04.05.2022Verdacht

Otterfing (BY)

n. bek.

Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Merkur vom 06.05.2022: "Während Schüler trainieren: Tornado reißt große Löcher in Tennisplatz - Zweimal schlug der Tornado zu: Ein kleiner Wirbelsturm fegte am Mittwoch über die Otterfinger Tennisanlage. Verletzt wurde niemand. TSV-Vorsitzender Erwin Eigenstetter schätzt den Schaden auf rund 1000 Euro. Eine spektakuläre Wetterkapriole verblüffte am Mittwoch (4. Mai) eine Trainingsgruppe, die gerade auf den Otterfinger Tennisplatz übte. Ein kleiner Tornado fegte über Platz 4 und riss zwei tiefe Löcher in den Sandplatz. Die Kraft der Windhose ließ alle baff zurück. Otterfing – Der Himmel bedeckt, nach München hin schwarze Wolken. Zwei- oder dreimal hatte in der Ferne ein Gewitter gegrollt. Für Tennistrainer Jernej Karner (43) aber kein Grund, an diesem Mittwochnachmittag (4. Mai) nervös zu werden. Mit einem Kollegen trainierte er 13 Otterfinger Grundschüler auf zwei Plätzen der TSV-Anlage an der Lehrer-Holl-Straße. Die Schüler nutzten das Angebot "Sport-nach-1", das den Sportunterricht mit dem Vereinssport verbindet. Gegen 14.30 Uhr frischte der Wind auf. "Ich dreh’ mich um und denke, was ist das denn?", erinnert sich der Slowene, der seit Jahren als Trainer in der Region arbeitet. Eine hohe Staubwolke türmte sich auf, die Luft war rot vom Tennissand. "Ich sehe, wie meine Sporttasche durch die Luft wirbelt, sieben bis acht Meter", berichtet Karner. Der Zaun vor dem Geräteschuppen fing die Tasche auf, Schläger wurden herausgeschleudert. "Das war eine Sache von wenigen Sekunden." Der 43-Jährige sah gerade noch, dass die Windhose in Richtung Südost (Montessorihaus) abdrehte und verschwand. "Vorher und nachher war auf den Plätzen alles normal", sagt Karner, "der Windstoß kam völlig aus heiterem Himmel." Trainer und Kinder schauten sich an. Alle hatten große Augen, den kleinen Wirbelsturm aber unbeschadet überstanden. Was nicht für den Platz 4 zutraf: Der Saugrüssel des Tornados riss zwei größere Löcher in den Sandbelag, mehrere Zentimeter tief bis zur Drainage- und Tragschicht. Karner hat als Tennisprofi schon auf vielen Anlagen der Welt gespielt, manch heftige Bö ins Gesicht bekommen. "Aber so eine Kraft, das habe ich noch nie erlebt." Der Platz war und ist noch unbespielbar. Das Training brachen die Trainer deswegen aber nicht ab. "Wir haben auf Platz 3 weitergespielt – es hat ja nicht geregnet und nicht mehr gestürmt." TSV-Vorsitzender Erwin Eigenstetter konnte zunächst kaum glauben, was ihm berichtet wurde – bis er selbst auf dem Platz stand. "Es sieht aus, als wäre ein gewaltiger Staubsauger drübergegangen." Offenbar hatte der Rüssel nur an zwei Stellen Bodenkontakt. Platzwart Marcus Seyock stieg auf den Geräteschuppen, um nach möglichen weiteren Schäden zu suchen, fand aber nichts. "Vom Dach des Schuppens war die Laufspur des Tornados auf dm Platz gut zu beobachten." Die Löcher sind so tief, dass eine Spezialfirma ran muss. Seyock hofft, dass das schnell geht – schließlich beginnen am Samstag die Punktspiele der Medenrunde. Den Sachschaden schätzt er auf 1000 Euro. [...]" - Denkbar ist auch ein Staubteufel oder ein Gustnado - ein bodennaher Wirbel im Bereich einer Böenfront.

Tornado reißt große Löcher in Tennisplatz (Merkur, 06.05.22)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter)