+++ Sponsor für Tornadoliste gesucht! +++

Mit zunehmender Klimaerwärmung kann auch die Gefahr lokaler Unwetter steigen. Auch starke Tornados gehören in Deutschland zum Wettergeschehen dazu, sie sind aber nur wenig erforscht. Dies sollte sich unbedingt ändern, die Schäden durch Tornados gehen allein in Deutschland in jedem Jahr in die Millionen, auch einige Menschen sind bei uns schon durch Tornados ums Leben gekommen.
Die Tornadoliste Deutschland kostet unheimlich viel Zeit und auch einiges an Geld. Seit nunmehr 18 Jahren betreibe ich die Liste, zuerst nur mit wenigen Fällen, inzwischen mit weit über 5000 Fällen, angefangen im Mittelalter bis hin zu den aktuellsten Tornados im Jahr 2018. Damit dies auch so bleibt, suche ich einen Sponsor, um mich noch mehr um die Tornados in Deutschland kümmern und die dabei anfallenden Kosten decken zu können. Interessenten bitte melden unter sponsor@tornadoliste.de, Danke.

 

Ginsheim-Gustavsburg (Hessen),
Nauheim (Hessen)

 23.09.2018 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Main-Spitze am 25.09.2018: " Kreis Groß-Gerau: Nach dem Orkan wird aufgeräumt und Bilanz gezogen - Der Norden des Kreises Groß-Gerau und hier vor allem Nauheim waren von dem Sturm "Fabienne" am Sonntagabend besonders stark betroffen. Mehr als 100 Häuser wurden beschädigt. KREIS GROSS-GERAU - "Das waren nur zwei, drei Minuten", sagt der Nauheimer Bürgermeister Jan Fischer CDU). Er steht bei Anwohnern in den Seitenstraßen der Berzallee und spricht ihnen Trost zu, nachdem Sturmtief Fabienne eine Spur der Zerstörung hinterlassen hat. Mehr als 100 Häuser seien beschädigt, so Fischers erste Bilanz, dazu zahlreiche Autos und unzählige Bäume. Er empfiehlt betroffenen Bürgern, die Schäden genau zu dokumentieren und sich mit ihren Versicherungen in Verbindung zu setzen. Vermutlich bekommt nur Geld, wer eine Elementarschaden-Versicherung hat. Ein Stück weiter liegt ein Baum quer über der Zufahrt zum Campingplatz am Hegbachsee. Hans Steigerwald kämpft sich durch das Geäst. Er will zur Kleintierzuchtanlage. "Meine Hühner brauchen Futter", sagt er. Die Gebäude auf der Anlage scheinen alle unversehrt. Die Windhose ist wohl knapp vorbeigezogen. Am Tag nach dem Sturm ist in Nauheim Aufräumen angesagt. Zahlreiche Dächer sind mit Planen abgedeckt, auf anderen sind Dachdecker zugange. Die Betriebe der Umgebung haben der Schadensbeseitigung in Nauheim Priorität eingeräumt. Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis waren bis in die Nacht hinein im Einsatz, um Schäden zu beseitigen und auf Straßen gefallene Bäume zu beseitigen. Auch die Bauhöfe werden in den nächsten Tagen genügend zu tun haben. Die Polizei spricht in einer ersten Bilanz davon, dass der Nordkreis besonders stark betroffen war. Allerdings gab es auch im Südkreis Schadensfälle. Bei Stockstadt wurde ein 55 Jahre alter Mann schwer verletzt, als an der Zufahrt zum Naturschutzgebiet Kühkopf ein Baum auf sein Auto fiel. Die Feuerwehr musste ihn aus dem völlig demolierten Auto befreien. Im Namen des Kreistags Groß-Gerau dankte dessen Vorsitzender Gerald Kummer (SPD) zu Beginn der Sitzung am Montag unter großem Applaus allen ehrenamtlichen Einsatzkräften, die kreisweit zum Teil bis in die Nacht hinein die durch den Sturm entstandenen Schäden und Verwüstungen beseitigt haben. Peter Ziemainz (CDU) verwies außerdem auf die vorbildliche nachbarschaftliche Hilfe und betonte: "Ich bin stolz, Nauheimer zu sein". Schäden werden auch aus Bauschheim gemeldet. Dort wurden ebenfalls Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Eine Band sagte ihren Auftritt bei der Kerb ab, Familien verließen beim Einsetzen des Sturms fluchtartig den Kerweplatz. In Walldorf hat es einen Teil des Stadthallendachs getroffen, das auch am Montag noch in Teilen herunterhing. Die Stadt hat die Halle aus Sicherheitsgründen gesperrt, Mieter einer Wohnung in der Halle müssen anderweitig untergebracht werden. Die Feuerwehr Groß-Gerau war am Sonntag mit 95 Kräften aus allen vier Stadtteilen im Einsatz. Allein in Dornheim gab es 18 Einsatzstellen. Unter andrem beseitigten die Feuerwehrkräfte umgestürzte Bäume und sicherten lose Dachziegel. Auch in der Kernstadt und entlang der A 67 gaben Bäume den Sturmböen nach und mussten beseitigt werden. Die wohl größte Einsatzstelle befand sich auf der Waldstraße zum Hegbachsee. Eine Vielzahl umgestürzter Bäumen versperrte den Weg zum kurzzeitig vom Stadtgebiet abgeschnittenen Campingplatz. Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte das Rote Kreuz. In Ginsheim war eine Windhose durch den alten Ortskern gebraust, holte Ziegel von den Dächern und sorgte für umgestürzte Bäume und Äste, die auf Autos fielen. Für die notdürftige Reparatur eines Daches in der Immanuel-Kant-Straße wurde Spezialgerät von der Werkfeuerwehr aus Rüsselsheim angefordert." - Zum Tornadoverdachtsfall Ginsheim-Gustavsburg, Nauheim der Bericht eines Augenzeugen: "Ich war zu diesem Zeitpunkt in Ginsheim in der Nähe der Ortsmitte und habe den Kaltfrontdurchgang beobachtet. Tornadische Aktivitäten wie Rotation oder markante Wolkenstrukturen konnten nicht beobachtet werden, dafür aber ein ordentlicher Downburst. Es näherte sich sehr schnell eine Regenwand, begleitet von schweren Sturm- und orkanartigen Böen. Etwa eine Minute nach Einsetzen des Downbursts gab es die stärkste Böe, die evtl. Orkanstärke erreicht haben könnte. Dabei sind auch einige Gegenstände umhergeflogen und teilweise zu Bruch gegangen. Im Anschluss noch längere Zeit kräftiger Regen, aber schnelle Abschwächung des Windes. Die stärksten Schäden, die ich sehen konnte, befanden sich am Friedrich-Ebert-Platz und der umliegenden Gegend. Es sind zahlreiche, teils sehr große Äste abgebrochen, nahezu jeder größere Baum ist beschädigt. Das im Zeitungsbericht genannte, abgedeckte Dach ist dort in der Nähe. Auffällig hierbei ist, dass sich der fotografierte, abgedeckte Teil des Dachs auf der windabgewandten Seite befindet. Im nördlichen Teil Ginsheims dagegen waren keinerlei Schäden zu sehen. Zu Nauheim kann ich keine Aussage treffen, ich weiß lediglich durch die Medien, dass dort massive Schäden aufgetreten sind. Zumindest für Ginsheim halte ich einen Tornado für sehr unwahrscheinlich, da ich keinerlei Rotation feststellen konnte und mich nur etwa 100 bis 200 Meter von den besonders betroffenen Straßen entfernt befand."

Nach dem Orkan wird aufgeräumt und Bilanz gezogen (Main-Spitze, 25.09.18)
Sturm "Fabienne" Ginsheim/Hessen 23.9.2018(YouTube)