Bisher 106 bestätigte, dazu 3 Plausible und 119 Verdachtsfälle
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September
Juni

Vesser (TH)

 06.06.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von in Südthüringen vom 06.06.2017: "Windhose fegt durch Vesser und wirft Baum auf eine Freileitung - Kurz, aber heftig schoss am Dienstag kurz 14 Uhr ein Unwetter durch das beschauliche Vesser. Mancher im Ort spricht von einer regelrechten Windhose, die in Sekundenschnelle durch den Ortsteil gefegt ist. Vesser - Kurz, aber heftig schoss am Dienstag gegen 14.10 Uhr ein Unwetter durch das beschauliche Vesser. Mancher im Ort spricht von einer regelrechten Windhose, die in Sekundenschnelle durch den Ortsteil gefegt ist. Schnell und heftig. So heftig, dass auf einer Fläche von etwa 50 mal 50 Metern im Bereich der Breitenbacher Straße Bäume umgeworfen und umgeknickt wurden wie Streichhölzer. Vier stattliche Bäume seien quer über die Straße gefallen und im Fallen habe einer der Bäume eine Niederspannungsleitung mit nach unten gerissen und den Mast mit sich gezogen, teilt Daniel Wiegmann, Sprecher der Suhler Feuerwehr, auf Anfrage von Freies Wort mit. Daraufhin ist der Störungsdienst der Stadtwerke Suhl/Zella-Mehlis (SWSZ) informiert worden. Fachleute wurden vor Ort geschickt und die haben die Stromversorgung in diesem Bereich unterbrochen, damit die Kameraden der Feuerwehr ungefährdet ihre Arbeit machen konnten. Je sechs Kameraden von der Suhler Hauptwache sowie von der Freiwilligen Feuerwehr Vesser befreiten die Straße mit Kettensägen und Manpower von den Baumsperren. Derweil haben auch Mitarbeiter vom Thüringen Forst den Schaden besichtigt. Ein großer Baum ist auf ein Grundstück gefallen - knapp neben ein Haus. Glücklicherweise aber sei hier kein größerer Schaden zu verzeichnen. "Wir haben einige Kollegen nach Vesser geschickt, um den Schaden so schnell wie möglich zu beheben und die Zeit des Stromausfalls in diesem Bereich in Grenzen zu halten", sagt Reinhard Koch, der Geschäftsführer der SWSZ auf Anfrage. Er bestätigt, dass ein kräftiger Baum auf eine Niederspannungsleitung gefallen sei und diese zerstört habe. Wie Anwohner berichten, sei eine Windhose durch den Ort gesaust und hätte für die Schäden gesorgt. Dies ist meteorologisch jedoch noch nicht bestätigt. Verletzt wurde durch die Folgen des kurzen, aber heftigen Unwetters niemand." - Die Uhrzeitangabe im Beitrag ist wahrscheinlich nicht korrekt.

Windhose fegt durch Vesser und wirft Baum auf eine Freileitung (in Südthüringen, 06.06.17)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Mai
September

Auma (TH)

 04.09.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Ostthüringer Zeitung vom 06.09.2016: "Windhose zerstört Firmengebäude in Auma - Als am Sonntagabend ein lokaler Sturm quer durch Auma fegte, riss er nicht nur Bäume um. Beim Holz- und Imprägnierwerk deckte er auch ein komplettes Dach ab und hinterließ großen Sachschaden. Auma-Weidatal. Blieb Auma vom Unwetter eine Woche zuvor weitestgehend verschont, fegte am Sonntagabend eine Windhose durch die Stadt. "Es ging in der Schwarzen Allee los und dann zwei Kilometer quer durch Auma", berichtet Stadtbrandmeister Peter Fischer. Um 19.32 Uhr seien die Feuerwehren Auma, Muntscha, Krölpa und Zeulenroda alarmiert worden, die schließlich an sechs Einsatzstellen zu Hilfe kamen. Am schlimmsten getroffen hat es das Aumaer Holz- und Imprägnierwerk im Wüstenwetzdorfer Weg. "Ein Nachbar der Firma hatte mich gleich angerufen und informiert, dass es eine Platte weggeblasen hätte", schildert Geschäftsführer Frank Ehrenpfordt, der sich sogleich ins Werk begab. Dass er dort auf einen Trümmerhaufen stoßen werde, damit habe er nicht gerechnet. "So etwas haben wir hier noch nie erlebt. Das Dach einer circa 30 mal zehn Meter großen Mehrzweckhalle hatte es komplett abgedeckt und im Ganzen gegen die Produktionshalle geschleudert, wo wiederum Dach und Außenwand beschädigt wurden", beschreibt Ehrenpfordt die Ereignisse. Noch am Abend sei die Versicherung vor Ort gewesen und habe später die Freigabe erteilt, sodass schon am Montagfrüh mit den Aufräumarbeiten begonnen werden konnte. Die Produktion hingegen stand gestern still. "Wir müssen ja erst einmal sicherstellen, dass das Gebäude sicher ist" so der Geschäftsführer. Zwar sei der erste Eindruck des Statikers insofern gut gewesen, dass die Produktionshalle nicht gefährdet ist, eine abschließende Beurteilung stehe aber noch aus. "Heute müssen wir dennoch rundum alles peinlichst sauber machen, um sicherzugehen, dass wir keinen Riss oder irgendetwas anderes übersehen haben", so Ehrenpfordt. Was die Mehrzweckhalle betreffe, handele es sich wohl um einen Totalschaden, denn dort ist gleichzeitig auch eine komplette Wand eingestürzt. Noch kann der Geschäftsführer nicht einschätzen, was aus der Halle werden wird. Und auch nicht, wie hoch der Schaden für das Aumaer Werk ist. "Da möchte ich vorsichtig sein", sagt er mit Blick auf eine Prognose. Ahnend, dass die Summe wohl sechsstellig ist." - Nach Angabgen von Anwohnern traf der Wind zeitgleich mit Starkregen ein, ein Downburst (Gewitterfallböen) ist in diesem Fall wahrscheinlich.

Windhose zerstört Firmengebäude in Auma (Ostthüringer Zeitung, 06.09.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Weira (TH)

 04.09.2016 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:55 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Ostthüringer Zeitung vom 07.09.2016: "Windhose deckt in Weira Dächer ab und entwurzelt Bäume - Weira. "Wir hatten unwahrscheinlich großes Glück, dass uns der Gewittertornado nur am Rand gestreift hat", sagte Martin Jacob am Dienstag. Etwa 200 Meter nördlich der Wohnlage müsse der am Ort vorbeigezogen sein, schätzt er. Mittlerweile hat er einen Überblick, was die Windhose am Sonntag in und um seinen Ort so angerichtet hat. Ähnlich wie beispielsweise in Friedebach, das vom Unwetter großen Schaden genommen hat, habe der Spuk auch in Weira kaum mehr als eine Minute gedauert. "Die Rede ist von 80 bis 100 Sekunden", berichtet der Bürgermeister. Viele Einwohner hätten gedacht, dass der Sturm ihre Fenster eindrücke. Er sei aus Richtung Kospoda aufgezogen. Außerdem hätte großer Lärm geherrscht. Kurzzeitig sei der Strom ausgefallen, weshalb Martin Jacob davon ausgeht, dass der Blitz in einen Mast im Ortsteil Krobitz eingeschlagen hat. Auch Telefonmasten seien abgebrochen. Weiterhin sind zahlreiche Bäume im Ort und am Wald entwurzelt worden. Im Wohngebiet seien Dächer teilweise abgedeckt worden. Am schlimmsten getroffen hat es aber wahrscheinlich eine Feldscheune der Landgenossenschaft Oppurg, die nahe Krobitz steht und in der Heuballen gelagert werden. "Das Dach ist wirklich fast komplett abgedeckt", berichtet Martin Jacob. Am Montag seien Mitarbeiter der Landgenossenschaft unterwegs gewesen, um die herabgewehten Wellblechplatten einzusammeln. Im Ort liefen die Aufräumarbeiten teilweise auch noch am Dienstag. Auch eine Kuriosität ist dem Bürgermeister zugetragen worden. So habe der Wind in der Gartenanlage im Tal eine Rehraufe erfasst und über einen 1,50 Meter hohen Zaun gehoben. Als sie dann aber wieder zu Boden kam, sei sie nicht zerborsten, sondern so gelandet, als hätte sie schon immer an der Stelle gestanden."

04.09.2016 I Krobitz/Weira (SOK) Schadensanalyse (inkl. Luftbilder) (Thüringer Storm Chaser)
Windhose deckt in Weira Dächer ab und entwurzelt Bäume (Ostthüringer Zeitung, 07.09.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Friedebach (TH)

 04.09.2016 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:50 Uhr MESZ. Eine breite Schneise führte nur wenige Meter an den Häusern des in einem Tal gelegenen Friedebach vorbei. Innerhalb der Schneise gab es Totalschäden mit einen deutlich zyklonalen Fallmuster der Bäume. Das bedeutet, dass sie in einem Halbkreis auf der linken Seite der Schneise quer zur Zugrichtung oder sogar entgegen gefallen sind. Das Stormtrackign von kachelmannwetter.com zeigt genau in dem Bereich starke Rotation der auslösenenden Gewitterzelle an.

04.09.2016 I Friedebach (SOK) - Schadensanalyse ink. Luftbilder (Thüringer Storm Chaser)
Starker Tornado vom vergangenen Sonntag bestätigt (kachelmannwetter.com, 11.09.16)
Fotos der Schäden (Facebook)
Windhose verursacht große Schäden in Friedebach (Ostthüringer Zeitung, 05.09.16)
Starker Tornado im Saale-Orla-Kreis bestätigt! (Thüringen24, 11.09.16)
Thüringens warmer September war kühler als anderenorts (Thüringer Allgemeine, 08.10.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Heyda (TH)

 04.09.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: vermutlich gegen 18:00 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 06.09.2016: "Tornado zog über Heyda - Heyda. Am Tag danach liegen die abgesägten Bäume und abgebrochenen Äste neben der Schmerfelder Straße unterhalb der Abzweigung zum Stausee Heyda. Die Heydaer Feuerwehr war am Sonntagabend von 18.50 bis 21.08 Uhr mit neun Leuten im Einsatz, nachdem vermutlich ein Mini-Tornado oder eine Windhose Heyda gestreift hatte. An der Schmerfelder Straße oberhalb eines Gartenanlage fielen drei Eichen und Obstbäume um, die Straße musste zur Beräumung gesperrt werden. In der Gartenanlage sind Apfelbäume umgekracht, sagte ein Mann, der mit der Schubkarre bei Aufräumungsarbeiten unterwegs war. In einem Nebengelass des ehemaligen Forsthauses hat es Ziegel vom Dach abgedeckt, sagte Heydas Wehrführer Jörg Fleischhack unserer Zeitung. Auch im Gehegeweg in einem Waldstück sind Bäume beschädigt worden. Der ganze Spuk soll nicht länger als eine halbe Minute gedauert haben. Ein Anwohner der Schmerfelder Straße hat es vor dem Fernseher nicht einmal richtig mitbekommen, sagt er. Die Internetseite von Kachelmann-Wetter hatte am Sonntag von einer "Gewitterzelle mit starker Rotation (kurzzeitig sogar extrem) von Bad Hersfeld kommend über Eisenach weiter entlang des Thüringer Waldes in Richtung Saalfeld" gesprochen. Es lagen dem Wetterdienst angeblich mehrere Meldungen über teilweise abgedeckte Dächer in Heyda, Rudolstadt sowie über zahlreiche umgestürzte Bäume vor. In anderen Regionen des Ilm-Kreises gab es am Sonntagabend ebenso kräftige Gewitter, die auch kurzzeitige Überschwemmungen, etwa in Ilmenau, nach sich zogen. Die Schäden blieben aber auf die Ortsdurchfahrt von Heyda begrenzt." - Anmerkung: Einen "Mini-Tornado" gibt es nicht, entweder war es ein Tornado oder keiner. Der Ausdruck wurde mal von einigen medien erfunden, um zu zeigen, dass Tornados hier grundsätzlich schwächer sind als in den USA. Dies ist aber falsch.

Einsatz nach Windhose (Facebook)
Einsätze zwischen Heyda und Schmerfeld (Facebook)
Tornado zog über Heyda (Thüringer Allgemeine, 06.09.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juli
Juni

Ellrich (TH)

 15.06.2016 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:35 bis 15:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 15.06.2016: "Windhose fegt durch Ellrich - Erhebliche Schäden hat am Mittwochnachmittag eine Windhose in Ellrich angerichtet. Die Windhose zog kurz vor 16 Uhr von West nach Ost, von der Lindenstraße über den Brauhof, die Pfeiferstraße, die Ravenstraße, den Salzmarkt bis zum Riesenberg. Personen sollen nicht zu Schaden gekommen sein, doch entstand eine Schneise der Verwüstung: An etwa 50 Häusern wurden die Dächer beschädigt, teils zur Hälfte abgedeckt, so Ronald Kuß von der Stadtverwaltung. Auch mehrere Bäume sind umgestürzt. Zwei Trampolins seien aus ihrer Verankerung gerissen worden, eines sei von der Lindenstraße 21 bis auf das Dach des Asternhofs gerissen wurden, schildert Bürgermeister Matthias Ehrhold (SPD) die Wucht der Windhose. Die Feuerwehr der Stadt war auch noch am Abend mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Etwa 15 bis 20 Frauen und Männer waren zum Einsatz herbeigeeilt. Die Windhose sei binnen drei, vier Minuten durch Ellrich gezogen: Erst wurde der Himmel plötzlich schwarz, dann ging alles ganz schnell, so Kuß." Der betroffene Bereich in Ellrich ist ca. 1,5 km lang und zwischen 50 und 110 m breit. Ein Video des Tornados im Auflösungsstadium, Augenzeugenberichte und erhebliche Verfrachtungen sprechen ebenfalls eindeutig für einen Tornado.

15.06.2016 I Ellrich (NDH) mit Sachschäden (Thüringer Storm Chaser)
Hilfeleistungseinsatz 15.06.2016 (Feuerwehr Ellrich, 15.06.16)
Windhose in Ellrich (nnz-online, 15.06.16)
Windhose fegt durch Ellrich (Thüringer Allgemeine, 15.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Triptis (TH)

 13.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Funnelcloud mit deutlicher Rotation an der Vorderseite einer großen Gewitterfront welche von Westen her in Richtung Osten / Nordosten zog." Fotos liegen vor.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Oktober

Döllstädt (TH)

bild
 17.10.2015 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud von der Bundesstraße B176 bei Dachwig-Döllstädt in Richtung Süden im Bereich südwestlich von Döllstädt. Da die Trichterwolke sehr weit hinabreichte, ist von einem Tornado auszugehen. Der Fall wurde am 24.01.2016 bei einer Konferenz der Tornado-Arbeitsgruppe diskutiert und als Tornado bestätigt, weil sich der sichtbare Teil des Wirbels bereits über 80 bis 90 Prozent der Strecke Wolkenbasis - Boden erstreckte.

Tornado bei Döllstädt
September
August
Juli

Stadtlengsfeld (TH),
Dorndorf (TH)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Südthüringer Zeitung vom 08.07.2015: "Tornado knickt Bäume wie Streichhölzer um - Ein kleiner Tornado hat in mehreren Wäldern im Großraum Stadtlengsfeld und nördlich von Dorndorf enorme Schäden angerichtet. Über 5000 Festmeter Holz kam zu Bruch.
Stadtlengsfeld - Der Weg, der den der Tornado am Sonntag nördlich vom Baier aus genommen hat, lässt sich an Hand der enormen Bruchschäden genau nachvollziehen. Auf der Westseite des Berges muss es zu extremen Temperaturunterschiedne gekommen sein, erklärt Forstamtsleiter Uth. Daraus hat sich während des schweren Gewitters ein Mini-Tornado entwickelt, der nach Norden ins Fischbachtal gezogen ist und sich geteilt hat. Rein ins Feldertal, westlich vorbei an Stadtlengsfeld prallte der Sturm bei Dorndorf auf den Mäuseberg. Der andere Teil zog an Stadtlengsfeld vorbei Richtung Leinbach und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Auf insgesamt über 5000 Festmeter Bruchholz schätz Jörn Uth den Schaden. Am stärksten betroffen ist das Revier Hohenwart, gefolgt vom Revier Vizeroda. Nördlich des Bornkopfes bei Hämbach hat der Sturm 700 bis 800 Festmeter umgehauen. Die ersten Schäden hinterließ der lokale Tornado im Fischbachtal in einem Aufforstungsgebiet aus den 1950er Jahren, dem so genannten "Schweineghetto". Jörn Uth kennt die Geschichte, die hinter dem Namen steckt. Die Forstbetriebe mussten zur damaligen Zeit zur Lebensmittelversorgung beitragen. Die Idee der Förster, im Fischbachtal einen Altbestand einzugattern und Schweine zu halten, wurde tatsächlich umgesetzt. "Bis zu 100 Schweine waren da drin."
Das Forstamt muss jetzt die Aufarbeitung der Schäden organisieren. "Das könne wir nur durch eine spezialisierte Firma machen lassen", sagt Jörn Uth. Ausschließlich Maschinen sollen in den Wald, für Holzarbeiter ist das Sicherheitsrisiko im Bruchfeld zu hoch. Die Hälfte der Schäden betrifft Privatwald und ein Kommunalwald, die andere den Staatswald. Man wird versuchen, so viel Holz wie möglich zu verwerten, um den finanziellen Schaden zu minimieren. Weil die Bäume aber abgebrochen sind und nicht umgeworfen, gibt es viel Splitterholz. Die Bäume standen bei der Trockenheit sehr fest, die große Kraft des Sturms brach sie in 6 bis 8 Metern. Keine Baumart blieb verschont. Ob Fichte, Kiefer, Lärche oder Laubbaum - innerhalb weniger Sekunden gingen die zu Bruch. "das Splitterholz nimmt uns natürlich kein Sägewerk ab, kann nur noch al Brenn- oder Industrieholz verwendet werden." Die Einbußen beim Holzverkauf schätzt Jörn Uth auf mindestens 50 000 Euro. Dazu kommen die Aufforstungsarbeiten in den Schneisen, die eigentlich erst in 40 oder 50 Jahren vorgesehen waren.
Mit dem letzten Sturm, den "Cynthia" 2010 bescherte, kann man den kleinen Tornado nicht vergleichen. Er richtete nur ein Drittel des Schadens von "Cynthia" an.
Alle betroffenen Waldgebiete sollten jetzt von Bürgern gemiedne werden. Sie abzusperren, ist nicht möglich. Deshalb appelliert Jörn Uth eindringlich: "Dort, wo Bäume liegen, sollte man auf keinen Fall abenteuerlustig werden."" - Dazu auch der Bericht eines Augenzeugen in Dorndorf: "Ein Gewitter zog aus westlicher Richtung heran, wie auch deutlich am Regen erkennbar war. Plötzlich verstärkten sich der Wind und Regen enorm, auch Hagel war dabei. Die drehende Windbewegung war deutlich zu beobachten, und nach 10 bis 15 Minuten war es wieder deutlich ruhiger. Überall heulten die Sirenen, die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Auffällig in Dorndorf war, dass die Schäden auf einer nicht einmal 100 Meter breiten Schneise zu beobachten waren. Eine rund zehn Meter hohe, gesunde Edeltanne wurde zum Beispiel entwurzelt, lag aber in Süd-Nord-Richtung, was ebenfalls die Drehbewegung des Windes belegte. Gewächshäuser und Gartengerätehäuser wurden komplett zerstört, viele Gebäudedächer beschädigt, zahlreiche Bäume abgeknickt oder entwurzelt, Blumentöpfe, Früchte und Blätter flogen umher, auch hier war eine kreisförmige Streuung zu beobachten. Der beobachtete Tornado war Teil eines Unwetters, welches über dem Wartburgkreis wütete. Insgesamt 54 Feuerwehreinsätze meldete die Leitstelle des Wartburgkreises, neben Dorndorf waren unter anderem auch betroffen: Vacha, Stadtlengsfeld, Dermbach, Kieselbach, Merkers, Tiefenort, Weilar, Leimbach, Bad Salzungen, Immelborn, Barchfeld, Wildprechtroda, Mihla (viele Einsätze), Unterrohn, Oberrohn und Pferdsdorf-Spichra."

Lauscha (TH)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung von inSüdthüringen.de vom 08.07.2015: "Windhose hinterlässt in Lauscha immense Schäden - Ein Bild der Verwüstung bietet sich unmittelbar nach dem Unwetter, das in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, über dem Rennsteig nieder ging. Blitzeinschlag, umgefallene Bäume und Stromausfälle waren die Folge. Richtig stark hauste eine Windhose in Lauscha. Dicke Bäume und Äste landeten auf öffentlichen Wegen und Straßen, als eine Windhose durch den Steinachgrund fegte. Glück im Unglück hatte dabei das Schwimmbad, das erst am Dienstag in die Saison gestartet war. Der Sturm tobte sich um das Wald herum aus, während noch Besucher vor Ort waren. Nach deren Aussagen wurde innerhalb von nur etwa zwei Minuten ein kompletter Baumbestand am Steilhang nieder. Nach diesen wenigen Minuten sei alles vorbei gewesen und es habe wieder Windstille geherrscht." Ein Video mit Luftaufnahmen der Schäden deutet sehr in Richtung Downburst (Gewitterfallböe).

Windhose hinterlässt in Lauscha immense Schäden (inSüdthüringen.de, 08.07.15)
Windhose legt Wald in Lauscha in zwei Minuten flach (YouTube)

Römhild (TH)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Südthüringer Zeitung vom 08.07.2015: "Unwetter zum dritten: Diesmal ging's glimpflich ab - Hildburghausen - Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ist am Dienstagabend ein Unwetter mit Starkregen, Sturmböen, Blitz und Donner über dem Landkreis niedergegangen. Die Schäden hielten sich aber in Grenzen, so dass keine größeren Feuerwehreinsätze nötig wurden. [...] Andernorts war man noch mit den Nachwehen des weitaus schwereren Unwetters vom Sonntagabend beschäftigt. So befreiten Römhilder Feuerwehrleute noch am Montagabend nach Auskunft von Wehrführer Stefan Griebsch Bäume am örtlichen Kindergarten von abgerissenen Ästen, um den Kindern schon am Dienstag wieder das gefahrlose Spielen im Freien zu ermöglichen. Der städtische Bauhof hätte erst am Freitag tätig werden können. Auch in Gompertshausen - durch den Ort zog wie in Römhild eine Windhose - dauerten die Aufräum- und Reinigungsarbeiten noch an."

Unwetter zum dritten: Diesmal ging's glimpflich ab (Südthüringer Zeitung, 08.07.15)

Gompertshausen (TH)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Südthüringer Zeitung vom 08.07.2015: "Unwetter zum dritten: Diesmal ging's glimpflich ab - Hildburghausen - Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ist am Dienstagabend ein Unwetter mit Starkregen, Sturmböen, Blitz und Donner über dem Landkreis niedergegangen. Die Schäden hielten sich aber in Grenzen, so dass keine größeren Feuerwehreinsätze nötig wurden. [...] Andernorts war man noch mit den Nachwehen des weitaus schwereren Unwetters vom Sonntagabend beschäftigt. So befreiten Römhilder Feuerwehrleute noch am Montagabend nach Auskunft von Wehrführer Stefan Griebsch Bäume am örtlichen Kindergarten von abgerissenen Ästen, um den Kindern schon am Dienstag wieder das gefahrlose Spielen im Freien zu ermöglichen. Der städtische Bauhof hätte erst am Freitag tätig werden können. Auch in Gompertshausen - durch den Ort zog wie in Römhild eine Windhose - dauerten die Aufräum- und Reinigungsarbeiten noch an."

Unwetter zum dritten: Diesmal ging's glimpflich ab (Südthüringer Zeitung, 08.07.15)

Gotha (TH)

bild
 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 21:30 bis 21:32 Uhr MESZ, Dauer: ca. 2 Minuten. Beobachtung einer Funnelcloud.

Funnelcloud bei Gotha
Juni
Mai

Kinderode (TH),
Nohra bei Nordhausen (TH),
Wollersleben (TH)

 12.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Ein Tornado richtete an Häusern und Bäumen einige Schäden an. Der Wirbel wurde beobachtet und fotografiert. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 12.05.2015"Kleine Windhose zerstört Dach des Konsums in Nohra. Die Feuerwehr Nohra war am Abend mit zwölf Mann in der Ortslage Nohra im Einsatz. Am Einkaufsmarkt wurde durch eine Art Windhose ein etwa 50 Quadratmeter großes Stück des Daches beschädigt. Die Dacheindeckung verteilte sich auf der Hauptstraße. Die Kameraden sammelten sie wieder ein. Die Straße war etwa eine halbe Stunde gesperrt für die Aufräumarbeiten. Mit einem Dachdeckerbetrieb wurde das Dach notdürftig gegen Wind und Regen gesichert. Des Weiteren beseitige die Feuerwehr Nohra mehrere Gefahrenstellen durch lockere Ziegeln und Äste in der Ortslage. Die Feuerwehren Wollersleben und Mörbach waren auf der Straße zwischen Hünstein und Wollersleben im Einsatz und beseitigen dort mehrere umgestürzte Bäume. In der Gemarkung Nohra sind mehrere große Bäume entwurzelt beziehungsweise auseinandergerissen. Augenzeugen beobachteten eine braune rotierende Windsäule, die von südwestlich nach nordöstlich durch das Wuppertal (Anmerkung: korrekt ist Wippertal) zog, von Kinderode Richtung Nohra bis nach Wollersleben knickte sie etliche Bäume an der Wipper ab, darunter 20 Meter hohe Pappeln."

Tornado in Nohra
Kleine Windhose zerstört Dach des Konsums in Nohra (Thüringer Allgemeine, 12.05.15)
Windhose in Nohra (nnz-online.de, 12.05.15)

Kirchgandern (TH)

 12.05.2015 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:25 Uhr MESZ. Ein mutmaßlicher Tornado richtete an Häusern und Bäumen einige Schäden an. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 13.05.2015: "Tornado wütet in Kirchgandern und reißt kompletten Dachstuhl weg - Kirchgandern. Zwei Minuten habe es gedauert. Länger nicht. Helga Herwig schiebt sich die Brille zurecht. Sie kann das Geschehene vom Dienstag noch immer nicht in Worte fassen. Wie Wurfgeschosse beschädigten Trümmerteile von Herwigs Dach Häuser in der Nachbarschaft. ?Ich hatte gerade Kaffee gekocht?, erinnert sie sich. Ihr Mann Lothar war aus dem Garten gekommen. Dort hatte er nach den Hühnern gesehen. Das Ehepaar wollte sich eine gemeinsame Pause gönnen. Doch daraus wurde nichts. Der Kaffee stand noch am Abend in der Küche. Nicht ein Schluck fehlte.Windig war es. Und es regnete. Aber mit dem, was dann plötzlich geschah, hatte keiner in Kirchgandern gerechnet. Augenzeugen sagen: Es sei ein Tornado gewesen. Braungelbfarbene Luft ? in der Form eines Trichters. Der starke Wirbel kam von Besenhausen rüber, zog übers Dorf hinweg, am Gänsebach entlang zum Kahlen Berg. Er hinterließ eine Schneise im Ort, die an den Dächern zu erkennen ist, auf denen Ziegel fehlen. ?Es hat mächtig geknallt?, berichtet Helga Herwig. ?Und schon war unser Nebengebäude ohne Dach.? Es geschah genau um 16.25 Uhr. ?Ich habe sofort auf die Uhr geschaut.? Auch der Stationsweg zur Kapelle wurde durch das Unwetter in Mitleidenschaft gezogen. Der Tornado entwurzelte zwei Linden, zertrümmerte eine kleine Wanderhütte und zerstörte auch die dritte Station (im Bild) des Kreuzweges. Als seien die Holzbalken nur aus Pappe ? so leicht hob der Luftwirbel das Dach hoch, ?und weg war es?, staunt Lothar Herwig auch einen Tag später noch über diese Naturgewalten. ?Ein Glück, dass unser Wohnhaus vom Sturm weitestgehend verschont blieb.? Dort fehlen nur ein paar Ziegel, und die Dachrinne ist beschädigt. Es hätte schlimmer kommen können. Nach dem Tornado war die Straße ?Hinterm Dorf? ein Trümmerfeld. Die Balken von Herwigs Dachstuhl lagen überall herum. Einige waren zuvor wie Wurfgeschosse gegen benachbarte Gebäude geprallt. Auch am Haus Benedikt ? eine Tagespflege für Senioren ? sind die Schäden unübersehbar." - Der Fall wurde am 29.12.2015 bei einer Konferenz der Tornado-Arbeitsgruppe diskutiert und als Tornado bestätigt. Die Beobachtungen zusammen mit den massiven, linksseitigen Verfrachtungen und Einschlägen lässt keinen anderen Schluss zu. Der betroffene Bereich ist etwa 900m lang und 30 bis 40m breit. Die Stärke liegt im F2-Bereich, da es massive Einschläge ins Mauerwerk gab, die erst ab dieser Stärke möglich sind.

Verdachtsfall Kirchgandern (Thüringer Storm Chaser)
Tornado wütet in Kirchgandern (Thüringer Allgemeine, 13.05.15)
Schadensanalyse 16.5.15 von Oliver und Peter_HIG (Thüringer Allgemeine, 13.05.15)
März

Nobitz (TH)

 31.03.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 17:15 bis 17:21 Uhr MESZ. "[...] von 17:15 Uhr bis 17:21 Uhr konnte man einen Tornado beobachten; Bodenkontakt ca. 5 Sekunden. Konnte alles auf Video festhalten. Hatte einen Durchmesser von ungefähr 1 - 2 m; nicht stark aber schön anzusehen." - gemeldet bei der Unwetterzentrale: 31.03.2015 um 17:26 Uhr - Thüringen - Landkreis Altenburger Land - 04603 Nobitz

Verdachtsfall Nobitz (Skywarn)
Januar

Heygendorf (TH)

 14.01.2015 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: zwischen 07:10 und 07:20 Uhr MEZ. Meldung eines Tornados: "Heute 14.01.15, ca. 7:20 Uhr in Heygendorf. Leider hatte ich mein Handy nicht dabei, es war auch noch nicht wirklich hell. Hatte einen kleinen Durchmesser, Stärke zw. f1-f2 begleitet von dem üblichen starken Gewitter und sehr starkem Regen. Zum Glück hat er nur einen Baum erwischt und ging dann aufs offene Feld."

Tornadoverdacht bei Heygendorf
Oktober

Grabsleben (TH)

 21.10.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20 und 21 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des MDR vom 22.10.2014: "Der erste kräftige Herbststurm dieses Jahres hat in Thüringen zahlreiche Schäden angerichtet. Der Sturm fegte in der Nacht zum Mittwoch mit kräftigen Böen von bis zu 90 km/h durch Thüringen. Ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale sagte, vor allem Mittel- und Westthüringen seien betroffen gewesen. [...] Im Weimarer Land mussten die Feuerwehren in der Nacht Bäume und Äste von den Ortszufahrten abräumen. In Grabsleben im Kreis Gotha deckte eine Windhose das Wellblech-Dach einer Reithalle ab. Ein Einfamilienhaus auf dem Gelände des Reitvereines wurde beschädigt. Laut Polizei stürzten zudem in Schwarzbach, Friedelshausen und Schwallungen in Südthüringen Strommasten um. [...]" - Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 22.10.2014: "In Grabsleben (Landkreis Gotha) wurden große Teile des Daches einer Reithalle im Reisportzentrum Grabsleben vermutlich durch eine Windhose abgedeckt und etwa 100 Meter weit gegen einen Carport eines Wohnhauses geschleudert wurden. Auch das Wohnhaus wurde dabei beschädigt, sowie ein PKW. Mögliche weitere Schäden können erst bei Tageslicht begutachtet werden."
[VERDACHT] 21.10.2014 Grabsleben (Drei Gleichen) GTH (Thüringer Storm Chaser)
Herbststurm pustet Thüringen durch (Thüringer Allgemeine, 22.10.14)
Herbststurm wütet in Thüringen (MDR, 22.10.14)
Bilder: Windhose deckt Dach von Reithalle im Kreis Gotha ab (MDR, 22.10.14)
Windhose fegt das Dach der Reithalle in Grabsleben weg (Thüringische Landeszeitung, 23.10.14)
August

Sonneberg (TH)

bild
 14.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:40 und 18:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Die Zugrichtung war von Süden Richtung Westen gewesen. Rotation war erkennbar, aber Bodenkontakt war nicht auszumachen, auch über irgendwelche Schäden wurde nichts in der Tageszeitung berichtet." Funnelcloud bei Sonneberg

Großfurra (TH)

 04.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Meldung einer Funnelcloud: "Über Großfurra (bei Sondershausen/Thüringen) wurde heute ein schöner Funnel fotografiert und im Video festgehalten. Bisher ist von niemanden etwas über einen Bodenkontakt berichtet worden, hab es nur durch die Thüringer Allgemeine erfahren." Die Funnelcloud wurde von Wernrode aus aufgenommen.

Tornado über der Windleite? (Eichsfelder Nachrichten, 04.08.14)
Juli

Buttstädt (TH)

bild
 11.07.2014 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 16:50 bis 17:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten und praktisch bis zum Boden hinab reichenden Funnelcloud im Bereich südlich von Buttstädt. Auf einzelnen Fotos ist der Wirbel bis hin zum Boden auszumachen. Aus einer Meldung der Thüringischen Landeszeitung vom 13.07.2014: "Tornado entstand bei Buttstädt - Leser fotografierte die große Trichterwolke. Einen Tornado, mindestens aber eine Trichterwolke hat Uwe Billig am Freitag gegen 16.50 Uhr aus der Rießnerstraße in nordöstlicher Richtung von Weimar fotografiert. Der Trichter zog nach unten, wurde dunkler und begann zu wandern. Er müsse bei Buttstädt entstanden sein und zog bis 17.10 Uhr Richtung Bad Sulza, dann löste er sich auf. Schäden entstanden im Gemeindewald Eß-/Teutleben." - Anm.: Eßleben-Teutleben liegt allerdings nordöstlich von Buttstädt und die genannten Schäden gehören zu einem anderen Ereignis.

Funnelcloud bei Buttstädt
Verdachtsfall Buttstädt (Skywarn)
[TORNADO BESTÄTIGT] 11.07.2014 I Buttstädt [SÖM] (Thüringer Storm Chaser)
Foto aus Jägerberg bei Jena (Facebook)
Video: Windhose über Weimar (YouTube)
Der Tornado von Buttstädt 11 07 2014 (YouTube)
Tornado entstand bei Buttstädt (Thüringische Landeszeitung, 13.07.14)

Apolda (TH)

 10.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 10.07.2014: "Bäume in Herressener Promenade umgestürzt - Apolda. Vor rund einer halben Stunde richtete eine Windhose Schaden im Baumbestand der Promenade an. Zu einem Einsatz unter anderem in der Herressener Promenade wurde die Feuerwehr Apolda am heutigen späten Nachmittag gerufen. Eine Windhose war, gegen 17 Uhr, durch die Herressener Promenade gefegt und hatte etwa ein halbes Dutzend große Bäume abgebrochen oder samt Wurzel umgerissen. Das Spektakel dauerte nur rund 10 Minuten, dann war alles vorbei. Die Feuerwehr nahm erste Sicherungsmaßnahmen vor. Kettensägen und Winden kamen dabei zum Einsatz. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Die Windhose war durch heftigen Regen und Gewitter begleitet worden. Wegen der Aufräumarbeiten kam es kurzzeitig zu Verkehrsbeeinträchtigungen."

Bäume in Herressener Promenade umgestürzt (Thüringer Allgemeine, 10.07.14)
Juni

Pößneck (TH)

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 30.06.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:26 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud vom Zentrum der Stadt Pößneck aus in Richtung Südwesten, wahrscheinlich etwa am Stadtrand: "Die Windhose habe ich entdeckt, als ich aus dem Fenster unserer Dachgeschosswohnung schaute - in Richtung Saalfeld. Das Haus, das auf dem Foto zu sehen ist, steht in der Bärenleite. Es ging alles sehr schnell, die Windhose war nur 1 - 2 Minuten zu sehen und löste sich dann auf." Bitte den Text der verlinkten Zeitungsmeldung nicht beachten, hier stecken viele Fehler drin. Funnelcloud bei Pößneck Windhose über Pößneck (Ostthüringer Zeitung, 01.07.14)
Mai

Nobitz (TH)

 13.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:55 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud vom Leipzig-Altenburg aus. "Es wurden vom Tower mehrere Bilder gemacht. Es gab wohl keinen Bodenkontakt." (Quelle: ESWD)

Straußfurt (TH)

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 01.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 12:49 Uhr bis 12:52 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud in der Nähe von Grüningen (Grüningen ist ein Ortsteil von Greußen im Kyffhäuserkreis): "Der Standort war ziemlich genau auf der Straße zwischen Grüningen und Herrnschwende, genau auf der Grenze zwischen dem Kyffhäuserkreis und dem Landkreis Sömmerda. Zu sehen war die Funnelcloud in Richtung SSO. Die genaue Uhrzeit beläuft sich auf eine Zeitspanne zwischen 12:49 Uhr und 12:52 Uhr. Die Funnelcloud war also rund 3 min zu erkennen." Die Funnelcloud befand sich demnach also im Bereich Straußfurt - Weißensee.

01.05.2014 / Nordthüringen, Kyffhäuserland / Funnelcloud und Schwergewitter mit Überschwemmungen und Hagel (Thüringer Storm Chaser)
April

Uthleben (TH)

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 11.04.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:55 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud, u.a. von Steinbrücken aus. Der sichtbare Teil des Wirbels, die Funnelcloud, reichte etwa bis zur Hälfte der Strecke Wolke - Boden hinab. Der mögliche Bodenkontakt ist bisher nicht nachgewiesen.

Verdachtsfall Uthleben (Skywarn)
Funnelcloud am 11.04.2014 im Südharz (Thüringer Storm Chaser)
Starkregen zieht über den Südharz - Möglicher Tornado gesichtet (Thüringer Allgemeine, 11.04.14)
Foto der Funnelcloud (Thüringer Allgemeine bei Facebook)
Weiteres Foto der Funnelcloud (Thüringer Allgemeine bei Facebook)
Debatte um jüngsten Tornado in Uthleben entfacht (Thüringer Allgemeine, 15.04.14)
August

Arnstadt (TH)

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 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:52 bis 18:53 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud über Arnstadt, Meldung einer Windhose im Bereich "Drei Gleichen" nordwestlich von Arnstadt und Berichte, dass mehrere Anwohner einen Tornado gesehen haben sollen. - Aus einer Meldung der Ostthüringer Zeitung vom 07.08.2013: "Schwere Unwetter hinterlassen Spur der Zerstörung in Thüringen - Erfurt. Hagel, Sturm und heftige Regenfälle haben am späten Dienstagnachmittag weite Teile Thüringens heimgesucht. Aquaplaning sorgte für zahlreiche Unfälle auf den Autobahnen. Bahnstrecken wurden gesperrt. Vielerorts mussten die Feuerwehren ausrücken, um umgeknickte Bäume und abgebrochene Äste zu entfernen. Regenwasser setzte tiefgelegte Garagen und Keller unter Wasser. Im Gebiet der Drei Gleichen zwischen Arnstadt und Gotha zog eine Windhose durchs Land und entwurzelte Bäume. Örtlich ging Hagel nieder. Im Erfurter Ortsteil Hochheim waren die Hagelkörner, die in Blumenrabatten für Schäden sorgten, etwa haselnussgroß. Auch aus dem Ilmkreis und dem Altenburger Land wurden Schäden gemeldet. Hagel zerstörte Dachrinnen, Fenster und Außenlampen, wie Anwohner dem MDR berichteten. [...]" Ob ein Zusammenhang zwischen der Beobachtung der Funnelcloud un der gemeldeten Windhose mit Schäden besteht, ist offen.

Funnelcloud bei Arnstadt
Video: mögliche Funnelcloud über Arnstadt 06.08.2013 (Facebook)
Schwere Unwetter hinterlassen Spur der Zerstörung in Thüringen (Ostthüringer Zeitung, 07.08.13)

Eisenach (TH)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeine vom 08.08.2013: "Wütende Tornados und ihre zerstörerische Kraft kennt Sven Streckardt von Bildern und TV-Aufnahmen zur Genüge, aber im echten Leben ist dem 46-jährigen Eisenacher ein solch gefährlicher Wirbel noch nicht über den Weg "gelaufen" - zumindest bis Dienstagabend um 18.15 Uhr nicht. Eisenach. "Ich hatte gerade die Jungs mit dem Auto vom Training in der Katzenaue abgeholt, als die mächtige Windhose genau auf die Aßmann-Halle zuraste", berichtet der Zeuge. Der Tornado deckte ein 7 Mal 22 Meter großes Dachstück am Rand der Handballhalle ab. In diesem Bereich flog auch die Dachrinne davon. Die Scheibenwischer seines Autos hatten es kaum geschafft, für freie Sicht auf das Naturereignis zu sorgen. "Der Wirbel war richtig kräftig, er hat das Wasser förmlich vom Boden wieder hochgezogen", schildert der Schornsteinfeger, der wenig später ein zweites Mal Glück hatte und unversehrt blieb. "Als ich durch die Lippold-Straße fuhr, krachte ein Baum nach dem anderen vor meiner Nase auf die Straße.""

Verdachtsfall Eisenach (Skywarn)
Tornadoverdacht Eisenach am 06.08.2013 (WZ-Forum)
Tornado in Eisenach sorgt für erhebliche Schäden (Thüringer Allgemeine, 08.08.13)

Kaltensundheim (TH)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Schäden durch einen möglichen Tornado. Aus einer Meldung von inSüdthueringen.de vom 08.08.2013: "Tornado hinterlässt Trümmerfeld in Kaltensundheim - Kaltensundheim - "Wir standen am Fenster, es wurde stockdunkel - und dann ein Geräusch, das vergess' ich so schnell nicht wieder", sagt Irene Leubecher. Kurz nach dem pfeifenden Rauschen flog das Dach ihrer Scheune, sich drehend, in Richtung Schulsporthalle. Die Splitter der Asbestplatten stecken noch wie Geschosse in deren Wänden. "Nur gut, dass niemand in diesem Schussfeld war", sagt die junge Frau. Ihr Sohn Jan-Philipp, Mitglied bei der Feuerwehr, eilte kurz nach dem Crash anderen zur Hilfe, denn im Dorf hatte es Dutzende Familien getroffen. Die Familien Uwe und Karl-Heinz Möllerhenn in den Petersgärten zum Beispiel. Ein metallgedecktes Teil ihres Hausdaches flog davon, die Unterbahnen ebenfalls - der Starkregen ergoss sich bis in die Wohnstube. "Die Feuerwehr, Freunde und Familie haben uns zur Seite gestanden, wenigstens notdürftig wieder alles dicht zu machen", sagt Uwe Möllerhenn gestern. Sein Telefon ist außer Funktion, es liegen noch Bäume auf der Leitung. Im Nachbarhaus bei Kurt und Helga Witzel und am Schuppen ist ebenfalls vieles kaputt. Die 75-Jährigen sind froh über die Hilfe, die sie bekamen, auch von Enkel Ronny und Freundin sowie deren Familie. Dachdecker sind nun im Dorf gefragte Leute - noch am Dienstagabend rückten die ersten Firmen an, wie Roland Stepper berichtet. Er findet solche Hilfe lobenswert und hebt auch die Feuerwehr hervor. Ihn selbst hat es mit der Gaube des Hauses und etlichen Bäumen getroffen. Unweit davon, im Zehn-WE-Block in der Friedensstraße, ist der First abgerissen, Ziegel fehlen. Bewohner Andreas Melzow hat beim Nachhausekommen im Rückspiegel seines Autos den großen Luftwirbel gesehen, der dies alles verursachte. Wenig später splitterten die Scheiben von vier abgestellten Autos. Schwer traf der Sturm auch Manfred Salzmanns Unterstellhalle sowie weitere Gebäude in der Sturm-Schneise. Die Schneise der Verwüstung untersuchte noch in der Nacht Björn Stumpf aus Fulda, ein Tornadoforscher, sachkundig. Der Tornado hat sich am Wasserbassin entwickelt, sagt er, er verstärkte sich beim Weg zu Tale, zog übers Gymnasium bis zur Kirche, drehte ab Richtung Erbsmühle und endete abgeschwächt bei Kaltenlengsfeld. Dass es ein Tornado war, steht für ihn außer Frage. Mehr als 150 Stundenkilometer muss dieser draufgehabt haben. So schnell wie der Wirbelsturm kam, so schnell war er verschwunden. Aufräumen, Reparieren, Schäden regulieren werden nun noch eine Weile in Anspruch nehmen. Helfer aus Oberweid, Kaltenwestheim und vom Biosphärenreservat Rhön sind dabei in den nächsten Tagen behilflich." - Nach den bisherigen Untersuchungen ist ein Tornado nicht nachgewiesen. Ein Beobachter beschrieb den Durchzug einer Böenfront in Fulda: "Ich habe die Front / Wolke vorher in 36041 Fulda beobachtet, sie kam schnell aus W/SW mit großer Rotation und Verwirbelungen in der Mitte und ich habe so etwas geahnt und dann kurz gefilmt, bei uns ist nicht viel passiert, aber 35km weiter östlich in der Rhön dann doch. Es war eine Front: Durchzug in 20 min, oben geschlossene Decke, darunter weiße Quellwolken, rotierend, von Süd bis W, Richtung Süden tiefer gehend (scheinbar zum Boden), starke Winde kreisend / aufwärts." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Verdachtsfall Kaltensundheim (Skywarn)
Windhose verwüstet Ortschaft (n-tv, 07.08.13)
Nächtliches Unwetter zieht über Deutschland (n-tv, 07.08.13)
Tornado hinterlässt Trümmerfeld in Kaltensundheim (inSüdthueringen.de, 08.08.13)
Fotos: Tornado hinterlässt Trümmerfeld in Kaltensundheim (inSüdthueringen.de, 08.08.13)
Alle Feuerwehren in der Spur und Tornado in der Rhön (inSüdthueringen.de, 08.08.13)
Fotos: Der gefährliche Tornado von Kaltensundheim (Focus, 08.08.13)
Mehr als nur eine "Windhose" über Kaltensundheim (inSüdthueringen.de, 09.08.13)

Quirla (TH)

 04.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Thüringer Landeszeitung vom 13.08.2013: "Wieder Windhose nahe Quirla - Windhose hinterlässt etwa 40 Festmeter Bruchholz im Wald und beschädigt eine Stromleitung. Quirla. Erneut hat eine Windhose Schäden in der Nähe von Quirla verursacht. Wie Revierförster Philipp Vogel gestern auf Nachfrage bestätigte, habe eine Windhose an zwei Stellen im Wald im Weihertal Schäden verursacht. So seien unweit der Weihertalmühle einige Bäume umgeknickt und eine Stromleitung beschädigt worden. Die defekte Stromleitung habe zu einem kleinen Brand geführt, der aber durch den anschließenden starken Regen wieder gelöscht wurde. Zudem seien etwa 300 Meter vom alten Weiherbad entfernt etwa 15 sehr alte Fichten umgeworfen worden. Waldarbeiter hätten den Wanderweg wieder beräumt. Die Windhose sei bereits am 4. August gegen 18 Uhr über das Gebiet gestreift. "Größere Schäden sind zum Glück nicht entstanden." Vogel schätzte, dass etwa 40 Festmeter Bruchholz angefallen sind. Zugleich mahnte der Förster Wanderer und andere Erholungsuchende zu verstärkter Vorsicht beim Betreten des Weihertales. "Die Gefahr von Brüchen ist noch nicht gebannt", erklärte er. Wegen einer Windhose war Quirla am 4. Oktober 2006 bundesweit in die Schlagzeilen geraten. An jenem Montag gegen 1.52 Uhr hatte eine Windhose eine Schneise durch Quirla und das angrenzende Waldgebiet geschlagen und 22 Häuser einer neuen Einfamilienhaus-Siedlung beschädigt. Zudem wurden Anwohner verletzt, als sie in der Dunkelheit bei Stromausfall ihre Häuser verließen. Die Windhose verursachte einen Schaden in einstelliger Millionenhöhe." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Verdachtsfall Quirla (Skywarn)
Wieder Windhose nahe Quirla (Thüringer Landeszeitung, 13.08.13)
Juli

Schkölen bei Eisenberg (TH)

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 27.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Senkt sich aus Aufwindbereich eines CBs deutlich herab. Aufnahmeort: Ortsausgang Weickelsdorf im Norden bei Droyßig an der A9. Blickrtg. Westen. Zeit: ca. 20.20 Uhr. Dauer: mindestens 2min (habe sie aus dem Auge verloren, weil der Niederschlagsvorhang davor zog und ich aufgrund der Blitzaktivität ins Auto flüchten musste)." - Foto: Marco Rank, www.mrdreamor.de

Funnelcloud bei Schkölen

Jena (TH)

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 27.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "deutlich ausgeprägt, mit erkennbarer Rotation an einer Cu med (könnte auch schon con gewesen sein). Aufnahmeort: Jena-Burgau (recht nah ? also noch über Jena ? mit Blick Rtg. Südwesten). Zeit: ca. 18.30 Uhr. Dauer: vielleicht 1-2min (habe sie bereits auskondensiert gesehen)." - Foto: Marco Rank, www.mrdreamor.de

Funnelcloud bei Jena

Rudolstadt (TH),
Uhlstädt-Kirchhasel (TH)

 26.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Nach ersten Vermutungen fegte ein Tornado über den Raum Rudolstadt, Kirchhasel, Oberhasel, Etzelbach und Uhlstädt. Es sind ca. 6000 fm Schadholz zu verzeichnen, hauptsächlich in den Altholzbeständen, von denen auch ca. 3 ha komplett kahl sind. Nach weiteren Einschätzungen des Schadenbildes ist aber mit hoher Wahrscheinlcihkeit von mehreren, kleinräumigen Downburstereignissen auszugehen.
Juni
Mai

Queienfeld (TH)

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 24.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud, die sich etwas 10 Minuten lang hielt. Rotation war sehr deutlich zu erkennen. Möglicher Bodenkontakt des Wirbels wurde nicht beobachtet.

Funnelcloud bei Queienfeld
Oktober

Schmiedehausen (TH)

 04.10.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 16 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 05.10.2012: "Windböe beschädigt Bäume und Gittermasten in Bergsulza - Die Feuerwehren von Schmiedehausen und Bad Sulza mussten ausrücken. Offenbar eine Windhose tobte sich am Donnerstag zwischen Bergsulza und Schmiedehausen aus. Sie entwurzelte mehrere Bäume und knickte mehrere Gittermasten der 380-kV-Überlandleitung ab. Die Feuerwehren von Schmiedehausen und Bad Sulza waren im Einsatz, um die Straße zwischen den beiden Orten wieder zu beräumen. Dabei erwies sich vor allem die Alarmierung ersterer als schwierig - ohne Strom lief auch die Sirene des Dorfes nicht. Kurzzeitig gab es Sorgen um einen Schulbus, der um diese Zeit nach Lachstedt unterwegs ist. Doch dieser konnte ungehindert seinen Weg fortsetzen. Seine beiden Passagiere waren nicht in Gefahr. Menschen kamen offenbar nicht zu schaden. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die Abendstunden."

Verdachtsfall Bergsulza (Skywarn)
Windhose kappt Strommasten im Weimarer Land (Thüringer Allgemeine, 05.10.12)
Windhose knickt Strommasten im Weimarer Land ab (Thüringer Allgemeine, 05.10.12)
Windhose beschädigte mehr als vier Kilometer Stromtrasse (Ostthüringer Zeitung, 06.10.12)
September

Döbritschen bei Weimar (TH)

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 12.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 13:28 und 13:38 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Jena aus in Richtung Mellingen-Magdala, über möglichen Bodenkontakt des Wirbels im Bereich östlich bis südöstlich von Döbritschen ist nichts bekannt. Ob im Jenaer Forst zwischen Bucha und Vollradisroda aufgefundene Schäden zu diesem Fall gehören, ist offen.

Hörerreporter Ingo filmt für Sie Tornado (Antenne Thüringen, 12.09.12)
Tornado D 2012 (YouTube)
Funnel bei Jena am 12.09.2012 (Thüringer Storm Chaser)
August
Juli

Gera (TH)

 06.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des MDR vom 10.07.2012: "Zerstört - Das Unwetter am vergangenen Freitag hat in Geraer Stadtwald eine 2 Kilometer lange und 300 Meter breite Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Schäden des Tornados sind vier Mal größer als bei "Kyrill"." - Aus einer Meldung von TeleNewsNetwork vom 10.07.2012: "Thüringen, Gera Enormer Kahlschlag: Tornado zerstört Stadtwald - Schäden vier Mal höher als bei "Kyrill" 2007 Schneise der Verwüstung knapp 2 Kilometer lang und 300 Meter breit Nun ist es amtlich: Die Verwüstungen im Geraer Stadtwald gehen auf das Konto eines zerst..."

Zu viele "Streichhölzer" im Geraer Stadtwald (MDR, 10.07.12)
News nach Datum 10.07.2012 (TeleNewsNetwork, 10.07.12)
Schlimmer als Kyrill: "Lebensgefahr" im Stadtwald Gera (Ostthüringer Zeitung, 12.07.12)
Schneise der Verwüstung im Stadtwald von Gera durch Tornado (Thüringer Allgemeine, 12.07.12)

Schmölln (TH)

 01.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Nacht zum 01.07.2012. Der Bericht eines Beobachters: "Am Samstagabend gab es in Schmölln, Thüringen auf dem Pfeffer Berg vermutlich einen Tornado. Augenzeugen berichteten von einen dünnen Schlauch, der über den Festplatz fegte. Es gab einen abgebrochenen Ast, der auf einen Verkaufswagen fiel. Der Wagen wurde beschädigt am Folgetag war die Feuerwehr vor Ort, um ihn zu zersägen. Desweiteren sind große Schirme durch die Gegend geflogen eine schwere Klappe von einem Verkaufswagen fiel zu und wurde beschädigt und ein kleines Zelt wurde noch total beschädigt. Es kam nicht zu Verletzten, da alle im Bierzelt waren. Ich gehe von einen Downburst aus, es könnte aber auch ein Tornado gewesen sein, weil die Schäden begrenzt und in einer Reihe liegen, der Platz klein ist und andere Wagen und Sachen nicht beschädigt wurden."

Alte Linde kracht auf Gerätehaus auf Schmöllner Pfefferberg (Osterländer Volkszeitung, 03.07.12)
Juni

Pöritzsch (TH)

 30.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Ostthüringer Zeitung vom 03.07.2012: "Windhose fegt entlang der Saale und durch Kletterwald - Zwei anspruchsvollere Parcours im Kletterwald Saalburg sind durch die umgestürzten Bäume zerstört worden. Die Sturmnacht des Wochenendes hat entlang der Saale üble Spuren hinterlassen. Aus dem Risiko-Parcours wurde Kleinholz gemacht. An der Regattastrecke der Ruderer wirbelte es Rennboote und Zelte umher. Saalburg/Saaldorf. Seit Montag schreien die Kettensägen. Wo sonst mutige Kletterfreunde von Baum zu Baum hangeln oder rasant über Drahtseile talwärts sausen, ist die Stimmung momentan am Boden. So wie rund 50 Bäume des Kirchwaldes auch. [...]" Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand ist von einem Downburst auszugehen.

Verdachtsfall Pöritzsch (Skywarn)
Windhose fegt entlang der Saale und durch Kletterwald (Ostthüringer Zeitung, 03.07.12)
Kletterpark in Saalburg wird bald wieder geöffnet (Ostthüringer Zeitung, 11.07.12)
Saalburg: Windhose zertrümmert Kletterwald (YouTube)

Dorndorf-Steudnitz (TH)

 20.06.2012 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Bildunterschrift des MDR vom 21.06.2012: "Über Teilen Thüringens gab es am Mittwoch Unwetter - wie hier in Dorndorf-Steudnitz (Saale-Holzland-Kreis), wo es eine Windhose gab." Das genannte Foto zeigt allerdings keine Windhose und Anwohner in Dorndorf-Steudnitz konnten keinen Tornado oder überhaupt Schäden durch Unwetter feststellen.

Großeinsatz für Rettungskräfte nach Unwetter (MDR, 21.06.12)
August

Sömmerda (TH)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Der Funnel war direkt am Stadtrand über einem Acker in süd-westlicher richtung zu sehen, um ca. 20.15 Uhr - kurz nachdem das Gewitter anfing. Dauer des Ereignisses war ca. 1-2 minuten (geschätzt). Es war nur ein kleiner Funnel, der nach meiner Beobachtung [sichtbar] keinen Bodenkontakt gehabt hatte, war aber schon dem Boden sehr nah (geschätzt ca. 30 - 50 m über dem Boden). Ich konnte aber deutlich das hin und her Tänzeln des Funnels sehen."

Udersleben (TH)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nach 20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 26.08.2011: "Unwetter und Windhose im Kyffhäuserkreis - Unwetterartige Gewitter tobten Mittwochabend über dem östlichen Kyffhäuserkreis und hielten Feuerwehren in Atem. Eine Windhose fegte durch Udersleben. Der Zirkus in Roßleben verlor sein Tierzelt und Straßen in Artern waren überschwemmt. - Kyffhäuserkreis. Es fing an wie ein ganz normales Gewitter. Dunkle Wolken zogen heran, der Wind frischte auf, dicke Tropfen fielen. Dann ließ der Regen wieder nach. Doch das war am Mittwochabend gegen 20 Uhr im Kyffhäuserkreis nur die Ouvertüre für ein weitaus heftigeres Unwetter, das im Ostkreis vor allem in Udersleben, Artern und Roßleben wütete. Durch Udersleben muss sogar eine Windhose gezogen sein. Vom Ortseingang am Bürgerhaus aus wühlte sie sich durch Wipfel und Dächer, deckte am Haus von Günther Schacke etliche Ziegel ab, warf bei Hans-Jörg Müller eine große, alte Linde um, entwurzelte auf dem Friedhof eine riesige Tanne und übersäte den Sportplatz mit abgerissenen Ästen und Zweigen. "Ich hab vorm Haus gestanden und ein Bier getrunken und auf einmal sehe ich, wie die Linde um 90 Grad umgebogen wird, bis die Wurzeln aus dem Boden schießen und der Baum umfällt", erzählt Müller im TA-Gespräch. Nach seinem Gefühl hat das Ganze höchstens eine halbe Minute gedauert. Auch Günther Schacke ist erschrocken über die Kräfte, die da wüteten. "Von den Dachziegeln war jede zweite festgenagelt, die hat es einfach rausgerissen", berichtet er. In seinem Garten wurde außerdem noch eine Tanne umgeworfen. Und Nachbarn erzählten ihm, wie der Sturm an ihrem Nussbaum die Krone abbrach und davontrug. Auch an der großen Blutbuche auf dem Friedhof brachen starke Äste ab."

Unwetter und Windhose im Kyffhäuserkreis (Thüringer Allgemeine, 26.08.11)
Rückblick: Schnee, Sturm, Schlammlawinen (Thüringer Allgemeine, 01.01.12)
Juli

Mörsdorf bei Stadtroda (TH)

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 10.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:56 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

10.07.2011 Funnelsichtung bei Mörsdorf / Stadtroda (TSC-Forum)
Juni

Tambach-Dietharz / Thüringer Wald (TH)

 22.06.2011 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Feuerwehr Tambach-Dietharz, 23.06.2011: "Heute haben wir gesehen was die Natur für eine Gewalt entfalten kann. Innerhalb von ca. 5 bis 10 Minuten war der Spuk vorbei aber die Resultate waren beeindruckend. Manch ein Tambacher hat berichtet, dass er einen Tornado gesehen hat?und so sah es auch stellenweise aus. Angefangen am Rödchen?über den Lutherbrunnen?bis zum Kinderheim zog sich eine Schneise der Verwüstung durch den Wald und durch die Wohnsiedlung."

Verdachtsfall Tambach-Dietharz ( Skywarn)
Schweres Unwetter ( Feuerwehr Tambach-Dietharz, 23.06.11)
Mai

Rödigsdorf (TH),
Apolda (TH)

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 12.05.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 14:30 und 14:45 Uhr MESZ. Gut ausgeprägter Tornado, der nahe Rödigsdorf bei Apolda sehr viel Staub aufwirbelte. Es gab Schäden in mehreren Gärten, u.a. brach eine 22 Meter hohe Tanne mit einem Stammdurchmesser von etwa 45 Zentimetern in etwa einem Meter Höhe ab. Ansonsten zog der Tornado fast nur über Felder, Gebäude wurden nicht beschädigt. Die genaue Stärke ist nicht bekannt, auf Grund von einzelnen Schäden wurde der Tornado auf mindestens F1 eingestuft. Der Tornado wurden von zahlreichen Augenzeugen beobachtet, fotografiert und gefilmt. Das Foto stammt von Arne Homberger.

12.05.2011 Tornado bei Apolda ( Thüringer Storm Chaser)
12.05.2011 ? Thüringen: Tornado und Hagelunwetter ( Skywarn)
Diskussion: Tornado Rödigsdorf ( Skywarn)
Tornado bei Apolda ( WZ-Forum)
TLZ ( Thüringer Landeszeitung, 12.05.11)
Tornado fegt über Dörfer nahe Apolda hinweg ( Ostthüringer Zeitung, 12.05.11)
Windhose Wirbelsturm Tornado bei Apolda 12.5.2011 ( YouTube)
Tornado Apolda 12.5.2011 (YouTube)
Windhose bei Apolda 12.05.2011 ( YouTube)
Tornado in Apolda 12.05.2011 ( YouTube)
Tornado fegte übers Weimarer Land (YouTube)
August

Herges-Hallenberg (TH)

 23.08.2010 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz vor 21 Uhr MESZ. Aus einem Bericht der Zeitung Freies Wort vom 27.08.2010: "Eine Spur der Verwüstung zogen Tornados nicht nur Hessen. Auch im Ortsteil Herges-Hallenberg wütete am Montagabend solch eine starke Windhose und hinterließ zum Teil große Schäden. Dabei deckte der lokal begrenzte Tornado an mindestens acht Wohnhäusern die Dacheindeckungen und Dachteile ab, riss Außenmobiliar mit sich und schlug eine Schneise durch den angrenzenden Wald. "Der Tornado kam aus Richtung Viernau und zog direkt über uns hinweg", berichtete eine Anwohnerin. [...] Die Stadtverwaltung prüft derzeit weitere Schäden. Denn der Tornado war nach seinem Sturm über die Häuser in den angrenzenden Wald gezogen und hatte dort eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. "Auf einer Länge von etwa 200 Metern und einer Breite von zirka 50 Metern sind dort Bäume umgeworfen", informierte Baumamtsleiter [...] über das Ausmaß."

Tornado in Herges-Hallenberg
Schreck in der Abendstunde ( Freies Wort, 27.08.10)
September
Juli
Juni

Meuselwitz (TH)

 11.06.2009 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 10:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Leipziger Volkszeitung vom 11.06.09: "Dächer von Windhose in Meuselwitz abgedeckt - Meuselwitz. Eine Windhose hat am Donnerstag in Meuselwitz (Kreis Altenburger Land) einige Dächer abgedeckt und Bäume umgeknickt. Die Feuerwehr habe die Bäume weggeräumt, sagte eine Mitarbeiterin des Landratsamtes. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig herrschte am Morgen eine Wetterlage, die durchaus einen kleinen Tornado hervorbringen konnte." Der Tornado wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet und auch gefilmt, die Schäden traten in Pflichtendorf auf.

Tornadoverdacht bei Meuselwitz (Skywarn)
Dächer von Windhose in Meuselwitz abgedeckt (Leipziger Volkszeitung, 11.06.09)
Tornado über Meuselwitz (MDR, 12.06.09)
Tornado im Groitzscher Umland (YouTube)
Untersuchung der Tornadoschäden Meuselwitz/Pflichtendorf (WZ-Forum)
Mai
Juni
März

Lengenfeld unterm Stein (TH)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 06:30 Uhr MEZ. Es gab erhebliche Schäden, Augenzeugenberichte deuten auf einen Tornado hin. Von Augenzeugen wurde berichtet, dass der Wind plötzlich wie ein Lautes Heulen auffrischte; es kam zu einen heftigen Gewitter. Aus den Wolken ragte laut Augenzeugen ein sich sehr schnell drehender Schlauch. U.a. wurde ein Schornstein senkrecht weit nach oben gerissen und schlug dann in unmittelbarerer Nähe eines Hauses ein. Lengenfeld unterm Stein liegt im Unstrut-Hainich-Kreis im Westen Thüringens.

Tornadoverdacht Lengenfeld unterm Stein ( Skywarn)
August

Neudietendorf (TH)

bild
 10.08.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:56 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge konnte von Frienstedt, westlich von Erfurt, einen sehr dünnen, aber deutlich erkennbaren und gewundenen Schlauch im Bereich Neudietendorf beobachten. Über den möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornadoverdacht bei Neudietendorf
Mai
Januar

Dürrenebersdorf (TH)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Eine schmale Schneise zieht sich durch Dürrenebersdorf: "ja, der Sturm oder besser gesagt eine Windhose, hat ganz schön gewütet. Bei der Kita wurde 1/3 des Dachs abgedeckt, die Teile flogen bis auf den ?Generationen Spielplatz? und haben den Zaun beschädigt. Dort hat´s dann unsere Waldschänken und die Torwand umgeschmissen (Schaden ca. 650 ?), die Sommerlinde vom Baumlehrpfad wurde von einer Dachplatte geköpft (Schaden ca. 30 ?), zwei Koniferen wurden entwurzelt. Auf dem Weg zum ehemaligen Forstgarten wurden einige Bäume umgeworfen, die Straße ?Am Walde? musste von der Feuerwehr geräumt werden. Bei Car Akustik Gera flogen Stücke vom Dach über die B2, die Gebäude in ca. 150-200 m Entfernung Hofer Straße 1, 1A und 3 wurden dabei leicht beschädigt. In den Gärten Richtung ?Türkengraben? wurden dann noch einige Zäune und Bäume demoliert. Zum Abschluss wurden dann in den Stadtwald eine Schneise von 20 Metern breite und 150 Metern Länge geschlagen. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren." (Quelle: )

Windhose in Dürrenebersdorf! (Heimatverein Gera- Dürrenebersdorf e.V.)
Oktober

Gera (TH)

 02.10.2006 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: etwa zwischen 02:00 und 02:10 Uhr MESZ in der Nacht zum 02. Oktober. Es traten Schäden im Norden und Nordosten Geras auf, zahlreiche Bäume fielen auf Straßen und eine Kindertagesstätte in Dorna wurde beschädigt. Es zeichnet sich eine mindestens 7 Kilometer lange Schneise ab, die von Rubitz über Milbitz, Röschitz, Röpsen nach Dorna reicht. Im übrigen Stadtgebiet Geras traten in dieser Nacht keine bekannten Schäden auf.

Bericht zum mutmaßlichen Tornado bei Gera

Quirla (TH)

 02.10.2006 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 01:45 Uhr MESZ im Saale-Holzland-Kreis, etwa 14 Kilometer südöstlich von Jena. Der Tornado richtete in den Wäldern flächige Zerstörungen auch von Randbäumen an, daher die Einstufung in F3. Er streifte eine Wohnsiedlung im Süden Quirlas. Hier entstanden erhebliche Schäden an mehr als 20 Häusern. Die Stromversorgung wurde unterbrochen. Das gesamte Schadensbild war sehr komplex und wurde Monate lang untersucht. Aufgeklärt werden konnte der nächtliche Fall mit Luftbildern.

Bericht und Luftbildanalyse zum Quirla-Tornado

Diedorf / Rhön (TH)

 01.10.2006 / Stärke (F2) Bestätigt
September
August

Suhl (TH)

 25.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Meldung eines Augenzeugen: "... und kurz vor der Heimat durften wir eine Windhose rechts neben der Autobahn bestaunen, die wirklich beängstigend kräftig aussah." Die Windhose - so die Augenzeugen - wurde von der Autobahn A73 in Fahrtrichtung Coburg bei Suhl rechts (westlich) neben der Autobahn beobachtet. Nach diesem Bericht berührte sie sogar die Baumwipfel.

Ein Tag auf der Games Convention (spieleportal.de)

Schalkau (TH)

 04.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11:15 Uhr MESZ, Trichterwolke im bayerisch-thüringischen Grenzbereich im Raum zwischen Schalkau (Landkreis Sonneberg) und Rödental (Landkreis Coburg, Bayern) beobachtet. Über einen möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Bericht von Hans-Joachim Seeber
Juli

Oberellen (TH)

 19.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Bericht eines Augenzeugen: "Am 19. Juli war bei uns ein schweres Unwetter, der Himmel war schwarz, es gewitterte und es waren große windböen dabei. Als das Unwetter vorbei war, ging ich mit meinem Hund spazieren, ein Feldweg zwischen Oberellen und Unterellen, und plötzlich sah ich eine Schneise der Verwüstung. Die Bäume waren entwurzelt und im Getreidefeld sah ich dann sehr genau die Spur eines Tornados. Links und rechts stand das Gedreide (Gerste) und in der Mitte war es auf eine Breite von ca. 10-15 Meter runtergedrückt. Das Feld endete an einem Wald und dort zog sich die Spur weiter. Die Bäume waren entwurzelt und zerissen, doch auch hier standen die Bäume links und rechts fast unversehrt."

Stadtlengsfeld (TH)

 13.07.2006 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ im Bereich eines kräftigen Gewitters über dem Wartburgkreis. Nach einer Meldung der Südthüringer Zeitung konnte der Augenzeuge Siegfried Boest gegen 14:30 Uhr "die trichterförmige Windhose mit einem Durchmesser von rund 30 Metern" beobachten. In einer Gartenanlage am Denkmal oberhalb der Kirche entstanden erhebliche Schäden, einige Bäume stürzten um und mehrere Dächer von Gartenhäusern wurden abgedeckt.

Tornado wütete über Stadtlengsfeld (STZ, 15.07.06)
Juni

Berka / Werra (TH)

 19.06.2006 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Von Berka/Werra (Wartburgkreis) aus wurden in Richtung Südsüdost im Bereich eines Gewitters zwischen 17:10 und 17:18 Uhr MESZ insgesamt drei Funnels beobachtet. Der erste trichterförmige reichte nach einem Augenzeugenbericht bis etwa 90 Prozent der Entfernung Wolke - Boden herunter und dürfte damit Bodenkontakt gehabt haben. Die beiden folgenden Trichter reichten demnach bis etwa zur Hälfte herunter.

Superzelle am Montag,19.06.06 Fulda-Erfurt?

Erfurt (TH)

 06.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zwischen 13:00 und 13:15 Uhr MESZ konnten zahlreiche Augenzeugen zeitweise zwei bis drei Funnel im Bereich westlich von Weißensee, etwa 25 Kilometer nördlich der Stadt Sömmerda, beobachten und teilweise auch fotografieren. Nach den vorliegenden Beobachtungen hatte einer der Funnels zumindest vorübergehend Bodenkontakt. Betroffen war allerdings ein Feld, sodass keine größeren Schäden entstanden. Gegen 13:20 bis 13:25 konnte dann über Erfurt ein weiterer Funnel beobachtet werden.

Fotos und Augenzeugenberichte der Funnels bzw. des Tornados

Weißensee (TH)

 06.06.2006 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zwischen 13:00 und 13:15 Uhr MESZ konnten zahlreiche Augenzeugen zeitweise zwei bis drei Funnel im Bereich westlich von Weißensee, etwa 25 Kilometer nördlich der Stadt Sömmerda, beobachten und teilweise auch fotografieren. Nach den vorliegenden Beobachtungen hatte einer der Funnels zumindest vorübergehend Bodenkontakt. Betroffen war allerdings ein Feld, sodass keine größeren Schäden entstanden. Gegen 13:20 bis 13:25 konnte dann über Erfurt ein weiterer Funnel beobachtet werden.

Fotos und Augenzeugenberichte der Funnels bzw. des Tornados

Weißensee (TH)

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 06.06.2006 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zwischen 13:00 und 13:15 Uhr MESZ konnten zahlreiche Augenzeugen zeitweise zwei bis drei Funnel im Bereich westlich von Weißensee, etwa 25 Kilometer nördlich der Stadt Sömmerda, beobachten und teilweise auch fotografieren. Nach den vorliegenden Beobachtungen hatte einer der Funnels zumindest vorübergehend Bodenkontakt. Betroffen war allerdings ein Feld, sodass keine größeren Schäden entstanden. Gegen 13:20 bis 13:25 konnte dann über Erfurt ein weiterer Funnel beobachtet werden.

Fotos und Augenzeugenberichte der Funnels bzw. des Tornados
Mai

Judenbach (TH)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Zwischen 18:45 und 19:15 Uhr MESZ (Quelle: 4 mögliche Tornadofälle am Samstag in Thüringen (Markus Weggässer)

Arnstadt (TH)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Zwischen 18:15 und 18:45 Uhr MESZ (Quelle: 4 mögliche Tornadofälle am Samstag in Thüringen (Markus Weggässer)
Dezember
August
Juli

Tanna bei Schleiz (TH)

 30.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Dieser mutmaßliche Tornado zog aus der Nähe von Tanna (Thüringen) nordostwärts in Richtung Langenbach (Sachsen) bei Mühltroff. Dazu diese Meldung aus dem Tannaer Anzeiger: "Die Nacht vom 29. zum 30. Juli hat einigen Unterkoskauern erheblichen materiellen Schaden beschert. Eine Windhose zog aus Tanna kommend über den sogenannten Kiesbruch Richtung Langenbach hinweg und richtete erheblichen Schaden an. Allein aus der Gemarkung Unterkoskau wurden dem Forstamt Windbruchschäden von ca. 1000 fm Holz gemeldet."

Fotos der Schäden bei Unterkoskau
Juni
Juli

Sorna (TH)

 23.07.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
In Sorna wurde unter anderem ein Haus durch einen umstürzenden Baum erheblich beschädigt, zahlreiche weitere Bäume stürzten um. Dazu aus einem Bericht der Ostthüringer Zeitung vom 27. Juli 2004: "Bericht über ein Ereignis am 23. Juli 2004 in Sorna (Ortsteil der Gemeinde Chursdorf (Saale-Orla-Kreis): Sorna. Als Ralf Smiatacz am Freitagabend gegen 19 Uhr zum Einkaufen nach Auma fährt, zeigt er kurz nach seinem Heimatort Sorna noch zum Himmel und sagt zu seiner Lebensgefährtin: "Sieht aus wie so ein Tornado, den man manchmal im Fernsehen sieht." Als er etwa eine Stunde später zurückkommt, weiß er, dass es ein Tornado gewesen ist, und dass dieser sich als Ziel sein Haus ausgesucht hat. Schon auf dem Weg zurück sieht er Bäume auf der Straße liegen, Äste fallen auch auf sein Auto. Das Schlimmste sieht er aber erst direkt am Grundstück: Eine gewaltige, etwa 20 Meter hohe Kastanie, innen hohl, ist umgeknickt. Der größte Teil des Baumes fiel auf die Wiese an dem Flüsschen Auma. Ein Ast, aber immerhin mit etwa 30 Zentimeter Durchmesser, war auf das Dach gestürzt und hatte die Wand des Kinderzimmers nach innen gedrückt. Der wolkenbruchartige Regen hatte sofort Wassermassen im Haus verteilt. Die Hälfte des Hauses ist vorerst unbewohnbar, acht Personen müssen vorerst auf engsten Raum zusammenrücken. Feuerwehrleute nahmen den Begriff vom Schutzengel in den Mund, den die Familie haben müsse dass zum Beispiel nicht die gesamte Kastanie aufs Haus gestürzt ist, dass die Eiche nicht gefallen ist, dass die Linde nicht den Stall des Schweinezucht- und -mastbetriebes traf ... Rings um das Haus sieht noch immer den im wahrsten Sinne des Wortes Sturm der Verwüstung. Von der großen alten Eiche ist ein starker Ast abgebrochen, viele weitere Laubbäume auf dem Grundstück sind abgeknickt. Der älteste Baum weit und breit, eine Linde, hat beim Fallen die Telekomleitung mitgenommen. Baumteile bzw. starke Äste der schönen Kastanienallee liegen auf den Straßenseiten. Deutlich ist erkennbar, dass die zerstörte Fläche begrenzt ist auf einen Kreis von vielleicht 100 Metern Durchmesser. In Chursdorf gibt es weder Aufzeichnungen noch mündliche Überlieferungen darüber, dass es jemals solch ein verheerendes Unwetter gegeben hätte. Ralf Smiatacz findet in seinem Schrecken aber schon Worte des Dankes: In kürzester Zeit waren viele Feuerwehrleute aus Schleiz, Chursdorf, Krölpa und anderswo zur Stelle. Sie räumten Bäume und Äste zur Seite, und vor allen Dingen deckten sie mit großen Planen das Dach ab. Elektromeister Tiersch aus Tegau legte der Familie noch am Freitagabend eine notdürftige Stromleitung, weil die bisherige unter Wasser stand. Der Strom fehlte am Freitagabend plötzlich auch auf dem Nachbargrundstück. Eine große Esche hatte den Mast umgestürzt. Die TEAG verlegte hier ein Notkabel, und gestern war ein Langenwolschendorfer Forstbetrieb damit beschäftigt, im Auftrag der TEAG die vielen auf diesem Gelände abgeknickten Bäume und Äste zu räumen. Familie Smiatacz hatte bis Sonntag um Mitternacht zu tun, ihr Haus und Grundstück einigermaßen wieder begehbar zu machen. Die Aufräumungsarbeiten werden sich sicherlich Wochen hinziehen. Gestern wartete die Familie voller Hoffnung erst einmal auf den Mann oder die Frau von der Versicherung, um sich von der finanziellen Angst zu befreien."

Schwergewitter und Tornado in Sorna - Markus Weggässer, WZ-Forum
Tornado am 23.07.04 in Sorna, Saale-Orla-Kreis (WZ-Forum)
Mai

Sonneberg (TH)

 15.05.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Es ist nicht ganz gesichert, ob es sich in diesem Fall um einen Tornado handelte, aber vieles spricht dafür. Gegen 17:30 Uhr überquerte er die Innenstadt von Sonneberg, wo er offensichtlich höchstens kurzzeitig Bodenkontakt hatte. Das Dach des Rathauses wurde hier erheblich beschädigt, ebenso zwei Autos, die von Trümmern getroffen wurden. Menschen wurden aber nicht verletzt.

Beiträge im Forum der Wetterzentrale
August

Weißbach bei Stadtroda (TH)

 28.08.2002 / Stärke (F2) Verdacht
Mutmaßlicher Tornado bei Weißbach, etwa 5 km südsüdöstlich von Quirla und etwa 15 km westsüdwestlich von Gera (Quelle u.a.: URBAS - Urbane Sturzfluten). Nach einem Bericht sollen große Waldschäden entstanden sein (ca. 6000 Festmeter). Ein Augenzeuge der Schäden berichtet über entwurzelte Bäume und abgeknickte Kronen in dem Bereich.
Juni

Erfurt (TH)

 07.06.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
Am Freitag, dem 07.06.02, wurde zwischen 15.35 Uhr und 15.44 Uhr MESZ vom Landebahnhaus des Flughafens eine sehr markant ausgeprägte "Kleintrombe" (Wortlaut) von E. Behrend beobachtet. Die Schlauchwolke befand sich 10-15 km nördlich von Erfurt, östlich des Ortes Gebesee und reichte teilweise bis zum Erdboden. Der Durchmesser des Schlauches wurde auf 5-10 m, die Länge auf 400-600m geschätzt (Quelle: DWD).
März

Salza (TH)

 19.03.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Meldung am 20.03.2002: "Windhose wütete über den Dächern von Salza Eine Windhose suchte in der Nacht zu gestern den Nordhäuser Stadtteil Salza heim. "Um kurz nach 3 Uhr gab es einen gewaltigen Schlag", berichtete Gisela Stiller, die das Haus am Schurzfell 9 bewohnt. Der genaue Schaden wurde ihr aber erst am frühen Morgen bewusst. Ein Teil des Daches auf der West- und Südseite war abgedeckt worden, außerdem wurden einige Fensterläden ausgehoben und ein paar Wellplatten von der Garage entfernt. Auch die Nachbarschaft hatte es arg erwischt. Hier hatte es ebenfalls Schäden an den Dächern gegeben, "an einem Bungalow in der benachbarten Gartenanlage fehlte sogar das ganze Dach", so Stiller. Auch die Gewächshäuser einer Gärtnerei sowie eines Privatgrundstücks wurden beschädigt. Die Nordhäuser Berufsfeuerwehr musste in der Nacht um 3.55 Uhr zu einem Einsatz ausrücken, der auch die Straße "Schurzfell" betraf. Hier hatte der Sturm, der in der Nacht mit Windstärke 7 über Nordhausen blies, vier Bäume umgerissen. Nach anderthalb Stunden hatten die Kameraden die Schäden beseitigt. Im übrigen Kreisgebiet waren dagegen keine nennenswerte Schadensmeldungen zu verzeichnen." (Quelle: Stadtmagazin Nordhausen).
August

Altenburg (TH)

 17.08.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 00:30 Uhr MESZ. Das Dach der Nachbarscheune wurde 120 Meter weiter in den Hof bzw. auf das
Haus der Familie T. getragen. Plötzlich lautes Geräusch, nach nicht mal 1 Minute war alles vorbei. (Bericht von Andre Bock)
Juli

Hildburghausen (TH)

 31.07.1999 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Monat Juli 1999 - Aus einer Meldung des Freien Wortes vom 01.08.2009: "Bürgermeister Steffen Harzer hatte gestern Morgen das Altstadtfest als einen besonderen Höhepunkt im Jubiläumsjahr "775 Jahre der urkundlichen Ersterwähnung Hildburghausens" bezeichnet. Nach zehnjähriger Pause starte die Stadt gemeinsam mit dem Werbering und Bernd Schuldt einen neuen Versuch. Das letzte Fest sei von einer Windhose geradezu hinweggefegt worden, erinnerte Harzer."
August

Sonneborn bei Gotha (TH)

 28.08.1998 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Thüringischen Landeszeitung vom 29.12.2006 trat dieser Tornado in der Nacht zum 28. August auf: "In der Nacht des 28. August 1998 raste in schmaler Spur eine Windhose nördlich Gothas von den Dörfern Sonneborn, Wangenheim aus in Richtung Friemar durch die Fluren und zerbrach sogar recht starke Bäume."

Bad Berka (TH)

 26.08.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Meldung in der Wetter-Ereignisdatei des Deutschen Wetterdienstes.

Gotha (TH)

 26.08.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
)Meldung in der Wetter-Ereignisdatei des Deutschen Wetterdienstes- Weitere Quelle: R. Windolf, Bild der Wissenschaft 11, 104-106 (1998).

Erfurt (TH)

 26.08.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 28. August 1998: "Unwetter auch in Thüringen: Ein "Mini-Wirbelsturm" hat in Erfurt schwere Schäden angerichtet. Bäume stürzten auf Autos, zerrissen Stromleitungen und verletzten zwei Pkw-Insassen." - Weiter aus Ralf Wendt, "In einem Teil der Stadt kommt es während eines Unwetters zur Ausbildung einer kräftigen Windhose. Zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr richtet sie auf einem engen Raum in der Stadt Sachschäden an. Bäume srürzen um. Stromleitungen zerreißen."
Juli

Bad Frankenhausen / Kyffhäuser (TH)

 26.07.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen mutmaßlichen Tornado im nördlichen Thüringen, östlich von Sondershausen ist nicht bekannt (Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998)
Juni

Frauenwald (TH)

 29.06.1997 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Wie erheblich der Schaden einer Naturkatastrophe sein kann, zeigte der 29. Juni 1997. Als gegen 20.45 Uhr eine Windhose in wenigen Minuten unterhalb des Tillyfelsens an der B 4 (Thomasmühle) einen verheerenden Kahlschlag über eine Waldfläche von 3,5 bis 4 Hektar anrichtete." (Quelle: Thüringer Allgemeine vom 16.02.07)

Suhl (TH)

 21.06.1997 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado bei Suhl ist nicht bekannt (Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998)

Westenfeld bei Meiningen (TH)

 21.06.1997 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Bei Westenfeld (südl. Meiningen) wurde auf einem Sportplatz ebenfalls eine Trombe (Windhose) beobachtet. Mehrere Bäume wurden geknickt." (Quelle: Wetterkarte Offenbach, Beilage 141/1997)
Dezember

Apolda (TH)

 Jahr 1994 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1994 - "Das letzte vergleichbar schwere Unwetter in Apolda war die Windhose, die vor etwa acht Jahren die Promenade vorwüstete. Mussten die Kameraden seit Sonntag Nachmittag bis gestern zu 34 Einsätzen ausrücken. So lag diese Zahl seinerzeit laut Knobbe bei rund 200." (Quelle: Bericht der Feuerwehr Apolda zum Sturm "Jeanette" im Oktober 2002)

Beseitigung von Sturmschäden im Stadtgebiet 28.10.2002 (Feuerwehr Apolda)
August

Glasehausen (TH)

 22.08.1993 / Stärke (F1) Bestätigt
Die Thüringer Allgemeine berichtet: "Ein weiterer Tornado wütete ebenfalls im Eichsfeld, am Abend des 22. August 1993. In Glasehausen wurden in drei Minuten fast alle Grabsteine umgerissen und die Leichenhalle beschädigt, im benachbarten Neuendorf waren Schäden an 94 Häusern zu beklagen. Ein vom Kindergarten gerade gekauftes Holzhaus flog durch die Luft. Wie durch ein Wunder wurde keiner verletzt." Weiterer Bericht: "22.08.1993 wird Glasehausen von einer Windhose heimgesucht, die schlimme Schäden anrichtet. die 290 Jahre alte Linde am Anger wird ihrer Krone enthoben, Verwüstungen auf dem Friedhof, das Dach der Leichenhalle wird zum größten Teil abgedeckt. Innerhalb weniger Minuten waren 14 Wohnhäuser und ebenso viele Scheunen Opfer des Sturmes. Grabsteine wurden wie Streichhölzer umgeknickt, ebenso das alte ehrwür-dige Friedhofskreuz." (Quelle: Verwaltungsgemeinschaft Leinetal)

Historie (Verwaltungsgemeinschaft Leinetal)
Juli
März

Oberoppurg (TH)

 21.03.1992 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:30 und 17:00 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden durch ein kleinräumiges Sturmereignis in Oberoppurg nahe Pößneck.

Verdacht Oberoppurg (Skywarn)
Dezember
November

Zöllnitz bei Jena (TH)

 23.11.1984 / Stärke (F2) Bestätigt
Mehr zu dem starken Tornado im Bericht von Andre Bock und Jens Neubauer, durch deren Recherche der Tornado überhaupt in den Archiven auftaucht. Hier finden Sie auch Fotos der Schäden, wobei sogar Eisenbahnwaggons umgestürzt sind. - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 08. Januar 1986: "[...] Hinzu kamen während der Wiederaufforstungs- arbeiten durch einen WirbeLsturm im November 1984 noch einmal eine Million Festmeter Bruchholz. Hauptsächlich litten unter diesen Nachbrüchen ältere Bestände. [...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

23.11.1984: Ein Tornado der Kategorie F3 wütete in Zöllnitz bei Jena (Andre Bock)
Juli

Töttelstedt (TH)

 12.07.1984 / Stärke (F2) Bestätigt
"Ein Ereignis, welches unseren Einwohnern noch lange in unangenehmer Erinnerung bleiben wird ist ein Unwetter, das über unser Dorf hereinbrach. Anfang Juli war eine Hitzeperiode mit tagelangen extrem hohen Temperaturen. Am 11. Juli zeigte das Thermometer abends um 20.00 Uhr noch 32,0 Grad Wärme an. Kurz nach Mitternacht, um 00.15 Uhr des 12. Juli kam in wenigen Minuten ein Wirbelsturm auf, der unser Dorf sehr in Mitleidenschaft zog. Innerhalb von 3 Minuten, so lange tobte das Unwetter, waren 80 % aller Häuser beschädigt. Am schlimmsten wurden die Kirche und ihre Umgebung betroffen. Der Kirchturm wurde abgehoben und weggeschleudert. Dabei wurde die Bushaltestelle zertrümmert. Die 130 Jahre alten Linden- und Kastanienbäume, die den Kirchhof säumten, wurden vernichtet. Einige Bäume wurden sogar entwurzelt. Auch die in der Allee stehenden Bäume, die auch über 100 Jahre alt sind, wurden stark beschädigt. Die Schäden an Gebäuden waren beträchtlich. Eine Scheune wurde zertrümmert, zwei Dachstühle wurden abgehoben und hinweggefegt. Die Aufräumungsarbeiten dauerten tagelang." (aus der Geschichte Töttelstädts. Der Kirchturm wurde erst zwei Jahre später neu erbaut. Möglicherweise wurde auch die Stufe F3 erreicht, für eine genaue Einstufung wären aber weitere Beschreibungen der Schäden und Fotos nötig. Töttelstädt ist ein kleiner Ortsteil von Erfurt, im Westen der Stadt in Richtung Gotha, ca. 675 Einwohner.

Chronik 1980 - 1999 (Erfurt-Töttelstädt)
Mai

Pfuhlsborn (TH)

 31.05.1983 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Ende Mai / Anfang Juni 1983 (eventuell 1982) deckte eine Windhose die rund 40 Häuser in Pfuhlsborn am Nordrand der Saaleplatte im Weimarer Land ab. Ein Augenzeuge beobachtete den dunklen Schlauch. Durch extremen Niederschlag wälzten sich durch die Kartoffeläcker mehrere Hektar große Schlammlawinen. - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 17. Mai 1983: "Gewitter beenden den bisher wärmsten Tag - Berlin (ADN). Feuchte Warmluft - auf dem Alexanderplatz wurden in den Mittagsstunden 27,4 Grad gemessen -, begleitet von zum Teil heftigen Gewittern, bestimmte am Montag das Wetter in der Republik. Vereinzelt traten Spitzenböen auf; im Bezirk Magdeburg erreichten sie Geschwindigkeiten bis zu 104 Kilometer pro Stunde. In der Bezirksstadt verursachten sie Störungen in der Elektroenergieversorgung, von denen für etwa 25 Minuten ein Drittel aller Haushalte betroffen waren. Im Bezirk Erfurt waren die Gewitter von Hagelschauern begleitet. Eine Windhose deckte in der Gemeinde Pfuhlsborn, Kreis Apolda, mehrere Dächer von Wohn- und Stallgebäuden ab. Im Bezirk Leipzig deckte der Sturm in fünf Kreisen Dächer ab und entwurzelte Bäume, in den Kreisen Altenburg und Schmölln konnte ein mehrstündiger Stromausfall in den späten Abendstunden behoben werden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 17. Mai 1983: "Eine Windhose deckte in der Gemeinde Pfuhlsborn, Kreis Apolda, mehrere Dächer von Wohn- und Stallgebäuden ab." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Gewitter und Stürme (WZ-Forum / LDZ, 18.05.1983)
Gewitter - Hagel - Windhose (WZ-Forum / LDZ, 18.05.1983)
Jeder, der helfen konnte, half (WZ-Forum / LDZ, 19.05.1983)
Unwetterschäden werden zügig beseitigt (WZ-Forum / LDZ, 31.05.1983)
Mit schwerer Technik im Windbruch (WZ-Forum / LDZ, 10.06.1983)
Pressemitteilung des Rates des Kreises (WZ-Forum / LDZ)

Zehma (TH)

 31.05.1983 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Mai 1983 - An einem späten Vormittag gab es größere Schäden im Raum Zehma, etwa 7 Kilometer südlich von Altenburg. (Bericht von Andre Bock)

Dornburg / Saale (TH),
Abtlöbnitz (ST),
Freiroda (ST)

 16.05.1983 / Stärke (F2) Bestätigt
Dietmar Lange berichtet dazu: "Ich kann mich noch ganz gut an den 16.05.1983 erinnern. Ich war zu jener Zeit Schüler in Schulpforte. Dort hagelte es gegen 18 Uhr sehr stark (3 bis 4cm Durchmesser) und der Himmel war schwarz. Da zog eine "Windhose" von Steudnitz bei Camburg über Abtlöbnitz, Freiroda bis zum Buchholz nach Naumburg. Das sind etwa 20km. In Freiroda wurde die Hälfte der Dächer abgedeckt, unterwegs wurden Straßenbäume abgebrochen und 50m weit weg gerollt. Der größte Schaden entstand aber im Buchholz, einem Wald mit 100 Jahre alten Buchen, die auf einer Schneise von ca. 100m mal 1000m regelrecht abgeholzt wurden (Stämme im Durchmesser 60 bis 70cm). Der damalige Förster kann das bestätigen. Ich habe mir die Pressemitteilungen von damals aus der LDZ aufgehoben und den Weg größtenteils noch mal angeschaut. Personenschäden gab es wie durch ein Wunder nicht." - Dazu aus einer Meldung des Naumburger Tageblattes vom 25.01.2016: "16. Mai 1983. Dieser Tag markiert für Dietmar Lange sein bisher ?krassestes? Wettererlebnis. Eine Windhose, heute besser bekannt als Tornado, hinterließ in der Region eine Spur der Verwüstung, so in Steudnitz, Crölpa-Löbschütz, Freiroda und im Buchholz in Naumburg. Jahrhundertealte Bäume wurden geknickt, unzählige Dächer abgedeckt und Autos durch die Luft gewirbelt. ?Das war eine starke Windhose, heute eingeordnet als F-2-Tornado. Also Windgeschwindigkeiten von 181 bis 253 Kilometern pro Stunde?, so Lange."

Gewitter und Stürme (WZ-Forum / LDZ, 18.05.1983)
Gewitter - Hagel - Windhose (WZ-Forum / LDZ, 18.05.1983)
Jeder, der helfen konnte, half (WZ-Forum / LDZ, 19.05.1983)
Unwetterschäden werden zügig beseitigt (WZ-Forum / LDZ, 31.05.1983)
Mit schwerer Technik im Windbruch (WZ-Forum / LDZ, 10.06.1983)
Pressemitteilung des Rates des Kreises (WZ-Forum / LDZ)
Knackig kalt ist?s selten (Naumburger Tageblatt, 25.01.16)
September

Hildburghausen (TH),
Sonneberg (TH)

 05.09.1980 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 08. September 1980: "Schwere Gewitter in den Süd- und Mittelbezirken - Berlin (ADN). Die Bezirke Suhl, Gera, Magdeburg, Leipziog, Karl-Marx-Stadt und Dresden wurden in den Freitagabend- und den Nachtstunden zum Sonnabend von schweren Gewittern betroffen. Innerhalb einer halben Stunde fielen in Gera über 13 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, Hagelkörner hatten zum Teil Haselnußgröße. Mit Hagelschlag und einer Windhose war das Unwetter in den Kreisen Hildburghausen und Sonneberg verbunden. In 14 Ortschaften wurden Gebäude beschädigt. In zehn Gemeinden war die Stromversorgung zeitweilig unterbrochen. Auch in der Landwirtschaft entstanden Schäden. Mitgleider der Freiwilligen Feuerwehr, Kräfte der Zivilverteidigung, der Energieversorgung, des Straßenwesens und der Landwirtschaft sowie die Bürger gingen sofort daran, die Folgen der Witterungsunbilden zu beseitigen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juni

Freienbessingen (TH)

 15.06.1980 / Stärke (F1) Verdacht
Freienbessingen liegt etwa 48 Kilometer nordöstlich von Wilhelmsthal. "Durch ein Unwetter in der Nacht vom 14. zum 15. Juni entstanden in der Gemeinde schwere Schäden. Der orkanartige Sturm entwurzelte Bäume, von denen einer auf einen parkenden PKW Wartburg 311 stürzte. An der Karosserie entstand Totalschaden. Außerdem wurden mehrere Dächer abgedeckt. Durch den Einsatz der Feuerwehr und vieler anderer Helfer konnten die Schäden im Ort schnell beseitigt werden. Um weitere Sturmschäden in der Lindenstrasse (Einfahrt zum VEG) zu verhindern, wurden von der Feuerwehr sämtliche Bäume gefällt. Das war nicht der erste Einsatz dieser Art. Bereits 1971 wurde vor dem Gehöft Fritz Wolfram eine große alte Linde gefällt. Diese war abgestorben und stellte eine Gefahr für Menschen und Gebäude dar." (Quelle: Brände und andere Katastrophen in Freienbessingen, Freiwillige Feuerwehr Freienbessingen)

Nordhausen (TH)

 15.06.1980 / Stärke (F2) Bestätigt
Zwei Menschen starben im "Gehege", das ist der Name eines kleinen Waldstücks mitten in der Stadt. Im Stadtpark von Nordhausen gab es größere Schäden und die dort lebenden Hirsche starben. Der Sturm richtete auch noch starke Verwüstungen in der Nähe von Netzkater (nördlich von Nordhausen) an. Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt und es gab erhebliche Schäden aller Art. Nach einem Bericht einer Zeitzeugin sollen auch Autos durch die Luft gewirbelt worden sein, weil der Vater einer Freundin suf der Suche nach seinem Auto war. (Quelle des Berichts: eine Augenzeugin) - Weiter aus einer Meldung der Neuen Nordhäuser Zeitung vom 28.01.2013 "Ich erinnere an die relativ verheerende Windhose vom 30. Juni 1980: Damals lag das Gehege flach. Sie hatte Dutzende alter Rot-Buchen entwurzelt. Meine Oma sagte damals am Telefon: "Das Gehege steht nicht mehr". In den Folgejahren entwickelte sich unter dem Schirm der stehengebliebenen Buchen ein dichter Buchenjungwuchs. Junge Buchen gedeihen besser unter den von Altbäumen geschaffenen mikroklimatischen Bedingungen."

Der Wald stirbt nicht im Gehege (Neue Nordhäuser Zeitung, 28.01.2013)

Wilhelmsthal (TH)

 15.06.1980 / Stärke (F1) Bestätigt
In der Nacht vom 14. zum 15. Juni 1980 hat gegen 1 Uhr MEZ ein "Wirbelsturm" am Altenberger See bei Wilhelmsthal (in der Nähe von Eisenach/Thüringen) zahlreiche Bäume umgestürzt. Einige der Bäume trafen Wohnwagen auf einem Campingplatz. Dabei kamen 6 Menschen ums Leben und 9 weitere wurden schwer verletzt.

Bericht im Forum der Wetterzentrale
Augenzeugenbericht aus Eisenach
Bericht von Anke Gernhardt (Armin Opherden)
Zeitungsartikel vom 16.06.1980 (Armin Opherden)
Skywarnseite mit Augenzeugenbericht (Skywarn)
Ein unvergessenes Unwetter (Anke Gernhardt)
Der Altenberger-See-Tornado (Anke Gernhardt)
Schlimmes Unwetter in Eisenach (Armin Opherden)
Wirbelsturm am Altenberger-See (MDR Mediathek)
Vor 30 Jahren: Orkan über Thüringen fordert acht Menschenleben (Ostthüringer Zeitung, 12.06.2010)
Vor 30 Jahren fegte ein Tornado über den Campingplatz am Altenberger See (Thüringer Allgemeine, 18.06.2010)
[url=http://eisenach.thueringer-allgemeine.de/web/eisenach/startseite/detail/-/specific/Mit-dem-Leben-davongekommen-726538962
]Mit dem Leben davongekommen[/url] (Thüringer Allgemeine, 14.06.2015)
Tornado am Altenberger See: ?Wir haben überall Leute befreit? (Thüringische Landeszeitung, 15.06.2015)
MDR Lebensretter (21.05.2015) - Großalarm Tornados über Mitteldeutschland (YouTube)

Sömmerda (TH)
[Region: Kreis Sömmerda]

 15.06.1980 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: In der Nacht vom 14. zum 15. Juni 1980 im Kreis Sömmerda, Bezirk Erfurt. (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht der DDR, 34. Jg., Sonderheft sowie Münchener Merkur, 137/1980)
Mai

Altenburg (TH)

 24.05.1979 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Das Datum ist nicht ganz sicher. Eine Familie beschreibt, wie der Wirbel entstand und dann Schäden zunächst in einem Kleingartengelände anrichte, danach wurden Dächer abgedeckt und starke Bäume umgerissen. Besonders große Schäden entstanden im Stadtwald. Der Wirbel war mindestens 3 bis 4 Minuten sichtbar.

Tornado in Altenberg (Skywarn)

Stadtilm (TH)

 24.05.1979 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:50 Uhr MEZ. "Ein Unwetter mit Wirbelsturm richtet am Himmelfahrtstag, dem 24.05., großen Schaden an." (Quelle: Stadtilm) - Nach Recherchen von Jens Neubauer war die Schneise etwa 7 km lang und weniger als 100 Meter breit.

Unwetter mit Windhose in Stadtilm (Wetterchronik)

Leinefelde (TH)

 20.05.1971 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 22. Mai 1971 zu Unwettern am 20.05.: "Die Gewitter vom Donnerstag brachten vor allem dem Berliner Raum und dem Bezirk Frankfurt/Oder, dem Raum Dresden-Oschatz und teilweise dem Harz nennenswerten Niederschlag. Nordwestlich der Linie Wittenberge - Neustrelitz - Ueckermünde blieb es völlig trocken. Starke Hagelschläge beschädigten in mehreren Eichsfeldorten in den Kreisen Heiligenstadt und Worbis Feldkulturen, Wirtschaftswege und Vorfluter. In Leinefelde riß eine Windhose mehrere Dächer von den Häusern." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Heilbad Heiligenstadt (TH),
Bodenrode-Westhausen (TH)

 18.05.1971 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach den Recherchen von Pierre Gremmler zog das Unwetter am 18.05.71 gegen Abend über Heiligenstadt auf und zog weiter über Westhausen / Bodenrode nach Nordosten über Bischofferode (Kreis Worbis) in Richtung Nordhausen ab. Nach einigen Augenzeugen, die er spechen konnte, haben diese so etwas noch nicht erlebt. Der Himmel hatte eine seltsame Färbung, Dächer sind geflogen, ein ganzer, neu gebauter Kuhstall in Westhausen sei eingestürzt. Andere wiederum berichteten über starken Hagelschlag der ungefähr 3 cm Durchmesser hatte, Telegraphenmasten seien reihenweise abgeknickt worden und in einem Wald bei Bodenrode soll eine etwa 30m breite und 120m lange Schneise gewesen sein, in der wo die Bäume regelrecht abgedreht gewesen seien und ein Jägersitz d.h. die Überreste davon hätten auf einem ganz anderen Feld gelegen, wo auch umgeworfene Getreideanhänger lagen. - Weiter aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000 zu Unwettern vom 22.-24. November 1984: "Im Zusammenhang mit einem Unwetter kommt eine Großtrombe zur Ausbildung. Besonders betroffen: Heiligenstadt, Worbis. Totalschäden treten in der Landwirtschaft auf. Viele Dächer von Gebäuden sind abgedeckt."
Juni

Stadtroda (TH)

 28.06.1970 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 30. Juni 1970: "Wirbelsturm und Wolkenbruch - Unwetterschäden in Thüringen und im Bezirk Halle -- Stadtroda/Halle. ADN/BZ Spezialistenbrigaden und freiwillige Helfer aus den Wohngebieten beseitigten gestern in der ostthüringischen Kreisstadt Stadtroda die Auswirkungen eines Unwetters vom Vortage. Ein mit wirbelsturmartigen Windböen verbundener Wolkenbruch hatte am Sonntagnachmittag in der Kleinstadt und mehreren umliegenden Gemeinden schwere Schäden verursacht. Von der Gewalt des Gewitters zeugten verschlammte Straßen, abgedeckte Dächer, entwurzelte Baume und zerstörte Garagen. Erhebliche Schäden durch schwere Gewitter mit wolkenbruchartigen Niederschlägen wurden am Sonntagnachmittag und in der Nacht zum Montag auch im Bezirk Halle angerichtet. Davon waren besonders die Harzkreise Naumburg, Nebra, Aschersleben, Quedlinburg und Querfurt betroffen. Zahlreiche Straßen und Keller wurden überflutet. Durch Blitzschläge kam es zu Stromausfällen. Der Verkehr war zeitweise gestört." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juli

Barchfeld (TH)

 31.07.1967 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Im Juli 1967 (genaues Datum nicht bekannt) richtete dieser Tornado in Barchfeld an der Werra tagsüber zwischen 10 und 15 Uhr MEZ Schäden an. Dazu aus dem Freien Wort Thüringen: "Der historische Rundgang führte zunächst zum Wohngebiet ?Erlich?. Mitte der 1960er- Jahre habe hier eine Windhose, ähnlich wie Kyrill, große Pappeln umgerissen und viele Dächer abgedeckt." Zusätzlich entstanden in der Gemarkung Barchfeld noch in einem kleinen Waldgebiet Schäden - Größenordnung ca. 5 ha.

Tornado in Barchfeld (Skywarn)

Hopfgarten bei Weimar (TH)

 23.07.1966 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 25. Juli 1966 über schwere Unwetter in Sachsen: "In der Gemeinde Hopfgarten bei Weimar wird der durch eine Windhose verursachte Schaden auf rund eine viertel Million Mark geschätzt. 120 Gebäude waren hier beschädigt worden. Handwerker halfen im Tag- und Nachteinsatz die Schäden beheben." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Küllstedt (TH)

 19.07.1966 / Stärke (F2) Bestätigt
"Einen schwarzen Tag erlebte die Kirche am 19. Juli 1966. Eine Windhose raste um 15.10 Uhr durch Küllstedt, beschädigte 330 Häuser - und rasierte den halben Kirchturm weg. "Ein Nachbar hat am Fenster gestanden und gesehen, wie der Turm sich hob, drehte und in die Tiefe stürzte", so die Chronik der Vinzentinerinnen." (Quelle: Thüringische Landeszeitung) - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 23. Juli 1966: "[...] Drei Minuten wirbelte am Dienstag gegen fünfzehn Uhr eine Windhose über das Dorf Küllstedt, Kreis Worbis. Beinahe eine Million Schaden verursachte sie an Wohnhäusern, dem Krankenhaus, an Scheunen, am Lagerhaus und an der Trockenanlage der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft. [...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 25. Juli 1966: "[...] Aus dem Bezirk Erfurt berichtet unser Redaktionsmitglied Siegfried Ozladek: Fünf Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm über Küllstedt, Kreis Worbis, sind die Schäden an den Wohnhäusern beseitigt. Zügig voran geht es auch beim Neubau der Mehrzweckhalle und der Trockenanlage, die von der Windhose zerstört worden waren. In 14 Tagen kann die Genossenschaft das Getreidelager und die Trockenanlage wieder benutzen. Davon überzeugten sich am Sonntag Minister Heinz Kuhrig, 1. Stellvertreter des Vorsitzenden des DDR-Landwirtschaftsrates, sowie Bruno Kiesler, Leiter der Abteilung Landwirtschaft beim ZK. Gemeinsam berieten sie mit Bauern sowie mit Partei- und Staatsfunktionären weitere Hilfsmaßnahmen. Stellvertretend für alle Einwohner Küllstedts und Hunderte freiwillige Helfer aus den Nachbarorten ehrte Minister Kuhrig 20 Bäuerinnen und Bauern, Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, der Volkspolizei, Bauarbeiter und Rentner. An die Einwohner gewandt, betonte der Minister: "Ihre große Gemeinschaft der gegenseitigen Hilfe hat gezeigt, zu welchen beeindruckenden Leistungen die sozialistische Gesellschaft fähig ist. Gemeinsam zupacken - so lautet auch das Rezept, um die Ernte ohne Verluste zu bergen." Im Namen der Küllstedter versicherte Parteisekretär Paul Schäfer: "Die sofortige Hilfe der Partei und des Staates wissen wir Bauern gerade jetzt vor der Ernte am besten zu schätzen."[...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 06. August 1966: "[...] Eine Windhose hatte an diesem Tag innerhalb von drei Minuten in der Gemeinde einen Schaden von etwa 1,4 Millionen Mark angerichtet, 80 Prozent der Häuser beschädigt, 1050 Hektar Getreide schwer in Mitleidenschaft gezogen und 3600 Festmeter Holz durch Windbruch zerstört. [...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Katholische Kirchengemeinde St. Georg
Neuer Turmhelm in Küllstedt wächst heran (Thüringische Landeszeitung, 12.09.2013)
Neuer Turmhelm: Küllstedts Kron und Zier ist wieder am alten Platz (Thüringische Landeszeitung, 11.11.2013)
August

Gräfenwarth (TH)

 01.08.1958 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht sicher - im August 1958. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 25.05.1960: "Durch die Unbeweglichkeit der kommunistischen Planwirtschaft sind in Thüringen große Holzmengen verfault. Noch heute liegt der größte Teil von rund 300 000 Festmetern Holz, die im August 1958 von einem Wirbelsturm geknickt wurden, ungeborgen um den Saale-Stausee. Das Windbruchholz konnte nicht geborgen werden, weil der durch den Sturm verursachte plötzliche Holzanfall nicht eingeplant war. Die Schäden gehen in die Millionen. Während die Baumstämme am Saale-Stausee verfaulen, wurden die Holzkontingente der Tischlereien der Bezirke wegen Materialmangels um 75 v. H. gekürzt. Alle Anträge der Handwerksmeister, das Holz selbst zu bergen, wurden von den kommunistischen Behörden abgelehnt."

... und das Holz verfault (Hamburger Abendblatt, 25.05.1960)

Altenburg (TH)

 01.08.1958 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Ein Sturm mit größerem Ausmaß gab es am 01.August 1958 in den frühen Abendstunden. Damals wurde von einer Windhose gesprochen, die in nicht mal zwei Minuten über Altenburg hinwegzog und große Schäden hinterlassen hatte. Die Feuerwehr u. andere Organe waren tagelang damit beschäftigt, die umgestürzten Bäume zu beseitigen und die Schäden zu beheben." (Bericht von Andre Bock)
Juli

Weckersdorf (TH)

 31.07.1958 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"1959 war der Turmknopf letztmalig geöffnet. Eine gewaltige Windhose hatte am 31. Juli 1958 die Kirchturmspitze abgebrochen." (Quelle: Presseberichte Greiz November 2004). Weckersdorf liegt im Landkreis Greiz, südwestlich von Zeulenroda.
August

Hohengandern (TH),
Arenshausen (TH)

 28.08.1956 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 30. August 1956: "Helligenstadt (ADN/Eig. Ber.). Über dem Eichsfeld ging Dienstag abend erneut ein starkes Gewitter nieder. Über Hohengantern und Arenshausen fegte ein Wirbelsturm, wie er nach Aussagen älterer Leute seit Menschengedenken nicht erlebt worden ist. Dächer wurden abgedeckt und Fenster eingedrückt. Ziegel und Scheiben prasselten auf die Straßen, die auch von entwurzelten Bäumen blockiert wurden. Lichtmaste knickten wie Streichhölzer." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Dezember

Freienbessingen (TH)

 Jahr 1948 / Stärke (F2) Verdacht
"Ein Wirbelsturm brachte die ziegelgedeckte sogenannte alte Feldscheune de VEG Freienbessingen am Neuen Weg, Ecke Mörstedter Weg zum Einsturz. Mehrere Pflüge und Mähbinder, die darin abgestellt waren, wurden beschädigt. Da die Scheune total zerstört wurde, wurde sie nicht wieder aufgebaut. Heute erinnert nur noch ein Flurstück 50 Morgen "Alte Feldscheune" daran" (Quelle: Brände und andere Katastrophen in Freienbessingen, Freiwillige Feuerwehr Freienbessingen).
Juni

Oberhof (TH)

 14.06.1946 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einem Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeinen vom 17.02.2007: "... da traf sie am 13. und 14. Juni 1946 erneut ein Schicksalsschlag. Ein schweres Gewitter am Nachmittag über dem Thüringer Wald entwickelte sich rasch zu einem sehr heftigen Wirbelsturm. Ganze Bäume, überwiegend Fichten, wurden entwurzelt oder knickten wie Streichhölzer. Diese Windbruchkatastrophe machte 1,8 Millionen Festmeter Fichtenhochwald dem Erdboden gleich. 10 000 Waldarbeiter, Helfer und russische Soldaten kamen bei der Aufarbeitung und Aufforstung zum Einsatz. Bis 1956 wurden insgesamt 4,5 Millionen Festmeter Schadholz aufgearbeitet. Das Denkmal der Holzarbeiter am Rondell bei Oberhof erinnert heute noch daran."

28.8.1944: Nach dem großen Brandbombenangriff (www.ahnendaten.de)
Juli

Stadtilm (TH)

 10.07.1942 / Stärke (F1) Bestätigt
"Urplötzlich erhob sich nach einem Donnerschlag ein regelrechter Wirbelsturm, der alles zerstörte, was seiner nicht mehr standhalten konnte. Dächer drohte er abzudecken und Bäume drehte er ab oder warf sie um. So fiel diesem Wirbelsturm auch eine der 5 Linden in der Lindenstraße die sämtlich unter Denkmalschutz stehen, zum Opfer. Die mittelste der drei oberen wurde in Stammhöhe abgedreht und darauf die Lichtleitung zerstört, sodaß die Stadt oder zumindest der obere Stadtteil ohne Licht war. Außerdem zerstörte der Sturm bei dem Fleischermeister Richard K. in der Hindenburgstraße ein Teil des Daches des Wohnhauses durch Abdecken." (Quelle: Jens Neubauer, aus einem Tagebuch)

Erfurt (TH)

 24.07.1937 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus der Tübinger Chronik vom 28.07.1937: "Obstkarren durch die Luft - Windhosen in Sachsen, Thüringen, Bayern - Ein orkanartiger Hagelsturm richtete in der Innenstadt von Erfurt Verheerungen an. Bäume bis zu einem Meter Durchmesser wurden in den Parkanlagen umgebrochen oder entwurzelt. Die umgestürzten Stämme unterbrachen mehrfach den Straßenverkehr. In einigen Straßenzügen sind fast sämtliche Hausdächer abgedeckt. Eine Windhose erfaßte einen Schornstein und knickte ihn um. Eine vom Blitz getroffene riesige Pappel durchschlug das Dach eines Wohnhauses. Ein Obstkarren auf der Straße wurde von der Windhose in die Luft gewirbelt und flog in hohem Bogen über die Straße. Das Unwetter dauerte nur wenige Minuten." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg). Auch in einem Bericht der Berliner Morgenpost vom 25.07.1937 wird als Datum für diesen Fall der 24.07. angegeben: "Windhose über Erfurt - Schwere Verwüstungen durch Stürme und riesige Hagelstücke, Telegramm unseres Korrespondenten - Erfurt, 24. Juli. Am Sonnabend nachmittag ging über Erfurt ein schweres Unwetter nieder. Gegen 1/2 3 Uhr etwa trat nach einigen Blitz- und Donnerschlägen eine Windhose auf, die außer ungeheuren Regenmassen haselnußgroße Hagelstücke auf die Stadt niederschleuderte. In den Parkanlagen wurden Bäume bis zu einem Meter Durchmesser mitsamt den Wurzeln aus der Erde gerissen. In zahlreichen Straßen war der Verkehr durch umgestürzte Bäume und abgesplitterte, armdicke Aeste unterbrochen. Dächer wurden zum Teil abgedeckt, Hausessen stürzten krachend auf die Straßen und Fensterscheiben zersplitterten. Eine uralte Pappel im ältesten Teil der Blumenstadt, dem sogenannten "Dämmchen", wurde vom Blitz getroffen und legte sich in ihrer ganzen Länge in einem etwa zwölf Meter breiten Wasserarm der Gera auf das gegenüberliegende Ufer, im Sturz ein Haus beschädigend. Das Unwetter war nach zehn Minuten vorüber. Die Feuerwehren waren bis in die späten Abendstunden beschäftigt."
April

Birkigt bei Gera (TH)

 24.04.1935 / Stärke (F3) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 25.04.1935: "Wirbelsturmkatastrophe in Thüringen - Vier Gehöfte vernichtet - Gera, 24. April. Ostthüringen wurde am Mittwoch nachmittag von einem Wirbelsturm heimgesucht, unter dem vor allem der etwa 40 Einwohner zählende Ort Birkigt schwer zu leiden hatte. Von den fünf Gehöften des Ortes sind vier vollkommen dem Erdboden gleichgemacht. Die Häuser sind bis auf die Grundmauern zusammengebrochen. Einrichtungsgegenstände und landwirtschaftliche Maschinen liegen weit verstreut umher. Wie durch ein Wunder sind Menschenleben nicht zu beklagen. Augenzeugen berichten, daß kurz vor 15.45 Uhr aus einer schwarzen Gewitterwolke unter ungeheurem Donnergrollen eine Windhose niederging und innerhalb weniger Minuten alles vernichtete. Noch ehe die Einwohner wußten, was eigentlich vor sich ging, war das Unglück geschehen. Die oberen Stockwerke der Häuser wurden glatt abrasiert und von dem Sturm kilometerweit fortgetragen. Ein vollkommen mit Stroh beladener großer Leiterwagen, der in einem 15 Meter langen Hof stand, wurde von einem Ende zum anderen geschleudert. Eine Hundehütte, in der mehrere Hunde Schutz gesucht hatten, flog über ein hohes Dach. Auch die benachbarten Dörfer sind von dem Unwetter in Mitleidenschaft gezogen worden, wenn auch nicht in dem Ausmaße wie Birkigt. Der durch das Unwetter verursachte Schaden ist bei weitem noch nicht abzusehen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Weiter zu den Schäden in Harth-Pöllnitz: "Ein Wirbelsturm verursachte in wenigen Minuten enorme Schäden an zwei Bauerngehöften." (Quelle: www.meinestadt.de)

Tornado in Birkigt 1935
September

Heukewalde (TH)

 07.09.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Heuckewalde (Zeitz) NO nach SW", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
August

Hellingen bei Hildburghausen (TH)

 20.08.1933 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 23.08.1933: "Hellingen, 23. Aug. Verheerende Windhose. Am Sonntag wurde ein Teil der Hellinger Flur von einer starken Windhose heimgesucht. In langen Linien liegen die entwurzelten Obstbäume auf den Feldern. Starke Aeste wurden Hunderte von Metern fortgeschleudert, ganze Baumkronen abgedeckt und über die Straße geworfen. Von Augenzeugen wird berichtet, daß starke Aeste hoch in die Luft flogen, den Vögeln gleich; und in der Nähe der Unglücksstelle war starkes Sausen zu hören. Ein Landwirt, der gerade übers Feld ging, wurde zu Boden geworfen. Den größten Schaden richtete die Windhose im Ermshäuser Grund und an der Maroldweisacher Straße an. Auch nach Volkmannshausen hin wurden mannshohe Obstbäume entwurzelt oder abgedreht, desgleichen Telegraphenstangen. Die betroffenen Flurteile bieten das Bild erschütternder Verheerung, da zugleich auch noch ein wolkenbruchartiger Regen niederging."

Steinheid (TH)

 12.08.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Oppurg (TH)

 12.08.1933 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 15.08.1933: "Pößneck, 15. Aug. Furchtbare Verwüstungen durch eine Windhose. Ueber dem Nachbarort Oppurg ging am Sonnabendnachmittag eine Windhose nieder, die in dem Fürst zu Hohenloheiden (?) Schloßpark große Verwüstungen anrichtete. Eine große Anzahl alter Bäume, meist zweihundertjähriger Bestand, darunter eine uralte Fichte, die etwa neun Festmeter Holz ergibt und die die größte in weiter Umgebung war, wurden durch den orkanartigen Sturm glatt aus dem Boden herausgerissen. Von dem im Park stehenden alten Schießhaus wurde das Dach erheblich zertrümmert. Auf der Straße Oppurg-Kolba wurden 48 Obstbäume entwurzelt. Der Ort Oppurg sowie das Scho&szlg; sind von dem Unwetter weniger betroffen worden, dagegen bietet der Park ein unbeschreibliches Chaos durch die sieben gestürzten Riesenbäume. Auch die Telephon- und Lichtleitungen waren auf einige Zeit gestört. Menschen sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen." (Weitere Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juli

Neunhofen (TH)

 03.07.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Neunhofen, 2 km westl. Neustadt (Orla)", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juni

Heukewalde (TH)

 29.06.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Heuckewalde (Zeitz)", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Mai

Greiz (TH)

 07.05.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 10.05.1933: "Am Sonntagnachmittag brach plötzlich ein Wirbelsturm über Greiz herein, dem ein schwerer Gewitterregen folgte. In den umliegenden Wäldern wurde durch den Sturm schwerer Schaden angerichtet; stellenweise sind 200 bis 300 Bäume umgeknickt und entwurzelt worden."
August

Holzsußra (TH)

 16.08.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 17.08.1932 zu Unwettern im Raum Schlotheim: "In Holzsusera traf der Blitz eine moderne, 60 Meter lange Scheune des Gutsbesitzers Armin Schwabe. Die Scheune brannte mit Erntevorräten und Maschinen nieder. Mit dem Gewitter machte sich ein Wirbelsturm bemerkbar, durch den einem Landwirt zwei hochbeladene Erntefuder im Augenblick in alle Winde zerstreut wurden." Holzsußra liegt 5 bis 6 Kilometer nordöstlich von Schlotheim, Unstrut-Hainich-Kreis im nordwestlichen Thüringen.
April

Greiz (TH)

 08.04.1932 / Stärke (W) Bestätigt
Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.04.1932 zu Unwettern im Raum Greiz: "Eine besondere Naturmerkwürdigkeit wurde im Greizer Park beobachtet. Dort bildete sich über dem Parksee eine hohe Wasserhose, die in den Regenbogenfarben prächtig aufleuchtete und dann zerplatzte."

Greiz (TH)

 08.04.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.04.1932 zu Unwettern im Raum Greiz: "Eine Windhose riß einen Parkspaziergänger glatt in die Höhe und warf ihn auf die Wiese."
August

Großbreitenbach (TH)

 20.08.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Gegen 11:05 Uhr. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 21.08.1931: "Großbreitenbach, 21. Aug. Windhose. In der Nacht zum Donnerstag ging über der Umgegend Großbreitenbachs ein furchtbares Unwetter nieder. Eine Windhose vernichtete zwischen Großbreitenbach und Ölze 12 Aker Wald. Durch die niederstürzenden Bäume wurde die Staatsstraße Großbreitenbach - Ölze gesperrt. Die Aufräumungsarbeiten sind noch im Gange. Das sausende Geräusch der Windhose und das Krachen der zusammenstürzenden Bäume hörte sich an, als ob Maschinengewehre abgefeuert würden." Großbreitenbach liegt etwa 13 Kilometer südöstlich von Ilmenau im Ilm-Kreis. (Weitere Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Mai

Heilsberg (TH)

 31.05.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Wahrscheinlich Heilsberg in Thüringen (eventuell auch Heilsberg bei Bad Vilbel in Hessen). Gegen 20:40 Uhr, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
April

Moxa (TH)

 30.04.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Ort unsicher, Im Original "Moya". Gegen 09:45 Uhr, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juni

Niedernissa (TH)

 26.06.1930 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht sicher. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 27.06.1930: "In Niedernissa bei Erfurt wurde bei einem außerordentlich heftigen Gewitter eine 25 Meter lange Scheune durch einen Wirbelsturm vernichtet. Zur gleichen Zeit richteten Wolkenbrüche in Arnstadt und Umgebung große Schäden an."
Juli

Erfurt (TH)

 27.07.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 30.07.1928: "Erfurt, 30. Juli. Sturm und Feuer. Am Freitag in der siebenten Abendstunde brauste über die Stadt als Vorläufer eines heftigen Gewitters ein starker Sturm, der sich auf dem Friedrich Wilhelmplatz zu einer wahren Windhose entwickelte, die Staub und kleine Kiesel aufwirbelte und die vor dem Zirkus versammelte Volksmenge in die Flucht trieb. Starke Aeste wurden von den Bäumen abgerissen und weithin durch die Straßen gefegt."

Bad Salzungen (TH)

 06.07.1928 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.07.1928: "Bad Salzungen, 9.Juli. Sturmschäden. Bei einem in der Salzunger Gegend wütenden orkanartigen Sturm wurden auf dem Pleß alte Baumriesen entwurzelt und an den Straßen nach Immelborn und Barchfeld Bäume quer über die Straße geworfen. Bei Breitungen wurde eine Feldscheune abgedeckt und zusammengedrückt."

Arnstadt (TH)

 06.07.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.07.1928: "Auch über die Gegend von Arnstadt brauste eine Windhose und entwurzelte starke Bäume. In Dornheim wurde eine 60jährige Frau vom Blitze erschlagen, in ...stedt (Unstrutthal) ein Mann, der unter einem Baume Schutz gesucht hatte."

Tambach-Dietharz / Thüringer Wald (TH)

 06.07.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.07.1928: "Unwetter in Thüringen. Erfurt, 7.Juli. Ueber den südlichen Teil Mitteldeutschlands gingen am Nachmittag des Freitag unter starker Verfinsterung des Himmels allenorten ziemlich schwere Gewitter mit starkem Regen nieder. Telephon- und Radioverkehr waren für längere Zeit unterbrochen. Besonders schwer wuerde die Gegend um Tambach-Dietharz heimgesucht, wo der Sturm die Dächer verschiedener Fabriken und Wohnhäuser abdeckte. Ein großer Teil einer Pappenfabrik wurde in die Luft gehoben und das 120 Zentner schwere Dach 80 Meter weit fortgeschleudert. Bäume von 40 Ztm. Stärke wurden wie Streichhölzer geknickt."

Jena (TH)

 06.07.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.07.1928: "Wirbelsturmschäden in Jena. Jena, 7.Juli. Der Gewittersturm, der am Freitagnachmittag über die Stadt Jena hinwegbrauste, hat im Stadtteil Jena-Ost ein im Bau begriffenes Wohnhaus, das bereits aufgerichtet war, wie ein Kartenhaus zusammengeworfen. Das gleiche Schicksal bereitete der Sturm dem nach dem Brande zu Anfang dieses Jahres wieder aufgerichteten, aus Holzfachwerk bestehenden städtischen Blechwalzwerk an der Saale. Hierbei wurde ein Pferd erschlagen und der Kutscher leicht verletzt. Uebel erging es auch einem Kraftwagenführer am Lutherplatz. Von der Allee vor dem Universitätsgebäude riß der Sturm mehrere starke Aeste ab und warf sie auf die Kraftdroschke, die erheblich beschädigt wurde. Der Chauffeur mußte im Krankenhaus aufgenommen werden, wo er sich inzwischen wieder erholt hat. Der Schaden, der an den Dächern angerichtet wurde, ist beträchtlich."
Juni

Gräfenthal (TH),
Probstzella (TH)

 17.06.1927 / Stärke (F2) Bestätigt
Nach Recherchen von Raymund Windolf (1997, 1998) trat dieser Tornado auf. - Dazu aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.06.1927: "Probstzella, 18. Juni. Unwetterverheerungen - 5000 Bäume umgeknickt. Das in der letzten Nacht hier tobende Unwetter hat besonders zwischen Probstzella und der Brauerei Falkenstein Verheerungen angerichtet. Es wurde eine große Waldfläche mit etwa 4-5000 Stämmen, bis zu 50 Ztm. stark, entwurzelt bzw. abgebrochen. Im Saalfeld sind verschiedene Blitzschläge zu verzeichnen; viele Bäume sind umgestürzt; man konnte desöfteren Kugelblitze beobachten. In Rudolfstadt sind die Keller größtenteils unter Wasser gesetzt. Mehrere Telegraphenmasten fielen auf die Bahngleise nach Jena, wodurch Zugverspätungen eintraten."
Mai

Kleinberndten (TH)

 03.05.1924 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"In den Abendstunden des 3.Mai wurde Kleinberndten (Anm.: Landkreis Nordhausen) von einem Unwetter, einer sogenannten "Windhose" verwüstet, es wurden 42 Gebäude beschädigt" (Quelle: Erlebnisbauernhof Kleinberndten ) - Dazu aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 08.05.1924: "Ein Dorf vom Wirbelsturm zerstört. Eine Windhose, die über den Ort Kleinberndten (Harz) hinwegging, hat das Dorf fast vollständig vernichtet, viele Häuser sind zusammengestürzt. Das Trümmerfeld sieht aus, als sei es von Artellerie beschossen worden. Von etwa 50 Häusern sind die Dächer vollständig abgedeckt, die Wände eingedrückt. Durch den nachfolgenden Regen sind die Decken der Häuser durchgeweicht und dem Einstürzen nahe. Fast keine Fensterscheibe ist ganz geblieben. Die Häuser und Straßen bieten einen jammervollen Anblick. Ackergeräte und -maschinen sind unter einem Durcheinander von Ziegelsteinen und Dünger begraben. Fast kein Obstbaum ist in dem vom Orkan erfaßten Gelände stehengeblieben. Wie durch ein Wunder sind Menschenleben verschont geblieben."

Tornado Kleinberndten (Skywarn)
Januar

Heichelheim (TH)

 11.01.1920 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Orkanartiger Sturm: Gestern Abend gegen 8 Uhr verstärkte sich der an für sich schon sturmartige Wind zu einem heftigen Orkan, der schweren Schaden anrichtete. Zäune wurden umgeworfen und Fenster zerstrümmert. Der Sturm, der erst von Süden wehte, brach später von allen Seiten herein und nahm den Charakter einer Windhose an. Er war von Regenschauern und Hagel begleitet, die abwechselnd auf unsere Dörfer niederprasselten und dem Unwetter etwas Unheimliches gaben. Dabei herrschte eine unnormale warme Witterung überaus merkwürdig und schwankend. Nach warmen Mittagsstunden, die eine Temperatur von 10 - 15 Grad brachten, schlug die Witterung um und fiel auf einige Grad Kälte, die alle Pfützen mit einer Eisschicht bedeckte. Eine solche schwankende Witterung ist für den Monat Januar höchst selten. Deutschland-Ztg. vom 12. Januar." (Quelle: Heichelheim.de)

Ortschronik Heichelheim ( Heichelheim.de, pdf)
April

Aschara (TH)

 29.04.1919 / Stärke (F2) Bestätigt
"Am 29. April warf eine Windhose die Windmühle um, deckte das Dach der nebenstehenden Scheune ab, warf die Gellhaarsche Scheune um und zerstörte etwa 60 Bäume. Die Windmühle wurde wieder aufgebaut. Bei einer späteren Reparatur wurden die Flügel abgenommen, da keine Mittel zum Erhalt vorhanden waren." (Quelle: Kirche von Aschara)

Windhose in Aschara ( Wetterchronik)
Juli

Bockstadt (TH)

 08.07.1916 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 11.07.1916: "Aus Bockstadt wird geschrieben: Gestern abend gegen 1/4 10 Uhr hauste hier ein furchtbares Unwetter. Durch eine Windhose wurde sehr großer Schaden angerichtet. Die stärksten Linden- und Obstbäume, sowie Pappeln wurden vollständig umgerissen oder ihrer sämtlichen Äste beraubt. Die Straße von Harras nach dem Gestüt Bockstadt war unbegehbar und es dauerte mehrere Stunden, bis die umgerissenen Bäume und Aeste beseitigt waren. Eine Anzahl Dächer wurde abgedeckt. Die Windhose kam von Grattstadt her und führte Aeste und Heu mit sich. Beim Gestüt Bockstadt senkte sie sich."

Eisfeld (TH)

 08.07.1916 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 11.07.1916: "Eisfeld, 8.Juli. Windhose. Gestern Abend nach 9 Uhr wurde ein Teil unserer Stadt von einer Windhose heimgesucht. Wie beobachtet wurde, kam vom Eichholz her eine schwefelgelbe Wolke, welche sich plötzlich löste und zur Erde senkte. Ein ungeheurer Sturm erhob sich, welcher am Damweg eine große Eiche entwurzelte, in der Bahnhofstraße Dächer abdeckte und Zäune umriß, im Friedhofsparke und dessen Umgebung starke Aeste von den Bäumen abriß. Besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurden noch die Siegeshöhe, der Sedansplatz und die Schalkauer Straße, woselbst durch Umknicken von Bäumen, Abreißen von Ästen bedeutender Schaden angerichtet wurde. Die Naturerscheinung dauerte vielleicht eine Minute."
Januar
Mai

Bad Langensalza (TH)

 12.05.1912 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 15.05.1912: "In Langensalza deckte der Orkan eine ganze Anzahl Dächer auf, knickte ganze Bäume und trug sie eine ganze Strecke weit in die Felder."
Juli

Köfeln (TH)

 22.07.1910 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus der Chronik der St. Nikolauskirche zu Köckritz: "Am 22. Juli 1910 raste ein furchtbares Unwetter über Köckritz hinweg, dabei wurde durch einen orkanartigen Sturm das Dach des benachbarten Rittergutes hochgehoben und gegen den Kirchturm geschleudert. Dieser brach durch die Wucht vollständig bis zu den Glocken hin ab. Der Schaden wurde alsbald durch die Unterstützung der Großherzoglichen Landesbrandkasse finanziert." (Quelle: Evangelische Kirchgemeinde Weida)

Die St. Nikolauskirche zu Köckritz (Evangelische Kirchgemeinde Weida)

Langendembach (TH)

 22.07.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 28.07.1910: "Neustadt a.d. Orla, 26. Juli. Bei dem jüngsten Gewitter in dem Waldorte Langendembach wurde die Witwe Therese Rham durch die häufigen Blitze und Donnerschläge, sowie durch den wütenden Zyklon derart in Aufregung versetzt, daß sie an den Folgen starb." (Weitere Quelle: T. Arendt: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen im Jahre 1910. Veröffentlichungen des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 266, Behrend, Berlin, 68 S., 1913)
August

Schwarzburg (TH)

 11.08.1909 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum unsicher. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 13.08.1909: "Schwarzburg, 11. Aug. (Durch eine Windhose) wurden gegen dreißig der schönsten Baumriesen - 100jährige Tannen - entwurzelt oder umgebrochen. Die Straße nach Bechstedt mußte gesperrt werden. Die Fernsprechleitungen wurden durch die stürzenden Bäume zerstört."

Heilbad Heiligenstadt (TH)

 02.08.1909 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 04.08.1909: "Heiligenstadt, 2. Aug. (Ein furchtbarer Wirbelsturm) richtete heute nachmittag hier schweren Schaden an. Von etwa 50 Häusern wurden die Dächer zum Teil abgerissen, ebenso von einer Kirche. Starke Obstbäume wurden entwurzelt und von den übrigen die halbreifen Früchte abgeworfen. Eine mehrere 100 Jahre alte Linde wurde vom Blitz getroffen und total zerschmettert. Viele Tiere sollen vom Blitz getötet sein. Dem Wirbelsturm folgte ein Platzregen, der zum Teil mit Hagel gemischt war." (weitere Quelle: T. Arendt (Herausgeber), 1911: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen in den Jahren 1908 und 1909. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 231, Behrend, Berlin, 74 Seiten)
Juni

Jena (TH)

 05.06.1908 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 07.06.1908 zu Unwettern im Raum Jena: "[...] Bei Burgau wurde durch den Sturm eine Feldscheune weggefegt. [...]" - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 06.06.1908: "Jena, 5. Juni. Ein mit Sturm und Hagel verbundenes Unwetter, das heute nachmittag über die Stadt und Umgebung niederging, hat namentlich im oberen Saaletal furchtbare Verwüstungen angerichtet. [...] Bei Borgau wurde vom Sturm eine Feldscheune weggefegt. In der ganzen Umgebung wurden viele Dächer abgedeckt und durch den Hagel die Fensterscheiben eingeschlagen. Bäume wurden entwurzelt und Telegraphenstangen umgeworfen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Mai

Alach (TH)

 22.05.1908 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 24.05.1908: "Erfurt, 22. Mai. (Ein furchtbarer Orkan) , der heute bei Tagesanbruch über dem westlichen Teil der Stadt Erfurt wütete, hat vielfach schweren Schaden angerichtet. Starke Bäume wurden mehrfach umgeknickt und entwurzelt. Besonders empfindlich wurden die Obstbäume, die mit ihrer Blütenfülle zu schönen Hoffnungen berechtigten, mitgenommen. Schweren Schaden haben auch die Gärtner im Dreibrunnengelände erlitten. Von einer Villa in der Steigergegend wurde ein Teil des Daches abgerissen, von anderen Dächern wurden die Ziegel in Massen herabgeschleudert und viele Balkons beschädigt." Der Begriff "Orkan" stand früher auch für einen Wirbelsturm, daher der Tornadoverdacht.
August

Schleiz (TH)

 03.08.1906 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 08.08.1906: "Schleiz, 6. Aug. Mit welcher furchtbaren Kraft der Gewittersturm am Freitag nachts hier plötzlich um die 9. Stunde eingesetzt hat, geht daraus hervor, daß u.a. der stärkste Baum in der hiesigen Gegend, die viele Jahrhunderte alte Buche mit 6 1/2 Meter Stammumfang auf dem Kirschbühl bei Heinrichsruh, etwa 1 Meter über der Erde vollständig abgebrochen wurde. Am gestrigen Sonntag fand eine förmliche Wanderung nach den betreffenden Waldungen statt, wo der Sturm so ungeheuren Schaden angerichtet hat." Der kleine Ort Heinrichsruh liegt etwa 3 Kilometer südlich von Schleiz, die Heftigkeit und das plötzliche Auftreten des Sturmes legt einen Tornadoverdacht nahe.
Mai

Uthleben (TH)

 31.05.1906 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:15 Uhr MEZ. "Am 31. Mai 1906 zerstört eine Windhose die Kirche. Mit Unterstützung der Fürstin konnte die Kirche im Jahr 1907 renoviert wieder eingeweiht werden." (Quelle: Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland - Jahresbericht). Dazu aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 03.06.1906: "Nordhausen, 1. Juni. Ein furchbares Gewitter entlud sich gestern Abend und heute Nacht über den Helmetal. In Uthleben wurden mehrere massive Gebäude durch eine Windhose zerstört. Der Kirchturm wurde in der Mitte abgebrochen. Fast alle Dächer sind beschädigt. Die Obsternte ist völlig vernichtet. Der Schaden ist groß." - Ebenso aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 03.06.1906: "In Uthleben wurden zahlreiche massive Gebäude durch eine Windhose zerstört. Der Kirchturm wurde in der Mitte abgebrochen. Fast alle Dächer wurden abgedeckt. Die Obsternte des Helmetales ist völlig vernichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg). Betroffen war in Uthleben neben der Kirche vor allem der Bereich Hahnstraße - Hauptstraße.

Tornado in Uthleben am 31.05.1906

Birkenfelde bei Heilbad Heiligenstadt (TH),
Heilbad Heiligenstadt (TH)

 31.05.1906 / Stärke (F3) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 03.06.1906: "Heiligenstadt, 1. Juni. Ein furchtbares Unwetter hat heute Nacht den westlichen Teil des Eichsfeldes heimgesucht. Die Flur von Birkenfelde wurde durch Wolkenbruch und Hagel verwüstet. Der herrschende Wirbelsturm hat große Gebäude umgerissen und Dächer abgedeckt; große Bäume wurden entwurzelt. Der Schaden ist groß."
September

Dittelstedt (TH)

 07.09.1905 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 10.09.1905: "Erfurt, 8. Sept. Gestern abend wurde hier und in der Umgegend durch ein starkes Gewitter vielfach Schaden angerichtet. In Dittelstädt hat der Sturm eine neue massive zweistöckige Scheune umgeworfen und vollständig zerstört. In den umliegenden Waldungen wurde durch den Sturm sowie durch Blitzschlag großer Schaden angerichtet." Das heutige Dittelstedt ist ein Vorort im Osten der Stadt Erfurt.
Juni

Arnstadt (TH)

 28.06.1905 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum unsicher. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 29.06.1905: "Bei Arnstadt ist eine Windhose beobachtet worden. Sie kam aus der Richtung von Rehestädt und richtete auf mehreren Grundstücken am Bahnhof Schaden an."
April

Kleindembach (TH)

 27.04.1903 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 03.05.1903: "Ein seltenes Naturereignis in Gestalt einer Windhose wurde am Montag unweit Kleindembachs im sogenannten Bahngraben beobachtet. Mit einem schauderhaften Getöse, Scheite und Stämme mit sich in die Höhe nehmend, ging das Naturspiel vor sich, ja sogar starke Baumkronen hat es förmlich von den Stämmen abgedreht und zur Erde geworfen." Der Ort Kleindembach liegt etwa 20 Kilometer südlich von Jena im Saale-Orla-Kreis.
Mai

Ziegelheim (TH)

 03.05.1898 / Stärke (F2) Bestätigt
"Am 3.Mai wirft eine von Gösdorf kommende Windhose die Scheune im Mehlhornschen Gut um. Die Windhose kommt erst am Pfarrwald zum Stillstand." Quelle: Geschichtskalender Ziegelheim.
März

Ummerstadt (TH)

 18.03.1897 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 24.03.1897: "Ummerstadt, 22. März. Furchtbaren Schaden hat der Sturmwind vorige Woche in der hiesigen Waldung angerichtet. Er kam von SW. und fing sich in einem Querthal, dem sog. Teufelsloch - nomen est omen -. Da er hier keinen Ausweg hatte, verwandelte er sich in einen Wirbel und riß alles, was ihm im Wege stand, nieder. - 500 Stämme oder mehr - man kann es vorläufig noch nicht übersehen, dabei solche mit einem Durchmesser von 35-40 cm und einer Länge von 25 m liegen theils entwurzelt, theils stehen sie zu 5 und mehr sich aneinander stützend da. Der Anblick ist ein grausig schöner und würde das Schlachtfeld einem Photographen erwünschten Stoff bieten. Die Hauptbeschädigten sind: Holzbauer Dressel und Bürgermeister Leipold."

Stelzen (TH)

 18.03.1897 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 18. März 1897 war der schicksalsschwere Tag des altehrwürdigen Stelzenbaumes angebrochen. Es war abends in der neunten Stunde, als in Stelzen und Umgebung ein furchtbares Unwetter tobte. Blitze durchzuckten die Luft. von gewaltigem Donner begleitet. Dabei erhob sich ein Wirbelsturm, der den Dächern. Hütten, Zäunen und Bäumen übel mitspielte. Diesem Unwetter fiel auch der Alte zum Opfer. Am nächsten Morgen stand nur noch der Stamm da, die Krone lag am Boden. Der Stamm war noch vier Meter hoch und hatte einen Durchmesser von l.50 m." (Quelle: Der Schatz unterm Stelzenbaum). Der Stamm wurde einbetoniert und ist auch heute noch als Denkmal erhalten.

Fotos des Denkmals
Windhose "köpft" den Stelzenbaum ( Wetterchronik)
Der Schatz unterm Stelzenbaum (Spitzenstadt Plauen)
Juli

Bendeleben (TH)

 20.07.1891 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Um 12:10 Uhr in Bendeleben am Kyffhäusergebirge zwischen Bad Frankenhausen und Sondershausen (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)

Schömberg bei Gera (TH)

 12.07.1890 / Stärke (F0) Bestätigt
"Am 12. Juli bewegte sich bei Schömberg in Sachsen-Weimar eine Windhose über eine Wiese, welche große Heumassen "trichterförmig" 20 m hoch hob und sie dann unter einem Winkel von 40° aufwärts führte; die drehende Bewegung derselben konnte man noch ca. 300 m über dem Boden deutlich sehen; 30 Schritte vom Centrum des Wirbels war Windstille." (Quelle: Dr. W. Köppen, Die Windhose vom 5. Juli 1890 bei Oldenburg und die Gewitterböe vom 10. Juli 1896 in Ostholstein. Sonderabdruck aus den Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Heft X, XI und X11. 1896)
Juni

Berga / Elster (TH)

 18.06.1888 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Gegen 15 Uhr zog dieser Tornado über Berga, südlich von Gera (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Mai

Gera (TH)

 16.05.1886 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Besondere Erscheinungen, wie z.B. eine Windhose, werden bisweilen beobachtet: So knickte am 16. Mai 1886 bei Schloß Osterstein zu Gera eine Windhose eine ca. 10 cm starke junge Eiche um, zog sich nach den Hofwiesen zu und zersteilte sich dann wieder. Dieselbe schien mit einer großen hellen Wolke am Himmel in Verbindung zu stehen, welche beim Zerteilen ebenfalls verschwand. (Das Wetter, IV, S. 138)" (Quelle: Fritz Regel, Thüringen, 1892; recherchiert bei Google Books)

Erfurt (TH)

 04.05.1885 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Kurz vor 16 Uhr MEZ zeigte sich dieser Tornado (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 sowie "Die Fortschritte der Physik", Deutsche Physikalische Gesellschaft - Physics - 1891, Seite 412, Windhose in Erfurt).
August

Reinsdorf bei Artern (TH)

 04.08.1864 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Der Tornado soll nachmittags aufgetreten sein (Quelle: "Resultate aus den Meteorologischen Beobachtungen angestellt an mehreren Orten im Königreich Sachsen"; Dr.C.Bruhns; Leipzig 1866)
April

Nordhausen (TH)

 29.04.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 10.05.1858: "Deutschland. Die Zeitungen bringen aus Duisburg, Neuwied, Koblenz, Düsseldorf, Elberfeld, Dortmund, Nordhausen, Aschersleben, Halle, Erfurt, Bernburg, Dessau Berichte über eine schauerliche Windsbraut, die am 29. April, ungeheure Staubmassen mit sich führend, auf kurze Zeit alles in Dunkelheit versetzte, und zum Theil sehr schlimme Verheerungen anrichtete. Angstvoll, als ob der jüngste Tag käme, flüchteten die Menschen. [...]" (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)

Erfurt (TH)

 29.04.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 10.05.1858: "Deutschland. Die Zeitungen bringen aus Duisburg, Neuwied, Koblenz, Düsseldorf, Elberfeld, Dortmund, Nordhausen, Aschersleben, Halle, Erfurt, Bernburg, Dessau Berichte über eine schauerliche Windsbraut, die am 29. April, ungeheure Staubmassen mit sich führend, auf kurze Zeit alles in Dunkelheit versetzte, und zum Theil sehr schlimme Verheerungen anrichtete. Angstvoll, als ob der jüngste Tag käme, flüchteten die Menschen. [...]" (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)
Juli

Steinbach bei Bad Salzungen (TH)

 18.07.1841 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zu einer Gedenkveranstaltung am Reformationstag, 31.10.2008: "Warum nun die Pflanzung einer Buche? Christoph Neumann verweist dazu auf die einstige Lutherbuche bei Steinbach, die 1841 durch eine Windhose gefällt worden war." (Quelle: Thüringische Landeszeitung) - weiter: "In Folge eines schweren Sturmes der zeitgleich mit einer Sonnenfinsternis am Nachmittag des 18. Juli 1841 in Westthüringen tobte, brach der Stamm der Lutherbuche in drei Meter Höhe und es verblieb ein letzter Ast. Das Holz und Reisig der Lutherbuche wurde der Kirchgemeinde von Steinbach geschenkt, Handwerker fertigten aus dem Holz Erinnerungsstücke. Eine 1983 neu gepflanzte Blutbuche erinnert an die hier zuvor vorhandene Lutherbuche." (Quellen: Wikipedia und Gerd Schäfer: Die Lutherbuche bei Steinbach. In: Altensteiner Blätter. Jahrbuch 1995 S. 69)
Dezember

Großmonra (TH)

 18.12.1833 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"15.02.1833 verursachte ein furchtbarer Sturm großen Schaden an den Dächern der Gebäude und in den Forsten. August und September brachten auch stürmische Tage und am 18. Dezember tobte ein solcher Orkan, daß die Hallische Fahrpost unweit Köllleda umgeworfen wurde. Die Fahrgäste kamen zwar ohne Schaden davon, liefen aber, als sie aus dem umgestürzten Wagen heraus geklettert waren, Gefahr, von der Windsbraut davon geführt zu werden. Ein Fahrgast klammerte sich an den stämmigen Postschaffner an, dieser packte einen Reisenden, der sich an einem Baume festhielt. Plötzlich rieß der Sturm diesen mit den Wurzeln aus und führte ihn samt seinen Anhängseln ein Stück über die Felder fort." (Quelle: Chronik von Großmonra (Ahnenforschung der Familie Hahn)

Urbich (TH)

 Jahr 1831 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1831 - "Windhose über Urbich. Es wurden "Dächer abgedeckt und viel anderer großer Schade angerichtet." Die große Linde auf dem Friedhof wurde mehrerer großer Äste beraubt. Über 100 Stck. der schönsten Kirschbäume wurden entwurzelt, Getreideschober turmhoch in die Luft gewirbelt. Ähnlich war es 1831." (Quelle: Chronik Urbich).

Urbich (TH)

 Jahr 1830 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1830 - "Windhose über Urbich. Es wurden "Dächer abgedeckt und viel anderer großer Schade angerichtet." Die große Linde auf dem Friedhof wurde mehrerer großer Äste beraubt. Über 100 Stck. der schönsten Kirschbäume wurden entwurzelt, Getreideschober turmhoch in die Luft gewirbelt. Ähnlich war es 1831." (Quelle: Chronik Urbich).
August
September

Kölleda (TH)

 10.09.1828 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 10. Nachmittags versetzte eine Windhose oder Windsbraut die Umgegend von Kleinsömmerda und Cölleda in einen großen Schreck. Sie zog in der Gestalt einer ungeheuren, stets wirbelnden Feuersäule, mit starkem Getöse und Brausen, an Cölleda vorüber nach dem Finnengebirge zu, und nahm die lockere Erde, Feldfrüchte, Stoppeln, Körbe und abgemähtes Grummet mit in die Luft und streute diese Gegenstände in weiter Entfernung nieder." (Quelle: Hallisches patriotsches Wochenblatt auf das Jahr 1828)

Tornado bei Kölleda ( Skywarn)
Mai

Gera (TH)

 01.05.1779 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Wiederholt heftige Wirbelstürme: am 1. Mai bei Gera und Weyda [Thüringen]" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Bildersaal, Zeitschrift des 18. Jahrhunderts, Zeitungsauszüge. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788)

Mildenfurth (TH),
Veitsberg (TH),
Wünschendorf / Elster (TH)

 01.05.1779 / Stärke (F3) Bestätigt
"Wiederholt heftige Wirbelstürme: am 1. Mai bei Gera und Weyda [Thüringen]" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Bildersaal, Zeitschrift des 18. Jahrhunderts, Zeitungsauszüge. Bei Anton Pilgram: Untersuchungen über das Wahrscheinliche der Wetterkunde. Wien 1788)

Tornado in Wünschendorf 1779
September

Meiningen (TH)

 01.09.1768 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am I. Sept. war Abends um 6 Uhr ein sehr heftiges Gewitter, welches mit schwarzen Wolken, hinter welchen sich weiße zeigten, über die Geba heranzog. Die stärksten Blitze, von heftigen Donnerschlägen begleitet, folgten sich unaufhörlich. Während des sich in Strömen ergießenden Regens vernahm man ein außerordentliches Brausen in der Luft, es erhob sich ein Wirbelwind und nun kam ein Alles verheerender Hagel." (Quelle: F. Keyssner, Hennebergischer altertumsforschender Verein, 1834)

Tornado in Meiningen (Skywarn)
Mai

Kölleda (TH)

 23.05.1763 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genauer Tag nicht bekannt. "Im J. 1763 [...] In demselben J. stand um Pfingsten ein wirklicher Wolkenbruch über unserer Stadt, welchen ein heftiger Sturmwind vom Johannisthore herein, über die Johannis-Thurmspitze hinweg, sodann zum Brückenthore hinaus, über das Backlebische Feld hinwegtrieb. Mehrere Personen haben mit Verwunderung gesehen, wie sich die schwere Wolke, die so recht einem strotzenden Sacke gleich war, erst ganz niedrig zeigte; hingegen, sobald sie an die Thurmspitze kam, sich recht augenscheinlich in die Höhe hob, und sobald sie über denselben Thurm hinweg war, sich wiederum senkte, und sodann in solcher Tiefe durch den Sturm ins Holz getrieben wurde und an den Bergen und Bäumen hängen blieb. Besagter Sturm riß die beiden großen Schafställe an der Kloster- und Stadt-Schäferei nieder; drehte die Bäume in den Gärten bei der Johanniskirche sammt den Wurzeln aus der Erde heraus, und richtete, wo er hinkam, große Zerstörungen an." (Quelle: Neue vervollständigte Chronik der Stadt Cölleda von Friedrich Heinrich Grüning, Cölleda, 1833)

Tornado in Kölleda (Skywarn)
April
Mai
Juni

Meiningen (TH)

 20.06.1678 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 20. Jun. riß bei heftigem Gewitter ein Wirbelwind auf dem Hutsberge einen Stadel um, in welchen schon 7 Fuder Heu gebracht waren." (Quelle: F. Keyssner, Hennebergischer altertumsforschender Verein, Chronik der Stadt Meiningen von 1676 bis 1834, Band 1, 1834)

Tornado in Meiningen ( Skywarn)
Juli

Greußen (TH)

 19.07.1674 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 19. Julius 1674 entstand, durch ein starkes Gewitter herbeigeführt, ein ungeheuer heftiger Sturm, der hier 16 Häuser umgeworfen und mehrere der größten Obstbäume aus der Erde gerissen. Das Brausen war so stark, daß man im untern Stockwerke nicht hörte, wenn das obere abgeworfen und fortgeschleudert worden war. Vor dem Gasthofe zum schwarzen Bär, (jetzt goldnen Anker) stand ein Rinnebecher (Waschwanne) voll Wasser, in diesen schleuderte der Sturm ein Stück Latte, durch den Boden, so daß sich die eine Hälfte oben und die andere unten befand." (Quelle: Friedrich Wilhelm Sternickel, Chronik der Stadt Greußen. 1829)

Verdachtsfall Greußen ( Skywarn)
Juni

Ritteburg (TH)

 04.06.1646 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Ao. 1646. den 25. May ist ein grausames Ungewitter gewesen, dabey ein grosser Hagel, wie welsche Nüsse und theils als Hüner-Eyer gefallen; hat zu Halle Melchior Wachsmuths Mittelhaus und ein Haus vorm Galgenthor umgeworffen, die Bäume aus der Erden gerissen, zu Rideburg die Kirchhalle samt der Thür weggeführet, und alles mit Wasser überschwemmet." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Johann Christoph Dreyhaupt, Pagus Neletici et Nudzici oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des [...] Saalkreises [...], S. 614. - Halle, 1749)
Juli

Gera (TH)

 27.07.1627 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 17. Julii ist allhier zu Gera ein grausamer / schrecklicher / und zuvor unerhörter Wind unversehens und gleichsam in einem Augenblick entstanden mit starcken Platzregen. Hat etwa eine gute viertel Stunde gewhret; aber in der kurtzen Zeit so grossen Schaden gethan / daß zu verwundern. Eine Scheune / welche vor wenig Jahren von Hans Zschacken erbauet worden / hat dieser Wind über einen Hauffen und das untere zu oberst gekehret. Ein groß Werckstück von Barthol Ammelung neu erbautem Hause hat er auf den Marckt herab geworffen: Die Spintel auf dem Rath-Hauß-Thurm / darauf der Knopff und Fahne gestanden / hat er herumb gedrehet und nieder gebogen / ein Hauß vorm Bader-Thor hat es auch gantz über einen Hauffen geworffen. Sonsten hat dieser ungeheure Wind / an Fenstern / Läden und Dächern / sonderlich aber in Gärten an Obst-Bäumen viel und grossen Schaden gethan. Am Dache des reinen Hospitals hat er sehr viel Ziegel heraus gerissen / und auf dem Dach zerbrochen / daß die Helffte herab gefallen / und die andere Helffte stecken blieben." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Zopf, Joh. Caspar, Reußische Gerauische Stadt- und Land Chronica, [...]. - Leipzig, 1692, S. 94)
März

Gera (TH)

 27.03.1606 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1606. Den 17. Martii um 4. Uhr auf den Abend hat sich ein gewaltiger / grosser / und in viel Jahren unerhörter Sturmwind erhoben / daß sich männiglich des jüngsten Tages versehen. Er hat die Häuser / Ställe / Scheunen / Schupffen / so wol andere Gebäude an vielen Orten abgedeckt und zerrissen / eines theils gar weggeführet / die Teichthämme abgebrochen / die Wälder sehr beschädiget / die Bäume mit Wurtzeln umgekehret / zum theil mitten von einander geschlagen / und hin und wieder im Lande also Hauß gehalten / daß der Schade mit viel Tonnen Goldes nicht zu ersehen gewesen. Er hat allein in unser Nachbarschafft über ettliche tausend Gülden Schaden gethan. Und solcher Wind hat aneinander / ohn einiges inne oder stillhalten / von besagter Stunde an die gantze Nacht durchaus gewehret / wie denn auch die folgenden zween Tage / wiewol etwas linder." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Joh. Caspar Zopf, Reußische Gerauische Stadt- und Land Chronica, [...], S. 66-67. - Leipzig, 1692)
Juli

Rockhausen (TH)

 15.07.1582 / Stärke (F4) Bestätigt
"Ja, es war ein rechtes Unglücksjahr. Zu der Pest gesellten sich die Verheerungen der Elemente. Im Juli wurde das Amt Käfernburg von einem entsetzlichen Ungewitter mit Hagelschauer und Sturm heimgesucht. Eine Windhose vernichtete das Dorf Rockhausen fast gänzlich. Es ist leicht begreiflich, wie unter diesen Umständen der Neubau der armen Stadt nur sehr langsam vorwärts- ..." (Quelle: G. Fischer, Thüringische Geschichte, 1885). Weiterer Hinweis: "... Pfingsten-Winter: Die Pest fordert 1.762 Menschenleben. Juli: Schwere Unwetter mit Hagel und Sturm in Arnstadt und Umgebung, insbesondere im Amt Käfernburg. Das Dorf Rockhausen wird durch eine Windhose fast gänzlich vernichtet." (Quelle: Andrea Kirchschlager, Ulrich Lappe, Peter Unger, Chronik von Arnstadt: Festschrift zur 1300-jahrfeier der Stadt Arnstadt, 2003) Weiterer Hinweis: "Grosse Sturmwinde: Den 5. Julij / Donnerstag nach Vdalrici / Hat der Sturmwindt / ein gantzes Dorff / eine meyle von Erffurdt / vber der Waget gelegen / heist: Rockhausen / bey LX. Heuser / mit allen scheunen vnd stellen / vber einen hauffen gestürtzet / Doch keinen Menschen erschlagen / Denn sie alle in Stuben vnd Keller gewichen / Ausgenommen Zwey Heuser / seind stehendt blieben / Nemlich: Das Hirten hauß / vnd ein ander Bawerßhaus / Vnzehlich viel grosser Bewme / mit jhren wurtzeln / vmbgeworffen / Dem Schultheissen ein Bein entzwey geschlagen. Dieser Sturmwindt / ist einem Erdtbeben zuuergleichen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Valentin Rudolph, Zeitbüchlein. - Erfurt, 1586) und "Den 5. Iulii, hat der Sturmwind ein gantz Dorff / Rockhausen Genannt / eine Meile von Erffurt / uber der Wagete gelegen / ubel verderbet / denn er sechtzig Häuser mit allen Scheunen unnd Stellen uber einen Hauffen gestürtzt [...] Unzälich viel Bäume sind mit ihren Wurtzeln umbgeworffen [...]" (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Johann Becherer, Newe thüringische Chronica [...], Seite 595. - Mühlhausen, 1601)
August

Kindelbrück (TH),
Roßleben (TH)

 12.08.1580 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Grosse Sturmwinde. Am 12. tage Augusti / theten die grossen sturmwinde / sonderlich zu Kindelbrücken vnd Rostleben im Thale / an den Gebewden / grossen schaden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Rudolph, Valentin, Zeitbüchlein. - Erfurt, 1586)

Buttelstedt (TH),
Camburg (TH)

 13.08.1579 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Mehr als 30 Kilometer lange Zugbahn - "Grosser Hagel in Düringen / etliche Flüre an Winter vnd Sommerfrüchten weggeschlagen. Den 3. Augusti / nach mittage / zwischen zwey vnd dreyen / Erhub sich ein grewlich Sturmwetter / mit grossem Hagel / vnd starcken Schlagregen / Fieng an in Düringen / am Behmer Berge / zwischen Grossen Brempach vnd Newenmarckt / Schlug zu Heygendorff / vnd traff ein theil des Sommerfeldes / im Buttelstedter Flure / den Haffer gar hinweg / Die Gerste war das meiste theil geschnitten vnd hingelegt / doch hatte es dieselbe sehr ausgeschlagen / Die aber noch stund / gar hinweg / Insonderheit hat der Hagel / zu Oberreissen / den grösten schaden gethan / Nicht allein / Nicht allein alle jhre Winter vnd Sommerfrüchte / gar hinweg geschlagen / Sondern auch 45. Wonheuser / ohne stelle vnd scheunen / Item / viel grosser Birnbeume / vnd starcke dicke Nußbeume / vmbgeworffen / Schaff vnd Gense erschlagen. Desgleichen Budtstedter / Wenigen Budtstedter / Nider vnd Oberreissen / Item / Nemesdörffer vnd Rurbacher Flüre betroffen / Von dannen ist das Wetter gezogen vff Mattstedt / Wickerstet / Zottelstedt / Nieder Roßla / Schmiedehausen / Camburck / vnd ins landt zu Meyssen kommen / daselbst auch alles weg geschlagen / Beym Königsee / hat das Wetter auch drey Flüre gar hinweg geschlagen. Zu Erffurdt / hat das Wetter / an fünff örthen / eingeschlagen" (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Rudolph, Valentin, Zeitbüchlein. - Erfurt, 1586)
Dezember

Buttelstedt (TH)

 12.12.1576 / Stärke (n. bek.) Plausibel
"Winterzeit groß Wetter / mit Donnern / Wetterleuchten / Blitzen vnd Sturmwinden. Den andern Decembris / am Sontag des Aduents / frühe vmb 8. vhr / Erhub sich ein grawsamer Sturmwindt / mit grossen vnd vielen Donnern / Wetterleuchten vnd Blitzen / Warff viel Gebewde / hin vnd wider / ein / Reiß viel Beume / mit jhren wurtzeln / aus der erden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Rudolph, Valentin, Zeitbüchlein. - Erfurt, 1586)

Erfurt (TH)

 Jahr 1563 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1563 - "Das folgende Jahr [1563] war wieder ein dergleichen Wind, welcher das Back-Hauß auf der Misten einriß, worbey die Beckin und ein Mägdlein erschlagen wurden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Falckenstein, S. 640)
März

Buttelstedt (TH)

 31.03.1563 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Item den 21. Martij / am Sontage Letare / wurffen die grawsamen Sturmwinde / in Städten / Flecken vnd Dörffern / viel Gebewe ein / theten grossen schaden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Rudolph, Valentin, Zeitbüchlein. - Erfurt, 1586)

Erfurt (TH)

 11.03.1562 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Im Jahr 1562. entstund den 1. Martii im Mittag ein so grosser Wind, welcher Häuser und Scheuren niederrisse, auch grosse Bäume umschmisse. Von dem Thurne auf S. Peters-Kirche warff er das Creutz herunter, welches Manns hoch war. Auf dem Peters-Berge bey S. Leonharts-Kirche riß er zwey Häuser vom Grunde aus der Erden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Falckenstein, S. 640)
Dezember

Bad Langensalza (TH)

 Jahr 1560 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1560 - "Im Jahre 1560 hat ein fürchterlicher Orcan sich erhoben und zwar nach den älteren Chroniken, denen wir hier am meisten trauen, am 13ten September Dienstags nach Mariä Geburt, nach Stielers Berichte am 16ten Mai. In der Sache selbst treffen alle Nachrichten zusammen. Es war ein großes schweres Wetter, oder vielmehr ein Unwetter, welches mehr als 100 Gebäude besonders auf der Tränke in der Neustadt und in der Jüdengasse aus dem Grunde gerissen hat. Vor dem Augustiner Kloster stand damals eine große Linde, vielleicht von einem frommen Mönche oder gar von des Klosters Stifter in grauer Vorzeit gepflanzt; diese riß der Wind mit allen Wurzeln tief aus der Erde heraus. Von einem Pfeiler am Bonifaciusthurme schleuderte es einen Quaderstein mit solcher Gewalt herab, daß er in die Erde fuhr. Die meisten Baumgärten wurden umgerissen: Schaden entstand überall. Das Klauenthor, wahrscheinlich der Thorthurm, wurde abgedeckt." (Quelle: Carl Friedrich Göschel, Christian Friedrich Hentschel, Chronik der Stadt Langensalza in Thüringen. 1818) - Tornadoverdacht besteht hier vor allem wegen der Intensität der Schäden.
Mai

Schleusingen (TH)

 29.05.1552 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 19. Maij / bin ich deneben etlichen hohen Personen bey Schleusingen auff einer Glaßhütten gewesen / da hat sich / als wir wider nach der Stadt gezogen / ein ungehehwres Donderwetter / Blitzen und Leuchten / und zugleich auch ein grawsamer Sturmwind erhoben / der ein gewaltigen Strich Kieselsteine mit sich gefüret [...]." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Spangenberg, 1572, S. 467)
Januar

Jena (TH)

 14.01.1542 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Auf Mittwoch nach dem neuen Jahr [04.01.] kam ein grausam stark unerhörter Wind, der that merklichen Schaden, er warf Häuser und Scheunen ein und riß große Bäume aus der Erde, und fiel Feuer vom Himmel." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Herbert Koch (Hrsg.), Chronologus Jenensis seu Annales Germano-Thuringo-Jenenses. - Jena, 1914)

Jena (TH)

 29.01.1535 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Auf Sanct Sebastian Abends [19.01.] spät erhob sich ein grausamer Wind, riß Häuser ein und zerriß sie. Der Wind währete bis auf Montag [25.01.] früh." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Koch, Herbert (Hrsg.), Chronologus Jenensis seu Annales Germano-Thuringo-Jenenses. - Jena, 1914/1937, S. 11)
Juni

Eisenach (TH)

 03.06.1403 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht genau bekannt. "ca. 3. Juni: Bei Eisenach und in anderen Teilen Thüringens schwere Gewitter mit furchtbaren Stürmen, welche viele 1000 Bäume umwerfen" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquellen: Anonymus Erfordensis, Thüringische Geschichte bis zum Jahre 1427. Bei Johannes Pistorius: Rerum Germanicarum scriptores etc. 3 Bde. Frankfurt a. M. und Hannover 1583 und 1613.; Abraham Rockenbach oder Rogkenbach: De cometis. Wittenberg 1602)