29.06.1857Bestätigt

Barförde (NI)

F3

Durch einen Tornado wurden nahezu alle Gebäude in Barförde (Landkreis Lüneburg, etwa 19 km nordöstlich von Lüneburg) beschädigt oder zerstört. Zwei Menschen starben später an den Folgen ihrer Verletzungen. Genau 150 Jahre später erschien in der Landeszeitung ein Artikel über den Sturm. An einem nach der Katastrophe wieder aufgebauten Haus befindet sich eine Inschrift, die noch an den Sturm erinnert, sie wird im Artikel zitiert: "Ich baue nicht aus Lust und Pracht, die Not hat mich dazu gebracht. Das alte hat der Wind zerstört, das neue hat uns Gott beschert." - Aus einer Meldung des Cuxhavener Tageblattes vom 04.07. und 22.07.1857: "Ein Orkan, begleitet von einem furchtbaren Hagelwetter, hat das jenseits der Elbe belegene Dorf Barförde beinahe gänzlich zerstört. Von 13 Bauerhäusern sind nur vier stehen geblieben. Die übrigen wurden vom Sturme umgeworfen. Das Feld ist total abgehagelt und jede Hoffnung auf eine auch nur erträgliche Ernte verschwunden." (Quelle: Stadtarchiv Cuxhaven)