+++ Sponsor für Tornadoliste gesucht! +++

Mit zunehmender Klimaerwärmung kann auch die Gefahr lokaler Unwetter steigen. Auch starke Tornados gehören in Deutschland zum Wettergeschehen dazu, sie sind aber nur wenig erforscht. Dies sollte sich unbedingt ändern, die Schäden durch Tornados gehen allein in Deutschland in jedem Jahr in die Millionen, auch einige Menschen sind bei uns schon durch Tornados ums Leben gekommen.
Die Tornadoliste Deutschland kostet unheimlich viel Zeit und auch einiges an Geld. Seit nunmehr 18 Jahren betreibe ich die Liste, zuerst nur mit wenigen Fällen, inzwischen mit weit über 5000 Fällen, angefangen im Mittelalter bis hin zu den aktuellsten Tornados im Jahr 2018. Damit dies auch so bleibt, suche ich einen Sponsor, um mich noch mehr um die Tornados in Deutschland kümmern und die dabei anfallenden Kosten decken zu können. Interessenten bitte melden unter sponsor@tornadoliste.de, Danke.

 

Oberneuland (Bremen)

 13.11.1950 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Weser-Kurier vom 14. November 1950: "Windhose über Oberneuland - Dachstühle von sechs Neubauten herabgerissen und zertrümmert. Gestern morgen gegen 7.20 Uhr überquerte eine heftige Westwindböe Bremen. In ihrem Gefolge bildete sich eine Windhose, die in Oberneuland von sechs noch unvollendeten Neubauten der Aufbaugilde Bremen, die erst vor einem Monat gerichteten Dachstühle herabriß. Der Schaden beläuft sich auf 5000 bis 6000 DM. Menschen wurden nicht verletzt.
Vertrocknet und vergilbt hängen noch die Blätter am Richtkranz oben auf dem Dachfirst. Sie überstanden den Sturz vom eingeschossigen Neubau. Darunter Balken, Sparren, Bretter, geknickt wie Streichhölzer, einige Steine liegen dazwischen. Sie wurden mit dem Dach durch den Windstoß vom Neubau herabgerissen.
Neben dem Nachbarhaus liegt nur ein wirrer Trümmerhaufen. Hier lässt sich nicht einmal mehr die Grundkonstruktion des Daches erkennen. Dann ein heiles Haus. Völlig unversehrt ist das Dachgestühl, nur das Gerüst an der Vorderfront ist schief. Ein Haus weiter liegen die Dachsparren in Reih und Glied hintereinander, aufgeschichtet wie zum Appell. So geht es weiter, zwei unbgeschädigte Dächer, ein zerstörtes, noch ein unversehrtes und wieder zwei abgedeckte.
[...]Plötzlich hätte es gezischt und geheult in der Luft. "Das Brausen wurde immer lauter, richtig unheimlich. Wie ich aus der Tür herausgucke, sehe ich einen schwarzen Sack, mindestens hundert Meter breit, der vom Himmel halb zur Erde hängt." In diesem Sack, habe es gebrodelt, als ob die Wolken kochten. Blätter, Äste, Lehmbrochen, Steine - alles sei mit durch die Luft gewirbelt worden und wie ein Hagelschauer über die Baubude hinweggebraust. "Und dann mußte ich immer die Tür festhalten, weil die dauernd auf und zu flog. Plötzlich wurde sie mir aus der Hand gerissen, es gab einen tollen Krach, und ich sah gerade noch, wie ein Dachstuhl durch die Luft flog und schließlich auf die Erde geschleudert wurde. Da habe ich dann zu meinem Kumpel gesagt: Der ist hin." [...] Der Nachbar von der Oberneulander Heerstraße ist auch da. "Ich habe noch im Bett gelegen, als das passierte. Ich habe nur so ein Pfeiffen gehört und dann das Krachen: Das ganze Haus hat gewackelt. Ich dachte, da ist was passiert. 1934, im Mai, haben wir schon mal das gleiche erlebt, da hats uns nebenan einen großen Lindenbaum aus der Erde gedreht. [...]""