+++ Sponsor für Tornadoliste gesucht! +++

Mit zunehmender Klimaerwärmung kann auch die Gefahr lokaler Unwetter steigen. Auch starke Tornados gehören in Deutschland zum Wettergeschehen dazu, sie sind aber nur wenig erforscht. Dies sollte sich unbedingt ändern, die Schäden durch Tornados gehen allein in Deutschland in jedem Jahr in die Millionen, auch einige Menschen sind bei uns schon durch Tornados ums Leben gekommen.
Die Tornadoliste Deutschland kostet unheimlich viel Zeit und auch einiges an Geld. Seit nunmehr 18 Jahren betreibe ich die Liste, zuerst nur mit wenigen Fällen, inzwischen mit weit über 5000 Fällen, angefangen im Mittelalter bis hin zu den aktuellsten Tornados im Jahr 2018. Damit dies auch so bleibt, suche ich einen Sponsor, um mich noch mehr um die Tornados in Deutschland kümmern und die dabei anfallenden Kosten decken zu können. Interessenten bitte melden unter sponsor@tornadoliste.de, Danke.

 

Dahlem (Berlin)

 29.09.1882 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Im Teltower Kreisblatt vom 07.10.1882 ist vermerkt, dass in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend der vorherigen Woche (29.09.1882) ein heftiges Gewitter mit Windsbraut ereignette und der Domäne in Dahlem bzw. deren Mühle Schaden zufügte. Das Ereignis an sich wird nicht deutlich beschrieben. Aus der Meldung des Teltower Kreisblattes vom 07. Oktober 1882: "Dahlem. Bekanntlich wüthete in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend in der vorigen Woche ein heftiger Sturm, dem sich Gewitter und regenschauer beigesellt hatten. Alles schien aus den Fugen gehen zu wollen und besonders hochstehende, exponierte Gebäude hatten selbstverständlich unter der Wuth des Sturmes am meisten zu leiden. So auch die Mühle, welche sich auf dem Mühlberg unserer Domäne befindet. Diese ist eine sogenannte Bockmühle; in dem Geläufe derselben war ein Theil schadhaft geworden und durch einen Holzkeil hatte der Mühlknappe die Funktion wieder herzustellen gesucht. durch das ununterbrochene Rütteln der Windsbraut war dieser Keil herausgetrieben worden und am Morgen, nach Beginn der arbeit, berührte der eine Flügel, bei plötzlicher Senkung der Mühle nach einer Seite, den erdboden, stampfte diesen auf, brach ab und flog mit großer Vehemenz über das Dach auf die Treppe. Das Dach wurd arg beschädigt und die Treppe vollständig heruntergerissen. Bei der Treppe hielt gerade in diesem Moment ein Gespann, dessen Führer und der Mühlenbesitzer im Gespräch begriffen, während der Mühlknappe in der Mühle beschäftigt war. Hätte der mit Geprassel von oben herabstürzende Flügel und die von ihm im Fall mit heruntergerissene Treppe irgend die geringste Ablenkung erfahren, so wäre das Unglück geschehen gewesen, indem zwei Menschen und Pferde sofort getötet () schwer verletzt worden. [...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)