+++ Sponsor für Tornadoliste gesucht! +++

Mit zunehmender Klimaerwärmung kann auch die Gefahr lokaler Unwetter steigen. Auch starke Tornados gehören in Deutschland zum Wettergeschehen dazu, sie sind aber nur wenig erforscht. Dies sollte sich unbedingt ändern, die Schäden durch Tornados gehen allein in Deutschland in jedem Jahr in die Millionen, auch einige Menschen sind bei uns schon durch Tornados ums Leben gekommen.
Die Tornadoliste Deutschland kostet unheimlich viel Zeit und auch einiges an Geld. Seit nunmehr 18 Jahren betreibe ich die Liste, zuerst nur mit wenigen Fällen, inzwischen mit weit über 5000 Fällen, angefangen im Mittelalter bis hin zu den aktuellsten Tornados im Jahr 2018. Damit dies auch so bleibt, suche ich einen Sponsor, um mich noch mehr um die Tornados in Deutschland kümmern und die dabei anfallenden Kosten decken zu können. Interessenten bitte melden unter sponsor@tornadoliste.de, Danke.

 

Ortfeld (Nordrhein-Westfalen)

 10.07.2018 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Westfälischen Nachrichten vom 10.07.2018: "Windhose über dem Ortfeld - Westerkappeln - Anfang des Jahres ist Familie Hoferichter in ihr Eigenheim am Rande des Ortfeldes eingezogen. Ein kleines bisschen sieht es vor der Haustür noch nach Baustelle aus. Der Garten gleicht jedoch seit Dienstagnachmittag einem Trümmerfeld. Eine Windhose ist über das Grundstück gezogen. Das Wichtigste: Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Als die Familie gegen 14.30 Uhr einen lauten Knall hört, sind alle im Haus. Der kleine Paul schaut aus dem Fenster und sieht in dem Moment sein Planschbecken in südlicher Richtung davonschweben. Das große Gartenhaus hat der kleine Tornado komplett abgedeckt. Die um die 30 Kilogramm schweren OSB-Platten hat die Windhose circa 300 Meter weit über bis die ehemalige B 65 hinweggetragen. Jens Hoferichter und Vater Klaus suchten umgehend den angrenzenden Acker nach Trümmern ab. "Einige Teile lagen auch auf dem Parkplatz der Gaststätte "Grüner Jäger"", berichtet Stefanie Jäger. Die Familie ist erleichtert, dass das Wohnhaus verschont geblieben ist. Vom Garagenabbau wurden lediglich Ziegel abgedeckt. "Das Gartenhaus ist aber ein Totalschaden", ist Jens Hoferichter überzeugt. Denn nicht nur das Dach wurde abgedeckt, auch die Wände wurden vom Sturm heftig eingedrückt. Den Nachbarn der Hoferichters hat es ebenfalls getroffen, Dachziegel fehlen, das Gewächshaus zerstört. Einige Meter weiter hat der Tornado überdies einen Baum abgeknickt wie ein Streichholz. Dass es sich nicht nur um eine heftige Sturmböe handelte, hat die Nachbarin der Hoferichters selbst beobachtet und das lässt sich auf dem angrenzenden Feld zurückverfolgen, wo die Windhose kreisartig den Weizen bis zur Ibbenbürener Straße flach legte. Der Versicherungsvertreter gehe ewbenfalls davon aus, sagt Jens Hoferichter. Beim Suchen nach Trümmerteilen haben Vater und Sohn Einiges im Getreide gefunden, aber nicht alles. Ein Gartenstuhl ist bislang nicht aufgetaucht, ebenso fehlt ein meterlanges Teil der Dachrinne. Da die Hoferichters nicht wissen, wem die Ackerflächen gehören, hoffen sie, die Bauern auf diesem Wege zu erreichen, damit sie beim Mähdreschen vorsichtig sind. Pauls Planschbecken bleibt wohl verschollen. Angesichts des leichten Gewichts kann der Mini-Pool schon bis Tecklenburg geweht sein. Vermutlich hängt er aber irgendwo in einem Baum oder Gestrüpp fest."

Windhose über dem Ortfeld (Westfälische Nachrichten, 10.07.18)