+++ Sponsoring und Spenden an die Tornadoliste +++

Mit zunehmender Klimaerwärmung kann auch die Gefahr lokaler Unwetter steigen. Auch starke Tornados gehören in Deutschland zum Wettergeschehen dazu, sie sind aber nur wenig erforscht. Dies sollte sich unbedingt ändern, die Schäden durch Tornados gehen allein in Deutschland in jedem Jahr in die Millionen, auch einige Menschen sind bei uns schon durch Tornados ums Leben gekommen.
Die Tornadoliste Deutschland kostet unheimlich viel Zeit und auch einiges an Geld. Seit nunmehr 18 Jahren betreibe ich die Liste, zuerst nur mit wenigen Fällen, inzwischen mit weit über 5000 Fällen, angefangen im Mittelalter bis hin zu den aktuellsten Tornados im Jahr 2018. Damit dies auch so bleibt, suche ich einen Sponsor, um mich noch mehr um die Tornados in Deutschland kümmern und die dabei anfallenden Kosten decken zu können. Interessenten bitte melden unter sponsor@tornadoliste.de, Danke.

Ab sofort gibt es die Möglichkeit, der Tornadoliste Deutschland zur Unterstützung eine Spende zukommen zu lassen - bitte nicht unter 1 Euro, da sonst die Gebühren die Spenden übersteigen.
Wenn Sie kein Paypal-Konto haben, dann schreiben Sie einfach an spenden@tornadoliste.de

 

Pirna (Sachsen),
Copitz (Sachsen),
Lohmen (Sachsen)

 29.07.1933 / Stärke (F3) Bestätigt
Im Bereich Pirna - Lohmen richtete dieser starke Tornado enorme Schäden an. Dabei kamen 6 Menschen ums Leben und zahlreiche weitere wurden schwer verletzt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 31.07.1933: "Unwetter über Pirna fordert 4 Tote (Anm.: Zahl später gestiegen). Die Ernte vernichtet, Tausende von Bäumen entwurzelt. Pirna, 31. Juli. Erst heute zeigt sich der ganze Umfang eines furchtbaren Unwetters, das am Sonnabend-Abend über Pirna niedergegangen ist. Tausende von Bäumen sind umgebrochen oder entwurzelt worden. Die Felder der ganzen Umgebung von Pirna bieten einen trostlosen Anblick. Die Ernte ist vollständig vernichtet. Die Felder sind teilweise förmlich plattgewalzt. Das Unwetter kam so schnell, daß keinerlei Schutzmaßnahmen mehr getroffen werden konnten. Während des Unwetters herrschte fast völlige Dunkelheit, die nur von grellen Blitzen erhellt wurde. Dazu tobte der Sturm, krachten die Einschläge, prasselten die Ziegeln von den Dächern, polterten die großen Fabrikschornsteine zusammen, stürzten Scheunen ein. Die Zahl der Toten beträgt vier, 20 Verletzte, darunter sechs Schwerverletzte, liegen im Pirnaer Krankenhaus. Dutzende von Dächern wurden abgedeckt. Die Feuerwehr pumpt noch immer das Wasser aus den überschwemmten Wohnungen und Kellern. Arbeiter sind damit beschäftigt, die zerstörten Telefonleitungen wieder herzustellen. Die Straßen sind überall wieder passierbar. In der Glashütte Pirna und am Pirnaer Stahlwerk wurden vier hohe Schornsteine umgerissen. Das Freibad Copitz ist vollständig dem Erdboden gleichgemacht worden. Auf der Copitzer Festwiese, wo zurzeit das Schützenfest vorbereitet wird, wurden große Verwüstungen angerichtet. Mehrere Artisten wurden verletzt. Bei der Reichsbahn waren nach dem Unwetter alle Blockstationen und viele Signalanlagen außer Betrieb gesetzt. Jedoch konnte der Verkehr, wenn auch verlangsamt, aufrechterhalten werden. Die Aufräumungsarbeiten der Feuerwehr, Polizei, SA, Stahlhelm, Technischen Nothilfe und der Mitglieder des benachbarten Arbeitslagers wurden mit größter Energie und Opferbereitschaft in Angriff genommen." Weitere Hinweise: "1933 (29.07.) Orkanartiger Wirbelsturm mit schweren Hagelschlägen. Besonders schlimme Schäden in Pirna und im Uttewalder Grund." Quelle: Pirnaer Anzeiger Ein weiterer Hinweis findet sich in der Ortschronik vom 20.02.99: "Im Fundus des Stadtmuseums befinden sich Filmdokumente aus längst vergangenen Zeiten. Die Filme zeigen verschiedene Ereignisse in Pirna: den Wirbelsturm im Jahr 1933,..."