+++ Sponsor für Tornadoliste gesucht! +++

Mit zunehmender Klimaerwärmung kann auch die Gefahr lokaler Unwetter steigen. Auch starke Tornados gehören in Deutschland zum Wettergeschehen dazu, sie sind aber nur wenig erforscht. Dies sollte sich unbedingt ändern, die Schäden durch Tornados gehen allein in Deutschland in jedem Jahr in die Millionen, auch einige Menschen sind bei uns schon durch Tornados ums Leben gekommen.
Die Tornadoliste Deutschland kostet unheimlich viel Zeit und auch einiges an Geld. Seit nunmehr 18 Jahren betreibe ich die Liste, zuerst nur mit wenigen Fällen, inzwischen mit weit über 5000 Fällen, angefangen im Mittelalter bis hin zu den aktuellsten Tornados im Jahr 2018. Damit dies auch so bleibt, suche ich einen Sponsor, um mich noch mehr um die Tornados in Deutschland kümmern und die dabei anfallenden Kosten decken zu können. Interessenten bitte melden unter sponsor@tornadoliste.de, Danke.

 

Kleekamp (Nordrhein-Westfalen)

 29.05.2018 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Haller Kreisblattes vom 15.07.2018: "Borgholzhausen-Kleekamp. Den 29. Mai wird Kerstin Hecht so schnell nicht vergessen. Die 51-Jährige sitzt an diesem Dienstag gegen 17 Uhr in ihrer Terrassentür, als sie plötzlich einen sehr kräftigen Windstoß spürt. "Es krachte und dann sah ich, wie auf einmal in Zeitlupe Bäume umfielen", erinnert sie sich. Kerstin Hecht bewohnt am Landbach 31 einen Kotten, in dessen unmittelbarer Nähe 31 sehr große Pappeln stehen. Jetzt stehen dort nur noch 25 der bis zu 35 Meter hohen Bäume. Zwei Pappeln fallen direkt bei dem Windstoß um und reißen 20 Meter hohe Tannen mit. Auf dem Nachbargrundstück kippt ebenfalls eine hohe Pappel um, doch die richtet keinen Schaden an. Anders bei Kerstin Hecht und dem Mitmieter Rüdiger Engel. Ein Baum fällt auf das Gebäude und beschädigt einen Teil des Daches. "Wir haben das alles notdürftig gesichert und dann den Eigentümer verständigt." Seit 18 Jahren besteht das Mietverhältnis mit Rolf Westmeyer. Eine Windhose ist der Grund für die entwurzelten Bäume in Kleekamp. Das Unwetter zieht mit Starkregen durch Ostwestfalen-Lippe und sorgt allein im Kreis Gütersloh für rund 160 Feuerwehreinsätze. Der Regen hat Kerstin Hecht von ihrer Terrasse ins Gebäude vertrieben. "Ich bin dann vor das Haus gelaufen und habe meine beiden Pferde aus dem Stall unter den Bäumen auf die Wiese gebracht", erinnert sie sich. Als sie in die Küche zurückkehrt, kann sie nicht mehr aus dem Fenster sehen. Ein mächtiger Baum liegt dort und versperrt den Weg auf die Terrasse. Die Pappel hat Gartenmöbel und anderes Inventar zerstört. "Wir haben einen Schaden von rund 1.000 Euro, den keine Versicherung bezahlt." Vier Bäume fallen in der Folge der Windhose direkt um und richten auf dem 5.500 Quadratmeter großen Grundstück Verwüstungen an. - Sechs Wochen nach der Windhose liegen immer noch die Baumriesen herum. Das Dach wird schnell repariert. "Es hat nur eine Nacht etwas hinein geregnet", so Kerstin Hecht. Die Aufräumarbeiten auf dem Grundstück gehen aber nicht voran. Sechs Wochen nach der Windhose liegen dort immer noch die Baumriesen herum. "Fünf Bäume liegen im Teich." Zwei Pappeln stürzen nicht direkt um, sondern bleiben in anderen Bäumen hängen. Es besteht die Gefahr, dass sie ebenfalls auf das Haus fallen und dabei andere Bäume mitreißen. "Wir haben große Angst gehabt und nur abseits vom Haus im Wohnmobil geschlafen", erklärt Kerstin Hecht. Obwohl die Mieter den Vermieter bedrängen, passiert aus ihrer Sicht erst einmal lange Zeit nichts. Es dauert über vier Wochen, bevor ein Fachunternehmen beim ersten Gefahrenbaum die Krone auslichtet. "Die zogen am vergangenen Samstag ab und meinten, der Baum bleibt jetzt erst einmal stehen." Am Mittwoch fällt dieser Baum um, richtet aber keinen weiteren Schaden an. Am späten Donnerstagnachmittag kommt die Firma erneut nach Kleekamp. "Die Mitarbeiter schnitten zwei Zweige ab, mit denen der Baum an einem anderen hing, dann fiel er einfach um." Aus Sicht der Mieterin besteht seit der Windhose Lebensgefahr beim Betreten des Grundstücks. Rolf Westmeyer zeigt sich erleichtert, dass die "zwei Gefahrenbäume jetzt liegen". Die seien definitiv nicht mehr standsicher gewesen, räumt der Landwirt ein. "Alle Fachfirmen sind derzeit gut ausgelastet", begründet Rolf Westmeyer den zeitlichen Ablauf der Aktion. Außerdem sei die Lage auf dem Grundstück äußerst schwierig. Tatsächlich stehen die Pappeln, die Anwohnern zufolge nach dem Zweiten Weltkrieg gepflanzt wurden, eng aneinander. Er wisse nicht, wie alt die Bäume genau seien, sagt Rolf Westmeyer. Dass sie über 40 Jahre und damit "schlagreif" sind, räumt er ein. Pappeln können zwar über 100 Jahre alt werden, doch mit zunehmenden Alter lässt ihre Standsicherheit nach. Sie bilden nur horizontale Wurzeln. [...]"

Dann fiel der Baum einfach um (Haller Kreisblatt, 15.07.18)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)