04.03.2019Verdacht

Crussow (BB)

n. bek.

Zeitpunkt: gegen 12:48 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkischen Oderzeitung vom 11.03.2019: "Windhose reißt halbes Haus weg - Crussow (MOZ) Als Gieslind Malessa aus Crussow am Montag vor einer Woche von der Arbeit nach Hause kam, war von ihrem Haus nur noch die Hälfte übrig. Sie wurde Opfer eine Windhose. Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Stürme ziehen momentan über Deutschland. Sie decken Dächer ab, entwurzeln Bäume und legen den Bahnverkehr lahm. Es gab sogar Tote. Die Uckermark kam ziemlich glimpflich davon, als Sturmtief Bennet vor einer Woche wütete. Nur Crussow hatte es wieder einmal heftiger erwischt, wie schon öfter in der Vergangenheit. Auch Gieslind Malessas Haus am Ende der Angermünder Straße in Richtung Stolpe steht scheinbar in einer Windschneise. Vor zwei Jahren wurde es bei einem Sturm beschädigt. Das Siedlungshaus haben ihre Großeltern in den 1950er-Jahren gebaut. Heute lebt sie auf dem Grundstück, allein mit ein paar Hühnern. Gieslind Malessa arbeitet als MAE-Kraft des Uckermärkischen Bildungsverbunds Schwedt auf dem Jugendlandhof in Crussow. Am 4. März hatte sie um 13.15 Uhr Feierabend. Doch eine knappe halbe Stunde vorher heulte plötzlich die Sirene. "Ich dachte noch: Hoffentlich ist bei dir nicht wieder was passiert", erzählt sie. Es kam schlimmer als befürchtet. Kurz darauf meldeten sich ihre Nachbarn: "Komm bloß nach Hause!" Allein die Information weiterzugeben, war nicht so einfach. Die Telefonleitung war unterbrochen. Eine Windhose hatte mehrere Bäume umgekippt. Die Nachbarn hörten es laut knallen, als der Wirbelsturm das Dach teilweise abdeckte und den halben Dachstuhl zusammenbrechen ließ. Mauern stürzten ein. Dachsteine flogen durch die Gegend. Der hintere Hausteil, der früher als Stall diente, ist völlig weg. Der Wohnbereich ist zwar innen kaum in Mitleidenschaft gezogen worden, aber wohnen kann Gieslind Malessa darin vorerst nicht. [...]" - Crussow liegt östlich von Angermünde am Rande der Uckermark im Nordosten Brandenburgs.

Windhose reißt halbes Haus weg (Märkische Oderzeitung, 11.03.19)