21.10.2021Verdacht

Tungendorf (SH),
Großharrie (SH)

n. bek.

Zeitpunkt: gegen 07:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des SHZ vom 21.01.2021: "Sturm in Neumünster - Entwurzelte Bäume, fliegende Dächer: War es eine Windhose? Am Donnerstagmorgen hinterließ der Sturm in Neumünster eine Schneise der Verwüstung. Viel spricht dafür, dass eine Windhose über die Stadt und Richtung Großharrie zog. Ein Zug verunglückte und musste evakuiert werden. Es dauerte nur rund eine halbe Stunde: Ab 7 Uhr fielen in Neumünster am Donnerstag die ersten Bäume auf Straßen und Grundstücke. Diverse Gegenstände wirbelten plötzlich durch die Luft. Teile von Dächern hoben ab. Bei der Feuerwehr- und der Polizeileitstelle liefen die Telefone heiß. Vor allem aus den Stadtteilen Tungendorf und Wittorf riefen Anwohner und Passanten an und meldeten Schäden. Nach knapp 30 Minuten war der größte Spuk vorbei. Die Aufräum- und Sicherungsarbeiten der Einsatzkräfte dauerten hingegen bis zum späten Vormittag. "Der Sturm hat eine richtige Schneise gezogen. Das war eventuell eine Windhose, die durch Tungendorf und dann weiter Richtung Großharrie zog", vermutete Wilhelm Duda von der Berufsfeuerwehr. Weil es am frühen Morgen noch recht dunkel war, hat offenbar niemand das Wetter-Phänomen, das an den Tornado an der Kieler Förde erinnert, beobachtet. "Die Leute hörten es krachen, sahen die Schäden und haben angerufen", sagt Duda. Für eine Windhose spricht, dass allein auf dem Sportplatz in Tungendorf hinter dem Volkshaus elf große, ausgewachsene Linden wie die Kegel umfielen. Die bis zu 20 Meter hohen Bäume landeten auf dem Areal und auf angrenzenden Grundstücken und begruben einen Gartenschuppen. Am Oberjörn fiel ein Baum auf ein parkendes Auto. Auf der Strecke zwischen Einfeld und Großharrie stürzten mehrere Straßenbäume auf die Fahrbahn. Die Wehren aus Tungendorf und Großharrie waren im Einsatz und beseitigten die Gefahr. Auch in Wittorf riss der gewaltige Sturm einiges mit sich: Ein Flachdach hob ab und landete auf Höhe der Eduard-Schlichting-Straße auf den Gleisen. Ein Zug der AKN konnte nicht mehr stoppen. "Es folgten ein lauter Knall, ein kurzes Kreischen im Zug und eine leichte Notbremsung", berichteten Reisende. [...]" - Tatsächlich liegen bisher keine konkreten Hinweise auf einen möglichen Tornado vor.

Entwurzelte Bäume, fliegende Dächer: War es eine Windhose? (SHZ, 21.01.21)