großer Garten Dresden

Niesky (SN)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Zwischen 21 und 21:30 Uhr MESZ. Betroffen waren hier vor allem die Muskauer Straße und der Badeweg. Aus dem Einsatzbericht der Feuerwehr Niesky: "Durch ein Unwetter sind innerhalb des Stadtgebietes mehrere Bäume weggeknickt. Der schwierigste Fall, wurde auf dem Badeweg vorgefunden, da dort ein Teil von einem Baum in eine Freileitung gefallen war. Nachdem die Freileitung durch die Stadtwerke freigeschaltet wurde, konnte die Besatzung der DLK den Baum entfernen."
2 weitere Fälle im Raum Niesky

Hoske (SN),
Knappensee (SN)

 20.05.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:55 Uhr MESZ. Zwei Parallelschneisen von Weißig bis Weißkollm und etwas südlich davon, etwa parallel (leicht zusammenlaufend), beide südöstlich Hoyerswerda. In der Lausitzer Rundschau wurde am 23.06. über eine Windhose berichtet: "Die recht kurzfristig zustande gekommene Übernahme der Zeltplätze Z 1 und Z 2 erst im März dieses Jahres und die zerstörerische Windhose, die am 20. Mai über den Knappensee fegte und umfangreiche Aufräumarbeiten nötig machte, haben die für Pfingsten geplante Eröffnung der drei ..." Augenzeugen in Schiedel konnten den Tornado beobachten.

Die F1/F2-Tornados am 20.05.2006 nordöstlich von Kamenz (Jens Tischer)
Zwei Verdachtsfälle in Ostsachsen
30 Bilder Schadensanalyse 2 Tornados

Bischofswerda (SN)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Kurz vor 21:00 Uhr MESZ.
Zwei Verdachtsfälle in Ostsachsen
Über diesen Fall berichtet die Sächsische Zeitung: "Die Feuerwehr hatte gestern überall viel zu tun. Geschlossen bleibt heute der abgedeckte Rewe-Markt in Schiebock. Als handele es sich nur um ein Blatt Papier, hob der Sturm das 2 500 Quadratmeter große Blechdach des Rewe-Marktes an der Bischofswerdaer Carl-Maria-von-Weber-Straße ab und wirbelte es durch die Luft. Teile davon flogen bis zu 300 Meter weit auf ein Feld." Mehr in der Onlineausgabe der Sächsischen Zeitung. Nach den bisherigen Untersuchungen dürfte hier eher kein Tornado aufgetreten sein.
Freiwillige Feuerwehr Bischofswerda

Dippoldiswalde (SN)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:15 und 20:30 Uhr MESZ. Nach einem Bericht der Feuerwehr Dippoldiswalde zog gegen 20:15 Uhr ein schwerer Sturm durch. Es gab zahlreiche Einätze, vor allem wegen umstürzter Bäume. Besonders betroffen war ein Waldstück ca. 2km entfernt. Dort hatte der Sturm eine Schneise von ca. 40m Breite geschlagen und keinen Baum stehen lassen. Paulsdorf befindet sich nordwestlich von Dippoldiswalde an der Talsperre Malter.

Fotos der Schäden von Peter Voigt

Brand-Erbisdorf (SN)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 20:12 Uhr MESZ. Nach einem vorliegenden Bericht gab es mehrere Augenzeugen. Dazu der Bericht von Eric Krumbiegel: "Am Samstag den 20. Mai zog so ungefähr 20:12 Uhr ein starkes Gewitter hier in Brand-Erbisdorf und besonders im Stadtteil St. Michaelis auf. Dieses war zwar nur von kurzer Dauer, aber von großer Intensität. Starke Regenmengen, Hagel und Sturm waren die Begleiter dieses Unwetters. 30 Meter hohe Bäume wurden entwurzelt oder sogar einfach abgeknickt. Das auf einer Länge von 1 km aber nur 40 Metern Breite. Viele hier bei uns im Ort sagen, es war ein Tornado (F2?) und ich auch."

Diehsa (SN)

 20.05.2006 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr (+/- 15min) MESZ. Der Tornado wurde von Niesky aus in Richtung West beobachtet. Der Bodenwirbel in Diehsa wurde beschrieben. Es gab nur sehr leichte Schäden.

2 weitere Fälle im Raum Niesky
September

Wilsdruff (SN)

 13.09.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Augenzeuge John Kresse)
Juli

Hammerunterwiesenthal (SN)

 29.07.2005 / Stärke (F2) Bestätigt
Laut CHMI gab es am 29.07.2005 im Kru?né Hory einen Tornado der Stärke F2. Dieser soll eine Dauer von ungefähr 40 Minuten gehabt haben und durch Abertamy, Ry?ovna, Loucná und Cesky Hamry gezogen sein. Ein Tornado gilt als verifiziert. Im Bereich Hammerunterwiesenthal (ca. 4 Kilometer nordöstlich von Oberwiesenthal) überschritt er die tschechisch-deutsche Grenze und beschädigte u.a. ein Haus schwer. Es konnte allerdings nicht geklärt werden, ob dieser Schäden noch im Bereich F2 oder bereits im Bereich F3 lag.

Diskussion im Forum von Skywarn
Tornado im Kru?né Hory, CZ (Wetterzentrale)

Sehmatal (SN),
Königswalde (SN)

 29.07.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Dieser 3. Tornado im Sehmatal zog gegen 23:30 Uhr MESZ im Bereich des östlichen Sehmatals entlang bis nach Königswalde. In einer ca. 5 km langen Schneise wurden dabei größere Forstschäden verursacht.
Diskussion im Forum von Skywarn

Sehmatal (SN)

 29.07.2005 / Stärke (F2) Bestätigt
Dieser 2. Tornado im Sehmatal zog gegen 23:30 Uhr MESZ durch den Ort Sehma und verursachte große Forst- und Sachschäden auf einer Länge von 6 km. Auch mehrere Dächer wurden hier beschädigt.

Diskussion im Forum von Skywarn

Erlabrunn (SN)

 29.07.2005 / Stärke (F2) Bestätigt

Klingenthal / Sachsen (SN)

 29.07.2005 / Stärke (F2) Bestätigt
Gegen 23:00-23:15 Uhr entstand dieser Tornado in Verbindung mit dem Durchzug einer starken Squallline, welcher in einer 8 km langen und 100-150 m breiten Schneise erhebliche Forstschäden im Bereich Klingenthal und Zwota verursachte.
Diskussion im Forum von Skywarn
Juni

Kunnersdorf (SN)

 25.06.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Bericht aus einem Garten-Forum: "...in Kunnersdorf hat eine Windhose das Dach vom Stall der Agrar-AG abgehoben. Und das nur 200 m von unserem Haus entfernt." (Quelle: Sachsen 2005, mein schöner Garten). Ein Gewitter zog auch über Chemnitz (ca. 10 km westlich) hinweg und brachte in Euba und Flöha Hagel und Sturmböen. Kunnersdorf liegt etwa 20 km nordöstlich von Rosenbach.

Cunewalde (SN)

 25.06.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Erhebliche Schäden im Cunewalder Tal. In der Dresdner Morgenpost vom 27.06.2005 wurde von einer Windhose berichtet, bestätigt werden kann dies aber derzeit nicht.

Verdachtsfall Weigsdorf-Köblitz (Skywarn)
August

Grimma (SN)

 29.08.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud östlich von Grimma. (Quelle: Forum der Wetterzentrale)
Juli

Waldenburg (SN)

 22.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"War die Wehr 2003 noch zu 26 Einsätzen unterwegs, so gab es für die Kameraden im vergangenen Jahr 47 Alarmierungen. Besonders ist dabei ein Tag im Sommer (22.07.2004) zu erwähnen, bei dem ein Unwetter mit einer Windhose über dem Stadtgebiet 20 einzelne Schadensstellen verursachte."

Gröditz bei Riesa (SN)

 20.07.2004 / Stärke (F1) Verdacht
Unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg beobachteten angeblich mehrere Augenzeugen diesen Tornado am nördlichen Stadtrand von Gröditz. Auf einer Strecke von mehr als einem Kilometer entstanden Schäden an Bäumen und Häusern sowie in einem Kleingartengelände. Nach dem mutmaßlichen Tornado folgte ein Gewitter mit sehr starkem Regen. Neuere Erkenntnisse machen es fraglich, ob es sich um einen Tornado handelte.

Elsterberg (SN)

 03.07.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Der Tornado zog von Westsüdwest her zwischen Elsterberg und Coschütz hindurch und streifte beide Orte nur.

Feuerwehr Elsterberg
Mai

Tauscha bei Großenhain (SN)

 10.05.2004 / Stärke (F2) Bestätigt
In dem kleinen Ort Tauscha an der Kreisgrenze Kamenz/Riesa-Großenhain (20 km nördlich von Dresden, bei Königsbrück) trat gegen 19:45 Uhr MESZ dieser Tornado auf. Ausführlich untersucht wurde der Fall von Jens Tischer, der einen Tag nach dem Tornado vor Ort war: "Mehrere Augenzeugen berichten von auskondensiertem Rüssel bis zum Boden. Ein Apfelbaum wurde ausgehoben, 20 m in die Höhe gerissen und fallen gelassen, weiter entfernt wurde ein Birnenbaum 50 m hoch gerissen. Ein Dach wurde komplett in die Luft gehoben und geschossartig bis zu 300m entfernt abgeworfen. Teile des Daches konnte ich in 1km am Ortsende noch wiederfinden...". Zusätzlich zu diesem Tornado gab es am 10. Mai noch zwei weitere Verdachtsfälle in Sachsen.

Zur Intensität des Tauscha-Tornados vom 10.05. (WZ-Forum)
Radar-Analyse zum Gewittertag im Osten von M. Jaeneke (WZ-Forum)

Kreinitz (SN)

bild
 05.05.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Gegen 16:06 bis 16:11 Uhr MESZ wurde dieser Tornado im Grenzgebiet von Sachsen zu Brandenburg in der Nähe des kleinen Ortes Kreinitz, südwestlich von Elsterwerda, beobachtet. Er gehört auf jeden Fall zu den am besten dokumentierten Tornados in Deutschland. Zahlreiche Augenzeugen haben den weithin sichtbaren Tornado gesehen und auch Fotos gemacht. Der Verkehr auf einer wichtigen Landstraße kam vorübergehend zum Stehen.
Der folgende Link führt unter anderem zu zahlreichen Bildern von Jens-Uwe Voigt, Andreas und Ringo Kunath sowie von Günter Marx, die das Glück hatten, den Tornado zu fotografieren:
Umfangreicher Bericht mit spektakulären Bildern

Zum Tornado noch diese Links aus dem Forum der Wetterzentrale:
Erste Tornadobilder
Nachbericht mit Bildern von Jens Tischer
Radarbilder zum Tornado von Mühlberg/Kreinitz
Hochaufgelöste Dopllerradardaten zum Tornado
August

Kyhna (SN)

 18.08.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum unsicher. Nach einer Meldung der Leipziger Volkszeitung vom 23.08.2003 trat eine Windhose auf: "Faszinierend: Windhose bei Kyhna/Eine Windhose schlängelt sich über ein Feld bei der Kyhnaer [...]"

Rittersgrün (SN)

 14.08.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:10 Uhr MESZ. Dazu ein Bericht von Michel Oelschlägel: "Ich habe dieses Gewitter beobachtet und gefilmt, da ich selbst hier wohne. Auch war ich Zeuge dieser Superzelle in Aktion. Windgeschwindigkeiten von 130 Km/h, teilweise sogar Spitzenböen von 150 km/h ließen zahlreiche Bäume abknicken. So wurde eine Schneise von Plauen bis zum Fichtelberg gezogen, wo zahlreiche Bäume abkickten. Es gab auch einen Tornado, genau gesagt 2. Einen F0 Tornado in Rittersgrün im Kreis Aue Schwarzenberg sowie einen F1-sogar vielleicht F2 Tornado, welcher große Fichten von einem Stammdurchmesser von 30 cm entwurzelte oder abknickte. Während der schwerere Tornado in Schönheide (ebenfalls Aue Schwarzenberg) teilweise starke Baumschäden verursachte und Straßen unbefahrbar machte, verwüstete er einige hundert Meter weiter im Nachbarort Stützengrün eine Pappelallee und zog nur haarscharf an Wohnhäusern vorbei. Der später auftretende 2. Tornado war schwächer und knickte nur einige Bäume mittlerer Größe ab, aber auch eine große Fichte fiel um. Gebietsweise gab es dabei noch Starkhagel und Regenmengen von 15 Litern pro Quadratmetern in kurzer Zeit (5-10 Minuten)."

Tornadozelle am 14.8.2003 im Erzgebirge - Analyse
Analyse der Tornadozelle vom 14.8.03 im Erzgebirge (Wetterzentrale)
Superzelle 14.8.2003 mit 2 Tornados (Michel Oelschlägel)

Stützengrün (SN)

 14.08.2003 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:55 Uhr MESZ. Bericht der Freien Presse: "Schönheide/Stützengrün: Wüste Spuren - Windhose schlägt Schneise in Kuhberg-Wald: Eine Spur der Verwüstung hat am Donnerstagnachmittag eine Windhose am Kuhberg hinterlassen. Die Ausmaße des vernichtenden Natur-Phänomens wurden erst im Laufe des gestrigen Vormittags sichtbar. So schlug das Unwetter, das mit Donner, Blitz, Regen und Böen von mehr als 100 Stundenkilometern einherging, eine 150 Meter lange und zehn Meter breite Schneise in den gesunden Mischwald am Schönheider Fuchsstein. Entdeckt hatte sie der zwölfjährige Tom Hofmann, der am frühen Donnerstagabend eine erste Erkundungstour in die grüne Lunge von Schönheide wagte. Von der bewaldeten Bergkuppe sah er aus 720 Höhenmetern den benachbarten Ortsteil Neuheide aus einem völlig neuen, freien Blickwinkel. Dort knickte der Wind 15 Meter große Bäume in einem Fichten-Wäldchen wie Streichhölzer um. Die Freiwillige Feuerwehr Schönheide musste umgestürzte Gehölze und Äste von der Bundesstraße 283 und von der Webersberg-Straße räumen. Entlang der Gießereistraße hatten die Blauröcke zwei überflutete Hauskeller leerzupumpen. Eine komplette Pappel-Allee wurde in Stützengrün regelrecht abrasiert. Im dortigen Rosenthal beschädigten Wasser und Sturm auch die Strom- und Telefonleitung. In den ersten Nachtstunden des Freitags waren die Bewohner des abgelegenen Dorfteils wieder am Netz. Zudem wurde eine Garage von einer umgeknickten Birke gestreift. Nach dem nächtlichen Feuerwehreinsatz räumten am Freitag die Mitarbeiter des Stützengrüner Gemeindebauhofs auf. ?Die Windhose fegte hier bei uns genau 15.55 Uhr durch?, schilderte Rosenthal-Anwohner René Neubert das Geschehen. ?Bereits nach zwei Minuten war alles wieder vorbei." Der Tornado zog von Stützengrün weiter durch den Schönheidner Forst, wo im Durchzugsgebiet kein Baum stehen blieb. Der Durchmesser der Schneise variierte zwischen 10 und 50 m. Mit kleineren Unterbrechungen (kein Bodenkontakt) bewegte sich der Tornado an Blauenthal vorbei bis fast nach Sosa.

Windhose schlägt Schneise in Kuhberg-Wald (Wetterzentrale)
Analyse der Tornadozelle vom 14.8.03 im Erzgebirge (Wetterzentrale)

Forchheim (SN),
Pfaffroda bei Olbernhau (SN)

 13.08.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:45 Uhr MESZ. Bericht der Freien Presse: "Am 13. August 2003 fegte am Nachmittag eine Windhose über Pfaffroda und Forchheim hinweg, deckte Dächer ab, beschädigte mehrere Gebäude und riss Bäume um." Dazu diese Meldung der Freien Presse: "Ein Unwetter hinterließ am Mittwochnachmittag kurz nacheinander in allen Pfaffrodaer Ortsteilen sowie in Forchheim zum Teil beträchtliche Schäden. ?Es war gegen 14.45 Uhr, als plötzlich ein unheimlicher Sturm losbrach?, berichtete Pfaffrodas Hauptamtsleiterin Dagmar Emmrich am Donnerstag. ?In Hutha und in Pfaffroda entlang der Dorfstraße und der Freiberger Straße hat das Unwetter besonders schlimm getobt?, fügte sie hinzu. Die Sturmböen hinterließen Sachschäden an Gebäuden, umgeknickte Bäume und zahllose abgebrochene Äste. In Hutha wurde das Dach einer Garage abgedeckt, auch Teile eines Schornsteins kippten auf das Dach eines Hauses. In Dittmannsdorf beschädigte eine umstürzende Birke ein Stück Ufermauer der Biela. Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Pfaffroda waren am Donnerstag den ganzen Tag in den Ortsteilen unterwegs und räumten Bäume und Äste aus dem Weg. Diese Notberäumung soll auch am Freitag fortgesetzt werden. ?Zum Glück wurde keiner von den Einwohnern verletzt?, so Emmrich weiter. In der Gemeindeverwaltung sei jedenfalls bis Donnerstagnachmittag nichts dergleichen bekannt geworden. Gemeldete Sachschäden habe man vorsorglich registriert. Ein Fall aus Hutha ist dabei besonders dramatisch. Ein Schornstein hatte der Windhose nicht mehr standgehalten und war auf den Anbau eines Hauses gestürzt. Die Hauseigentümer hatten dabei nicht nur das Problem des Schadens, auch ihre Versicherung weigerte sich offenbar im ersten Moment, den Schaden anzuerkennen und verlangten einen Beweis dafür, dass es sich tatsächlich um die Folge eines Sturmes handelt. Diese Nachweisführung wird zumindest aus meteorologischer Sicht schwierig. Selbst im benachbarten Olbernhau hat man von der lokal begrenzten Windhose nichts mitbekommen. ?Freie-Presse?-Wetterbeobachter Dirk Christoph kann sich zwar an mehrere heftige Windböen erinnern, die gegen 14.40 Uhr über sein Grundstück fegten. ?Die hatten aber höchstens Windstärke 7?, sagte er am Donnerstag. In Pfaffroda und auch Teilen Forchheims waren die Böen aber offensichtlich stärker. Während die Windhose die meisten Schäden in den Pfaffrodaer Ortsteilen anrichtete, registrierte man auch in Forchheim Auswirkungen. So stürzte an der Straße zwischen dem Pockauer Ortsteil und Hutha ein Baum um, den die Feuerwehr beräumen musste. Erst in der vergangenen Woche hatten Augenzeugen von einer lokal begrenzten Windhose über Weißbach (Gemeinde Amtsberg) berichtet. Von Wilfried Saworski und Swen Uhlig"

Windhosen im Erzgebirge und Erzgebirgsvorland (Claudia Hinz)
Windhose über'n Erzgebirge? (Wetterzentrale)
Juli

Waldheim (SN),
Döbeln (SN)

 27.07.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Tornado mit Downburst und lokalen Überflutungen bei Waldheim, Döbeln, Simselwitz, Meila gegen 16:50 Uhr. Stärke T3/F1. Zugrichtung SW nach NO. Quelle: Lokal Zeitungen" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)

Großpösna (SN)

 23.07.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Trichterwolken bei Großpösna bei Leipzig. Es wurden zahlreiche Trichterwolken gesichtet an einem durchziehenden Gewittersystem. Quelle: Augenbeobachtung DWD Wetterstation." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)

Markersbach (SN),
Crottendorf (SN)

 23.07.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
"Tornado mit Hagelschlag beim Pumpspeicherwerk Markersbach, Crottendorf, gegen 13:15 Uhr - Stärke T2/F1 - Korngröße des Hagels bis Tennisballgröße. Quelle : DWD Wetterstation Fichtelberg." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)

Leipzig (SN)

 22.07.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach den Angaben in einer Fotoausstellung zum Thema Kulkwitzer See soll dieser Tornado aufgetreten sein. Ein Foto zeigt eine Weide, die vom Tornado umgeworfen wurde. Auf dem gegenüberliegenden Seeufer (Grünau) ist demnach eine Schneise sehr deutlich auszumachen. Als Datum wird der 22.07.2003 genannt. Uhrzeit gegen 14-14.30 Uhr. Dazu aus einer Seite zum Kulkwitzer See: "Am Nachmittag des 22. Juli 2003 ist ein [...] Tornado über Grünau gefegt. Direkt am See sind zwei Dutzend Bäume umgeworfen worden, meist Pappeln, und es gab Schäden an Bungalows und Wohnwagen sowie 2 Verletzte."

Wetter in Grünau und am Kulkwitzer See (Kulkwitzer See)
Juni

Pobershau (SN)

 23.06.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer schmalen Funnelcloud, die sich schnell drehte (Quelle: TorDACh, Augenzeuge Patrick Gottschalk)
Mai
August

Klingenberg (SN)

 31.08.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
Nach einer Meldung des MDR Sachsen und nach einem Augenzeugenbericht von Stefan Gey bildete sich der Tornado auf dem Stausee und zog dann an Land.

Waschleithe (SN)

 10.08.2002 / Stärke (F1) Verdacht
ieser mutmaßliche Tornado richtete erhebliche Schäden im Ortsteil Waschleithe der Gemeinde Beierfeld bei Schwarzenberg an. Dabei fiel ein Teil eines größeren Baumes auf eine Scheune und zerstörte sie, auch Telefon- und Stromleitungen wurden im Bereich der Schneise gekappt. Aus einer Meldung der Gemeinde Beierfeld: "Am 10. August fegte eine Windhose während eines per Unwetterwarnung bereits angekündigten Gewitters das Oswaldtal hinauf bis in das Schatzensteingebiet. Sie hinterließ dabei eine Spur der Verwüstung. Besonders betroffen davon war der Ortsteil Waschleithe."
Juli

Gräfendorf (SN)

 10.07.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Die Torgauer Zeitung berichtete am 07.03.03: "So brachen Anfang Juli 2002 durch eine Windhose im Revier Gräfendorf innerhalb weniger Minuten etwa 1200 Kubikmeter Holz, vorwiegend in hundertjährigen Althölzern." Sehr wahrscheinlich ist der 10. Juli gemeint, da es vom 1. bis zum 9. Juli keine nennenswerte Gewitteraktivität in der Region gab.

Eine Windhose wütete kräftig (Torgauer Zeitung)
Juni

Radeburg (SN)

 20.06.2002 / Stärke (F0) Verdacht
Gegen 19:30 Uhr MESZ wurden zwei schwache, bodennahe Wirbel beobachtet. Es ist aber nicht bekannt, ob es eine Verbindung zur Wolkenbasis gab.

Frankenberg / Sachsen (SN)

 20.06.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:25 Uhr MESZ. Leichte Schäden durch Tornado gemeldet (Quelle: Freie Presse Chemnitz, Claudia Hinz)
Juli

Löbau (SN)

 31.07.2001 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Unwetterschäden in Löbau - ein dreiminütiger Wirbelsturm hat am Dienstag-Abend in der Bergquell-Brauerei ein regelrechtes Chaos angerichtet. Dabei entstand nach ersten Schätzungen von Brauereichef Steffen Dittmer ein Schaden von 10.000 Mark. Der Wirbel schmiss nicht nur das Leergut durcheinander, auch schwere Fahrzeuge und Container setzte er in Bewegung. Außerdem zerbrach er sämtliche Stangen im Hopfenfeld." (Quelle: FAKTuell, 01.08.2001)

Unwetterschäden in Löbau (FAKTuell, 01.08.2001)
Mai

Zschopau (SN),
Börnichen / Erzgebirge (SN),
Lengefeld (SN)

 31.05.2001 / Stärke (F2) Bestätigt
Im Raum Börnichen, Lengenfeld, Borstendorf, Zschopau und Krumhermersdorf deckte der Sturm Dächer ab, entwurzelte Bäume, wirbelte Müllcontainer und Einkaufswagen durch die Luft. Zwei Menschen wurden verletzt.
Dazu noch diese Links:
Bericht von Claudia Hinz
31.05.2001 Tornado wütet im Erzgebirge (Geoportal bei NSHOME
(auf der Homepage Gregor und Cornelia Krannich)
Bilder der Schäden von Jens Kandler (mit Karte)
Bilder der Schäden bei Reifland-Online
August

Moritzburg bei Dresden (SN)

 18.08.2000 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 00:15 Uhr MESZ. In der Nacht vom 17. zum 18. August 2000 gegen Mitternacht entwickelte sich ausgehend von einem heftigen Gewitter mit Hagel und Starkregen ein Tornado, der mit zerstörerischer Wucht große Teile des Schlosswaldes am Moritzburger Jagdschloß bei Dresden vernichtete. Mehr dazu im ausführlichen Bericht von Jens Tischer

Tornado Moritzburg 17./18.08.2000 (Jens Tischer)
Berichte über Großtromben in Deutschland 2000 (Mark Vornhusen)
Juni

Olbernhau (SN)

 11.06.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Fall in Tschechien. Es ist nicht klar, ob es auch auf deutscher Seite Schäden gab. "Am 11. Juni 2000 (Sonntag), kurz vor 18.00 Uhr MESZ, gab es in der tschechischen Ortschaft Malkov, die etwa 5 km südwestlich von Chomutov und 15 km von der deutschen Grenze entfernt ist, einen F2 bis F3 Tornado. Der Sachschaden wird auf ca. 800.000 DM geschätzt. Gegen 18.40 MESZ hat dieses Gewitter nahe dem Ort Olbernhau (Sachsen) die deutsch-tschechische Grenze erreicht."(Quelle: CHMI, Mark Vornhusen)
Mai

Kleinbobritzsch (SN),
Hartmannsdorf-Reichenau (SN)

 10.05.2000 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 10. Mai 2000 suchte eine Wasserhose Kleinbobritzsch und Reichenau im Kreis Freiberg heim. Straßen mußten gesperrt werden und wurden z.T. stark beschädigt." (Quelle: Freie Presse Chemnitz und Claudia Hinz)

Oelsa (SN)

bild
 11.05.1999 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: 20:55 bis 21:04 MESZ. Tornado in der Nähe von Oelsa beobachtet, vermutlich in einem Waldgebiet nahe Oelsa. Über das Ausmaß der Schäden ist nichts bekannt.

Tornado bei Oelsa
Juli

Kromlau (SN)

 13.07.1998 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 15.07.1998 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Windhose tobte über Kromlaus Allee/Gewittersturm wütete und entwurzelte Bäume: Kromlau (ni). In der Hölle kann es nicht schlimmer sein, als diesen Montag /gegen 20 Uhr in der normalerweise [...]" - Kromlau ist ein Ortsteil von Gablenz.
Juni

Falkenstein / Vogtland (SN),
Carlsfeld (SN)

 22.06.1998 / Stärke (F2) Bestätigt
Am 22. Juni 1998 fegte dieser Tornado über das Westerzgebirge / Vogtland. Besonders betroffen war die Stadt Falkenstein. Der Tornado zog über Hammerbrücke, Jägersgrün und Tannenbergsthal Richtung Morgenröthe Rautenkranz. Es entstand Millionenschaden. Dächer wurden abgedeckt, der stillgelegte Bahnhof von Jägersgrün steht nach wie vor ohne Dach und auch die Schneise durch den Wald ist heute noch gut zu erkennen. Der Tornado hinterließ eine kilometerlange Schneise in Wäldern und in Falkenstein selbst. Nach Martin Hubrig, "Schwere lokale Stürme" (1999) schlägt der Tornado eine ca. 22 km lange und ca. 100 bis 400 m breite Schneise. Augenzeugenberichte und in den Boden gerammte Bäume belegen, dass ganze Bäume durch die Luft gewirbelt wurden. Der Tornado zog bis zur Talsperre Carlsfeld: "Im Juni 1999, während der Bauarbeiten zog eine Windhose über das Talsperrengebiet hin. Sie schlug eine schmale, scharf begrenzte Schneise in den Fichtenhochwald. Die Spuren sind noch klar erkennbar. Beim Vergleich des 1. und letzten Bildes dieser Seite ist die Verwüstung klar erkennbar. Auf dem oberen Bild, weiches etwa von 1980 stammt sieht man bei dem alten Stauwärterhaus einen vollständigen Wald. Das untere Bild vom Herbst 2000 zeigt etwa den gleichen Bereich (jetzt noch das alte und auch das neue Stauwärterhaus sichtbar), allerdings stark entwaldet." (Quelle: Carlsfeld , mein Heimatort) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 24. Juni 1998: "Windhose im Vogtland. dpa Plauen - Die Windhose über dem Vogtland hat einen Schaden von mindestens 2,7 Millionen Mark verursacht. Nach einer ersten Schätzung des Landratsamtes Plauen (Sachsen) gab es allein an Gebäuden und Autos Schäden in Höhe von 1,7 Millionen Mark. Weit mehr als eine Million Mark Kosten seien durch umgestürzte Bäume entstanden. Bei Jägersgrün hatte der "Mini-Tornado" eine breite Schneise in den Wald geschlagen." - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 24. Juni 1998 (Jahrgang 53, Ausgabe 144), Seite 1: "Unwetter schlug Schneise - Eine Windhose mit Regen-, Hagel- und Sturmböen hat am Montag im Vogtland Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Bei Jägersgrün schlug das Unwetter eine Schneise der Vernichtung in den Wald. Am schwersten betroffen war die Stadt Falkenstein: Dächer wurden bis zu 200 Meter weit durch die Luft gewirbelt, Bäume entwurzelt, Straßen blockiert." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Tornado im Erzgebirge am 22.06.1998
Bilder vom Falkensteiner Tornado (Computerzentrum Falkenstein)
Talsperre (Carlsfeld , mein Heimatort)
Windhose im Vogtland (Hamburger Abendblatt, 24.06.1998)
Mai

Freital (SN)

 18.05.1996 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 18.05.1996 ereignete sich ein Tornado während eines heftigen Gewitters mit Hagel in Freital nordwestlich von Dresden. Dabei wurden nicht nur zahlreiche Bäume in Mitleidenschaft gezogen (Schneise), sondern auch Dächer abgedeckt und Schilder sowie Ampelanlagen verdreht..." Quelle: Stefan, Feedback bei TorDACH.
Dezember

Rietschen (SN)

 Jahr 1993 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1993 - Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 29.06.2011 zu einem Ausflug von ehemaligen Feuerwehrmännern: "Immer wieder neu erinnert man sich dabei auf diesen Touren an das ein oder andere Erlebnis ernster oder auch lustiger Begebenheiten ? darunter auch an das Jahr 1993, als man zwischen Daubitz und Rietschen von einer mächtigen Windhose überrascht wurde. Zwei Kameraden erlitten dabei körperliche Verletzungen, als ihr Unterschlupf, das Bushäuschen in Neuhammer, völlig zerstört wurde."

Rietschener Kameradschaftspflege mit dem Fahrrad (Lausitzer Rundschau, 29.06.2011)

Obercarsdorf (SN)

 Jahr 1993 / Stärke (F1) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahre 1992/1993 - Nach Augenzeugenberichten soll dieser mutmaßliche Tornado aufgetreten sein, über Schäden ist nichts bekannt.
August
November

Nassau (SN)

 17.11.1990 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 17. November wird durch eine Windhose in der Nähe vom Erbgericht ein Dach abgetragen. Durch umherfliegende Teile werden Stromleitungen, Gebäude und PKW´s beschädigt." Quelle: Feuerwehr Nassau. Das "Erbgericht" ist eine Pension in Nassau, Kreis Freiberg
März
Juli

Mittweida (SN)

 05.07.1988 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Ein schweres Unwetter richtete große Schäden an Bäumen und mehr als 100 Gebäuden in der Stadt und im Umland an. Ob sich um einen Tornado handelte, ist nicht geklärt.

Tornado 1988 in Mittweida
August
Juni

Leipzig (SN)

 04.06.1984 / Stärke (F1) Bestätigt
Bericht vom 25. Mai 2004: "Am 4.Juni jährt sich zum 20.Mal ein Tornado in Leipzig-Eutritzsch. Ich habe für diesen Tag nur ein Gewitter mit starken Böen in Erinnerung (wohnte damals in Leipzig-SW, Eutritzsch ist im Norden von Leipzig). In den Medien wurde von einer "Staubtrombe" berichtet, welche in Eutritzsch eine Baumreihe abdrehte! Die synoptische Situation sprach eindeutig für Tornadopotential." (Quelle: Wetterzentrale)

Tornado vor 20 Jahren (Wetterzentrale)
Dezember

Moritzburg bei Dresden (SN)

 Jahr 1983 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1983 - Bei Dresden tart dieser Tornado auf (Quelle: Mark Vornhusen und Forstamt Moritzburg, 2000)
Juli
August

Königstein / Sächsische Schweiz (SN)

 08.08.1973 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Ein unerwartet heftiger Wirbelsturm, der sich am vergangenen Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr vom Osterzgebirge zur Sächsischen Schweiz zog, brachte auf der Festung Königstein die bereits mehrmals ausgemauerte sogenannte Blitzeiche zu Fall." (Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Pirna vom 11.8.73 sowie Dieter Weber, damaliger Direktor der Festung, Recherche durch den Festungsverein Königstein e.V.) - Auf dem Gelände der Festung Königstein (Sächsische Schweiz, an der Elbe bei Dresden) befindet sich eine Hinweistafel mit der Ausschrift: "Blitzeichenplateau - Auf diesem Plateau stand bis 1972 eine über 300 Jahre alte Eiche, in die bei schweren Gewittern oft der Blitz einschlug. Nachdem im Jahre 1956 ein Frühjahrssturm die Krone in 5 m Höhe zerbrochen hatte, zerstörte 1972 ein Wirbelsturm den Baum endgültig. An der historischen Stelle wurde 1992 eine neue Eiche gepflanzt. Am 13. April 1925 traf der Blitz hier eine Besuchergruppe, wobei drei Personen getötet und 28 verletzt wurden."
Oktober

Bremenhain (SN)

 18.10.1968 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 18.10.2008: "Das stand in der SZ - Windhose haust über Bremenhain. Vor 40 Jahren. Ein über Bremenhain niedergegangenes Herbst-Unwetter verursachte durch eine Windhose erhebliche Schäden an Gebäuden, Energie- und Telefonleitungen. Die Straße nach Neusorge war vorübergehend blockiert. Zahlreiche Helfer beseitigten die ersten Schäden, so dass schon nach kurzer Zeit die Straße wieder befahrbar war. Nach ersten Schätzungen entstanden Schäden in Höhe von 60000 Mark. [...]" Bremenhain ist ein Ortsteil von Rothenburg/O.L., etwa 10 Kilometer nordöstlich von Niesky.
August

Flöha (SN)

 01.08.1968 / Stärke (F0) Bestätigt
Schwacher Tornado in Flöha, östlich von Chemnitz (Quelle: Meldung der Freien Presse Chemnitz)
April

Falkenau (SN)

 21.04.1968 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 11:30 Uhr MEZ. "Ein erheblicher Schaden entstand der Freifläche des Bades im Jahre 1968. Eine Windhose entwurzelte alle Obstbäume und zwei Linden." (Quelle: 80 Jahre Falkenauer Naturbad, Gemeinde Falkenau). Dabei sollen zahlreiche Obstbäume entwurzelt worden sein. Laut Aussagen alt eingesessener Falkenauer waren keine anderen Gebiete von dieser Windhose betroffen.
Juli

Wiederitzsch (SN),
Plaußig (SN)

 19.07.1966 / Stärke (F2) Bestätigt
Datum unsicher, Juli oder August 1966. Augenzeuge Gerold Weber. Der Tornado richtete in einer ca. 6 Kilometer langen und ca. 150 Meter breiten, von Westnordwest nach Ostsüdost verlaufenden Schneise in Leipzig erhebliche Schäden an.

Heidenau (SN)

 15.07.1965 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 18. Juli 1965: "Durch einen Wirbelsturm wurde zeitweilig die Eisenbahnverbindung Heidenau?Altenburg unterbrochen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Dezember

Dresden (SN)

 Jahr 1964 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1964. "Dresden - Ein außergewöhnliches Bauwerk, das außergewöhnlichen Einsatz auch bei seinem Wiederaufbau erforderte. Nicht nur an jenem Tag im Jahr 1964. Vom Georgentor beobachtete Baumeister Hermann Ulrich, wie sich eine gefährliche Windhose der Katholischen Hofkirche näherte. Dass die noch nicht befestigten Kupferbleche der Dachbedeckung vielleicht ein wenig dünn sein könnten, hatte er von Anfang an geahnt. Als aber die Ausläufer des Sturmes unter die Bleche fuhren und die ersten von ihnen anhoben, wurde die Ahnung zur bösen Gewissheit. Die Zimmerleute waren die letzte Rettung. Aufs Dach, schnell, rief Ulrich ihnen zu. Alle neun stürzten nach oben und legten sich mit ausgebreiteten Armen und Beinen auf die Bleche. Dank dieser Kühnheit blieb das Dach unversehrt." (Quelle: Erinnerungen an den Wiederaufbau der Katholischen Kirche)

Erinnerungen an den Wiederaufbau der Katholischen Kirche
August
Juni
Dezember
August

Pausa / Vogtland (SN)

 01.08.1958 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Möglicher Tornado in Pausa und Umgebung. Aus dem Archiv der Stadtverwaltung sind Fotos von Sturmschäden aufgetaucht. Die Ursache der Schäden ist derzeit noch nicht klar.

Verdachtsfall Pausa (Skywarn)
Dezember

Hohenfichte (SN)

 Jahr 1954 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt. "Teure Flutschäden an Holzbrücke: Dieses Jahr wird sie 401 Jahre alt und ist immer noch von großen Nutzen. Welcher Mensch kann das schon von sich behaupten? Die Rede ist von der Hohenfichtner Holzbrücke. In ihrer bewegten Geschichte wurde sie gleich 4 mal neu aufgebaut, 1680, 1720 und 1732 nach vernichtenden Eisfahrten auf der Flöha und 1832, nachdem plündernde österreichische Soldaten sie mit Stroh niederbrannten. Auch von einer Windhose blieb sie 1954 nicht verschont." (Quelle: Freie Presse)
Juli

Görlitz (SN)

 04.07.1951 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: unbekannt. Aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 02.07.2011: "Vor 60 Jahren wirbelte ein gewaltiger Sturm die Görlitzer Nikolaivorstadt durcheinander - Am 4. Juli des Jahres 1951 hatten die Meteorologen viel zu notieren. Gleich vier Gewitter zogen an jenem Tag über Görlitz. Sie brachten starken Hagel mit [...]"
Mai

Eibenstock (SN)
[Region: Großer Kranichsee]

 31.05.1951 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 06. Juni 1951: "2500 Festmeter Holz wurden entwurzelt - Carlsfeld/Erzgeb. (JJ). Das Unwetter, das vor einer Woche in verschiedenen Stadtteilen von Chemnitz schwere Schäden verursachte, hat auch im Westerzgebirge stellenweise ungeheure Verwüstungen angerichtet. Südlich der Carlsfelder Talsperre, längs der Zoltotraße nach Frühbus (Anm.: Tschechien), hauste ein Wirbelsturm. Hunderte von Bäumen liegen kreuz und quer übereinandergestürzt. Die Straße selbst ist auf mehrere hundert Meter völlig verbarrikadiert. Die Menge der vernichteten Waldbestände wird auf 2500 Festmeter geschätzt; ein Blick über die tschechoslowakische Grenze zeigt jedoch, daß in der benachbarten Volksrepublik die Verheerungen noch weitaus größer sind. Wie durch ein Wunder blieb die kleine Ortschaft Glashütte, die kaum 1000 Meter vom Einsatzzpunkt des Wirbelsturmes entfernt liegt, verschont." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juni

Ballendorf (SN)

 30.06.1950 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach einer Meldung der Leipziger Volkszeitung vom 06.04.2006 trat eine Windhose auf: "Aus der Geschichte der Ballendorfer Mühle (3)/Wie eine Katze ohne Schwanz - Ballendorf/Bad Lausick (wt). Am 30. Juni 1950 nachmittags hat ein Gewittersturm mit Windhose großen Schaden angerichtet. Die Windmühlenflügel [...]"
Juli

Neschwitz (SN)

 16.07.1939 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"[...] so die Windhose vom 16.Juli 1939, die sich auf das Neschwitzer Revier beschränkte und hier in wenigen Minuten etwa 1.500 FM niederlegte. [...]" (Quelle: Vietinghoff-Riesch, Arnold Freiherr: Der Oberlausitzer Wald: Seine Geschichte und seine Struktur bis 1945, Oberlausitzer Verlag, 2004. S.247)

Pirna (SN)

 25.07.1937 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus der Tübinger Chronik vom 28.07.1937: "Obstkarren durch die Luft - Windhosen in Sachsen, Thüringen, Bayern - Dresden, 27. Juli. Ein schweres Unwetter richtete Sonntag in Dresden und in Pirna starken Schaden an. Die Dresdener Feuerwehr mußte 340 mal eingreifen. In Prina wurden durch eine Windhose zahlreiche Bäume entwurzelt, Scheunen abgedeckt. Taubeneigroßer Hagel drosch förmlich auf den Feldern das Getreide." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).

Weißig (SN),
Schullwitz (SN),
Dittersbach (SN)

 24.07.1937 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus dem Völkischen Beobachter in Berlin vom 27.07.1937: "Windhose über Sachsen - Dresden, 26. Juli. Am Wochenende gingen über Dresden und seiner weiteren Umgebung mehrere schwere Unwetter nieder, die großen Schaden anrichteten, Telephonleitungen zerstörten und Hunderte von zum Teil sehr starken Bäumen umlegten. Während die Stadt Dresden weniger betroffen wurde, lag der Brennpunkt des Unwetters über den Dörfern Dittersbach, Weißig und Schullwitz. Dort brach aus der dunklen schweren Wolkenwand eine Windhose hervor, die in rasend schnellem Lauf wahre Verwüstungen anrichtete. Dächer wurden abgedeckt, Bäume wurden gegen die Giebelwände von Scheunen gedrückt, große Linden und Eichen wurden entwurzelt. Regen und Hagelschlag waren so stark, daß die Luft von einer einzigen Wassermasse erfüllt wurde, die in einem Gemisch von Hagel, Regen, abgerissenen Zweigen auf den Erdboden brauste. Lichtleitungen und Fernsprechleitungen wurden zerstört. In kaum mehr als einer halben Stunde war das Unheil geschehen." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).
Juni

Adelsberg (SN)

 28.06.1935 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Ort: Chemnitz-Adelsberg. "Am Freitag, den 28. Juni 1935 wurde Adelsberg von einem schweren Unwetter heimgesucht. Morgens gegen acht Uhr ging über Teilen des Niederdorfes plötzlich ein Wolkenbruch nieder, der mit einer Windhose verbunden war. Das Chemnitzer 8-Uhr-Abendblatt berichtete unter dem Titel "Windhose wütete vor Chemnitz" bereits ausführlich über das Ereignis und die entstandenen Schäden: "Nach nur knapp drei Minuten waren die Straßen und Wege mit Dachziegeln, Zweigen und starken Ästen übersät, auch große Bäume waren umgestürzt. Vom neuerrichteten Feuerlöschgerätehaus war der Turm mit der Sirene heruntergerissen, sodaß nicht einmal Alarm ausgelöst werden konnte."" (Quelle: Adelsberger; Heimat - und Stadtteilzeitung; 9. Ausgabe Mai/Juni 2010; S.12)

Tornado in Adelsberg (Skywarn)
Februar

Canitz (SN)

 17.02.1935 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 18.02.1935 zum Orkan in Teilen Deutschlands: "Auch in der näheren und weiteren Umgebung (Anm.: von Leipzig) wütete der Sturm, namentlich im Muldetal unterhalb von Wurzen. Hier wurde im Arbeitslager Canitz durch die Gewalt des Sturmes das 60 Meter lange und 12 Meter breite Dach des Lagergebäudes über die 80 Meter entfernt liegende Dorfstraße hinweg gegen die gegenüber liegenden Häuser geschleudert. Personen kamen auch hier nicht zu Schaden. Die Fernsprech- und zahlreiche Ueberlandleitungen wurden vielfach zerstört." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Dezember
Juli

Pirna (SN),
Copitz (SN),
Lohmen (SN)

 29.07.1933 / Stärke (F3) Bestätigt
Im Bereich Pirna - Lohmen richtete dieser starke Tornado enorme Schäden an. Dabei kamen 6 Menschen ums Leben und zahlreiche weitere wurden schwer verletzt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 31.07.1933: "Unwetter über Pirna fordert 4 Tote (Anm.: Zahl später gestiegen). Die Ernte vernichtet, Tausende von Bäumen entwurzelt. Pirna, 31. Juli. Erst heute zeigt sich der ganze Umfang eines furchtbaren Unwetters, das am Sonnabend-Abend über Pirna niedergegangen ist. Tausende von Bäumen sind umgebrochen oder entwurzelt worden. Die Felder der ganzen Umgebung von Pirna bieten einen trostlosen Anblick. Die Ernte ist vollständig vernichtet. Die Felder sind teilweise förmlich plattgewalzt. Das Unwetter kam so schnell, daß keinerlei Schutzmaßnahmen mehr getroffen werden konnten. Während des Unwetters herrschte fast völlige Dunkelheit, die nur von grellen Blitzen erhellt wurde. Dazu tobte der Sturm, krachten die Einschläge, prasselten die Ziegeln von den Dächern, polterten die großen Fabrikschornsteine zusammen, stürzten Scheunen ein. Die Zahl der Toten beträgt vier, 20 Verletzte, darunter sechs Schwerverletzte, liegen im Pirnaer Krankenhaus. Dutzende von Dächern wurden abgedeckt. Die Feuerwehr pumpt noch immer das Wasser aus den überschwemmten Wohnungen und Kellern. Arbeiter sind damit beschäftigt, die zerstörten Telefonleitungen wieder herzustellen. Die Straßen sind überall wieder passierbar. In der Glashütte Pirna und am Pirnaer Stahlwerk wurden vier hohe Schornsteine umgerissen. Das Freibad Copitz ist vollständig dem Erdboden gleichgemacht worden. Auf der Copitzer Festwiese, wo zurzeit das Schützenfest vorbereitet wird, wurden große Verwüstungen angerichtet. Mehrere Artisten wurden verletzt. Bei der Reichsbahn waren nach dem Unwetter alle Blockstationen und viele Signalanlagen außer Betrieb gesetzt. Jedoch konnte der Verkehr, wenn auch verlangsamt, aufrechterhalten werden. Die Aufräumungsarbeiten der Feuerwehr, Polizei, SA, Stahlhelm, Technischen Nothilfe und der Mitglieder des benachbarten Arbeitslagers wurden mit größter Energie und Opferbereitschaft in Angriff genommen." Weitere Hinweise: "1933 (29.07.) Orkanartiger Wirbelsturm mit schweren Hagelschlägen. Besonders schlimme Schäden in Pirna und im Uttewalder Grund." Quelle: Pirnaer Anzeiger Ein weiterer Hinweis findet sich in der Ortschronik vom 20.02.99: "Im Fundus des Stadtmuseums befinden sich Filmdokumente aus längst vergangenen Zeiten. Die Filme zeigen verschiedene Ereignisse in Pirna: den Wirbelsturm im Jahr 1933,..."
Oktober

Leipzig (SN)

 18.10.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Windhose aufgetreten (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 20.10.1932: "Ein Kirchturm infolge des Sturmes eingestürzt - Leipzig, 19. Okt. Infolge des heftigen Sturmes stürzte gestern abend in Rötha der Turm der Marienkirche ein. Da infolgedessen die Licthleitungen zerrissen wurden, war die Stadt auf lange Zeit ohne Licht. Von dem Turm steht nur noch ein kurzer Stumpf. Sofort wurden Absperrungen vorgenommen. In dem Augenblick des Einsturzes ging gerade eine Einwohnerin von Rötha an der Kirche vorüber. Sie kam jedoch glücklicherweise ohne Schaden davon, da die Trümmer etwa 5 Meter von ihr entfernt niederfielen."(Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juni

Leipzig (SN)

 24.06.1930 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juli

Oderwitz (SN)

 06.07.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1928 wurden am 6. Juli durch eine Windhose im Niederdorf viele Bäume vernichtet." (Quelle: Gemeinde Oderwitz)

Nebelschütz (SN)

 05.07.1926 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Evtl. am 06.07. (Dienstag)? "Am 5. Juli 1926 kam es in Nebelschütz zu einem eigenartigen Wetterphänomen. Es hatte sich eine Windhose herausgebildet, welche das Gehöft von Nikolaus Sauer zerstörte." (Quelle: Gemeinde Nebelschütz) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 08.07.1926: "Das Unwetter. Nach Blättermeldungen gingen am Dienstag nachmittag in der Umgebung von Bischofswerda (Ostsachsen) schwere Gewitter in Verbindung mit Hagelschlag nieder. In mehreren Dörfern wurden infolge Blitzschlages Scheunen mit ihren gesamten Vorräten ein Raub der Flammen. In der Umgebung von Kamenz decke eine Windhose die Dächer von Bauerngehöften ab, entwurzelte Bäume und schleuderte einen beladenen Heuwagen 50 Meter weit." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Nebelschützer Geschichte (Gemeinde Nebelschütz)
März

Böhrigen (SN)

 30.03.1926 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freien Presse vom 29.03.2011: "Windhose fegte vor 85 Jahren über Böhrigen hinweg - Kalenderblatt: Bei Unwetter wurden zahlreiche Dächer abgedeckt und Schornsteine abgerissen. Mittweida (fp). Böhrigen. Die Groß- und Urgroßeltern haben einst immer wieder von diesem schlimmen Unwetter erzählt: Am Abend des 30. März 1926 wurde Böhrigen von einer Windhose heimgesucht, die im ganzen Dorf eine Spur der Verwüstung hinterließ. Der Wirbelwind deckte zahlreiche Dächer ab, riss Schornsteine ab und richtete am Baumbestand großen Schaden an. Viele Bäume wurden entwurzelt oder unterhalb der Krone regelrecht abgedreht und zahlreiche Strom- und Telegrafenleitungen gekappt. Auf das Gebäude der Post prallte die Windhose mit voller Zerstörungskraft und riss einen Teil des Dachstuhles fort. [...]"
Mai

Großenhain (SN)

 26.05.1923 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Erwähnt in der Bibliographie: "G.Dietschold "Die Windhose in der Amtshauptmannschaft Großenhain am 26. Mai 1923"" (Quelle: Meteorologische Zeitschrift, Band 42, 1925, Bibliographie)
August

Schmölen (SN)

 27.08.1918 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach einer Meldung der Leipziger Volkszeitung vom 01.07.2006 trat eine Windhose auf: "Windhose zieht im August 1918 von der Niedermühle in Niederschmölen über Roitzsch bis nach Kühnitzsch/Wirbelsturm verwüstet Transportanlagen - Von der Windhose, die am 27. August 1918 von der Neumühle in Niederschmölen kommend über den Südosten der Stadt mit Roitzsch bis Kühnitzsch [...]"
Juli

Mittweida (SN)

 10.07.1916 / Stärke (F3) Bestätigt
In der Region Mittweida wurden zahlreiche Häuser abgedeckt und viele Bäume entwurzelt. Betroffen waren Weißthal, Ringethal und vor allem Hermsdorf: "10. Juli 1916 nachmittags gegen 17.00 Uhr fegte eine Windhose mit verheererender Wirkung über Weißthal, Ringethal, Kockisch und Hermsdorf. An der Leisniger Straße in Mittweida nahm die Windhose ihren Anfang und begann Bäume zu knicken und zu entwurzeln, genauso wie Strom-und Telegrafenmasten. In Hermsdorf schleuderte ein starker Baum über ein Haus, das regelrecht gespalten wurde." (Quelle: Geschichte Hermsdorfs)

Fotos der Schäden (Stadtarchiv Mittweida)
Postkartenansichten der Schäden in Hermsdorf ( Geschichte Hermsdorfs)
Windhosen im Erzgebirge ( Claudia Hinz)
Dezember
Juni

Rossau bei Mittweida (SN)

 15.06.1912 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Eberswalde, 24. Juni 1912. Prof.Dr.Eckstein. - Eine Windhose ist am 15. Juni nachmittags bei einem kurzen aber heftigen Gewitter in der Königlich Sächsischen Forst Rossau aufgetreten und hat in einer West nach Ost verlaufenden Bahn etwas 500 FM in bereits früher angebrochenen 80- bis 120-jährigen Beständen [beschädigt]. [...]" (Quelle: Deutsche Forst-Zeitung, Bd.27, 1912; Mitteilung von Prof.Dr.Eckstein, S.552)

Tornado in Rossau ( Skywarn)
Mai

Sehlis (SN),
Püchau (SN),
Hohburg bei Wurzen (SN)

 12.05.1912 / Stärke (F3) Bestätigt
Zwischen 22 und 23 Uhr am späten Abend zog der Tornado über eine Strecke von mehr als 30 Kilometern von Plösitz aus über Sehlis, Tresenwald, Plagwitz und Püchau, dann über die Mulde hinweg und weiter über Großzschepa nach Hohburg und nach Sitzenroda. In mehreren Orten wurden Häuser schwer beschädigt, einzelne Gebäude stürzten ein. Danach überquerte der Tornado zwischen Belgern und Mühlberg die Elbe und zog damit nach Brandenburg. Die genaue Zugbahnlänge ist noch offen, sie dürfte aber 60 bis 70 Kilometer oder noch mehr betragen.

Tornado von Sehlis bis Sitzenroda
Steinarbeiterhaus zeigt historische Fotos ( Leipziger Volkszeitung, 12.03.2010)
Das kommt einem doch bekannt vor ( Torgauer Zeitung, 27.07.2010)
Die Sturmkatastrophe von 1912 ( Sehliser Digitale Chronik)
Juli

Pockau (SN)

 23.07.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 26.07.1910: "Ein schweres Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen ging Samstag nachts über Chemnitz und den nahen Teil des Erzgebirges nieder. In Chemnitz sind mehr als 100 Telegraphenleitungen nach den verschiedensten Orten unterbrochen und zahlreiche Bäume geknickt und entwurzelt worden. Sogar Gartenzäune von schweren Planken wurden zerstört. In Pockau ging eine Windhose nieder, die ebenfalls Dächer und Bäume schwere beschädigte. In Burkhardtsdorf schlug der Blitz in viele Gebäude ein und tötete auch einen Zimmermann. Verschiedene Gehöfte brannten nieder." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)

Radebeul (SN)

 19.07.1908 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 23.07.1908 zu Unwettern im Raum Dresden während eines Sängerfestes: "[...] Draußen vor der Stadt sah es ebenfalls trostlos aus. Starke Bäume waren entwurzelt und geknickt, die Getreidepuppen auf den Feldern weit fortgeweht. Erst nach Stunden kehrte bei den erschreckten Bewohnern die Ruhe und Besinnung zurück. Auf dem Bahnhofe Radebeul trat der Gewittersturm mit einer solchen Macht auf, daß ein dort stehender Güterzug der Schmalspurbahn Radebeul - Radeburg einfach umgeworfen wurde. Die Güterwagen lagen teilweise zertrümmert auf dem Bahnsteig, und erst nach vierstündigen Aufräumungsarbeiten, wozu Arbeiter aus Dresden herbeigerufen werden mußten, konnte der Verkehr auf der Strecke wieder aufgenommen werden. [...]"
Juni

Zwickau (SN)

 05.06.1908 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Laut Titel einer Ansichtskarte stürzte am 05. Juni 1908 die Thost´sche Fabrik durch ein Unwetter ein. Dazu aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 07.06.1908: "Zwickau, 5. Juni. (Hagelstürme.) Furchbare Hagelstürme gingen heute nachmittag über unsere Stadt. Tausende von Scheiben wurden zerstrümmert, starke Bäume geknickt. Unermeßlich ist der Schaden. Eine Fabrikesse stürzte ein, viele Arbeiter wurden dabei verletzt."

Unwetter am 5. Juni 1908 (Alte Ansichtskarten)

Leipzig (SN)

 22.06.1907 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 23.06.1907 zu Unwettern im Osten Deutschlands: "In Leipzig wütete ein Sturm, wie er dort in solcher Heftigkeit seit langem nicht erlebt wurde. Von Gartenhäusern und dergleichen deckte er Dächer ab und entführte sie, er zerbrach Fensterscheiben und entwurzelte starke Bäume zu Dutzenden, daß es nur so seine Art hatte." Die Verfrachtungen sind ein Indiz für einen möglichen Tornado.

Weixdorf (SN)

 10.06.1906 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"10.Juni 1906 - Heute vor 100 Jahren kam es in Weixdorf zu einer eine Windhose verursachenden Luftströmung. Gegen 13.00 Uhr hob ein etwa fünfzehn Minuten dauernder Sturm an, der vom heutigen Hohenbusch zum heutigen Waldbad (damals Hochbusch und Großteich genannt) eine Schneise der Verwüstung legte. "Starke Bäume wurden glatt abgedreht, andere wie Kornhalme niedergedrückt", schrieb ein Chronist damaliger Tage. Äste, Teile von Dächern, Schuppendächer und Gerätschaften wurden bis zu 100 m weggewirbelt. Zu Aufräumarbeiten wurde eine Kompanie Soldaten des Dresdener Arsenals abkommandiert, der Schaden wurde mit fast einer Million Mark beziffert. Vier Rinder wurden von herumwirbelnden Teilen erschlagen, 19 Menschen erlitten leichte Verletzungen." (Quelle: Weixdorfer Nachrichten, 2006). Weixdorf ist heute ein Stadtteil von Dresden, liegt aber mehr als 10 km nordöstlich der Innenstadt außerhalb des eigentlichen Stadtgebietes.
Dezember

Holzhausen (SN)

 Jahr 1903 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1903 - "1903 zerstört ein Sturm - manche erzählen von einer Windhose - die Mühle auf dem Steinberg. Bis zur heutigen Zeit hat sich eine Fotoaufnahme aus dem Jahre 1903 erhalten, welche die Trümmer der alten Zuckelhausener Windmühle zeigt." (Quelle: Mühlengeschichte und Mühlengeschichten) - Die Mühle lag im heutigen Leipziger Stadtteil Holzhausen.
Juni

Borna (SN)

 16.06.1900 / Stärke (F2) Bestätigt
"Am 16. Juni 1900 entwurzelte eine Windhose in Chemnitz-Borna Eichen und verwüstete den umliegenden Waldbestand. Eine dicke Fichte wurde 20 Meter durch die Luft geschleudert." (Quelle: Claudia Hinz, Windhosen im Erzgebirge).
August

Reichstädt (SN)

 31.08.1891 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1891: Getreidegarben flogen davon - "Reichstädt. Bei dem ziemlich heftigen Gewitter am Montag Nachmittag, das sich unter Begleitung von ganz kolossalen Regengüssen entlud, zog über die Gegend in der Nähe der Hofmühle eine Windhose, die mehrere starke Bäume umknickte; eine Partie Getreidegarben wurde in die Luft entführt und sind auch mehrere so weit entführt worden, daß sie noch nicht wieder gefunden wurden." (Quelle: Weißeritz-Zeitung? vom 31.08.1819; Hofmühle ist eine frühere Bezeichnung der so genannten "Ehrlich-Mühle" im Niederdorf. Horst Schulz)" (Quelle des Auszuges: Professor Dr. Adolf Heger)

Reichstädter Nachrichten, Februar 2004 ( Professor Dr. Adolf Heger)
Juni

Scheibenberg (SN)

 16.06.1889 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 20.06.1889: "Deutschland. Süddeutschland hatte in voriger Woche außerordentlich viele Gewitter, verbunden mit Platzregen oder Hagel. Das Hochwasser hat in einzelnen Gegenden, besonders im Württembergischen, ziemlichen Schaden angerichtet. Auch im obern Erzgebirge herrschen in diesem Jahre ganz abnorme Wetterverhältnisse. So trat in der Gegend des durch seine Basaltbildungen bekannten Scheibenberges unter wolkenbruchartigem Regen und starkem Hagel am Sonntag eine starke Windhose auf, die zahlreiche Bäume entwurzelte und Zerstörungen an den Häusern anrichtete. Ein mit vier Pferden bespannter Ackerwagen wurde mit dem Kutscher in die Luft gehoben und eine Strecke fortgetragen. Der Wagen ging in Trümmer." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)
April
Juli

Wehrsdorf (SN)

 21.07.1886 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1886: Am 21. Juli fegte ein Wirbelsturm quer durch den Ort, knickte die Bäume wie Streichhölzer, sodaß die Chaussee eine Zeit lang gesperrt war. Auch herrscht während desselben völlige Dunkelheit zur Tageszeit." (Quelle: Chronik von Wehrsdorf, 1700 - 1900). Wehrsdorf liegt im heutigen Landkreis Bautzen bei Sohland a.d. Spree, nahe der tschechischen Grenze.

Altenberg (SN)

 29.07.1884 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Über den Tornado bei Altenberg im Erzgebirge ist nichts näheres bekannt (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917).

Leipzig (SN)

 09.07.1883 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Thurm-Einsturz in Lindenau bei Leipzig. Montag, den 9. Juli, Abends gegen 7 Uhr, wurde durch eine mit außerordentlicher Vehemenz wirkende Windhose der im Richten befindliche Holz-Helm der neuen vom Architekt Aug. Hartel ausgeführten Kirche zu Lindenau herab geworfen und leider verunglückten dabei der Werkführer und 3 Zimmerleute, während es 10 weiteren Arbeitern gelang, sich zu retten." (Quelle: Deutsche Bauzeitung, 1883; recherchiert bei Google Books)

Minkwitz (SN)

 29.07.1879 / Stärke (F3) Bestätigt
Der Tornado zog nach Berichten des Pegau-Groitzscher Wochenblattes und der Leipziger Volkszeitung vom 14.10.2004 gegen 13 Uhr vom Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt in den Kreis Leipziger Land. Durch den Tornado traten im Bereich südlich von Groitzsch und Pegau verheerende Schäden auf. Ein Augenzeuge beschreibt den 70 bis 80 Meter breiten "Wirbelsturm", er richtete "so gräuliche Verwüstungen an, wie sie schlimmer im Kriege nicht vorkommen können. Bäume, Holzstücke, Steine und Dächer, die es erfasste, flogen in die Höhe." Ein Haus sowie sieben Nebengebäude und Scheunen wurden "dem Erdboden gleich gemacht". Eine Fotografie der Schäden in Minkwitz befindet sich im Pegauer Museum.
September

Pausa / Vogtland (SN)

 01.09.1875 / Stärke (F2) Bestätigt
Starker Tornado richtet erhebliche Schäden in Pausa an. "Durch eine außergewöhnliche Naturerscheinung wurde die vielgeprüfte Stadt am Vorabend des Sedanfestes, am 1. September 1875 heimgesucht. Nachmittag gegen 6 Uhr tobte nach einem einzigen, aber heftigen Donnerschlag über die Stadt eine Windhose dahin, daß man hätte glaubven können, der jüngste Tag wäre gekommen. In bogenförmiger Bewegung raste von Nordwesten nach Südosten über und durch die Straßen die Windsbraut dahin und führte alles mit sich hinweg, was ihr im Wege stand. Ein furchtbarer Hagel von Dachziegeln, Brettern, Fensterrahmen, Aesten und Balken war das Werk eines Augenblicks. Die Bahn des schrecklichen Naturereignisses bezeichneten massenhafte Trümmer, zerknickte Bäume, abgedeckte Ziegeldächer, eingedrückte Fenster, fortgeschleuderte Gartenzäume. Einzelne Häuser waren so zugerichtet, daß sie unbewohnbar waren, und die Kirche hatte so gelitten, daß der Festgottesdienst am folgenden Tage nicht abgehalten werden konnte. Durch einen nachts darauffolgenden wolkenbruchartigen Regen wurde der Schaden bedeutend vergrößert. Selbst Stuben und Hausgerät waren nicht verschont geblieben. Von einem Hause waren die Fenster mit den Sohlen herausgerissen und ein 2 Centner schwerer Stein von der Esse auf den Erdboden geführt worden. Ein Thor wurde mit den Balekn ausgehoben, ein anderes aufs Feld fortgetragen. Das Dachfenster eines Hauses auf der unteren Kirchgasse fand man in den Weidewiesen am Bernsgrüner Weg. Die südwestliche Ecke des Kichendaches war vollständig abgerissen, viele Kirchenfenster waren in die Emporen gedrückt. Außer der Kirche wurden nahe an 100 Privathäuser ihrer Dachungen ganz oder teilweise beraubt. Und alle diese Verwüstungen entstanden in einer Zeit von kaum einer Minute. Es war eine gräßliche Vorfeier zum Sedantage. Am 7. September erließ ein Komitee eine öffentliche "Bitte um Hilfe", die von erfreulichem Erfolge war. Am 14. Dezember dess. J. konnte über 3173 Mk. 11 Pf. eingegangene Gaben quittiert werden. König Albert gab 450 Mk., Königin Carola 300 Mk., die Königin Mutter und die verw. Königin Marie je 150 Mk., Prinz Georg 100 Mk., der Stadtrat zu Elsterberg 60 Mk., der zu Treuen 224 Mk. 80 Pf., der zu Mylau 15 Mk., die Gemeinde Wißlareuth 15 Mk. 10 Pf., der "Vogtländische Anzeiger" sammelte 60 Mk., der Plauensche Stadtrat 205 Mk. 20 Pf., der Oelsnitzer 26 Mk. 60 Pf., die "Leipziger Zeitung" 153 Mk. und das Dresdner Journal 50 Mk." (Quelle: Die Stadt Pausa und ihre nächste Umgebung, Verlag: A. Krell, Plauen/V.)

Tornado in Pausa ( Skywarn)
Dezember

Nerchau (SN)

 Jahr 1868 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1868 - Aus einem Artikel in der Knowledge Library: "1868: Furchtbarer Wirbelsturm deckt fast alle Dächer ab." Nerchau liegt im heutigen Muldentalkreis in Sachsen, etwa 30 Kilometer östlich von Leipzig.
Mai

Dresden (SN)

 30.05.1866 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"30. Mai Mittags 1 Uhr. Ging bei einem im Norden sich entladenden Gewitter eine Windhose über Dresden hinweg, welche hier und da mehrfache Verwüstungen anrichtete." (Quelle: Sitzungsberichte und Abhandlungen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis in Dresden. 1867)
Juni

Groitzsch bei Pegau (SN)

 19.06.1860 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Anderweite Naturerscheinungen: Am 19. Juni ward bei Groitzsch eine prächtige Windhose beobachtet. Vom Winzerberge ging sie über die Chaussee, (riß hier eine Frau mit einem Knaben nieder), dann über die Schwennigke (wasserstehend) auf die Wiese, wo sie einen Heuschober in die Höhe entführte, von dem noch nach ¼ Stunde Flocken niederfielen." (Quelle: Chronik für Pegau. Nr. 14. 1860.) - Groitzsch liegt in Sachsen ca. 30 Kilometer südlich von Leipzig.

Annaberg-Buchholz (SN)

 03.06.1855 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Recherchen von Martin Hubrig trat dieser Tornado auf. Näheres ist nicht bekannt.
September

Leipzig (SN)

 20.09.1852 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Leipziger Zeitung, 1952, No. 230: "Windhose. Am 20. Sept., ungefähr in der 5. Nachmittagsstunde, hatten wir die in unserer Gegend so seltene Erscheinung einer Windhose. Dieselbe entstand während eines gewitterartigen Regenschauers, am nordwestlichen Ende des Dorfes Sommerfeld, durchlief im unregelmässigsten Zickzack ihre Bahn im schnellsten Wirbeltanze, ein starkes, brausendes Gezisch verursachend, dem ähnlich, dass die entweichenden Dämpfe eines Dampfkessels hören lassen, nur viel stärker. Der eigentliche Kern derselben war, von der Wolke herab bis zur Spitze des Kegels, der so ziemlich den Erdboden erreichte, mit dampfartigen, von dem rasenden Wirbeltanze ebenfalls mit ergriffenen Dünsten umgeben. Während ihres Auftretens durchlief der Wind im weiten Umkreise die ganze Windrose, vom äussersten Südost über Westen bis zum äussersten Nordwest; nur nordöstlich und östlich, ungefähr eine kleine halbe Stunde vom Phänomen entfernt, behielt der Wind seine ursprüngliche Richtung. Die Windhose beschädigte Dächer, welche sie zufällig berührte, warf, indem sie längs der Leipzig-Dresdener Chaussee hinlief, zwei Männer in den Strassengraben, entwurzelte einige Kirschbäume am Strassendamme, zerriss einem Fuhrmanne einen Ballen Baumwolle und wirbelte dieselbe mit sich fort, bemächtigte sich eines Russbuttenkarrens und verstreute dessen Ladung im bunten Durcheinander mit dem Strassenstaube, indem sie sich in östlicher Richtung unserem Gesichtskreise entzog." (Quelle: H. Hunger, Unterhaltungen für Dilettanten und Freunde der Astronomie, Geographie und Meteorologie, 1852; recherchiert bei Google Books) Sommerfeld liegt im Osten der Stadt Leipzig.
August

Netzschkau (SN)

 28.08.1850 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 28. August erhob sich gegen Abend in der Gegend des Göltzschthales ein gewaltiger Orkan und Wirbelwind welcher in der Thalschlucht Bäume entwurzelte von einem jenseits des Thales und Waldes gelegenen Felde den gehauenen Klee auf den Viaduct führte und in Zeit von nicht zwei Minuten einen Theil der noch im Bau begriffenen siebenzehnten Gerüstetage an jenem zerstörte. Der Vorsehung ist es nicht genug zu danken, daß ein Menschenleben dabei nicht verloren gegangen. Glücklicherweise waren die Maurer mit ihrer Arbeit an der gefährdeten Seite Mittags fertig geworden und arbeiteten auf der andern Seite. Noch fünf in der Nähe befindliche Maurer kamen ganz unbeschädigt davon, ebenso die dort beschäftigt gewesenen Zimmerleute, von denen sich einer eben auf dem obern Rahmenstücke befand als der Orkan sein Wüthen begann. Der Abtheilungsingenieur und ein Zimmermeistier befanden sich ebenfalls an Ort und Stelle. Ersterer kam noch glücklich über die Laufbrücke, dagegen war Letzterer schon fortgerissen als der Ingenieur dahin kam und er mußte 6 - 7 Ellen hoch herabspringen da ihn der Sturm schon erfaßt hatte und er sich nicht mehr zu halten vermochte. Besinnungslos wurde ein Handarbeiter aufgehoben, welcher nebst zwei andern von dem herabstürzenden Holze auf der Böschung erfaßt worden war. Er ist wieder zur Befinnung gekommen und nach der vorläufigen Aussage des Arztes scheint keine gefährliche Verletzung vorhanden zu fein. Außerdem haben sich einige Arbeiter auf der Flucht leicht verletzt. Die auf der entgegengesetzten Seite beschäftigten Arbeiter haben nicht eher etwas bemerkt, bis sie von ihren fliehenden Kameraden zur Flucht aufgefordert wurden. Ein wesentlicher Nachtheil ist allerdings der Aufenthalt von mehreren Women welche dazu gehören um die zerstörte Gerüstetage wieder aufzustellen. Wäre sie bereits vollendet gewesen, so würde sie dem Orkan eben so kräftig widerstanden haben, als es die übrigen fertigen Etagen thaten. Da die gestrige Mittheilung im Abendjournale nicht ganz genau war, so hielt ich mich verpflichtet, der geehrten Kammer gegenwärtige Mittheilung darüber zu machen." (Quelle: Hilscher, Mitteilungen über die Verhandlungen des Ordentlichen Landtags im Königreiche Sachsen, Band 1, 1850)

Tornado in Netzschkau ( Skywarn)

Leipzig (SN)

 17.08.1842 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Tornado beobachtet und sehr ausführlich beschrieben. (Quelle: Allgemeiner Anzeiger und Nationalzeitung der Deutschen, Sonnabend, den 29. Julius 1843)

Tornado bei Leipzig 1842
Februar

Ober-Neundorf (SN)

 23.02.1836 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 23. Februar 1836 zu Oberneundorf bei Liegnitz eine Windhose." (Quelle: Correspondenzblatt des Königlich Württembergischen Landwirthschaftlichen Vereins,Königlich Württembergischer Landwirthschaftlicher Verein; Sammelband, S.310) - Nach dem Bericht traf eine Windhose am 23. Februar 1836 das Dorf Ober-Neundorf, 10 km nördlich von Görlitz, nahe der heutigen polnischen Grenze, damals zum Landkreis Liegnitz gehörend.
Dezember
Juli

Freiberg (SN)

 08.07.1834 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 8. Juli und den vorhergehenden Tagen Gewitter mit Blitzschlägen bei Freiberg in Sachsen. Am 8. eine Windhose daselbst." (Quelle: Correspondenzblatt des Königlich Württembergischen Landwirthschaftlichen Vereins,Königlich Württembergischer Landwirthschaftlicher Verein; Sammelband, S.346)
Mai

Oschatz (SN)

 31.05.1833 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Mai 1833 - Nach einer Meldung der Leipziger Volkszeitung vom 18.04.2000 trat im Mai 1833 ein Tornado in Oschatz auf. Näheres ist nicht bekannt.

Roßwein (SN)

 25.05.1830 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 24. und 25. Gewitterstürme in den meisten Gegenden von Sachsen; den 25. Windhose zu Roßwein (Königreich Sachsen) mit großen Verheerungen." (Quelle: Correspondenzblatt des Würtembergischen Landsirtschaftlichen Vereins; Bd.17; 1830; S.362)
Juli
April

Arnsdorf (SN),
Dittersdorf (SN),
Etzdorf (SN)

 23.04.1800 / Stärke (F5) Bestätigt
Dieser Tornado ist einer der beiden bisher bekannten F5-Fälle in Deutschland. Nach einigen Gewittern, die sich bereits mittags zusammenbrauten, baute sich in der Nähe von Freiberg eine besonders hohe Wolke auf, "in deren Mitte sich ein langer Schlauchähnlicher weißer Nebelstrahl zu bilden anfieng, an Größe immer zunahm, und sich abwechselnd zur Erde neigte, bald sich wieder der schwarzen Wolke näherte. Dieses geschahe unter steten schnellen Fortschwimmen der erwähnten Wolke. Nach wenigen Minuten näherte sich die Spitze dieses Schlauches ganz der Erde und strich mit unglaublicher Schnelligkeit mit Staub und Verwüstung begleitet, von Südwest nach Ost an der Oberfläche der Erde fort."(Quelle: Alfred Wegener: "Wind- und Wasserhosen in Europa")

Tornado in Hainichen 1800
Juli

Grimma (SN)

 17.07.1764 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"17.07.1764. "Wirbel-Wind". ca. zwei Minuten Dauer, 100 Schritt breite; schwere Schäden an Dächern, Wasser der Mulde "hatte berghoch gestanden und gleichsam in seinem ordentlichen Lauf aufgehalten"." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Christoph Albrecht, Grimmische Chronicka, 1761)
Juni

Frohnau (SN)

 15.06.1758 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Der Tornado trat in Frohnau bei St. Annaberg auf, Näheres ist nicht bekannt (Quelle: Fleming, J.R. and R.E. Goodman, 1994: International Bibliography of Meteorology. Diane Publishing Company, Upland, Pennsylvania, 701 S.)
Juli

Weißbach bei Zwickau (SN)

 02.07.1715 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freien Presse vom 25.05.2011 über die Geschichte des Kretschamweges in Langenweißbach bei Zwickau: "Unwetter schlug Schneise durch den Ort - Vor 295 Jahren ist in Langenweißbach der Kretschamweg entstanden. Nach Überlieferungen geschah am 2. Juli 1715 Folgendes: Am frühen Abend verdunkelte sich der Himmel. Ein schweres Unwetter bahnte sich an. Bis in die frühen Morgenstunden prasselte sintflutartiger Regen nieder. Starker Sturm und eine Windhose schlugen auf 150 Meter Breite eine Schneise quer durch den Ort, Bäume und Sträucher wurden entwurzelt. Durch Schlamm und Geröll sind Straßen, darunter auch die alte Weißbach-Kirchberger Straße, unpassierbar geworden. Etwa 400 Meter parallel zu dieser Straße entstand durch die Unwetterschneise ein neuer Weg in Richtung Kirchberg. Da dieser in der Nähe des damaligen Erbkretscham lag, erhielt er den Namen Kretschamweg."
April

Leipzig (SN)

 12.04.1712 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am Sonntage Jubilate, war der 17. April, erhub sich nach Mittag gegen drey Uhr ein gewaltiger und entsetzlicher Sturm-Wind, welcher viel Leute als sie aus der Kirche giengen, und viele auffgeschlagene Buden übern Hauffen warff, viel Dach-Ziegel zerbrach und herunter warff, auch in den Höltzern hin und wieder starcke Bäume ausrisse, und grossen Schaden verursachte." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Johann Jacob Vogel, Leipzigisches Geschicht-Buch oder Annales, S. 1054. - Leipzig, 1714)
Juli

Döbeln (SN)

 23.07.1707 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Den 23. Julii e. a. ließ sich ein hefftig Gewitter und schrecklicher Sturm-Wind hören, welcher Christian Glöckners, Christian Güldners, und August Rosts Häuser an denen Dächern sonderlich beschädigte, die grosse Linde auff dem Ober-Wehrde umstürtzete, und insonderheit derer Schweden Pagage-Wägen fast Gassenlang fort triebe, worauff den 21. August e. a. der Schwedische Abzug erfolgete. Alles Geträyde war währender ihrer Einqvartirung im leydlichen Preiße, massen der Schffl. Korn 1. Thlr. 12. gl. Gerste 1. Thlr. Hafer 18 gl. galt. Aber stracks nach ihrem Abzuge stieg das Korn auff 2. Flk. und das andere Getrayde nach der Proportion." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Mörbitz, Constantin, M. Constantini Mörbitzens, Archi-Diac. zu Döbeln, Chronica Doebelensia, oder Ausführliche Beschreibung Der Churfl. Sächsischen Stadt Döbeln, [...], S. 355. - Leisnig, 1726)
Mai

Wurzen (SN),
Zschorna (SN),
Hohburg bei Wurzen (SN)

 06.05.1706 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"... den 6. Mayi Abends gegen 5 Uhr erhub sich aus West-West Süden ein schrecklicher Donner und Wettersturm mit greulichen Hagel und Schlossen und ungeheuren Wassergüssen, so hauptsächlich Wurtzen, Lüptitz, Zschorna und Hohburg betroffen, die Winter Früchte erbärmlich zerschlagen, als wenn sie abgemäht gewesen, das Laub die Blumen und Reiser in die Rinden von Bäumen geschlagen. Und einer unerhörten Wasserfluth erregnet, dadurch Felder Wege greuclich inmaßen und wir große Noth hatten das Vieh zuretten wie dann etl. Rindvieh unter anderem eine Kuh etl. Schweine und viele Gänse umbt kommen sind. Gedencke dazu Hohburg!" (Quellen: Sterberegister Hohburg bzw. Manfred Müller, Hohburg - Beiträge zur Geschichte und Natur des Dorfes, Teil 1/1986). Weiteres zu diesem Sturmereignis: "Den 6. May entstund ein hefftiges Sturm-Donner-und Hagel-Wetter, welches durch den Wind gegen Morgen getrieben wurde, und unersetzlichen Schaden an Bäumen, Getraydig, Rindvieh, Schaafen hin und wieder thate, gestalt in Wurtzen die Ziegel auff den Dächern zerschlagen, die Fenster meistentheils zerschmettert, die Bäume von Laub und Blüthen kahl gemacht und abgestreiffet, das Getraide auff dem Felde nieder geschlagen und verderbet, auch viel Schaden und etliche Stück Rind-Vieh durch die grossen Hagel-Steine getödtet, und durch die Kälte bey anhaltenden starcken Regen und Ergiessung der Wasser entkräfftet wurden und erstarreten. Nichtsdestoweniger ließ der reiche GOtt seinen Seegen auff denen Wiesen und denen Feldern, welche die Schlossen nicht betroffen hatten, reichlich spühren." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Vogel, Johann Jacob, Leipzigisches Geschicht-Buch oder Annales, S. 977-978. - Leipzig, 1714)

Eilenburg (SN)

 22.05.1695 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Den 12 May / als an dem ersten Hl. Pfingst-Feyertage Nachmittags / ist es gantz trübe und finster am Himmel worden / und ein starcker grausamer Wind entstanden / der den Staub in die Lufft geführet / also daß man fast nirgends hin dafür sehen können / worauff ein schweres Gewitter erfolget / welches an vielen Orten / sonderlich hinter Merseburg / Schaffstädt / Naumburg und Querfurt etc. durch Schlossen und sonst sehr grossen Schaden / so wohl an Feldfrüchten / als auch an Fenstern und Dächern gethan." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Simon, Jeremias, Eilenburgische Chronica [...], S. 832 f. - Leipzig, 1696)
Juni

Breitenbrunn / Erzgebirge (SN),
Kirchberg (SN)

 30.06.1694 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Anno 1694 den 20 Junii geschach die fast unvergleichliche Inundation, welche nach 4 tägigem starcken Land-Regen an der Zwickauischen Mulda / Elster / Tzschopa / Chemnitz / auch der Elbe grossen Schaden an Menschen / Vieh und Gebäuden gethan. Jn der Nacht zwischen dem 13 und 14 Junii merckten etliche Bergleute aus der Sosa am Steinbach unter der Säu-Schwemme an der Joh. Georgen-Städter Holtzung / daß ein Regen und Donner kommen wolte / da sie sich nun in ihre Kau salviren wollen / sehen sie im Grunde nach Breiten-brunn einen großen wie Schwefel stinckenden Dampff aufsteigen / und hören einen schrecklichen Sturmwind aus der Erden ausbrechen / mit grossem Krachen und Prasseln / also daß er gantze Stücke der Erden mit allen darauff stehenden großen Bäumen etliche Stuben hoch in die Lufft geführet / und die Bäume mit den Gipffeln wieder zur Erden gestürtzet. 8 Tage darnach spürete man zum Eibenstock wiederumb eine grosse Erschütterung der Erden. Der grosse Felß zur Schwefel-hütte oder Neidhartsthal ist zerklöbet und stückweise eingefallen. Auf so erschüttettem Erdboden ist die grosse Fluth mit ungläublicher Geschwindigkeit gedachte Nacht vor dem 20 Junii gewallet kommen / daß die Fuhrleute / so mit Last-Wägen auf dem Lande gegen Zwickau gewesen / alles müssen stehen lassen / umb ihr Leben zu retten. Das Erdreich war alles locker und bebend / und haben die Leute umb Kirchberg eine Meile hinter Schneeberg gemercket / wie das Wasser häuffig aus der Erden heraus gewallet." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Ausführliche Beschreibung des [...] Ober-Erzgebürges, V. Eint., Cap. XVII. - Leipzig, 1747)

Johanngeorgenstadt (SN)

 26.06.1694 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Anno 1694 ergoß sich ein gewaltsamer Wettersturm über die Jngol- und Johann Georgen Stadt / welche die Claß-Hütte vom Grund wegrisse / mit grosser Gewalt bey gedachter Stadt vorbey grassirte / Pferde und ander Vieh ersäuffte." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Ausführliche Beschreibung des [...] Ober-Erzgebürges, V. Eint., Cap. XVII. - Leipzig, 1747)
September

Eilenburg (SN)

 18.09.1693 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Anno 1693. wurde den 8. Sept. wiederum ein Erdbeben so starck verspüret, daß die Frau und Kinder auf S. Wipperti Thurn umgefallen. Der Sturm-Wind ließ sich zu dreyenmahlen hören, und thät in den Wäldern grossen Schaden, risse auch auffm Walle etliche Linden-Bäume aus der Erden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Simon, Jeremias, Eilenburgische Chronica [...], S. 822 f. - Leipzig, 1696)
Mai

Zöblitz (SN)

 22.05.1692 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Anno 1695 indem am H. Pfingsttag entstanden schröcklichen Sturmwind, der strichweise in Hölzern, Gebäuden, Feldern großen Schaden angerichtet, hat Samuel Fritzsche zu Zöblitz gesehen, wie über den Gottesacker daselbst ein Knabe anzusehen 13 oder 14 Jahren, in der Luft mit angezogenen Beinen fortgeführet wurde." (Quelle: Familienforschung von Bernhard Pabst)

Sturm trägt Knaben fort ( Wetterchronik)
Dezember

Leipzig (SN)

 08.12.1681 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 28. Novembr. war ein grosser und gewaltiger Wind / welcher an Dächern in der Stadt und ausserhalb derselben an den Bäumen grossen Schaden that / warf auch einen auf der Wache stehenden Schumacher Abends umb 7 Uhr / von der Peters Pastey in den Graben / daß er den Rückgrad und den Arm 3 mahl zerbrach / darüber er auch nach wenig Stunden Todes verblichen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Vogel, Johann Jacob, Leipzigisches Geschicht-Buch oder Annales. - Leipzig, 1714, S. 813)
September

Augustusburg (SN)

 08.09.1672 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Anno 1672. den 29. Augusti fienge es an zu regnen / und stürmete dabey ein solcher Wind / der den Leuten hin und wieder die Häuser zerrisse / in Dörffern die Scheunen / Gärten und Feld-Zäune / den Hammerherren die Hütten und Kohlhäuser / die Bretmühlen und Waldhäuser nieder warff und in mancher Gemein 2 biß 300 fl. werth an Höltzern Schaden gethan. Jn Arensfeld / Steinbach / Grumbach / Reitzenhahn / in der Schmaltzgruben / zu Cunerdorff / auff Geyer / zum Breitenbrunn / um Schwartzenberg her / hat er grausem gestürmet / Häuser und die Bäume mit der Wurtzel aus der Erden umgewehet und niedergerissen. Auff den Churfl. Höltzern hat er über 6000 Thl. Schaden gethan." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Ausführliche Beschreibung des [...] Ober-Erzgebürges. - Leipzig, 1747, V. Eint., Cap. Xs)
Juni

Radeburg (SN)

 26.06.1670 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Im Jahre 1670. den 16. Jun. Nachmittags 2. Uhr / entstunde alhier / bey sonst stillem Wetter / ein unversehener starcker Sturm und Wirbel-Wind / welcher auf dem Alten Marckte etliche noch verhandene: insonderheit die Weissen-Zeug: und Klöppel-Spitz-Buden übern hauffen warff / und die Wahren in die Lufft führte / daß theils vor den Thoren in Gärten / thiels auf den Wällen und Pasteyen / theils auf den hohen Dächern der Häuser liegen blieben / es geschahe ziemlicher Schade / und ward für einen übernatürlichen Wind gehalten." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Antonius Weck, Der Chur-Fürstlichen Sächsischen weitberuffenen Residentz- und Haupt-Vestung Dresden Beschreib- und Vorstellung, Seite 539. - Nürnberg, 1679)

Geyersdorf (SN)

 05.06.1664 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 26. Mai, war der Donnerstag abends umb 7 Uhr, hat sich ein solcher Regen mit einem solchen starken Wind erhoben, daß man hat vermeinet, es wird alles zu Grunde werfen und alles zerbrechen. Es ist ja so stark erbebet, als ob ein Erdbeben darbei ist gewesen .So hat es in Städten solchen Schaden gethan, daß es bei David Lintzen seinen steinern Giebel hat eingeworfen samt der Feueressen und hat die Unterstubengewölbe eingeschlagen und das Stubengewölb und im Hausgewölb und hat seine Tochter, als Christina, erschlagen. [...] Bei der Gevatter Georg Schmitin der jüngeren ist die Feuereß auch eingefallen und hat die obern Fensterstöck auch mit runter geschlagen. Bei Hanß Zimmermann zwei Essen eingeworffen, die eine rauß auf den Markt, die andere in den Hof. Bei Christoff Meurer zwei Jubel runter geworfen, den einen in sein Haus, den andern in Bürgermeister Georg Schmiten Haus. Bei Gabriel Frentzel auch die Feueresse raus auf die Gassen, bei Wolf Groschob auch die Feueress auch eingeworfen. Und den andern Schaden, der in der Stadt geschehen ist." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Spreckel, Harms zum (Hrsg.), Des Kupferschmiedemeisters Ludwig Kleinhempel Hauschronik. Im Anhang: Die große Teuerung zu Annaberg im Jahre 1771. Nach den Originalen des Annaberger Ratsarchivs hrsg. von Dr. H. zum Spreckel, Medizinalrat. - Annaberg, 1927, S. 87)
Dezember

Großenhain (SN),
Blattersleben (SN)

 Jahr 1661 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Mai 1661 - "Ew. kurfürstlichen Durchlaucht gebe ich in Unertänigkeit zu vernehmen, es ist auch deroselben ohnedies gnädig bewußt, wie das der große ungeheure Sturmwind in dem ganzen Lande einen unaussprechlichen Schaden hin und wieder getan als auch gleichfalls mir und meinen armen Untertanen zu Blattersleben, indem es und viele Scheunen und Häuser zerissen und umgeworfen, daß es zu beklagen, auch wohl gar meinen und des Dorfes Ruin sein wird, wo ferner Euer kurfürstlichen Durchlaucht mir nicht die landesväterliche Mildigkeit gleich anderen wiederfahren lassen und mit etwas Bauholz mir und meinen Untertanen zu Wiederaufbauung zu Hilfe kommen und weil dann die Heiden ziemlich weit abgelegen, ausgenommen die Gävernitzer Heide [SSW. v. Großenhain], allwo der Wind gleich anderen großen Schaden getan. Als gelangt an Eure kurfürstliche Durchlaucht mein untertänigstes Bitten und Suchen, Sie wollen an den Forstmeister Friedrich Sieber die gnädigste Verordnung tun, damit er mir und meinen Untertanen ein 200 Stück Windbrüche, so zum Bau tüchtig, aus obgedachter Heide auf gnädigsten Befehl folgen lassen. Solches in Untertänigkeit vermögens nach hinwiederum zu verdienen, bin ich bereit und geflissen. [Dresden, den 8. Mai 1661: Befehl zu unentgeltlichen Ausreichung des Bauholzes]" (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Hauptstaatsarchiv, IRA Großenhain 1661/1662)- Weitere Recherche von Hans-Werner Gebauer, Regionalhistoriker: "14. Mai 1661 ? Von heute vor 350 Jahren existiert ein Gesuch des Hermsdorfer Müllers, dass ein ?großer Sturmwind daß Mühlgebeude beschädigett habe?. Der Müller bat um 30 Stämme aus der Laußnitzer Heide zur Reparatur, die ihm Ende Mai bewilligt wurden. Bei dem bisher in der Regionalgeschichte ziemlich unbekannten Ereignis, handelt es sich um ein ?tornadoähnliches Ereignis? wie es 2010 auftrat. Auch damals bahnte sich der Sturm einen Weg der Verwüstung von Großenhain Richtung Radeberg und suchte vor allem das Rödertal heim. Das konkrete Ereignis hat sich auf jeden Fall vor dem 8. Mai ereignet, denn das früheste Gesuch, das wegen des Sturmes im Sächsischen Hauptstaatsarchiv vorhanden ist, datiert vom 8. Mai 1661. In der Radeberger Stadtrechnung sind mehrere ?Tachscheden? aus dem Jahr bekannt."

Roßwein (SN),
Nossen (SN)

 19.12.1660 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Anno 1660. am 2. Advents-Sonntage, da man von den Zeichen des Himmels zu predigen pflegt, wütete ein grausamer Sturm-Wind durchs gantze Land, der viel Thürne und Dächer, Häuser, Scheunen und andere Gebäude ruinirte, in Gärten und Wäldern die Bäume aus der Erde risse, insonderheit zu Roßwein den vorderen Spitz-Thurn übern Kirch-Chore gar abstürtzte, und das Tach abdeckte, auch vom grossen Glocken-Thurne die Bleche abriß und in der Lufft rumführte, daß es schrecklich anzusehen gewesen. Dieser entsetzliche Sturm soll damahls fast durch gantz Deutschland unsäglichen Schaden gethan haben, wovon auch Professor Notnagel zu Wittenb. als ein berühmter Mathematicus selbiger Zeit, eine bsondere Disputat. publiciret, und selbigen als einen Vorboten neuer Land-Plagen gedeutet, [...]." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Johann Conrad Knauth, Alt Zellischer Chroniken Siebendter Theil, [...], S. 231. - Dresden; Leipzig, 1721)

Meißen (SN)

 19.12.1660 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Anno 1660. den 2. Advent. [...] gab sich an ein unerhörter Wind als ein Vorbote desselben an / der ein gantz Dorff bey Meissen / mit Wohnungen / Ställen / Scheunen und Bäumen biß auf 3 Höfe umgewehet / den Torgauischen Wald fast gar niedergeleget / bey Dippoldiswalde eine Schäferey niedergerissen und 100 Schafe erschlagen. Am gantzen Gebirge herauf hat er gantze Riegel Holtz auf den Bergen / auf den hohen Höltzern viel 1000 Bäume / auch Häuser und Scheunen niedergeworffen / auf Annen- und Marienberg hat er etliche 100 Thl. an Ziegeln- und Kirchen-Fenstern Schaden gethan / zu nahe Rückerswalde / Cunersdorff / Bärenstein / in Krandorff / Grunstädtel / Breittenbrunn / Pöle und Rittersgrün die Häuser zerrissen / aus den Kämmen geschoben und gar eingeworffen / und viel 1000 Bäume auf ihren Höltzern umgewehet. Bey der Preßnitz auff dem Reuschberg hat der Sturm einen mit 8 Strichen beladenen Korn-Karren mit samt dem Pferd umgestossen / als die Leute in Scheibenberg aus der Kirchen gehen wollen / meynte iedermann / der Sturm würde die Kirche eindrucken und die Leute in Lüfften wegführen / welche der Wind in die Höhe hube und wider GOttes Boden warff / sie wider ihren Willen an die Mauern schmisse / risse ihnen die Hüte / Mützen / Schleier / Schauben vom Halse und führte sie weg / jagte die Leute im Sprung und lauffend auff die Thüren zu / und warff sie um auff der Strassen und auff ebenem Weg / daß theils auff allen vieren kriechen müssen. Also haben die Winde auch Anno 1667. 1669. in diesem Gebirge gestürmet." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Ausführliche Beschreibung des [...] Ober-Erzgebürges, V. Eint., Cap. X. - Leipzig, 1747)
Mai

Großenhain (SN)

 22.05.1645 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"22. Mai: Grosse Wasserhosen bei Meissen und Grossenhain" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Wolf, F. Franz: Die klimatischen Verhältnisse der Stadt Meissen. Meissen 1890)

Meißen (SN)

 22.05.1645 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"22. Mai: Grosse Wasserhosen bei Meissen und Grossenhain" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Wolf, F. Franz: Die klimatischen Verhältnisse der Stadt Meissen. Meissen 1890)
Juni

Eilenburg (SN)

 21.06.1626 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 11. Jan. ist in angräntzenden Ländern ein Erdbeben gewesen / in hiesiger Stadt und Gegend aber sind umb dieselbige Zeit erschreckliche und schädliche Sturmwinde befunden worden / welche an Dächern grossen Schaden gethan." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Simon, Jeremias, Eilenburgische Chronica [...]. - Leipzig, 1696, S. 667)
Dezember

Ullrichsberg (SN)

 Jahr 1612 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Dezember 1612 - "Im Decembri entstunden abermahl grausame Sturm-Winde, so unzehlich viel Bäume zerbrachen und aus der Erde rissen, auch viel Häuser verderbten und theils gar umstürtzten: wie unter andern nächst bey Roßwein der Troschauer grossen Forwergs-Scheune begegnet, welche der Wind vom Berge herunter geworffen, und die Stücken weit und breit herum gestreuet." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Knauth, Johann Conrad, Alt Zellischer Chroniken Siebendter Theil, [...], S. 164. - Dresden; Leipzig, 1721)

Freiberg (SN),
Marienberg (SN)

 21.12.1612 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Anno 1612. im December erhub sich ein unerhörter Wind im Meißnerland / deßgleichen kein Mensch gedacht hat / also daß er vor dem Jüngsten Tag einer der größten gehalten worden / der hat an Kirchen / Gebäuden / Wäldern / Gärten / an Menschen und Viehe unbeschreiblichen Schaden gethan / von Kirchen die Thürme und Spitzen mit samt den Glocken gestürtzt und abgebrochen in der Stadt Meissen / zu Langenau / Wallisdorff Cunnersdorff / zum Elterlein / zu Brix in Böhmen und an vielen andern Orten / zu Freyberg hat es die Ziegelhäuser aufgedeckt / die steinerne Giebel und Aesten herab gerissen / zu Marienberg viel neue Häuser / die kaum ein Jahr gestanden / eingeworffen und drunter 1 Mäglein erschlagen.
Zu Elterlein hats 2 Häuser gar und die Vorwercke auf und vor dem Brunels halb eingerissen und etliche 40 Fuder Heu in die Lufft geführet und als in Elterlein im Mittage eine Leiche solte zum Grabe getragen werden / nahm der Wind einen Schulknaben aus dem Hauffen in die Lufft und warff ihn über einen Holtzstoß unter die Trauer-Weiber ohne Schaden [...] wie denn der Sturm unterdeß ein Hauß auf der Kirchgassen hatte niedergerissen / und bald hernach die lange Kirchspitze von der Kirchen glatt abgebrochen und herab gestürtzet hat.
Zum Scheibenberg hats 2 Häuser abgestürtzet und 2 Scheunen am Gesparr und Balcken so ruinirt / zerzerret und mit den Schindeln / Latten und Brettern in der Lufft so wunderlich gespielet / daß die Leute es vor gar nichts guts gehalten.
Jn Annaberg ist fast kein Hauß unbeschädigt blieben und hat der Wind die Kirchen-Fenster jämmerlich zerrissen / und die Leute von der Gassen an die Häuser geschmissen. Jn Böhmen hat er viel Schäfereyen eingeworffen und die Schafe erschlagen / die Getreyd-Schöber im Felde gewaltsam zerrissen / zerstreuet und über halbe und Viertel Meilweges weit fortgeführet.
Zwischen Neudorff und Crotendorff hats einen gantzen Busch umgewehet / und bey Scheibenberg den halben Wald der Schletner an der Viehetrifft / als wenn eine Schlacht geschehen wäre unter den Bäumen.
Jm Raths-Wald der Stadt Annaberg sind über 12000 Schrägen Holtz niedergebrochen / daß sie etliche Jahr drüber aufzuhauen gehabt.
Auf den Böhmischen und Churfl. hohen Wäldern hat der Wind auf 200000 Schragen Holtz Schaden gethan und niedergerissen / die schönsten alten 3 und 4 kläffterige Bäume und Tannen sind creutzweise über einander gelegen / haben Wege und Stege verbrochen / daß man 4 Wochen lang die Landstrassen über das Gebirge räumen müssen / die Bäume haben viel Wild erschlagen und auch den Berggeschwornen von der Preßnitz.
Wofern die Leute sich nicht in auf die Waldhäuser hätten rettirirt / die aus Böhmen gereiset / wären sie von Bäumen erschlagen worden: die auch nicht anders denn mit übersteigen und durchkriechen über und durch den Wald haben kommen können.
Die wilden Thiere / Bären / Schweine / Hirschen / und andere sind zum Theil erschlagen / theils von Sturm und Geprassel der Bäume so scheu worden / daß sie auff den Blösen / also wütend hin und wieder gelauffen und vor Furcht und Angst nicht gewust / wo sie bleiben solten. Endlich haben sie sich an die Waldhäuser / die voller Leute / vor dem Toben des Windes salvirt / in die Höfe gelauffen und bey den Menschen Schutz gesucht / und weil der Wind viel Bäume an der Wurtzel loß und ledig gemacht / sind dieselben bey schlechtem Wind entweder vollend umgebrochen oder stehend verdorret." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Ausführliche Beschreibung des [...] Ober-Erzgebürges, V. Eint., Cap. X. - Leipzig, 1747)

Elterlein (SN)

 21.12.1612 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Zu Elterlein hats 2 Häuser gar und die Vorwercke auf und vor dem Brunels halb eingerissen und etliche 40 Fuder Heu in die Lufft geführet und als in Elterlein im Mittage eine Leiche solte zum Grabe getragen werden / nahm der Wind einen Schulknaben aus dem Hauffen in die Lufft und warff ihn über einen Holtzstoß unter die Trauer-Weiber ohne Schaden [...] wie denn der Sturm unterdeß ein Hauß auf der Kirchgassen hatte niedergerissen / und bald hernach die lange Kirchspitze von der Kirchen glatt abgebrochen und herab gestürtzet hat." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Ausführliche Beschreibung des [...] Ober-Erzgebürges, V. Eint., Cap. X. - Leipzig, 1747)

Scheibenberg (SN)

 21.12.1612 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Zum Scheibenberg hats 2 Häuser abgestürtzet und 2 Scheunen am Gesparr und Balcken so ruinirt / zerzerret und mit den Schindeln / Latten und Brettern in der Lufft so wunderlich gespielet / daß die Leute es vor gar nichts guts gehalten." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Ausführliche Beschreibung des [...] Ober-Erzgebürges, V. Eint., Cap. X. - Leipzig, 1747)

Zittau (SN)

 08.12.1612 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Die eod. [.12.08.1612] hat auch der Sturmwind zur Zittau / den Thurm zum heiligen Creutze / von dem Rath-Thurme das obere Durchsichtige mit der Viertel Glocken / und von dem Mönchen Thurme in der Mitten grosse Spitzen von den Werckstücken hinunter geworffen / viel Häuser auffgedecket / die Bäume aus der Erden gerissen / und in denen Gärten und Wäldern unaussprechlichen Schaden gethan." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Heinrich Roch, Neue Laußnitz- Böhm- und Schlesische Chronica [...], S. 422f. - Torgau, 1687)

Görlitz (SN)

 08.12.1612 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Ein hefftiger Sturmwind hat zu Görlitz den 8. Decembr. [1612] dem Kupffer-Dache der Kirchen ein groß Stücke herauß gerissen / auff der Laubnischen Strasse ein Hauß umbgekehrt / viel Gebäude beschädiget / viel tausend Bäume in Gärten und Wäldern umbgerissen / und zerbrochen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Heinrich Roch, Neue Laußnitz- Böhm- und Schlesische Chronica [...], S. 422. - Torgau, 1687)
März

Görlitz (SN)

 11.03.1598 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Anno 1598. erhob sich den 11. Martii umb Görlitz ein Wind / fügte den Bäumen und Gebäuden grossen Schaden zu: In der Vorstadt rückte er eine Scheune 9. Viertel der Ellen weit / von der Stelle hinweg / und warff viel tausend Stämme Holtz in den Wäldern und Häyden umb. Zu Geißdorff warff er auf des Raths Vorwerck einen grossen Schaf-Stall übern Hauffen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Heinrich Roch, Neue Laußnitz- Böhm- und Schlesische Chronica [...], S. 412. - Torgau, 1687)

Grimma (SN)

 11.03.1598 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Anno 1598 am Fastnachten [28.02.] ist 3 tage an einander ein erschrecklicher großer windt gewesenn, Vnndt hatt in Stedten die Ziegel von Dechern geworffen, Die blancken nieder gelegt, vndt vf etzlich Dorffern die heuser, scheunen vndt stelle eingerissen, auch in weldenn die beume auß gerißen vndt etzlich nieder geschlagenn, Das erschrecklichen wahr zu sehen vndt zu horen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Chronicon Ascaniense, [-1728], S. 643. - In: Abel, Caspar, Sammlung etlicher noch nicht gedruckten Alten Chronicken [...]. - Braunschweig, 1732, S. 524-688)
Juni

Annaberg-Buchholz (SN)

 16.06.1594 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"[01.06.: schwerer Sturm, Bäume entwurzelt, Häuser zerstört]" (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie App. 1710: Jenisch, Paul, Historia / Der Stadt St. Annabergk zu Meißen / gelegen. In zweyen Büchlein begriffen. [...], I.1. - Annaberg, 1628, I.1, S. 86 b; Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden)
Oktober

Eilenburg (SN)

 11.10.1585 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 1. Oct. ist ein ungeheurer grosser und bey Menschen-gedencken unerhörter und ungewöhnlicher Wind gewesen / welcher an Dächern und Häusern grossen Schaden gethan / ingleichen Bäume außgerissen / Wind-Mühlen umbgeworffen etc." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Simon, Jeremias, Eilenburgische Chronica [...]. - Leipzig, 1696, S. 601)
November

Freiberg (SN)

 20.11.1582 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Den 10. Novembr. ist ein grawsamer Wind gewesen / welcher die drey steinern Creutze auff dem Wege nach dem Brande / davon ich sub Anno 1574. meldung gethan / eingeworffen / die Werckstücke dran zerschmettert / und eine Magd / so Semlen aus der Stadt getragen / und drunter geruhet / erschlagen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Moller, Andreas, Theatrum Freibergense Chronicum, Beschreibung der alten löblichen BergHauptStadt Freyberg in Meissen [...]. - Freiberg, 1653, S. 344)
August

Annaberg-Buchholz (SN),
Eppendorf (SN),
Freiberg (SN)

 06.08.1568 / Stärke (n. bek.) Verdacht
In der Ortschronik von Eppendorf wird von einem "schrecklichen Sturmwind" berichtet, der Angst, Schrecken und Zerstörng angerichtet habe. Datum: 27.07.1568 (nach heutiger Rechnung 06.08.1568). Aus weiteren Quellen: "Den 27. Julii früh zwischen ein und zwey uhr hat sich ein jehlinger Sturmwind zu und umb Freybergk erhoben / darauff ein Erdbeben im gantzen Ertzgebürgischen Kreise mit grossen heulen und brausen gespüret worden / daß alles geschüttert / und sich jederman drüber entsetzet." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Moller, Andreas, Theatrum Freibergense Chronicum, Beschreibung der alten löblichen BergHauptStadt Freyberg in Meissen [...]. - Freiberg, 1653, S. 293) und "Am 27. July hat sich ein mächtiger Sturmwind erhoben, dorauff in gantzen ertzgebürgischen Creise ein Erdbeben, mit großen Brausen gehöret worden, das alles erschüttert, und sich jedermann drob entsetzet." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Arnold, S. 200)
Januar

Grimma (SN)

 31.01.1562 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Januar 1562 - "Anno 1561 den Freitag nach dem heiligen Christage, das ist der 27. Decembris [falsche Datierung: Freitag nach dem Christtag war der 26.12.], am tage der Vnschuldigenn Kinderlein [28.12] [Feuerzeichen, darauf:] 2. Ist auch eine grosse Dürrigket eingefallen vnndt sindt grosse gefehrliche wetter kommen, vnndt haben grossen schaden gethan an vielen orttenn, 3. Seindt auch vber aus große winde kommen auff die Durrung vnndt haben welde, Dörffer, gemauerte Turme, Schaff stelle nieder gerissen vnndt gefellet, auch große Eychenn auß der Erdenn mit wurtzeln gerissen vnndt vmbgeworffen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Grimmische Chronica, darinnen viel vnndt mancherley alte Geschichte von Anno Christi sieben biß Anno 1600 begriffen vndt beschrieben werden. - Grimma, nach 1600.)
August

Freiberg (SN)

 24.08.1559 / Stärke (F3) Bestätigt
" Den 14. Augusti hat sich zu Freybergk der Himmel nach Mittage umb zwey uhr mit Ungewitter plötzlich überzogen / daß es so tunckel und finster worden / als wenn es abend were / und ist erstlich ein hefftiger Sturmwind mit gewaltigen prasseln entstanden / welcher unter andern einen Mühlwagen mit vier Pferden auff dem Marckte drey mal umb ring geführet / und so grausam auff die Häuser gestürmet / als wenn alles in grund gehen wolte; Darauff geschwinde ein harter Donnerschlag nach dem andern mit steten wetterleuchten und plitzen erfolget / auch solche grosse ungehewre Schlossen und Hagelsteine gefallen / dergleichen man kaum dieser Gegend erfahren; Denn etliche sind als zimliche Boßkugeln groß / am Gewichte drey Pfund und drey Viertel schwer gewesen / andere wie Gänse und Hünereyer / grösser und kleiner / in mancherley gestalt und formen / theils rund / theils viereckigt / theils mit Zacken wie Creutze / Spangen und Rosen an Gürteln / dadurch die meisten Fenster / und viel tausend Ziegel auff den Dächern zerschlagen / die stücken davon mit grosser ungestüm von einem Hause zum andern / auch zun Fenstern hinein geworffen / viel Arbeiter im Felde verwundet / Pferde / Kühe / und sonderlich das Geflügel / zahm und wild niedergeschmissen / die Bäume verderbet / und die Gebäwde also beschädiget worden / daß man nur an Dachziegeln nicht so viel in einem gantzen Jahr brennen können / als man zu wiederbelegung der abgedeckten Häuser bedürfftig / und unter dessen Schindeln brauchen müssen. Noch ists zu Bobritz / da obengedachte Hand vorigen Tages gesehen worden / viel ärger zugangen / denn eben diese zeit der gantze Himmel allda voll Fewer gewesen / auch etliche klumpen herab gefallen / die viel Bäume und Gebüsche versenget / und grosses schrecken verursachet. Drauff ein gewaltiger Wirbelwind sich erhoben / der etliche Bawerhöfe mit Scheunen / Ställen / Backhäusern und andern Gebäwden in einem Hui mit grossen krachen in Hauffen geworffen / die Dächer stückweise über den Torantischen Wald in Lüfften weggeführet / das Holtz / Bettgewand / Leilach und Kleider in eine fast ungläubliche weite verwehet / und also gewütet / daß es nicht wol mit Worten zu schreiben / und die meisten gemeinet / der letzte Tag des HERRN were verhanden / und Himmel und Erde würde über einen hauffen gehen. In des einen Bawers Garten hat es viertzig starcke fruchtbare und tragende Obstbäume mit den Wurtzeln aus der Erden gerissen / und en einen / welcher klafftrich gewesen / über eine Scheune hinweg ins Wasser gestürtzet / auch einen grossen Wacken und Stein / der halb in der Erde an eines andern Baums Wurtzel gelegen / und sechs Ellen in umbfange gehabet / mit solcher gewalt sambt dem Baume heraus gehoben / daß der Stein neun Schritte zurücke geprellet / der Baum aber vierzehn Schritte von seiner stäte funden worden. Für einer Witwen Hause hat er einen Rüstwagen hinweg genommen / und in der Höhe über fünff und achtzig Schritte weit biß ans Wasser geführet / da er ihn wider eine alte zerstümmelte Linden geworffen / daß die Räder davon gesprungen / und die Axen zerbrochen. Im Garten neben diesem Hause hat er alle Obstbäume entzwey geschlagen / etliche wie Wieden umbgedrehet / auch den einen / der unten am Berge gestanden / hoch auff den Berg hinauff gesetzet / und sonst alles wunderlich umb und umb gekehret / und trefflichen schaden gethan. Doch hat bey so grausamen gefährlichen Wetter der gütige Gott / gleich wie in der Stadt / also auch in diesem Orte die Menschen gnädigst behütet / daß keiner umbkommen. etliche sind zwar in ihren Häusern verfallen / und hat man zu ihnen räumen müssen / haben doch am Leibe keinen schaden genommen. Peter Grimmer ein Bawersman / der nur zwey Jahr zuvor ein gantz new Hauß auffgebauet / als die ungestüme angangen / ist er mit seiner Frawen und fünff kleinen Kindern in die Stube gelauffen / und in einen Winckel gekrochen / unterdessen hat das Wetter das Dach mit dem Obertheil der Stuben hinweg gerissen / und davon geführet / auch alsbald drauff den Leym / sambt den Trämen und Balcken / die Stubenwände / Fenster / Ofen / Thür / und das gantze Hauß in hauffen gestossen / daß nichts stehen blieben / so nicht zerbrochen oder zufallen / als der kleine Winckel oder Räumlein / etwan fünff Schuch lang und breit / da die armen und betrübten Eltern mit den kindern / welche sie mit ihren Armen und Leibern bedecket / gesessen. Eine Witfraw die Martin Lehmannin / als sie ihre Kinder und Magd zum Gebete vermahnet / und auff die Knie niedergefallen / ist das Hauß und Stube über und neben ihr eingangen / nur an dem Orte / da sie mit den Kindern auff den Knien gelegen / sind die Breter der Stubendecke / durch Gottes wunderbare Schickung / an einem Balcken behangen blieben / als auch der Sturmwind einen grossen langen Sparren von des Nachbars Hause / über zwey und dreissig Schritte weit / zum Stubenfenster hinein wie ein Pfeil / gleich nach dieser Fraw und den ihrigen geschossen / hat doch Gott der HERR solches abgewendet / daß gedachter Sparren ihnen nichts geschadet / sondern nechst bey ihnen weg in Ofen hinein gefahren. Dergleichen wunders mehr ist in diesem schrecklichen ungewitter geschehen / welches theils in einer besondern relation, theils in D. Andr. Muscul. tractat von des Teufels Tyranney / Macht und Gewalt / ingleichen in speculo mundi indurati Sigismundi Svevi und andern Orten umbständiglich erzehlet wird / wie es auch M. Mich. Hempel Carminicè beschrieben / und in Druck gegeben. Dabey denn zu notiren / daß die Bäume / die in diesen ungestümen Wetter von Sturmwinde niedergeschlagen worden / und noch etwas in der Erden mit den Wurtzeln stehen blieben / und Michaelis so schön geblühet haben / daß man sich drüber verwundern müssen / weil an den andern Bäumen / die keinen schaden von Wetter genommen / solches nicht geschehen. >" (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Andreas Moller, Theatrum Freibergense Chronicum, Beschreibung der alten löblichen BergHauptStadt Freyberg in Meissen [...], S. 271-274. - Freiberg, 1653)

Elterlein (SN)

 19.08.1556 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Anno 1556. am Abend S. Laurentii [09.08.] um 8 Uhr kam ein grausam Wetter mit einem Sturmwind / Donner und Blitzen über Elterlein / daß die Lufft erschrecklich brausete / es warff Feuer wie Kugeln / die auff dem Marckt herum lieffen / als wolte es alles anzünden. Andreas Unger / der Zeit Pfarrer / ließ die Leute zum Gebet vermahnen und das kleine Kirchen-Glöcklein im spitzigen Thurm läuten / da risse der Sturmwind den halben küpfern Kopf / drein 6 Metzen Korn gegangen / von der Kirchspitzen / und warff ihn auf den Hüttenhof / deckte die Kirche / Pfarre / Schul- und andere Häuser auf / alle Gassen lagen voller Schindeln und Bretter von Giebeln / und haben die Leute nicht anders gemeynet / es klingen Paucken und Posaunen unter einander." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Beschreib. des...Ober-Erzgebürges, V. Eint., Cap. X)

Meißen (SN)

 31.08.1552 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Desgleichen windt war auch im lande zu Doringen, Meißen und der Margke etc. Zu Brunschwig warff er auch einen großen thurm hernieder. An etlichen orten (wie woll ungleublich düncken mocht) hats die menschen aufgehoben und in den lüfften viel wegs umbgefüret und ohne schaden wider nider gesatzt. Viel leut wolten halten, es were ein Erdbibungk gewesen, welchs dan auch woll gleublich ist." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Forts. Magdeb. Schöffenchr., S. 77)

Annaberg-Buchholz (SN)

 31.08.1537 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, August 1537 - "Jm August hat sich alhier der Himmel Mittags mit Ungewitter plötzlich überzogen, daß es so dunckel und finster worden, alß wenn es Abend wehre, und ist ein hefftiger Sturmwind mit gewaltigen Praßeln entstanden, welcher ein Mühlwagen mit 4 Pferden auff dem Marckt etliche Mahl umb rings geführet, wie auch sonst ein Rüstwagen hinweg genommen, und in der Höhe über die Stadtmauren geführet, ja so grausam auff die Häuser gestürmet, alß wann alles zu Grund gehen wollte. Dorauff ein harter Donnerschlag nach den andern mit steten Wetterleuchten und Blitzen erfolget, der gantze Himmel voll Fewer gewesen, daß etliche Klumpen herab gefallen, welche viel Bäume versenget, und groß Schrecken verursachet, daß jederman vermeinet, der jüngste Tag wehre vorhanden, Himmel und Erden würden über einen Hauffen fallen. Johann Fligger ein Kupferschmied, sehr dick von Leib, ist von des Rathhauses-Thürmlein, welches er mit Kupfer gedecket, herunter in den Bleyhoff gefallen, aber durch den Schutz der Engel also behütet, daß er an seinen Leibe gantz keinen Schaden genommen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Arnold, S. 170-171)
Februar

Alt-Zella (SN)

 04.02.1530 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"In anno 1530 jar an S. Sebastianstag [20.01.] so weyet der windt zue Weyga den kirchenthurn umb und veil heüsser in derffern, auch baum in walden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Roder (Hg.), S. 191)
Dezember

Torgau (SN)

 Jahr 1525 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1525 - "1410 verheerte ein Sturmwind - denn von Sturm und Wetter wimmeln die Chroniken - ganz Meißen und Thüringen und 1525 raste einer so heftig bei Torgau, daß 54 Kühe durch einen Windstoß in den Teich geworfen wurden." (Quelle: Friedrich Joseph Grulich, J. Chr. A. Bürger, Friedrich Joseph Grulich's Denkwürdigkeiten der altsächsischen kurfürstlichen Residenz Torgau aus der Zeit und zur Geschichte der Reformation, nebst Anhängen und Lithographien. 1855)
August

Meißen (SN)

 15.08.1413 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 5. August 1413 erhob sich ein so gewaltiger Sturm, daß Nachmittags um zwei Uhr zwei Thürme mit sieben Glocken umstürzten. Dabei hagelte es so sehr, daß der Hagel alle Ziegeldächer und Fenster einschlug, so das kaum dreißig Häuser unversehrt blieben. Die Bäume wurden mit den Wurzeln aus der Erde gerissen, das längste Brückenjoch wurde von den Fluthen der Elbe und Triebische mit fortgenommen, und auf den Gassen der Stadt konnte man bis an das Franciscanerkloster auf Kähnen fahren." (Quelle: Moritz Grünewald, Die Meißner Chronik: Von Erbauung der Stadt, bis zum Jahre 1588: nebst einem Anhang, Band 1, 1829)

Verdachtsfall Meißen ( Skywarn)
Mai

Meißen (SN)

 31.05.1163 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt - "Um Pfingsten: In der Gegend von Meissen regnet es während eines schweren Wirbelsturmes Eisen [vielleicht Meteorfall?]" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Fabricius, Georg (gest. 1571): Rerum Germaniae magnae ... volumina duo ... ac rerum Misnicarum libri septem. Herausgegeben von Jacob Frabricius. Leipzig 1609)