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23.03.2020 - Systemmeldung

30.03.1953Verdacht

Brake (NI)

n. bek.

Aus einer Meldung der Nordwestzeitung, Ausgabe Oldenburger Kreiszeitung vom 01.04.1953: "Ein Dach segelte durch die Luft. Südweststurm knickte Bäume - Zirkuszelt zerrissen. Brake. "Wir tranke gerade Kaffee. Es war gegen 5.30 am Montag, da hörten wir plötzlich ein unheimliches Geräusch über uns. Mit lautem Krachen riß der Sturm das gesamte 220 Quadratmeter große flache Dach unseres Achtfamilienhauses fort. Ich nahm mein zwei Jahre altes Kind auf den Arm und flüchtete zusammen mit meiner Frau nach unten." So berichtete uns ein Familienvater des abgedeckten Hauses am Braker Middelweg. Die Schornsteine lagen 70 bis 80 Meter entfernt. Das Holzdach mit Dachpappe hing nur noch mit einer Kante am Haus. Das übrige fand man im Garten und beim Grundstück des Gaswerkes wieder.
Feuerwehr und Dachdecker waren noch bis nach Mitternacht damit beschäftigt, im Scheinwerferlicht der Löschfahrzeuge große Zeltplanen der Fettraffinerie an Stelle des Daches auszuspannen. Der Sturm riß in Brake zahlreiche Dachziegel und Schieferplatten von den Häusern, unter anderem auch vom Postgebäude und von der Stadtkirche, und knickte die Wetterfahne auf dem Türmchen der Oberschule glatt um. In Hammelwarden schob er einen Kraftwagen beiseite und riß verschiedene Bäume aus.
Wie uns Kapitän Hullmann, der Vorsteher des zweiten Deichbandes mitteilte, bestand keine akute Gefahr, da der Wind aus Südwest blies und also vom Binnenland her gegen die Nordsee drückte.
Der ungewöhnlich heftige Frühlingssturm fegte mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern über Niedersachsen hinweg und verursachte laut lni in fast allen Teilen des Landes beträchtliche Schäden. Windböen wirbelten besonders auf dem flachen Lande die Ackerkrume auf und trugen sie in dichten Sand- und Staubwolken durch die Gegend. [...]"

Windböen am 30.03.1953 (kachelmannwetter.com)