+++ Sponsor für Tornadoliste gesucht! +++

Mit zunehmender Klimaerwärmung kann auch die Gefahr lokaler Unwetter steigen. Auch starke Tornados gehören in Deutschland zum Wettergeschehen dazu, sie sind aber nur wenig erforscht. Dies sollte sich unbedingt ändern, die Schäden durch Tornados gehen allein in Deutschland in jedem Jahr in die Millionen, auch einige Menschen sind bei uns schon durch Tornados ums Leben gekommen.
Die Tornadoliste Deutschland kostet unheimlich viel Zeit und auch einiges an Geld. Seit nunmehr 18 Jahren betreibe ich die Liste, zuerst nur mit wenigen Fällen, inzwischen mit weit über 5000 Fällen, angefangen im Mittelalter bis hin zu den aktuellsten Tornados im Jahr 2018. Damit dies auch so bleibt, suche ich einen Sponsor, um mich noch mehr um die Tornados in Deutschland kümmern und die dabei anfallenden Kosten decken zu können. Interessenten bitte melden unter sponsor@tornadoliste.de, Danke.

 

Pforzheim (Baden-Württemberg)

 02.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:30 und 19:00 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Trichterwolken. Aus einer Meldung der Pforzheimer Zeitung vom 03.06.2016: "Wetterphänomen über der Region: Ein Trichter, aber kein Tornado - Elektrisiert waren einige PZ-Leser von dem, was sie am Donnerstagabend zwischen 18.30 Uhr und 19 Uhr am Himmel über Pforzheim und dem Enzkreis beobachteten: Wolkenwirbel, die wie kleine Rüssel aus den Regenwolken nach unten ragten. Solche Trichter aus Wolken sprechen für einen Wirbel aus Winden. Man sieht sie deshalb auch bei den zerstörerischen Tornados, Wirbelstürmen, bei denen unter Gewitterzellen eine Säule aus starkem, drehenden Aufwind entsteht, die vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze reicht. Sie ist bei starken Tornados für einen Sog verantwortlich, der alles nach oben reißt, wie die Menschen im Enzkreis und in Pforzheim es am 10. Juli 1968 erlebt haben. Doch damit hatte das Phänomen vom Donnerstag nichts zu tun. Klaus Riedl vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart (DWD) erklärt, dass solche Trichterwolken, in der Fachsprache der Meteorologen auch Funnel Clouds, auch losgelöst von Tornados oder Windhosen, wie sie noch genannt werden, entstehen können. "Sie können manchmal sogar bei niederschlagsfreien Quellwolken vorkommen", so Riedl. Öfter aber sieht man sie unter Regenwolken. Nämlich dann, wenn Luftmassen nicht stabil sind und große Feuchtigkeit in sich tragen, so Riedl. Im Aufwindbereich unter der Schauerzelle könnte eine Drehung um eine senkrechte Achse entstehen. Die Wolken formen einen Trichter. Was in der Region völlig fehlte, war die Gewitterenergie. Das zeigt der Wetterradar des DWD für den Zeitraum der Beobachtungen: Er bildet Bereiche mit schwachem bis mäßigem Regen ab. Von einer Gewitterzelle fehlt jede Spur. Der Leser, der zwei Trichterwolken am Donnerstag gegen 19 Uhr mit Blick in Richtung Pforzheimer Norden und Kieselbronn fotografiert hat, beschreibt, wie kurzlebig das Phänomen war: "Die zwei Rüssel lösten sich nach ein paar Minuten wieder auf", so der Leser." - Die Erklärung im Artikel ist allerdings falsch. Eine Trichterwolke (Funnelcloud) ist der sichtbare teil eines Wirbels, der unsichtbar weiter hinunter reicht. Hat der Wirbel Bodenkontakt, dann spricht man von einem Tornado, der also nicht durchgehend sichtbar sein muss. Damit besteht also auch in diesem fall Tornadoverdacht.

Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Videos der Trichterwolke (Facebook)
Wetterphänomen über der Region: Ein Trichter, aber kein Tornado (Pforzheimer Zeitung, 03.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)