+++ Sponsor für Tornadoliste gesucht! +++

Mit zunehmender Klimaerwärmung kann auch die Gefahr lokaler Unwetter steigen. Auch starke Tornados gehören in Deutschland zum Wettergeschehen dazu, sie sind aber nur wenig erforscht. Dies sollte sich unbedingt ändern, die Schäden durch Tornados gehen allein in Deutschland in jedem Jahr in die Millionen, auch einige Menschen sind bei uns schon durch Tornados ums Leben gekommen.
Die Tornadoliste Deutschland kostet unheimlich viel Zeit und auch einiges an Geld. Seit nunmehr 18 Jahren betreibe ich die Liste, zuerst nur mit wenigen Fällen, inzwischen mit weit über 5000 Fällen, angefangen im Mittelalter bis hin zu den aktuellsten Tornados im Jahr 2018. Damit dies auch so bleibt, suche ich einen Sponsor, um mich noch mehr um die Tornados in Deutschland kümmern und die dabei anfallenden Kosten decken zu können. Interessenten bitte melden unter sponsor@tornadoliste.de, Danke.

 

Zeuthen (Brandenburg)
[Region: Großer Zug (See)]

 23.05.1988 / Stärke (W) Verdacht
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 12. Juli 1988: "Seltenes meteorologisches Phänomen bei Berlin beobachtet - Auf ein meteorologisches Phänomen, auf dem Großen Zug (Anm.: See am südöstlichen Stadtrand von Berlin) bei Ziegenhals, das am Pfingstmontag aufgetreten war, machte unser Leser Arnim Beyer, Berlin 1143, aufmerksam. Dort war nämlich das seltene Schauspiel einer Wasserhose zu beobachten. In Ufernähe hatte sich auf dem Wasser ein Strudel von etwa sieben Meter Durchmesser gebildet, der sehr schnell in eine rasende Rotation versetzt wurde. Die in Uhrzeigerrichtung immer rasanter ablaufende Drehung war so heftig, daß das Wasser vom Rande des Strudels aufwärts gerissen wurde, wobei Tausende feiner Wassertröpfchen bis zwei Meter hoch in eine fast horizontale Kreisbewegung versetzt wurden. Unser Leser wollte wissen, wie es zu einer solchen Wasserhose kommen kann. Dr. Thilo Günther, Direktor des Forschungsinstituts für Hydrowettermeteorologie, schrieb uns dazu: Bei der am Pfingstmontag auf dem Großen Zug bei Berlin beobachteten Erscheinung handelt es sich um eine Kleintrombe. Solche Wirbel entstehen über stark erhitztem Boden durch Aufstrudeln der heißen Bodenluft. Die Drehrichtung hängt dabei von Zufälligkeiten ab, die Lebensdauer der Wirbel ist meist auf wenige Minuten beschränkt. Kleintromben wachsen vom Boden nach oben und erreichen nur eine Höhe von einigen Dekametern bei vertikaler Drehachse und Durchmessern zwischen einem bis hundert Metern. Je nach der Unterlage bestehen sie aus Sand, Staub oder Wasser. Größer als die Kleintromben sind die Wind- oder Wasserhosen. Sie entstehen nicht am Erdboden, sondern an der Untergrenze von meist mächtigen Gewitterwolken in einigen 100 bis 1 000 m Höhe und erreichen Duchmesser bis zu 100 m. Aus anfangs beutelförmig herabhängenden Wolkenteilen entwickelt sich ein Wolkenschlauch, der sich wie ein Elefantenrüssel bis zur Erde herabsenken kann. In ihm herrscht eine starke Drehbewegung und bei Bodenberührung wirbelt er alles in die Höhe. Windhosen, in Nordamerika Tornados genannt, richten oft starke Verwüstungen an, indem sie Bäume umbrechen und Häuser abdecken. Die Windgeschwindigkeit am Boden läßt sich kaum messen, da bisher kein Windmeßgerät einem Tornado standzuhalten vermochte. Aus der Zerstörungskraft von Tornados konnte aber auf Windgeschwindigkeiten zwischen 360 und 720 km/h geschlossen werden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Da nicht sicher ist, dass es keine Verbindung zu einer Wolke gab, besteht hier ein Verdachtsfall.