Bisher 35 bestätigte, dazu 4 Plausible und 149 Verdachtsfälle
Ihre Suche in 2011
Dezember

Windischbuch (BW)

 05.12.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachts. Meldung einer Windhose in der Presse. Dazu aus einer Meldung des SWR vom 05.12.1111 zu einem Sturm/Orkan in Süddeutschland: "Betroffen war nach Polizeiangaben auch der Bereich Boxberg-Windischbuch im Main-Tauber-Kreis, auch dort kam es zu Häuserschäden. Eine Windhose deckte sechs Dächer ab, darunter das des erst vor zwei Jahren renovierten Feuerwehrhauses. Außerdem riss der Sturm die Strom-Oberleitung ab."

Verdachtsfall Windischbuch (Skywarn)
Album: Sturmschäden Windischbuch (FF Boxberg-Woelchingen)
Schäden durch Orkanböen in Baden-Württemberg (SWR, 05.12.11)
Oktober

Helgoland (SH)

 18.10.2011 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 11:57 und 12:06 Uhr MESZ. Beobachtung von insgesamt 7 Funnelclouds im Bereich südlich bis südsüdwestlich von Helgoland. Davon hatten mindestens 5 Wirbel Kontakt zur Wasseroberfläche (Quelle: Beobachter der Wetterwarte Holgoland, Segler, weitere Augenzeugen).

Foto von zwei Wasserhosen (Unwetterzentrale bei Facebook)

Helgoland (SH)

 18.10.2011 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 11:57 und 12:06 Uhr MESZ. Beobachtung von insgesamt 7 Funnelclouds im Bereich südlich bis südsüdwestlich von Helgoland. Davon hatten mindestens 5 Wirbel Kontakt zur Wasseroberfläche (Quelle: Beobachter der Wetterwarte Holgoland, Segler, weitere Augenzeugen).

Foto von zwei Wasserhosen (Unwetterzentrale bei Facebook)

Helgoland (SH)

 18.10.2011 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 11:57 und 12:06 Uhr MESZ. Beobachtung von insgesamt 7 Funnelclouds im Bereich südlich bis südsüdwestlich von Helgoland. Davon hatten mindestens 5 Wirbel Kontakt zur Wasseroberfläche (Quelle: Beobachter der Wetterwarte Holgoland, Segler, weitere Augenzeugen).

Foto von zwei Wasserhosen (Unwetterzentrale bei Facebook)

Helgoland (SH)

 18.10.2011 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 11:57 und 12:06 Uhr MESZ. Beobachtung von insgesamt 7 Funnelclouds im Bereich südlich bis südsüdwestlich von Helgoland. Davon hatten mindestens 5 Wirbel Kontakt zur Wasseroberfläche (Quelle: Beobachter der Wetterwarte Holgoland, Segler, weitere Augenzeugen).

Foto von zwei Wasserhosen (Unwetterzentrale bei Facebook)

Helgoland (SH)

 18.10.2011 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 11:57 und 12:06 Uhr MESZ. Beobachtung von insgesamt 7 Funnelclouds im Bereich südlich bis südsüdwestlich von Helgoland. Davon hatten mindestens 5 Wirbel Kontakt zur Wasseroberfläche (Quelle: Beobachter der Wetterwarte Holgoland, Segler, weitere Augenzeugen).

Foto von zwei Wasserhosen (Unwetterzentrale bei Facebook)

Helgoland (SH)

 18.10.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11:57 und 12:06 Uhr MESZ. Beobachtung von insgesamt 7 Funnelclouds im Bereich südlich bis südsüdwestlich von Helgoland. Davon hatten mindestens 5 Wirbel Kontakt zur Wasseroberfläche (Quelle: Beobachter der Wetterwarte Holgoland, Segler, weitere Augenzeugen).

Foto von zwei Wasserhosen (Unwetterzentrale bei Facebook)

Helgoland (SH)

 18.10.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11:57 und 12:06 Uhr MESZ. Beobachtung von insgesamt 7 Funnelclouds im Bereich südlich bis südsüdwestlich von Helgoland. Davon hatten mindestens 5 Wirbel Kontakt zur Wasseroberfläche (Quelle: Beobachter der Wetterwarte Holgoland, Segler, weitere Augenzeugen).

Foto von zwei Wasserhosen (Unwetterzentrale bei Facebook)

Helgoland (SH)

bild
 07.10.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 07:42 und 08:05 Uhr MESZ. Beobachtung von mindestens 3 Funnelclouds im Bereich südwestlich von Helgoland. Davon hatte mindestens ein Wirbel Kontakt zum Wasser (Quelle: Beobachter der Wetterwarte Holgoland, Augenzeugen, Foto: Rickmer Falke).

Tornado bei Helgoland
September

Herrnsheim (RP)

 30.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Genaues Datum und Zeitpunkt nicht bekannt. Meldung einer Windhose in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Wormser Zeitung vom 05.12.1111 zur Fassadensanierung an Herrnsheimer Schloss: "Windhose zerstört Fenster an der Ostseite - Eine weitere Baustelle befindet sich derzeit an der Ostseite des Schlosses: Eine Windhose hatte im September eines der historischen Fenster im ersten Stock eingedrückt. "Das Holz war teilweise komplett zersplittert", so Dr. Irene Spille von der Denkmalschutzbehörde. Spezialisten haben es originalgetreu wiederhergestellt und eingesetzt ? inklusive Antikglas."

Worms: Fassadensanierung an Herrnsheimer Schloss (Wormser Zeitung, 05.12.11)

Bad Saulgau (BW)

 19.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:45 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud durch zwei Skywarnbeobachter: "Wir waren eben beim Joggen, als gegen 18:45 Uhr über Bad Saulgau ein gut ausgeprägter Funnel aus einer tiefen Wolkenbasis heraus entstand. Nach ca. 2 Minuten löste er sich wieder auf. Kein Gewitter, es regnete nur leicht. Standort war der Waldparkplatz am Fitnesspfad an der L283 von Saulgau Richtung Fulgenstadt. Dort ca. 200 m nördlich am Waldrand Blickrichtung Ost. Natürlich hatten wir beim Joggen weder Foto noch Handy dabei."

Rohrbach (BW)

bild
 19.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:10 bis 16:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud von Eppingen aus in Richtung Westen, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Rohrbach

Mainhardt (BW)

 17.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud durch einen Skywarnbeobachter: "Westlich von Mainhardt befindet sich derzeit eine recht kräftige Gewitterzelle. Unterhalb der Aufwindbasis der Gewitterzelle befindet sich eine Funnelcloud, welche deutlich rotiert. Sie ist nicht wirklich richtig massiv ausgeprägt, dennoch als Funnelcloud eindeutig zu identifizieren. Das System zieht nordostwärts Richtung Hohenlohekreis"

17.07.2011 / Mainhardt / Superzelle (Skywarn)
17.09.2011 / Mainhardt Lkr. Schwäbisch Hall / Superzelle mit Wallcloud,Funnel,Downburst und Hagel (Stormchaser-Europe-Forum)

Meierhof (BY)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Durch ein sehr kurzzeitiges Ereignis wurden in Meierhof bei Weißenstadt im Fichtelgebirge 6 Häuser teilweise abgedeckt und 2000 Festmeter Staatswald vernichtet; ein Buswartehäuschen wurde um etwa einen Meter verrückt, ein Jägerstand, unbekannter Herkunft, lag auf der Wiese. Ein Garagentor (aus Zinkblech) wurde in die Garage gedrückt. Das Ereignis am 11. September 2011 um 22:00 Uhr wurde von den Anwohnern des Dörfchens Maierhof bei Weißenstadt im Fichtelgebirge als "Tornado" beschrieben, der nur etwa 30 Sekunden dauerte.

Tornadoverdacht bei Meierhof

Marienheim (BY)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:35 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud durch einen Skywarnbeobachter.

Zell am Ebersberg (BY)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Mainpost vom 12.09.2011: "[...] Das Technische Hilfswerk Haßfurt und die Feuerwehren aus Haßfurt, Zell, Sand und Zeil waren im Großeinsatz in Zell am Ebersberg ? insbesondere im sogenannten Weiki-Hof. Dort war offenbar eine Windhose, ein kleiner Tornado, quer durch das große Anwesen gezogen. Die Familie Endres und ihre Mitarbeiter stehen am Montagvormittag wie unter Schock vor den Trümmern zwischen den beiden großen Hallen. ?Das hat maximal zwei Minuten gedauert, fürchterlich gepfiffen, dann war es schon vorbei?, berichtet Franziska Endres von dem kurzen Moment am Sonntagabend, der für den Betrieb ihrer Familie einen enormen Schaden bedeutet. Mitten in der Apfelernte ist die große Produktionshalle ohne Dach, das Dach der zweiten Halle daneben ist schwer beschädigt, eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch die Obstplantage. Die Dachkonstruktion der Halle, in der die Trockenfrüchte des Weiki-Hofes entstehen, wurde von der Windhose komplett abgehoben ? mit der gesamten Balkenkonstruktion. Der größte Teil liegt nun als Schuttberg zwischen den beiden Hallen im Hof. Nur ein großer Kran wird hier Räumarbeiten leisten können. Auch in der Wiese hinter einer der Hallen liegt ein großes Stück Blechdach. Von der Halle hängen Teile des Blechdachs wie Stofffetzen. In der Obstplantage hinter dem Haus kann man nachvollziehen, welchen Weg der Tornado genommen hat. Wie Streichhölzer wurden ganze Reihen von Apfelbäumen einfach geknickt ? und die Metallstangen, an die die Stämme angebunden waren, gleich mit. Seniorchef Alois Endres hielt sich während des Sturm in der weniger beschädigten Halle auf. Glücklicherweise ging er nicht nach draußen, denn draußen herrschte akute Lebensgefahr. Dort flogen neben Teilen der Dächer auch halbe Bäume durch die Luft. Und das große Trampolin, das aus dem Privatgarten der Familie Endres über die hohe Hecke gehoben wurde. Etwa hundert Meter weiter kam es auf einer Wiese zum Liegen. Das Dach des Wohnhauses der Familie Endres wurde ebenfalls beschädigt, von der Feuerwehr nachts noch notdürftig geschlossen. Die Familie Endres ist den Feuerwehrleuten und dem Technischen Hilfswerk sehr dankbar für die schnelle Hilfe am Sonntagabend. Die Bilanz der Verwüstung ist allerdings vernichtend: Auf eine halbe Million Euro schätzt die Polizei Haßfurt den entstandenen Schaden." - Aus einer weiteren Meldung der Mainpost vom 30.12.2011 zum Jahresrückblick für den Kreis Hassberge: "Noch teurer waren die Folgen eines Unwetters, das am späten Nachmittag des 11. September das Maintal hinaufzog. In Zell hinterließ eine Windhose eine Spur der Verwüstung. Allein auf dem Weiki-Hof entstand ein Schaden von einer halben Million Euro. Der Wind hatte das Dach einer Produktionshalle weggeweht, ein weiteres Dach beschädigt und zahlreiche Obstbäume umgeknickt. Abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume gab es auch aus Knetzgau und Sand zu vermelden."

Eine halbe Million Euro Schaden (Mainpost, 12.09.11)
Aufgeben kommt nicht in Frage (Mainpost, 30.12.11)

Helmstadt (BW)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Meldung eines Tornados in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Rhein-Neckar-Zeitung vom 12.09.2011: "Heidelberg/Rhein-Neckar. "Das waren Szenen, die man sonst nur aus Filmen oder von tornados aus den USA kennt." Sebastian Stadler, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr von Helmstadt-Bargen, muss erst einmal tief Luft holen. Zu frisch sind die Eindrücke von Sonntagabend, als eine Windhose [...] Helmstadt heimsuchte und eine Schneise der Verwüstung zurückließ. "Bäume knickten um wie Streichhölzer, Äste und vieles andere flog durch die Luft, als wenn es gar nichts wäre", beschreibt Stadler die gespenstige Szenerie. Der verwüstete Streifen sei 300 bis 350 Meter breit, sagte Stadler gestern gegenüber der RNZ. Die Schäden, die die Windhose angerichtet habe, könne man derzeit noch nicht näher beziffern. Sie dürften erheblich sein: Bäume stürzten auf Häuser, zahllose Dächer wurden in Mitleidenschaft gezogen. "Da waren klaffende Lücken zu sehen", schildert der Feuerwehr-Sprecher. Ein Baum landete in einer Stromleitung. [...] Auch die Verbindungsstraße in Richtung Neckarbischofsheim wurde in der Nacht zum Montag gesperrt. [...] Betroffen war außerdem die S-Bahn-Linie in Richtung Aglasterhausen. Dort waren gleich mehrere Bäume auf die Gleise gestürzt."

Die Bäume knickten um wie Streichhölzer (Rhein-Neckar-Zeitung, 12.09.11)
11.09.2011 - Rhein-Neckar-Kreis - Unwetter fordert Sachschäden (PR-Video bei YouTube)

Dessau-Roßlau (ST)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:10 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 12.09.2011: "Solaranlage fliegt 100 Meter - Die etwa 400 Quadratmeter große Dachfläche des Sanitär- und Umkleidetraktes von Blau-Weiß Dessau sind von einer Windhose zerstört worden. Das Dach war erst 1996 saniert worden. [...] Eine Windhose hatte das Vereinsgelände an der Kreuzbergstraße während des schweren Unwetters am Sonntag in Dessau mit voller Wucht getroffen - Bäume entwurzelt, Schilder umgeknickt, die Auswechselbänke am benachbarten Fußballplatz zerstört - und das 400 Quadratmeter große Dach des Sanitärtraktes abgedeckt. "Ein Anwohnerin hat es beobachtet. Die Windhose hat das Dach regelrecht angehoben und wieder fallen lassen. Die Solaranlage wurde dabei abgerissen, wir haben Teile davon 100 Meter weit entfernt gefunden. Vier zusammen geschlossene Kleinfeld-Fußballtore haben wir nach 80 Metern gefunden", versucht Jaesche, der Geschäftsführer des 900 Mitglieder zählenden Vereins, zu beschreiben, was sich am Sonntagabend auf dem Vereinsgelände abgespielt hat. Die Windhose hat ich mit brutaler Gewalt an der Kreuzbergstraße ausgetobt. Schilder wurden eingedrückt, die Masten der Ballnetzanlage umgeknickt, ein Fahrrad wirbelte durch die Luft, die Frontseite der benachbarten Tennishalle ebenfalls zerstört, Zäune umgerissen, zwei Bäume sind umgekippt."

Einige Fotos der Schäden
Solaranlage fliegt 100 Meter (Mitteldeutsche Zeitung, 12.09.11)
Allee der Holzstapel (Mitteldeutsche Zeitung, 15.09.11)
Keine leeren Versprechungen mehr (Mitteldeutsche Zeitung, 02.01.12)
Firmen und Mitglieder helfen unentgeltlich (Mitteldeutsche Zeitung, 11.05.12)
Solaranlage steht wieder (Mitteldeutsche Zeitung, 11.05.12)

Mosigkau (ST)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:06 Uhr MESZ. Tornado in Mosigkau. Der Fall ist durch das Video zum Fall Rosefeld, Augenzeugenberichte und durch die Art der Schäden bestätigt.

Rosefeld (ST)

bild
 11.09.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:05 Uhr MESZ. Tornado von Osternienburg aus in Richtung Osten beobachtet und gefilmt. Der Tornado trat im Bereich östlich von Elsnigk und nördlich bis nordöstlich von Rosefeld auf. Dort gab es einige Schäden an Bäumen und einzelnen Gebäuden. - Foto: Roman Mehl

Tornado bei Rosefeld (ca. 10 MB)
Tornadoschäden 11.9.2011 bei Rosefeld (Mark Vornhusen)
Tornado über Elsnigk (YouTube)
Tornado Osternienburg, braut sich gerade zusammen (YouTube)
Unwetter in und um Köthen 11.09.2011 Teil.1, Elsdorf bis Köthen (YouTube)
Unwetter in und um Köthen 11.09.2011 Teil.2, in Köthen (YouTube)
Fotos aus Osternienburg (Roman Mehl bei Facebook)
Fotos: Unwetter im SAW-Land (radioSAW, 12.09.11)
Unwetter zieht Schneise der Verwüstung (Mitteldeutsche Zeitung, 12.09.11)

Cörmigk (ST)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:50 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados in der Presse. Dazu aus einer Meldung von KUKKSI.de Nachrichten vom 13.09.2011: "Am Sonntag ist eine Unwetterfront über Deutschland hinweggezogen. Besonders heftig traf es Cörmigk in Sachsen-Anhalt: Dort wütete ein Tornado. In dem Dorf wurden mehrere Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Die Windhose hat ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Am Montagmorgen wurde das Ausmaß sichtbar: Die Menschen standen vor ihren Häusern, welche teils völlig zerstört worden. Zudem haben große Hagelkörner mehrere Scheiben von Autos zerstört." - Allerdings sprechen die bisher vorliegenden Bilder der Schäden deutlich für großen Hagel als Schadensursache.

Die Nacht (13.09.2011) (KUKKSI.de Nachrichten, 13.09.11)
Alles nur noch Bruch (Sächsische Zeitung, 13.09.11)
Gerlebogker Unwetteropfer zieht nach Güsten (Volksstimme, 04.10.11)

Boltenhof (BB)

 08.09.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 17:36 und 17:42 Uhr MESZ. Meldung einer Windhose in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 17.01.2012: "Als am 8. September anscheinend eine Windhose aus Richtung Bredereiche in Richtung Boltenhof gezogen war und in einer Schneise wohl mehr als 100 Bäume weggerissen hatte, standen der Blumenower Feuerwehr die Ortswehren aus Bredereiche und Fürstenberg helfend zur Seite." Eine Schadenanalyse vor Ort ergab, dass die vorgefundene Schneise, die Fallrichtungen der Bäume innerhalb der Schneise und aufgetretene Verfrachtungen eindeutig für einen Tornado als Ursache sprechen.

Blumenower Feuerwehr zog Jahresbilanz 2011 (Märkische Allgemeine, 17.01.12)
August

Aßlar (HE)

bild
 27.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:11. Beobachtung einer Funnelcloud vom Sportplatzheim Wetzlar-Blasbach aus in Richtung Südwesten schauend, geschätzt in Höhe des BAB-Autobahnkreuzes "Wetzlarer Kreuz" und damit in der Nähe von Aßlar. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt, wegen einer aufziehenden Niederschlagswand konnte die deutlich rotierende Funnelcloud dann nicht mehr beobachtet werden.

Funnelcloud bei Aßlar
Possible funnel cloud near Wetzlar, Germany 2011-08-27 (YouTube)

Baltrum (NI)

bild
 27.08.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados zwischen Baltrum und Langeoog. Auch von Norderne aus wurde die gut ausgeprägte Funnelcloud in Richtung Osten gesichtet, Beobachtungsdauer ca. 3 Minuten. Der Kontakt zum Watt bzw. zum Wasser wurde von Dorumersiel aus beobachtet und fotografiert.

Video der Funnelcloud (YouTube)

Ferndorf (NW)

 27.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung von WirSiegen vom 27.08.2011: "Eine Hochzeit, die man nicht so schnell vergessen wird ? eine Windhose erfasste heute Nachmittag ein Festzelt ( 12 X 10 Meter ) und Küchenzelt auf der Anhöhe hoch über Ferndorf." Ferndorf liegt bei Siegen im südlichen NRW.

Ferndorf: Festzelt von Windhose erfasst (WirSiegen, 27.08.11)

Elmpt (NW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Grenzland-Nachrichten vom 19.01.2012: "Ansonsten lag ein Schwerpunkt bei Sturmeinsätzen. So zum Beispiel am 26. August. Da zog ein Sturm über das Grenzland, der sich in den Javelin-Barracks sogar zu einer Windhose auswuchs, die mächtigen Schaden anrichtete. Hier mussten die Elmpter Wehrleute mit ran und Schwerstarbeit leisten." - Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 20.05.2014: "Es war nicht das erste Wetterphänomen dieser Art, das es in Elmpt zu beobachten gab. Am 26. August 2011 zog ein Unwetter über den Kreis Viersen, bei dem in Viersen eine Oberleitung beschädigt wurde und ein Zug evakuiert werden musste. Damals hatten Soldaten aus den Javelin-Barracks in Elmpt von einem Wirbelsturm berichtet - aber niemand hatte fotografiert. Deshalb taucht dieses Ereignis in den Statistiken nicht auf."

=61&tx_ttnews[tt_news]=7236&cHash=bc6c1f22ff0ff452139a2af6178be715]Feuerwehr trotzte dem Sturm auch 2011 (Grenzland-Nachrichten, 19.01.12)
Amateur-Aufnahmen zeigen den Tornado von Elmpt (Rheinische Post, 20.05.14)

Leimen (BW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Bericht eines Augenzeugen: "ich habe eben, 26.8. gegen 19:50, in Heidelberg-Rohrbach eine mögliche Funnelsichtung gemacht. In der Umgebung geht grade ein Gewitter nieder, und von meinem Fenster aus konnte ich in einiger Entfernung - vielleicht 2-3 km über dem Industriegebiet Rohrbach Süd oder Eingang Leimen - einen langen, dünnen Schlauch beobachten, der sich im sichtbaren Teil etwa von der Wolkendecke bis zur Mitte der Strecke zum Boden zog. Ob Bodenkontakt vorhanden war, kann ich nicht sagen. Leider war auch über die Entfernung keine Rotation erkennbar. Ich habe versucht, ein Foto zu machen, war aber nicht schnell genug, weil er sich sehr schnell wieder auflöste."

Dinklage (NI)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Nord-West-Media TV vom 26.08.2011: "Windhose legt hunderte Bäume in Waldgebiet flach, teils massive Bäume entwurzelt - Aufräumarbeiten über mehrere Stunden" - Das bisher vorliegende Material spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Dinklage (Skywarn)
Windhose legt hunderte Bäume in Waldgebiet flach (Nord-West-Media TV, 22.08.11)
Video: Zum Teil schwere Unwetter ziehen über Niedersachsen (YouTube)
Bünne: Sturmschäden (roh ? Pressefotografie)

Herkenrath (NW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Kölner Stadtanzeigers vom 26.08.2011: "Eine Windhose hinterließ am Freitagnachmittag in einem Waldstück in Bergisch Gladbach-Herkenrath eine Schneise der Verwüstung. Polizei, Feuerwehr und der Bauhof der Stadt waren mehrere Stunden im Einsatz um die Sturmschäden notdürftig zu beseitigen. In dem Waldstück neben der Straße Untervolbach hatte der Sturm eine Schneise von rund 400 Meter Länge und 50 Meter Breite in den Wald geschlagen. 30 Meter hohe Buchen knickte die Windhose wie Streichhölzer um. Meterdicke Bäume waren samt Wurzeln aus dem Erdreich gerissen. Ein Löschzug der Feuerwehr war rund zwei Stunden mit der Räumung der Straße Untervolbach beschäftigt. Gegen 19 Uhr entschieden Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, zusammen mit der Polizei, die mittlerweile freigeräumte Straße nicht für den Durchgangsverkehr freizugeben. Das Risiko das weiter Bäume auf die Straße stürzen könnten, war den verantwortlichen des Bauhofes zu groß. Laut Auskunft der Polizei bleibt die Straße Untervolbach bis auf weiteres gesperrt. Im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach richtete der Sturm glücklicherweise wenig Schaden an." - Die Aussagen der Augenzeugen widersprechen sich, teilweise wird von einer Windhose berichtet, alles hätte sich gedreht, in einer anderen Aussage ist von "herabstürzenden Wolken" die Rede. Das bisher vorliegende Material spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Herkenrath (Skywarn)
Schweres Hagelunwetter mit Downburst in Herkenrath am 26.8.2011 (Gerd Bierling)
Unwetter Herkenrath - Video der Schäden (YouTube)
Erheblicher Flurschaden nach Windhose in Bergisch Gladbach ? Herkenrath (Presseblog der FW Bergisch Gladbach, 26.08.11)
Heftiges Unwetter über NRW (Kölner Stadtanzeiger, 26.08.11)
Schneise der Verwüstung nach Windhose (Kölner Stadtanzeiger, 26.08.11)
Windhose knickt Dutzende Bäume um (Radio Berg, 27.08.11)

Namborn (SL),
Hirstein (SL)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Saarländischen Rundfunks vom 26.08.2011: "In Namborn deckte eine Windhose einige Dächer ab. Verletzt wurde niemand." - Aus einer Meldung der Saarbrücker Zeitung vom 27.08.2011: "Durch Hirstein sei, wie es der Sprecher der Kreisfeuerwehr Dirk Schäfer ausdrückte, eine Windhose gezogen. Dort wurden mehrere Dächer beschädigt. Zwei umgeknickte Bäume und abgebrochene Äste blockierten zudem zeitweise die Straße nach Gehweiler. Die Feuerwehr, insgesamt vier Einsätze, hatte aber rasch die Behinderung beseitigt. Wo Dachziegel auf die Straße gefallen seien, hätten Anwohner die Gefahr meist selbst beseitigt."

Kurzer, heftiger Gewittersturm: 27 Einsätze der Wehr (Saarbrücker Zeitung, 27.08.11)

Großrosseln (SL)
[Region: Warndtwald]

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Schneise im Warndtwald. Aus einer Meldung der Saarbrücker Zeitung vom 02.09.2011: "Sturmschäden: Lebensgefahr im Warndtwald - Ein kleiner Tornado hat am vorigen Freitag im Warndtwald großen Schaden angerichtet. Umgeknickte Bäume stehen unter Spannung, Kronen hängen herab. Wer jetzt wandern geht, schwebt in Lebensgefahr. Karlsbrunn. Es passierte ganz plötzlich, beginnt Philipp Klapper, Leiter des Biomassezentrums Warndt, seinen Bericht. Um ihn herum stehen Hans Albert Letter, Leiter des Saarforst-Landesbetriebes, Joachim Stelzer, Leiter des Fachbereiches Waldbau, und Thomas Brill, Leiter des Saarforst-Reviers Warndt-Süd. Die vier haben sich gestern die Schäden angesehen, die das Unwetter vor einer Woche im Warndt-Wald angerichtet hatte. Der Forst gab eine Warnung heraus, nicht mehr den Premiumwanderweg Warndt-Wald-Weg zu betreten. Zwischen drei und halb vier Uhr am vorigen Freitagnachmittag wurde es schlagartig dunkel, Hagelkörner fielen vom Himmel. ?Dann plötzlich setzte eine Windböe ein, so stark wie ein Tornado?, erzählt Klapper weiter. Etliche Bäume waren in angrenzende Gärten gefallen. Sehr stark betroffen waren beispielsweise die Karlsbrunner Anwohner der Straße Im Forstland. Stückeinwärts im Wald eine Schneise der Verwüstung. Buchen liegen mit der Wurzel aus dem Boden gerissen umher, dicke Äste versperren den Weg und Baumkronen hängen wie an einem seidenen Faden noch in luftiger Höhe. Eine Buche, zu der die vier Experten respektvollen Abstand halten, ist in der Mitte aufgesplittert, die Wurzel steckt noch fest im Boden. ?Die steht unter einer enormen Spannung?, erklärt Joachim Stelzer. Unter dieser Buche hindurchzugehen, kann lebensgefährlich ein. Bricht das Holz weiter, könnte der ganze Stamm zur Seite schießen und alles mit sich reißen. Revierleiter Thomas Brill zieht Bilanz: Die tornadoartige Böe hat eine Schneise von der Grenze zu Frankreich bei Merlebach über St. Nikolaus bis nach Karlsbrunn gezogen. Schäden gibt es auch am Wildpark. Brill spricht von einem ?furchtbar großen? wirtschaftlichen und ökologischen Schaden. ?Die Bäume, die die Windhose umgeworfen und umgeknickt hat, hätten noch 20 bis 30 Jahre stehen bleiben können?. Es hat vor allem Buchen getroffen, etwa 1000 Festmeter, so Brill, also 1000 Kubikmeter kompaktes Dazu fielen noch 100 Festmeter Fichten. Viele gesunde Bäume mussten dran glauben. [...]" - Das bisher vorliegende Material spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Sturmschäden: Lebensgefahr im Warndtwald (Saarbrücker Zeitung, 02.09.11)

Sonsbeck (NW),
Lüttingen (NW)

 26.08.2011 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 12:40 bis 12:45 Uhr MESZ. Einzelne Schäden zunächst in Sonsbeck: Die Feuerwehr wurde um 12:43 Uhr wegen umgestürzter Bäume zum westlichen Ortseingang an der Balberger Straße alarmiert. Der Tornado zog in Richtung Nordost und entwurzelte mehrere Bäume, am Sportplatz wurde ein Ballfangzaun beschädigt, zwei Bäume stürzten auf die Trauerhalle am Friedhof und dort geparkte PKW. Außerdem wurden diverse Bäume und Hausdächer beschädigt sowie das Materiallager eines Industriebetriebes durcheinander gebracht. Weiter nordöstlich erhebliche Schäden an einigen Gebäuden in Xanten-Lüttingen. Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 26.08.2011: "Ein heftiges Unwetter fegt seit den Mittagsstunden über den linken Niederrhein hinweg. Besonders betroffen war bislang Xanten. Dort richtete eine Windhose eine Schneise der Verwüstung an. Über Sonsbeck, Xanten und Rheinberg ist das Unwetter zwischen 12.05 und 12.45 niedergegangen. Augenzeugen berichten von einem 40 Meter breiten Wirbelsturm, der Autos und sogar einen Lastwagen mit Anhänger durch die Luft schleuderte (Anm.: am Varusring). Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Ein Haus in Lüttingen wurde völlig zerstört. Zahlreiche Bäume knickten wie Zahnstocher um. Auch durch den Archäologischen Park in Xanten fegte der Sturm und brachte die Bäume zum Einsturz. Die A3 bei Emmerich soll wegen des Unwetters gesperrt sein." Dazu der Augenzeuge Ludger Rodermond: "Auf dem Sportplatzgelände des hiesigen Sportvereins haben wir mit vereinten Kräften die Spuren des Unwetters beseitigt. Dort hatte der Tornado das Dach des Vereinsheims abgedeckt, die Ziegel durchschlugen sogar ein Garagentor. Etliche Bäume wurden regelrecht abgedreht. Den Tornado nahm ich wahr, als gegen 11:45 Uhr die Unwetterfront extrem schnell hereinbrach. Das laute Geräusch "lockte" mich zum Wohnzimmerfenster. Dort sah ich unmittelbar den äußeren Bereich des rotierenden Schlauches und einen Gartenstuhl sowie ein Zaunteil in ca. 20 - 30m Höhe im Kreise fliegen. Instinktiv flüchtete ich erst einmal in den Keller, bis das Geräusch nicht mehr zu hören war. Die entstandenen Schäden sah ich später, entstanden allerdings auf der anderen Seite unseres Hauses. Während das unsrige unbeschadet blieb, wurde bereits das Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite arg in Mitleidenschaft gezogen (hintere Seite des Daches abgedeckt und Dachfenster zerstört). Schäden sind auch in Xanten, insbesondere im Archäologischen Park und am "Haus Erprath" zu verzeichnen. Hier in Lüttingen wurde ein Haus vorübergehend unbewohnbar, ca. 3 Dutzend weitere in unterschiedlicher Heftigkeit beschädigt." Aus einer Meldung von Der Westen vom 26.08.2011: "In mehreren Ortsteilen Xantens hob die Windhose Ziegel von den Dächern. Ein Haus in Lüttingen wurde dabei schwer beschädigt. Auch über das Gelände des SSV Lüttingen fegte der Sturm mit Gewalt. Noch am späten Nachmittag versuchten Vereinsmitglieder die schlimmsten Schäden zu beseitigen, die der Wind ins Dach des Vereinsheimes geschlagen hatte. Der kürzlich erst verlegte Kunstrasen auf dem Fußballplatz wurde durch die Windhose herausgerissen. Insgesamt musste die Feuerwehr zu 20 Einsätzen in Xanten ausrücken. Vier Einsätze fuhren die Blauröcke in Alpen und zwei in Sonsbeck. Im gesamten Kreis Wesel waren es 63 Einsätze."

Tornado in Xanten (Skywarn)
Tornado in Xanten-Lüttingen
Schadensanalyse zum Tornado in Xanten von 26.08.2011 (Stormchaser-Niederrhein)
Weitere Fotos der Schäden (Marc Buschmann)
Weitere Fotos der Schäden (Patrick Tenberken)
Sturmschaden (Feuerwehr Sonsbeck)
LKW durch Sturmböe umgeworfen - weitere Sturmfolgen (Polizei NRW, 26.08.11)
Heftiges Unwetter in Xanten (Rheinische Post, 26.08.11)
Fotos: Windhose verwüstet Xanten (Rheinische Post, 26.08.11)
Schwere Schäden durch Windhosen (Rheinische Post, 26.08.11)
Sturm bricht über Xanten herein (Der Westen, 26.08.11)
Die Feuerwehr im Kreis Wesel ist immer noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. (Radio KW, 26.08.11)
Wirbelsturm zieht durch Xanten (Rheinische Post, 26.08.11)
Tornado in Xanten reißt Bäume und Lkw um (Rheinische Post, 27.08.11)
Echte Nachbarschaft (Rheinische Post, 30.08.11)

Aldekerk (NW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Wiebold TV vom 27.08.2011: "Innerhalb von Minuten war der Circusplatz in Kerken am Niederrhein verwüstet. Bäume knickten zusammen, Zelte wirbelten durch die Luft und ein grosser Stallwagen stürzte um. Ein kleiner Tornado, der das Circusunternehmen Renz ans Limit brachte. Die drei geplanten Vorstellungen am Wochenende mussten abgesagt werden. Der Schaden und die Gefahr für die Besucher sind zu gross. Zum Glück blieben die Tiere unverletzt. Sie kamen mit nachbarschaftlicher Hilfe vorrübergehend in einem Reiterstall unter. Das Stallungszelt war gerade erst neu erworben worden und ist nun total zerfetzt." - Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 29.08.2011: "Das Zelt stand leuchtend blau und gelb, alles war für die Gäste bereit. Als sich am Freitag gegen 12 Uhr der Himmel schwarz färbt, braut sich die größte Katastrophe zusammen, die der Familienbetrieb je erlebt hat: Plötzlich rast eine Windhose auf den Zirkusplatz zu, reißt das Tierzelt weg. Die Planen bleiben zerfetzt liegen, die Stahlträger hat der Sturm wie Mikado-Stäbe über den Platz verstreut. Auch ein elf Meter langer Pferdeanhänger kann den Naturgewalten nicht standhalten und liegt auf der Seite." - Aus einem Bericht der Feuerwehr Aldekerk vom 27.08.2011: "Um 12:38 Uhr wurde unter anderen der Löschzug Aldekerk wegen eines Unwetters über Kerken (Anm.: korrekt ist Aldekerk) alarmiert. In einem Gewittersturm war eine Windhose vom Gilbersweg kommend über den Zirkus Renz, der nördlichen Hochstraße und einem dort angesiedelten Gartenbaubetrieb hinweg gefegt und großen Schaden an den Zirkuszelten, Wohnhausdächern und den Gewächshausflächen angerichtet."

Verdachtsfall Aldekerk (Skywarn)
Einsatz 16/2011 - Unwetter über Kerken (Feuerwehr Aldekerk)
Sturm reißt Zirkuszelt weg (Rheinische Post, 29.08.11)
Tornado bei Circus (Wiebold TV, 27.08.11)
Circus Renz: Zelt geflickt (Rheinische Post, 07.09.11)

Wertherbruch (NW),
Liedern (NW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mittags. Bei Antenne Niederrhein Meldung einer Windhose im Bereich des Autobahnparkplatzes Wertherbruch an der A3 zwischen den Ausfahrten Hamminkeln und Rees. Die Autobahn war durch umgestürzte Bäume blockiert und es bildete sich ein 10 km langer Rückstau. Auch der Ort selbst war betroffen, hier vor allem die Provinzialstraße in Wertherbruch. Aus einer Meldung von Der Westen vom 29.08.2011: "Wertherbrucher Straßen bleiben weiter gesperrt - Die Folgen des Unwetters vom Freitag (die NRZ berichtete) sind für die Wertherbrucher noch längst nicht ausgestanden. Die Rodehorster Allee und der Isseldeich werden voraussichtlich noch eineinhalb Wochen lang gesperrt bleiben, erklärte Hermann Flores vom Hamminkelner Bauhof. Gerade in diesen beiden Straßen hatte der Sturm heftig gewütet und die zum Teil 120 bis 150 Jahre alten Buchen und Eichen schwer in Mitleidenschaft gezogen. ?Solchen Ereignissen, Anwohner haben sogar von einer Windhose gesprochen, können auch kräftige Bäume nicht standhalten?, erläuterte er. Nach und nach müssten nun die Schäden beseitigt werden. Die Antonius­straße in Loikum sei inzwischen zwar wieder für den Verkehr freigegeben, doch das Bruchholz müsse noch entfernt werden, beschrieb Flores die Arbeit. Am Freitag waren nach dem Unwetter rund 60 Hamminkelner Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Am Sonntag mussten außerdem frei hängende Äste aus Bäumen an der Provinzialstraße entfernt werden, berichtete Feuerwehrchef Udo Zurmühlen." Aus einer Meldung des Bocholter-Borkener Volksblattes vom 26.08.2011: "Bocholt/Isselburg - Starke Regenfälle und Sturmböen sind am Freitagmittag durch Bocholt getobt und haben vor allem im Stadtteil Liedern zahlreiche Schäden verursacht. Besonders schlimm war die Milchstraße betroffen. Nach Angaben der Bocholter Feuerwehr hat es keine Verletzten gegeben. Als Folge des Unwetters stürzten Bäume auf die Straße und Dächer wurden teilweise abgedeckt. 40 Feuerwehrleute waren seit 13.39 Uhr unterwegs, um die Sturmschäden zu beseitigen. Es gab etwa 35 Einsätze, berichtete die Feuerwehr. In Höhe der Hausnummer 17 stürzte eine mehrere Meter hohe Eiche auf die Milchstraße und riss eine Telefonleitung mit. Die Einsatzkräfte setzten Kettensägen ein. Schlimm traf es auch Landwirt Ludger Weibring und seine Frau Marie: Auf ihrem Hof wurden die Dächer der Ställe teilweise abgedeckt, zerbrochene Dachpfannen lagen auf dem Boden. Der Strom fiel aus und die Telefonleitung funktionierte nicht mehr. ?Das war wie ein Wirbelsturm?, berichtete Marie Weibring. Alles sei ganz schnell gegangen. ?Der Wind hat sich plötzlich gedreht und dann ging es los. Die Gartenstühle sind uns über das Haus geflogen. So was habe ich noch nie gesehen?, sagte Ludger Weibring. Die Isselburger Feuerwehr beseitigte Sturmschäden unter anderem auf der A3, dem Liederner Höfgraben und dem Isseldeich. Auch hier hat es nach Angaben der Feuerwehr keine Verletzten gegeben. Es waren die drei Löschzüge aus Isselburg, Anholt und Werth mit etwa 60 Feuerwehrleuten im Einsatz." - Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 31.08.2011: "Auch einige Tage nach der heftigen Windhose vom Freitag hat der Sturm vor allem rund um Haldern Spuren hinterlassen. In der Wittenhorst liegen viele umgestürzte Bäume. Auch in Schledenhorst gab es viele Schäden. Am Parkplatz an der Wertherbrucher Straße hat die Feuerwehr jede Menge Bruchholz aufgestapelt. Wer in nächster Zeit dort den Wald besucht, sollte vorsichtig sein, weil es gut sein kann, dass noch Äste von den Bäumen fallen. [...] Für den größten Schreck hat der Sturm vermutlich auf dem Campingplatz Schulte Hagenhof an der B 8 in Sonsfeld gesorgt. Hier stürzte ein Baum mitten in ein Mobilheim und riss ein Loch ins Dach." Nach den Untersuchtungen vor Ort kann mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Downburst ausgegangen werden.

Verdachtsfall Wertherbruch, Liedern (Skywarn)
Sturmschäden in Wertherbruch (ca. 6 MB)
26.08.2011 - Sturmschäden im Raum Bocholt-Liedern (WZ-Forum)
Wertherbrucher Straßen bleiben weiter gesperrt (Der Westen, 29.08.11)
Unwetter tobte durch Bocholt und Isselburg (Bocholter-Borkener Volksblatt, 26.08.11)
Fotostrecke: Unwetter richtet Schäden in Liedern an (Bocholter-Borkener Volksblatt, 26.08.11)
Sturm: Der Schock bleibt (Rheinische Post, 31.08.11)

Dalheim (NW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Polizei Reporters vom 26.08.2011: "Am Freitag Mittag traf ein Sturmtief die Ortschaft Dalheim-Rödgen völlig überraschend und mit voller Wucht. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Feuerwehr Wegberg zu mehren Einsätzen in Dalheim-Rödgen gerufen. Besonders viel Glück hatte eine Frau, die während der Fahrt mit dem PKW von einem herabfallenden Ast getroffen wurde. Die Wucht des Astes zerquetschte das Dach des Autos. Nur der schnellen Reaktion der Fahrerin ist es zu verdanken, dass sie nahezu unverletzt das Fahrzeug verlassen konnte. Geistesgegenwärtig beugte sie ihren Oberkörper auf die Beifahrerseite. Das beschädigte Fahrzeug wurde von den Einsatzkräften von dem Ast befreit und anschließend abgeschleppt. Ein weiterer Baum stürzte in eine Zufahrt und versperrte somit den einzigen Zugang zum Haus. Aus Sicherheitsgründen wurde die Zufahrt freigeschnitten, damit die Bewohnerin, eine Rollstuhlfahrerin, das Grundstück sicher verlassen konnte. Ebenso hielt ein 80jähriger Baum den starken Windböen nicht stand und zerbrach in zwei Teile. Das halbe Astwerk stürzte lautstark auf ein Hausdach. Aus Sicherheitsgründen wurde das Astwerk zerkleinert. Erst nachdem die Baumkrone vom Hausdach entfernt worden war, wurde die erhebliche Beschädigung auf der gesamten Dachseite sichtbar. Der verbleibende Baumstamm wurde vorsorglich zurückgeschnitten. In Dalheim-Rödgen musste die Feuerwehr Wegberg auf insgesamt sechs Einsatzstellen 10 Bäume entfernen."


26.08.2011, Technische Hilfeleistung - Baum auf Straße, Dalheim-Rödgen (Feuerwehr Arsbeck, 26.08.11)
26.08.2011: Windböen treffen Dalheim-Rödgen mit voller Wucht (Feuerwehr Wegberg, 26.08.11)

Wegberg: Ast fällt auf fahrendes Auto (Polizei Reporter, 26.08.11)
Weitere Fotos von den Sturmschäden in Wegberg (Polizei Reporter, 26.08.11)

Alt-Mariendorf (BE)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:07 Uhr MESZ. Meldung eines möglichen Tornados. Bei Videoaufnahmen von einem nächtlichen Gewitter wurde an zwei Stellen ein schlauchförmiges Gebilde aufgenommen. Es könnte sich theoretisch um einen Tornado handeln, allerdings ist nichts über Schäden in dem betreffenden Bereich bekannt. Es könnte aber auch um einen zerlaufenden Regentropfen auf der Linse handeln. Bisher konnte nicht geklärt werden, um was es sich in diesem Fall handelt.

Standbild aus dem Video (Unwetterzentrale bei Facebook)
Ausschnitt des Videos (Unwetterzentrale bei Facebook)
Langes Video (Unwetterzentrale bei Facebook)

Sömmerda (TH)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Der Funnel war direkt am Stadtrand über einem Acker in süd-westlicher richtung zu sehen, um ca. 20.15 Uhr - kurz nachdem das Gewitter anfing. Dauer des Ereignisses war ca. 1-2 minuten (geschätzt). Es war nur ein kleiner Funnel, der nach meiner Beobachtung [sichtbar] keinen Bodenkontakt gehabt hatte, war aber schon dem Boden sehr nah (geschätzt ca. 30 - 50 m über dem Boden). Ich konnte aber deutlich das hin und her Tänzeln des Funnels sehen."

Johannismühle (BB)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 26.08.2011: "Windhose fällte in Johannismühle mindestens 35 Bäume - ZOSSEN - Mit einer Geschwindigkeit von 96 Stundenkilometern fegten Sturmböen über Baruth. Das hat die automatische Wetterstation im Urstromtal gemessen. Der Süden des Altkreises Zossen war von dem Unwetter in der Nacht zum Donnerstag besonders betroffen. Im Wildpark Johannismühle fällte eine Windhose mindestens 35 Bäume. 70 Jahre alte Robinien wurden entwurzelt. Tiere und Gehege kamen wie durch ein Wunder nicht zu Schaden. Allerdings ist die Unterkunft der Enten zerstört. Wildparkchef Frithjof Banisch: ?Wir haben einige Wege für die Besucher gesperrt. Dort besteht die Gefahr, dass noch Äste herabstürzen. Mehrere Kilometer Wege sind ausgespült.? Eine besonders lange Nacht liegt hinter den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Baruth, die von Mittwochabend bis Donnerstagnachmittag im Einsatz waren. So mussten umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste zwischen Baruth und Golßen, in Radeland, zwischen Groß Ziescht und Damsdorf, in Groß Ziescht, zwischen Paplitz und Mückendorf, zwischen Dornswalde und Glashütte beiseite geräumt werden. Im Baruther Amselweg lief ein Keller voll."

Verdachtsfall Johannismühle (Skywarn)
Windhose fällte in Johannismühle mindestens 35 Bäume (Märkische Allgemeine, 26.08.11)

Udersleben (TH)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nach 20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 26.08.2011: "Unwetter und Windhose im Kyffhäuserkreis - Unwetterartige Gewitter tobten Mittwochabend über dem östlichen Kyffhäuserkreis und hielten Feuerwehren in Atem. Eine Windhose fegte durch Udersleben. Der Zirkus in Roßleben verlor sein Tierzelt und Straßen in Artern waren überschwemmt. - Kyffhäuserkreis. Es fing an wie ein ganz normales Gewitter. Dunkle Wolken zogen heran, der Wind frischte auf, dicke Tropfen fielen. Dann ließ der Regen wieder nach. Doch das war am Mittwochabend gegen 20 Uhr im Kyffhäuserkreis nur die Ouvertüre für ein weitaus heftigeres Unwetter, das im Ostkreis vor allem in Udersleben, Artern und Roßleben wütete. Durch Udersleben muss sogar eine Windhose gezogen sein. Vom Ortseingang am Bürgerhaus aus wühlte sie sich durch Wipfel und Dächer, deckte am Haus von Günther Schacke etliche Ziegel ab, warf bei Hans-Jörg Müller eine große, alte Linde um, entwurzelte auf dem Friedhof eine riesige Tanne und übersäte den Sportplatz mit abgerissenen Ästen und Zweigen. "Ich hab vorm Haus gestanden und ein Bier getrunken und auf einmal sehe ich, wie die Linde um 90 Grad umgebogen wird, bis die Wurzeln aus dem Boden schießen und der Baum umfällt", erzählt Müller im TA-Gespräch. Nach seinem Gefühl hat das Ganze höchstens eine halbe Minute gedauert. Auch Günther Schacke ist erschrocken über die Kräfte, die da wüteten. "Von den Dachziegeln war jede zweite festgenagelt, die hat es einfach rausgerissen", berichtet er. In seinem Garten wurde außerdem noch eine Tanne umgeworfen. Und Nachbarn erzählten ihm, wie der Sturm an ihrem Nussbaum die Krone abbrach und davontrug. Auch an der großen Blutbuche auf dem Friedhof brachen starke Äste ab."

Unwetter und Windhose im Kyffhäuserkreis (Thüringer Allgemeine, 26.08.11)
Rückblick: Schnee, Sturm, Schlammlawinen (Thüringer Allgemeine, 01.01.12)

Böddeken (NW),
Wewelsburg (NW)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Neuen Westfälischen: "Tornado zieht Schneise der Verwüstung - Kreis Paderborn (my/cs). Das Unwetter, das am Mittwochabend über den Süden und Osten des Kreises zog (die NW berichtete), hatte es in sich. In Büren und in Etteln spricht die Feuerwehr von Tornados oder Windhosen, die selbst meterdicke Bäume entwurzelten. Insgesamt 125 Feuerwehrleute waren zwischen 18.25 und 22 Uhr im Einsatz, um die größten Schäden zu beseitigen. Die Aufräumarbeiten dauerten auch Donnerstag noch an. Betroffen waren vor allem Teile der Stadt Büren und die Gemeinde Borchen." Im Bereich Böddeken und Wewelsburg haben Kameraden ganz klar den charakteristischen Rüsssel eines Tornados, der sich aus den dunklen Wolken dem Erdboden näherte", sagt Bürens Wehrführer Andreas Müller. Entsprechend fielen auch die Zerstörungen aus. Von Wewelsburg über Böddeken bis zur Autobahn 44 zog der Wolkenwirbel eine Schneise der Zerstörung. Selbst Bäume mit einem Durchmesser von rund 1.20 Metern wurden komplett entwurzelt. Auf der Autobahn 44 kam der Verkehr zum Erliegen. Außerdem wehten die Böen Dachziegel und Kaminplatten von den Häusern. Abgebrochene, armdicke Äste wurden stellenweise 150 Meter weit durch die Feldflur geschleudert. Rund 40 Feuerwehrleute aus Büren, Ahden und Wewelsburg waren bis 22 Uhr im Einsatz. Umstürzende Bäume beschädigten entlang der Landstraße 751 eine 10.000 Volt-Mittelspannungsleitung auf einer Länge von 550 Metern erheblich. Zudem fielen 23 Trafostationen aus. Insgesamt 2.400 Haushalte waren von dem Stromausfall in Wewelsburg und Ahden betroffen, darunter auch zwei Bauernhöfe, so RWE-Pressesprecher Christoph Brommbach. "Einer der Betriebe war auf ein Notstromaggregat zum Melken angewiesen", ergänzt Andreas Müller. Nach etwa einer Stunde waren die meisten Haushalte wieder am Netz. Zur Höhe des Sachschadens machte das Unternehmen noch keine Angaben." Das bisher vorliegende Material spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Wewelsburg (Skywarn)
Video: 24.08.2011 / Büren-Wewelsburg / Tornado-Verdacht (vimeo)
Video der Schäden: Büren-Wewelsburg / Tornado-Verdacht (YouTube)
Tornado zieht Schneise der Verwüstung (nw-news, 26.08.11)

Uslar (NI)

bild
 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Verliehausen aus in Richtung Norden. Die Zelle zog von West nach Ost. Die mutmaßliche Absenkung war etwa 5 Minuten lang zu sehen. Die Täuschung durch die Perspektive bzw. die seitliche Ansicht einer Böenfront kann nicht ausgeschlossen werden. Laut Beobachter war vom Beobachtungsort aus Rotation zu erkennen, gefolgt von Starkregen, Hagel und Sturm. In der Region gab es zu dieser Zeit verbreitete Unwetter: 35 Einsätze nach Unwetter.

Mögliche Funnelcloud bei Uslar

Langen (HE),
Dreieich (HE)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:15 Uhr MESZ. Meldung einer Windhose mit erheblichen Schäden. Dazu aus einem Bericht der Feuerwehr Langen: "Gegen 17:15 Uhr kam es im Stadtgebiet Langen, laut mehreren Augenzugenberichten, zu einer Windhose mit Bodenkontakt. Hieraus resultierend wurden zahlreiche Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt, Straßen und Keller überflutet. [...] Besonders betroffen waren Linden, Oberlinden und das Nordend. [...] Der Schaden dürfte mehrere Millionen betragen. Es gab mehrere verletzte Personen, die in die umliegenden Krankenhäuser verbracht wurden." Das vorliegende Material spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Langen (Skywarn)
Internetseite der Stadt Langen
Einsatzberichte (Feuerwehr Langen)
Fotos: Unwetter am 24. August 2011 (Facebook)
Weitere Fotos (flickr)
Helfer nach Unwettern im Dauereinsatz (Franfurter Neue Presse, 24.08.11)
Bilder: Tornado wütet in Langen (Franfurter Neue Presse, 24.08.11)
Windhose deckt Häuser ab (Offenbach Post, 25.08.11)
Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung im Landkreis Gießen (Gießener Anzeiger, 25.08.11)
Als der Tornado wütete (Offenbach Post, 26.08.11)
Enorme Belastung für Rettungskräfte (Offenbach Post, 02.02.12)
Unwetter in Langen (YouTube)
Langen im Unwetter (YouTube)
Das Unwetter am 24.08.2011 in Langen (YouTube)
Windhose fegt über 63225 Langen 24.08.2011 (YouTube)
Sturm über 63225 Langen 24.08.2011 (YouTube)
Unwetter in Dreieich-Sprendlingen 2011-08-24 17:25 (YouTube)

Holzheim (HE)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Gießener Anzeigers vom 25.08.2011: "Ein schweres Unwetter ist gestern im südlichen Landkreis Gießen von West nach Ost gezogen und hat Schäden in Millionenhöhe verursacht. Wie durch ein Wunder wurde dabei niemand verletzt. Etwa 50 Dächer wurden teilweise oder vollständig abgedeckt, unzählige weitere Häuser erheblich beschädigt. Über 500 Feuerwehrleute hatten mehr als 200 Einsatzstellen abzuarbeiten. Gegen 16.30 Uhr zog die Gewitterfront von Südwesten her über den Landkreis. Als Erstes traf es die Langgönser Ortsteile Cleeberg und Oberkleen. Danach drehte der Orkan richtig auf und traf auf Pohlheimer Gebiet Holzheim, wobei einige Beobachter meinten, dass sich auch eine Art Windhose entwickelt hatte, die binnen weniger Minuten 15 Häuser fast vollständig abdeckte und unzählige andere mehr oder minder stark beschädigte. Der Zahl der umgestürzten Bäume war nicht mehr nachzugehen und überall standen durch heruntergerissene Ziegel oder Äste beschädigte Fahrzeuge. Wegen der entwurzelten Bäume musste die Bundestraße 3 zwischen Butzbach und Langgöns für einige Zeit gesperrt werden. [...] Neben dem besonders gebeutelten Holzheim, waren die Gemeinden Langgöns, Pohlheim, Lich, Grünberg und Reiskirchen am stärksten von dem Unwetter getroffen worden. Aber auch aus Biebertal, Hungen und Laubach wurden Schäden gemeldet. Insgesamt, so die erste Bilanz am späten Abend, wurden in Langgöns, Pohlheim und Ettingshausen zusammen etwa 50 Häuser abgedeckt oder stark beschädigt. In Birklar riss der Orkan das Dach der Maschinenhalle eines Aussiedlerhofes weg. Die ersten Aufräumungsarbeiten dauerten bis in die tiefe Nacht hinein an. Die Reparaturen aller Schäden werden noch Wochen dauern." - Das bisher vorliegende Material zu diesem Fall bei Gießen spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Holzheim (Skywarn)
Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung im Landkreis Gießen (Gießener Anzeiger, 25.08.11)
HP Supercell with extreme Hail Downburst - 24.08.2011 Grünberg (YouTube)

Dombach (HE)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:25 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Franfurter Neuen Presse vom 27.08.2011: "Windhose richtet starke Schäden an - Bad Camberg. Das Unwetter vom Dienstagabend (Korrektur: Mittwochabend) hat im gesamten Bad Camberger Wald erhebliche Schäden angerichtet. Inzwischen ist von mehreren Tausend Festmetern Sturmholz die Rede. Das teilte gestern das zuständige Forstamt Weilmünster mit. Bisher konnten noch nicht alle Wege frei geräumt werden Aus diesem Grund sind genauere Schätzungen bislang nicht möglich. Da die Situation noch sehr unübersichtlich ist, rät das Forstamt dazu, die Waldflächen vorläufig auf gar keinen Fall zu betreten. Auch auf das Sammeln von Pilzen sollte ganz verzichtet werden. Die anhaltend wechselhafte Witterungslage verschärft die Situation zusätzlich. Viele Bäume sind einfach in oder an benachbarten Bäumen hängen geblieben und oft reicht ein kleiner Windstoß um diese "Hänger" zu lösen, so Revierförster Dirk Hannappel. Im belaubten Zustand ist die Gefährdungsbeurteilung selbst für die Fachleute oftmals schwierig und auch Hannappel rät von einem Wochenendspaziergang im Bad Camberger und Dombacher Stadtwald entschieden ab. Die Aufräumungsarbeiten sollen in der kommenden Woche beginnen." - Das bisher vorliegende Material spricht recht deutlich für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Bad Camberg (Skywarn)
Windhose richtet starke Schäden an (Franfurter Neue Presse, 27.08.11)

Cleeberg (HE)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des Gießener Anzeigers vom 08.01.2012: "[...] Allein 22 Einsätze habe es während des Sturms am 24. August gegeben. »Innerhalb von nur 15 Minuten hatte eine Windhose eine Spur der Verwüstung in Cleeberg und den Nachbarorten hinterlassen. Bilder von abgedeckten Dächern, zahlreichen umgestürzten Bäumen und umher fliegenden Trümmerteilen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, hatten sich plötzlich und ohne Vorwarnung vor der eigenen Haustür abgespielt«, berichtete Jung. Gemeinsam mit den anderen Wehren aus allen Langgönser Ortsteilen seien insgesamt 60 Einsatzstellen abgearbeitet worden. [...]"

Schweres Unwetter über dem Landkreis Gießen (Gießener Anzeiger, 25.08.11)
Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung im Landkreis Gießen (Gießener Anzeiger, 25.08.11)
Cleeberger Feuerwehr ehrte Mitglieder (Gießener Anzeiger, 08.01.12)

Priepert (MV)

 22.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Nacht zum 22. August. Aus einer Meldung des Nordkurier vom 25.08.2011: "Das heftige Gewitter, das in den frühen Nachtstunden am Montag dieser Woche in Priepert gewütet hatte, hat bei den Einsatzkräften für viel Arbeit gesorgt. Viele Bäume waren von Windböen umgerissen worden (der Nordkurier berichtete). Starkregen und Sturmböen verursachten erhebliche Schäden, teilte nun nochmals Pressewart Thomas Junge von der Freiwilligen Feuerwehr Wesenberg mit. Zudem konnten zunächst keine Einsatzkräfte alarmiert werden, da im Ort der Strom ausgefallen war. Auf der Kreisstraße zwischen den beiden Ortschaften Strasen und Priepert wurden auf einer Länge von deutlich mehr als einem Kilometer etwa 15 Bäume durch den Sturm nicht nur umgeknickt, sondern auch mit samt der Wurzel aus dem Boden gerissen. Der Sturm wehte die Bäume einige Meter weit auf die Straße. Bei den Bäumen handelte es sich überwiegend um Pflaumenbäume, aber auch einige wenige Pappeln wurden Opfer des Sturms. Durch die umknickenden Äste und Bäume wurde auf einem Feld eine 20 KV-Leitung abgerissen und sorgte für einen erheblichen Stromausfall in Priepert und Strasen, so die Thomas Junge."

Sturm ruft Wehren auf den Plan (Nordkurier, 25.08.11)
Einsätze 2011 (Feuerwehr Wesenberg)

Westendorf (NI)

 21.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Nord-West-Media TV vom 22.08.2011: "Am Sonntagabend, gegen 22 Uhr, bildete sich im Verlauf des schweren Unwetters im Bereich B51/ Westendorf/Schützenplatz eine Windhose. Sechs Bäume wurden durch die Windhose umgerissen und stürzten auf die Fahrbahn. Die Feuerwehren Glandorf/ Schwege und Bad Rothenfelde waren mit 56 Einsatzkräften und mit schwerem Gerät im Einsatz. Die B 51 war bis 01.55 Uhr voll gesperrt, da noch weitere elf Bäume vorsichtshalber gefällt werden mußten. Personen kamen nicht zu Schaden." Erste Berichte und Augenzeugenaussagen sprechen eher gegen einen Tornado.

Verdachtsfall Westendorf (Skywarn)
Schweres Unwetter über dem Südkreis - Windhose in Glandorf (NOZ, 22.08.11)
Feuerwehr nach Windhose bis tief in die Nacht im Einsatz (Nord-West-Media TV, 22.08.11)
Sturm und Regen hinterlassen Schäden im Südkreis und in Melle (NOZ, 22.08.11)

Urdenbach (NW)

 21.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "vertical development: 20% of the distance cloud-ground. Well developed funnel below the base of an intensifying shower. Above the sharp funnel, intense convection was observable. The shower was followed by a supercell at the same evening." (Quelle: ESWD)

Diestedde (NW)

 18.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21 Uhr MESZ. Einige Schäden am nördlichen Ortsrand in Richtung Sünninghausen. Betroffen war vor allem sie Straße Eichenallee. Dazu aus einer Meldung der Glocke vom 19.08.2011: "Das Unwetter am Donnerstagabend hat in der Gemeinde Wadersloh vor allem den Ortsteil Diestedde getroffen. Etwa gegen 21 Uhr sorgte eine Windhose entlang des Altendiestedder Weges und der Straße Am Schloss für Zerstörung: Bäumen wurden entwurzelt, Äste und Kronen knickten ab. [...] Bereits im Jahr 1984 sei eine Windhose durch die Eichenallee gezogen, wusste Michael Schulze Frielinghaus, der in Diestedde wohnt, zu berichten. Die Richtung sei im Vergleich zur Windhose von Donnerstagabend fast identisch, der Schaden damals allerdings noch größer gewesen."

Verdachtsfall Diestedde (Skywarn)
Schadensdokumentation zum Tornadoverdacht 18.08.2011 Diestedde (WZ-Forum)
Bilder: Diestedde (südl. Kreis Warendorf) Tornadoverdacht (WZ-Forum)
Windhose zieht über Diestedde hinweg (Die Glocke, 19.08.11)

Heinsberg (NW)

bild
 18.08.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz nach 19:00 Uhr MESZ. Ein Tornado richtete im Norden der Stadt Heinsberg Schäden an Dächern und Bäumen an. Betroffen waren vor allem die Kempener Straße und die Dresdener Straße. Von Birgelen aus konnte die deutlich rotierende Funnelcloud in Richtung Südwesten etwa 5 Minuten lang beobachtet werden, bis sie sich auflöste. Ob Schäden in Hückelhoven-Altmyhl mit dem Tornado in Zusammenhang stehen, ist noch nicht klar. Dazu aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 19.05.2011: "Starkregen, Sturm und Gewitter haben am Donnerstagabend für zahlreiche Feuerwehreinsätze in Erkelenz, Hückelhoven und Heinsberg gesorgt. Das schwere Unwetter ließ mehrere Bäume umstürzen, außerdem wurden Fahrbahnen überschwemmt. Verletzt wurde durch das Unwetter im Kreis Heinsberg nach Angaben der Feuerwehrsprecher niemand. Windhosen waren für die größten Schäden verantwortlich. Alleine in Hückelhoven-Altmyhl wurden 18 Hausdächer zum Teil abgedeckt."

Tornado in Heinsberg
Donnerstag, 18 Aug 2011 - 19:23 Uhr Sturmschäden (Feuerwehr Karken)
Einsätze August 2011 - Altmyhl (Feuerwehr Millich)
Video der Schäden (YouTube)
Unwetter im Kreis Heinsberg (Facebook)
Windhose räumt Dachziegel ab (Aachener Zeitung, 19.08.11)
Heinsberg: Am Tag nach dem Unwetter (Westreporter, 19.08.11)
Schweres Unwetter richtet zahlreiche Schäden an (Rheinische Post, 19.05.11)

Gilching (BY)

bild
 15.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 18:30 bis 18:32 Uhr MESZ. Der genaue Ort ist nicht bekannt. Beobachtung einer deutlich rotierenden Funnelcloud mit eventuellem Bodenkontakt von einem Feld bei Puchhheim aus in Richtung Gilching/Geisenbrunn. Die Funnelcloud bewegte sich nach
Osten und war recht schräg geneigt. Ein kontrastverstärktes Bild zeigt die Fortsetzung des Funnels nahezu bis zum Boden. Über Schäden ist nichts bekannt.

Mesozyklone und Funnelcloud am 15.08.2011 (Walter Stieglmair)
15.08.2011 - Meso, Funnel, Böenfront (WZ-Forum)
kontrastverstärktes Bild (WZ-Forum)

Bremerhaven (HB)

bild
 15.08.2011 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 16:50 bis 17:03 Uhr MESZ. Wasserhose auf der Weser westlich von Bremerhaven. Gegen 17:03 Uhr löste sich der Tornado südsüdwestlich von Bremerhaven "wie ein Lassoseil" auf. Foto: Olaf Steinbach

Tornado vor Bremerhaven
Wasserhose in BHV von heute ganz nah - 4 Fotos (WZ-Forum)
Windhose über Bremerhaven, 15.08.2011 (WZ-Forum)
Video: Windhose über Bremerhaven (YouTube)
Weiteres Video des Tornados (YouTube)
Foto von Mathias Bruhn bei Facebook
Weiteres Foto bei Facebook
Wetterphänomen über Bremerhaven (Nordsee-Zeitung, 16.08.11)
Phänomen über Blexen (Fotocommunity)

Wesselburen (SH)

 15.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Nachmittag. Aus einer Meldeung der Dithmarscher Landeszeitung vom 18.08.2011: "Windhose in Wesselburen - Äste wirbeln durch die Luft, Aschenbecher fliegen herum, Gärsten werden verwüstet. Eine Windhose hat am frühen Montagnachmittag viele Wesselburener erschreckt. Wie groß der Schaden ist, zeigt sich erst jetzt. Von der Eiderstedter Straße zog der Wirbelwind weiter zur Ortsmitte am Eiscaf´´e Pizzeria Da Pino vorbei. "Alle Aschenbecher flogen wie im Film einer nach dem anderen von den Tischen draußen", erzählt Inhaber Pino. Noch in Erinnerung der starken Windhose vor einigen Jahren forderte er die draußen sitzenden Gäste auf, ins Gebäude zu kommen, während sich die Sonnenschirme schon gefährlich zum Boden neigten. "Nach nur einer Minute war alles voebei, und es war windsteill." Weniger Glück hatten Anwohner der Glockenstraße, die kurz darauf von dem Naturschauspiel besucht wurden. "Ich habe noch schnell versucht, alle Fenster zu schließen, aber konnte in der Küche die Scheibe nur noch festhalten, während ich es draußen scheppern hörte", sagt Christa Kern. Im Garten bot sich ein chaotisches Bild: Gartenmöbel durcheinandergewirbelt, Blumentöpfe umgerissen, mehr als fünf Paneelenwände zerstört. Bei ihrer Nachbarin Nazire Kalk war plötzlich das Trampolin mit gut vier Metern Durchmesser weg. Obwohl es im Boden verankert gewesen war, hatte die Windhose es fortgerissen. Es flog über drei Gärten hinweg und landete an der Büsumer Straße bei Familie Taugerbeck."

Steinberg (BW)

bild
 15.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinabreichenden Funnelcloud von Illerzell aus in Richtung Steinberg (Alb-Donau-Kreis). Dauer der Beobachtung: ca. 5 Minuten. Über den wahrscheinlichen Bodenkontakt ist derzeit nichts bekannt.

Tornado/Funnel südlich von Ulm (WZ-Forum)

Groden (NI)

 13.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 00:55 bis ca. 01:00 Uhr MESZ. Funnel- und mögliche Tornadobeobachtung von der Heerstraße am Rande von Cuxhaven-Altenbruch aus in Richtung Nordwesten: "Durch den rötlich beleuchteten Himmel über Cuxhaven sah ich rechts neben der Stadt einen dunklen Trichter, der sich aus einem abgesenkten Wolkenteil erstreckte. Ich traute meinen Augen kaum und musste erstmal anhalten. Etwa 3/4 des Trichters konnte ich klar erkennen. Den letzten Teil konnte ich nicht mehr erkennen, da es zu dunkel war. Ob er Bodenkontakt hatte, konnte ich leider nicht sehen, aber es könnte gut möglich sein. Der Trichter war oben breit und verlor Richtung Boden nur wenig an Durchmesser. Der Tornado erschien mir durchgehend dunkel und "kräftig". Ob der Trichter vor oder hinterm Deich (Anm.: Elbdeich) runterkam, konnte ich leider nicht erkennen. Ob er rotierte, konnte ich auch nicht erkennen. [...] fuhr ich um ca. 1.10 Uhr bis 1.15 Uhr wieder los. Der Trichter war dann wieder weg. Ich sah nur die immer noch leicht abgesenkte Wolke." - Der mögliche Tornado dürfte sich damit im Bereich nördlich bis nordöstlich von Cuxhaven-Groden befunden haben.

Wittwien (BB)

 11.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 14:41 Uhr MESZ. Mögliche Funnelbeobachtung von Zechlinerhütte aus in Richtung Wittwien. Dazu der Beobachter: "Ich habe heute während der Ortsdurchfahrt durch Zechlinerhütte in Richtung SO einen gut ausgeprägten Wolkentrichter gesehen. Einen Funnel halte ich für sehr plausibel, wenngleich ich während des Fahrens und der Entfernung zum Objekt von ca. 3 bis 4 km Rotation nicht hätte erkennen können (sonst wäre es ein klarer Fall). Das Objekt schlängelte sich wie ein leichtes "S". Wolke-Boden-Distanz ca. 20 bis 25%. Der Trichter knickte im untersten Teil horizontal ab, sodass ich Bodenkontakt für sehr unwahrscheinlich halte. Die Gegend ist stark bewaldet, was eine weitere Verfolgung der Beobachtung unmöglich machte. Nach ca. 5 Minuten war ich in Rheinsberg mit freier Sicht nach Richtung Nordost, wobei der untere Cumulus-Ansatz noch erkennbar, der Wolkentrichter jedoch nicht mehr vorhanden war."

Großbeeren (BB)

 08.08.2011 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 12:45 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados: "Von meinem Büro in Großbeeren habe ich einen sehr guten Blick über eine weite Fläche. Wir sitzen in einem Industriegebiet mit mehreren Lagerhallen. Gegen 12.45 Uhr zog sich der Himmel dunkel zu, es gab tief herunter hängende Wolken, die sehr bedrohlich aussahen. Ich ging ans Fenster, um mir das Spektakel näher anzusehen. Plötzlich kam von links eine Windhose, die große Gegenstände vom Dach schleuderte. Es handelte sich dabei um große Holzplatten und ähnliche Dinge. Sie beschädigten mehrere Autos. Die Windhose hat auch ein Motorrad umgeworfen, wo ein großer Sachschaden entstand. Ich konnte sehen, wie sich kleinere Gegenstände hoch und runter im Kreis drehten. Die Windhose hatte eine Power, das war unglaublich."

Verdachtsfall Großbeeren (Skywarn)

Bleichheim (BW)

 07.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 01:45 Uhr MESZ. Meldung einer Windhose mit Schäden in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 07.08.2011: "Ein heftiges Unwetter zog in der Nacht zum Sonntag über ein Zeltlager der Katholischen Landjugend Klettgau bei Bleichheim hinweg. Orkanartige Böen entwurzelten Bäume, einer stürzte auf ein Zelt, drei Betreuer wurden leicht verletzt. Die übrigen Lagerteilnehmer kamen mit dem Schrecken davon. [...] Das Unwetter wütete offenbar vor allem in einer schmalen Schneise des Bleichtals derart heftig, schildert Martin Hämmerle, Kommandant der Herbolzheimer Feuerwehr am Morgen danach das Geschehen. Das Ganze habe laut Aussagen von Lagerteilnehmern kaum mehr als zwei Minuten gedauert. Der Sturm sei wie eine Art Windhose über das Gelände gefegt. Der Kommandant berichtet auch von einem schneisenartigen Sturmbruch an anderer Stelle im Bleichtal." - Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 17.01.2012: "Am 7. August wütete eine Windhose bei der Glöckle Mühle und zerstörte ein dort stattfindendes Jugendzeltlager. Baumteile stürzten auf eines der Zelte. 50 Personen mussten evakuiert werden und wurden in Notunterkünften in der Kirnburghalle untergebracht. Es gab drei Verletzte, die aber bald wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten."

Einsatzdetails (Feuerwehr Herbolzheim)
Unwetter: Bäume stürzen auf Zeltlager (Badische Zeitung, 07.08.11)
Bleichheimer Wehr hatte im vorigen Jahr acht Einsätze (Badische Zeitung, 17.01.12)

Osburg (RP)

 06.08.2011 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados mit leichten Schäden: Er zog ein Trampolin und einen Sonnenschirm sowie andere Gegenstände in die Höhe. Mehrere Dächer wurden beschädigt. Ein Augenzeuge beschreibt den dicht vorbeiziehenden Tornado als rotierenden Rüssel, der von Südwest nach Nordost zog.

Tornado in Osburg

Ganzlin (MV)

bild
 06.08.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 12:00 Uhr MESZ. Von Zislow (Zeltplatz nördlich des Dorfes) am Ostufer des Plauer Sees wurde in Richtung Südsüdwest ein breiter, langsam rotierender Rüssel beobachtet, der sich zunächst horizontal erstreckte und an einer Stelle nach unten abknickte. "Der Rüssel stand etwa 5 Minuten, hob sich und ging, sich auflösend, in unsere Richtung, 30 Minuten später war die Wolke abgezogen." Von Bodenkontakt des Wirbels über den weiten, offenen Ackerflächen im Bereich Ganzlin ist auszugehen.

Tornadobeobachtung am Plauer See

Zorneding (BY)

bild
 05.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 19:01 bis 19:03 Uhr MESZ. Beobachtung eines möglichen Tornados vom Golfplatz Harthausen aus in Richtung Ostnordost (Zorneding). Ob es sich tatsächlich um einen kurlebigen Tornado handelte, ist derzeit offen, über Schäden ist nichts bekannt.

Superzelle mit Hagelsturm und Tornado am 05.08.2011 (Walter Stieglmair)
Verdachtsfall Zorneding (Skywarn)
05.08.2011 - Superzelle mit Hagel, Tornado östl. München (WZ-Forum)
Video aus Erding/Williamsville: Tornado on 5th of August 2011 near Munich (vimeo)

Paulinenaue (BB)

 04.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:40 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt: "Ich befuhr am besagten Tag die Kreisstraße von Berge in Richtung Paulinenaue. In höhe des Flugplatzes Bienenfarm (unmittelbarerer Nähe der Bahnstrecke Berlin - Hamburg) fiel mir linksseitig eine komisch wirkende Struktur auf. Da die Straße von Bäumen in diesem Bereich umgeben ist, konnte ich erst nicht erkennen, um was es sich handelt. Bei meiner Weiterfahrt in Richtung Paulinenaue war dann folgendes zu erkennen: Paulinenaue lag am Rand der Gewitterzelle, die überwiegend nördlich vorbei zog. Ich konnte beobachten, wie sich mehrere Wolkenfetzen lösten und immer weiter in Richtung Erdboden zogen. Diese "Wolkenfetzen" verdichteten sich darauf und reichten sehr weiter herunter. Sie verwirbelten stark. Dies war in einem nur sehr eng begrenzen Bereich der Fall. Auch an der Wolkengrenze konnte man eine starke Rotation beobachten. Für mich war nicht eindeutig zu erkennen, ob sich die "Windströmung" bis zum Boden fortsetzte, es sah jedoch sehr dannach aus. Eine Art Schlauch bildete sich, jedoch konnte man dauerhaft durch diese Erscheinung blicken, da es ausschließlich um Wolkenfetzen handelte, jedoch relativ verdichtet. Das Ereignis löste sich nach wenigen Minuten, ich schätze max. 2 Minuten wieder auf. Fotos konnten keine gemacht werden. Ich würde das Ereignis im Bereich "Funnel" einordnen (Bodenkontakt fraglich, Schäden nicht bekannt da es sich um ein Feld/Waldreiche Gegend handelt). Das Ereignis müsste im Bereich Paulinenaue/ Pessin / B5 gewesen sein."

Evtl. Funnel nordwestlich von Berlin (WZ-Forum)

Schirnding (BY)

bild
 04.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 13:54 bis 13:56 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud, über den wahrscheinlichen Bodenkontakt in einem Waldgebiet südöstlich von Schirnding ist nichts bekannt. Sehr wahrscheinlich lag der Ort des Bodenkontaktes aber in Tschechien.

Funnel nahe Arzberg/Oberfranken am 04.08.2011 (YouTube)

Rambin (MV)

 01.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:26 bis 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud bei Rambin im Südwesten der Insel Rügen. Sie reichte sehr weit hinab, der Blick auf den wahrscheinlichen Bodenkontakt war allerdings durch Bäume verdeckt.
Juli

Weyer (HE)

 26.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:29 bis 18:31 Uhr MESZ. Genauer Ort im Bereich südöstlich von Limburg nicht bekannt. Mögliche Funnelcloud beobachtet. Standort des Beobachters: zwischen Linter und Mensfelden im Landkreis Limburg-Weilburg, Blickrichtung: etwa in Richtung Osten.

Verdachtsfall Kreis Limburg-Weilburg ( Skywarn )

Niederwörresbach (RP)

bild
 26.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Vom Flugfeld Idar-Oberstein aus in Richtung Norden trichterförmige, weit hinabreichende Funnelcloud beobachtet. Über den sehr wahrscheinlichen Bodenkontakt ist derzeit nichts bekannt.

Tornadoverdacht bei Niederwörresbach

Asbach (BY)

bild
 22.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:32 Uhr MESZ, Dauer 3-5 Minuten. Der genaue Ort wird noch ermittelt. Meldung einer Funnelcloud, die u.a. von Petershausen und Sigmertshausen aus beobachtet wurde. Die Funnelcloud reichte zeitweise bis etwa 3/4 der Strecke Wolke - Boden hinab. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornadoverdacht bei Asbach

Erfelden (HE)

 21.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud, die sich über mehr als 80 Prozent der Strecke Wolkenbasis - Boden erstreckte. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Binsfeld bei Wittlich (RP)

bild
 21.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Deutlich ausgeprägte Trichterwolke im Bereich östlich von Binsfeld. Sie wurde vom US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem, von Niederkail und aus Richtung Süden sogar vom Flugplatz Föhren nahe Trier beobachtet. Die Trichterwolke hielt sich etwa 10 Minuten lang. Rotation war deutlich zu erkennen, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornadoverdacht bei Binsfeld
Tornado beunruhigt Eifelbewohner ( Trierischer Volksfreund , 22.07.11)

Bischofsheim (HE)

bild
 21.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:06 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud, die sich nahezu bis zum Boden erstreckte. Die Funnelcloud wurde von der Brücke der Ginsheimer Landstraße über die Autobahn A60 aus in Richtung Osten beobachtet. Der Wirbel dürfte sich damit südöstlich von Bischofsheim befunden haben. Beobachtungsdauer: mindestens 2-3 Minuten. Dabei wurde unterhalb der Funnelcloud am Boden aufgewirbelter Staub gemeldet.

Tornadoverdacht bei Bischofsheim

Rosengarten (HE)

bild
 21.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 12:14 bis 12:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud, die sich über etwa ein Drittel der Strecke Wolkenbasis - Boden erstreckte. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Lampertheim

Frauenau (BY)

 13.07.2011 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Meldungen zu Schäden, darunter abgedeckte Dächer und eine zerstörte Reithalle. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 13.07.2011: "Komplett gesperrt war nicht nur hier die Straße für den Verkehr. Auch in Richtung Grafenau gab es umgestürzte Bäume. In Richtung Frauenau wurden aber sogar größere Waldbereiche wie Streichhölzer geknickt oder samt Wurzelteller umgeweht." Zwei Augenzeugen sollen von der Beobachtung einer Windhose berichtet haben. Allerdings sprechen die vorliegenden Bilder des Unwetters eher für einen Downburst. In Riechnach, Ortsteil Schlag, etwa 8 Kilometer südwestlich von Frauenau, traten in der Nähe der Bundesstraße B 85 eng begrenzt Schäden auf. Ein Anwohner berichtet von einem Tornado, sicher ist dies aber nicht. Durch die vorhandenen Luftbilder ist von einem Downburst als Ursachse auszugehen.

Verdachtsfall Frauenau ( Skywarn )
Fotos der Schäden bei Frauenau
Bei Frauenau: Tornado schlägt Schneise der Verwüstung ( Martin Zoid l)
13.07.2011 - Gewaltige Tornadoschneise bei Frauenau / Bayer. Wald ( WZ-Forum)
15.07.2011 - Gewaltige Tornadoschneise bei Frauenau / Bayer. Wald (Stormchaser-Europe-Forum [/url])
Schwere Sturmschäden - Straße gesperrt ( Passauer Neue Presse , 13.07.11)
Elf Verletzte nach Tornado in Bayern ( DerWesten, 14.07.11)

Sautorn (BY)

 13.07.2011 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: früher Abend. Meldungen zu Schäden, darunter abgedeckte Dächer. Aus einer Meldung von idowa.de vom 13.07.2011: "Bei Plattling sei eine Überlandleitung umgeknickt, Sturmböen rissen Bäume um und Straßen wurden unterspült." - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 13.07.2011: "In Plattling (Landkreis Deggendorf) wurde ein Lkw einfach von der Straße geweht. Zwei Trapezblechdächer flogen in der Isarstadt durch die Luft, zum einen von einem Wohnblock an der Amesmeierstraße, hier traf es die Anwohner an der Mater-Corona-Straße besonders schwer. Das andere Dach löste sich beim AVP-Autocenter und schlug in mehreren Dächern ein. Ansonsten: Umgeknickte Stromleitungen (auch im Bereich Aholming/Penzling), entlang der B8 nach Straubing wurden Bäume geknickt und ein Lkw in den Straßengraben "geblasen". Der Zugverkehr nach Passau war unterbrochen. Die Feuerwehren der Stadt waren im Dauereinsatz." - Aus einer Meldung der Mittelbayerischen Zeitung vom 14.07.2011: "In Sautorn blieb nach Angaben eines Augenzeugen fast kein Haus unbeschädigt. Ein Anwohner sagte, er wohne bereits seit den 1980er Jahren in dem Ort ? ?aber so etwas habe ich noch nie erlebt?." Die vorgefundenen Schäden sprechen eindeutig für einen Tornado, deutliche Indizien dafür sind u.a. Verfrachtungen gegen die Zugrichtung.

Tornado Sautorn ( Skywarn )
13.07.2011 Tornado-Verdacht Sautorn - Plattling ( WZ-Forum )
13.07.2011 - Unwetter mit Tornado bei Plattling ( Martin Bohmann )
13.07.2011 / Sautorn bei Plattling / Tornadoschäden in Niederbayern (Stormchaser-Europe-Forum)
13.07.2011 - Tornadoschäden in Sautorn bei Plattling (Niederbayern) ( WZ-Forum)
Weitere Fotos der Schäden in Sautorn
Handyvideo of Sautorn tornadic HP-Supercell ( YouTube)
Starkregen über Niederbayern - Keller vollgelaufen ( idowa.de, 13.07.11)
Unwetter in Niederbayern: Lastwagen umgeweht, Stadt Regen überflutet ( Passauer Neue Presse, 13.07.11)
Fotos: Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung ( Passauer Neue Presse, 13.07.11)
Elf Verletzte nach Tornado in Bayern ( DerWesten, 14.07.11)
Niederbayern: Unwetter fordert elf Verletzte ( Mittelbayerische Zeitung, 14.07.11)
Wiederaufbau mit und ohne Versicherung ( Passauer Neue Presse, 14.10.11)

Schmittenau (BW)

bild
 13.07.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 16:40 bis 16:44 Uhr MESZ. Ein Tornado überquert den Rhein von der Schweiz nach Deutschland. Dabei gab es auf der Schweizer Rheinseite Baumschäden am Ufer, ebenso auf deutscher Seite. Danach hebt der Tornado in Schmittenau einen PKW leicht an, beschädigt ihn und versetzt ihn um mehrere Meter. Ein Baum mit einem Stammdurchmesser von etwa 50cm wird entwurzelt und ein Zaun zerstört. Der Tornadofuß wurde gefilmt.

Tornado in Schmittenau
F1 Tornado hebt PKW an ( YouTube )
Starkniederschläge / Gewitter am 13.07.2011 ( Schweizer Sturmforum)

Teningen (BW),
Emmendingen (BW)

 12.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 13.07.2011: "Kurz, aber heftig war das Unwetter am Dienstagabend. Bäume und Baumteile blockierten Straßen und die Rheintalbahn, die für zwei Stunden blockiert war. Die Schäden an Autos, Dächern und vor allem Bäumen sind noch nicht zu beziffern, Menschen wurden nicht verletzt. In vier Stunden absolvierten die Feuerwehr und ihre Abteilungen rund 40 Einsätze, so Stadtkommandant Karlo Rieth, die sie von 18.45 Uhr an gute vier Stunden in Atem hielten. "Es war eine richtige kleine Windhose", so schildert Rieth Regen und Sturmböen. Die Schneise habe sich ganz eigenartig vom Bad in Teningen entlang der Elz zum Bürkle/Bleiche, nach Kollmarsreute, Maleck und Windenreute bis hin zur Zaismatt gezogen." - Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 14.07.2011: "Es knickte Bäume und beschädigte Autos; die Stromversorgung war örtlich unterbrochen. In Emmendingen war laut Feuerwehr eine kleine Windhose unterwegs, die beträchtlichen Schaden anrichtete. Zudem war der Zugverkehr auf der Rheintalstrecke unterbrochen." - Die Verteilung der Schäden und die Auffächerung der Schadenorte nach Osten hin sprechen eher gegen einen Tornado als Ursache. Auch die Beschreibung als "Regenwand" lässt auf einen Downburst (Gewitterböe) schließen.

Schwere Schäden nach Gewittersturm ( Regio Trends, 12.07.11)
Windhose: Straßen, Strom und Bahn blockiert ( Badische Zeitung, 13.07.11)
Unwetter ohne schlimme Folgen ( Badische Zeitung, 14.07.11)
Von der Windhose gefällt (Badische Zeitung, 15.07.11)
Marktplatz 11: Erschrocken ( Badische Zeitung , 16.07.11)
Da waren wir stets in guten Händen ([url=http://www.badische-zeitung.de/] Badische Zeitung, 30.03.12)
Unwettereinsätze 12.07.2011 ( Feuerwehr Herbolzheim)

Mörsdorf bei Stadtroda (TH)

bild
 10.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:56 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

10.07.2011 Funnelsichtung bei Mörsdorf / Stadtroda (TSC-Forum)

Giengen an der Brenz (BW)

 09.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Skywarn Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Schäden durch Sturmereignis, dabei umgestürzte Bäume, beschädigte Dächer und Verfrachtungen von Gegenständen. Im zweiten Teil des bei YouTube hochgeladenen Videos werden einige Fotos der Schäden gezeigt.

Verdachtsfall Giengen ( Skywarn)
Nicht nur Bäume Giengen in die Knie ( Nascar-Stammtisch)
Hagelsturm in Giengen 9.7.2011 ( YouTube )
Bilderserie: Sturm reißt Dach von Steiff-Gebäude (Heidenheimer Zeitung, 09.07.11)
Unwetter: Altes Steiff-Dach fliegt 100 Meter durch die Luft ( Heidenheimer Zeitung , 11.07.11)
Unwetter: Zerknülltes Steiff-Dach wird Stück für Stück zerschnitten (Heidenheimer Zeitung, 11.07.11)
Sturmfolgen: Stadtverwaltung wirft kritischen Blick auf die Bäume ( Heidenheimer Zeitung, 15.07.11)

Kerksiek (NI)

 06.07.2011 / Stärke (F1) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Pressemeldung über eine Windhose. Aus einer Meldung von newsclick.de vom 06.07.2011: "Es kam fast wie aus heiterem Himmel. Am Mittwoch raste ein Wirbelsturm über den Kerksiek. Gegen 16.30 Uhr riss dabei eine kleine Windhose das Dach vom Gartenhaus der Familie Bittermann im Baumkamp und schleuderte es gegen die Terrasse ihres Hauses. Dabei entstand erheblicher Schaden, wie Schwiegermutter Sabine P. berichtete. Das alles geschah sehr schnell und sehr gezielt und nur an dieser Doppelhaushälfte, während die andere völlig unversehrt blieb. Auch die übrigen Häuser in der Nachbarschaft blieben offenbar verschont. "Plötzlich ist der Himmel ganz schwarz geworden", erzählte Sabine P.. Doch niemand konnte ahnen, was dann geschah: "Das Dach wurde abgehoben und gegen die Terrassentür geschleudert. Die Scheiben zersplitterten, der Putz fiel von den Wänden." Betonteile der Terrasseneinfassung seien herumgeflogen, Gartenmöbel wurden durch die Wucht in ihre Einzelteile zerschlagen. "Es war ein Schock für alle." Nach ersten Schätzungen könnte sich der Schaden auf mehr als 10 000 Euro belaufen, befürchtet die Familie. So schnell wie es gekommen war, war das Unwetter auch wieder vorüber. Glücklicherweise seien schnell Nachbarn und Verwandte zur Stelle gewesen, um beim Aufräumen zu helfen. Offenbar war das Haus der Familie im Kerksiek das einzige, wo die Windhose gestern Schaden anrichtete: Die Berufsfeuerwehr sagte auf Nachfrage, dass von ähnlichen Schäden nichts bekannt sei."

Verdachtsfall Kerksiek ( Skywarn)
Schock für Familie: Windhose wirbelt über Haus im Kerksiek (newsclick.de, 06.07.11)
Schock sitzt tief nach der unheimlichen Windhose im Kerksiek (newsclick.de, 07.07.11)

Philippsreut (BY)

bild
 01.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht

Einsdorf (ST)

bild
 01.07.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 13:12 Uhr bis ca. 13:26-13:28 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados von der Autobahn A38 Leipzig - Göttingen aus, Bodenkontakt konnte von Augenzeugen beobachtet werden. Über das Ausmaß der Schäden ist derzeit nichts bekannt.

Tornado bei Einsdorf
Windhose / Tornado in Mitteldeutschland (YouTube)
(Aufnahmeort: Autobahn A38, ca. 1km westlich der Ausfahrt Allfeld in Richtung Osten)

Tutzing (BY)

bild
 01.07.2011 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 08:00 Uhr MESZ. Tornado auf dem See gemeldet. Beobachtung über dem mittleren Teil des Sees, von Ammerland am Ostufer aus in Richtung Westen vor Tutzing. Foto: Peter Maier

Tornado auf dem Starnberger See
Juni

Rolfshagen (NI)

 29.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. "Windhose" in der Presse gemeldet. Aus einer Meldung der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung vom 29.06.2011: "[...] erzählte Kopczinsky. Über seinen Hof war die Windhose gezogen und hatte ein großes Gartentrampolin auf das Garagendach geschleudert und völlig zerstört." Es gab im Ort weitere Schäden, z.B. umgestürzte Bäume sowie Überschwemmungen durch heftige Regenfälle.

Verdachtsfall Rolfshagen ([url=http://www.skywarn.de/]Skywarn[url])
Wasser, Schlamm, umgestürzte Bäume und volle Keller (Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung, 29.06.11)
800 Freiwillige kämpfen gegen Wassermassen - Weserbergland (Deister- und Weserzeitung, 30.06.11)

Auetal (NI)

 28.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Schaumburger Zeitung vom 29.06.2011: "Auetal (la). ?So etwas habe ich noch nicht erlebt?, stellte Auetals Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold fest, als er sich gestern am späten Nachmittag mit seinem Stellvertreter Ralf Kopczinsky durch das wasser- und schlammüberflutete westliche Auetal kämpfte. Mehr als 100 Liter Wasser pro Quadratmeter sind in wenigen Minuten auf Rolfshagen, Borstel und Kathrinhagen niedergeprasselt. Dazu zog eine Windhose entlang der Aue. [...] Ebenfalls im Lindenweg war ein Baum umgestürzt und blockierte die Straße. [...] Das Feuerwehrhaus in Rolfshagen wurde ebenfalls überschwemmt. ?Als wir hier ankamen, war drinnen noch alles trocken, aber wir mussten ja die Tore öffnen, um die Fahrzeuge herauszufahren und dann lief das Wasser in Sturzbächen hinein?, erzählte Kopczinsky. Über seinen Hof war die Windhose gezogen und hatte ein großes Gartentrampolin auf das Garagendach geschleudert und völlig zerstört [...]"

Wasser, Schlamm, umgestürzte Bäume und volle Keller (Schaumburger Zeitung, 29.06.11)

Bremerhaven (HB)

bild
 23.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 14:10 Uhr bis ca. 14:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud vor dem Bremerhavener Containerterminal. Über Kontakt des Wirbels zur Wasseroberfläche ist nichts bekannt.

Funnelcloud vor Bremerhaven

Borkum (NI)

 23.06.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 11:30 bis 11:33 Uhr MESZ. Wasserhose westsüdwestlich von Borkum beobachtet. Etwa die Hälfte der Entfernung Wolke-Boden war durchkondensiert, Kontakt zur Wasseroberfläche wurde beobachtet. Möglicherweise trat zuvor ein weiterer Funnel/Tornado auf.

Mittelbrunn (RP)

 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: unbekannt. Pressemeldung über einen Tornado mit Schäden. Die bisher vorliegenden Erkenntnisse sprechen gegen einen Tornado. Nach Medienmeldungen sollen mehrere Augenzeugen einen Tornado gesehen haben, Nachfragen ergaben aber, dass tatsächlich kein solcher gesehen wurde. Damit ist ein Tornado nach den bisherigen Erkenntnissen unwahrscheinlich.

Verdachtsfall Mittelbrunn ( Skywarn)
Unwetter - Feuerwehr im Dauereinsatz ( SWR , 22.06.11)

Weyarn (BY)

bild
 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca. 20:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen und sehr weit hinabreichenden Funnelcloud: "Mein Standort bei Maxmühle, ca. 2 Km nordwestlich von Weyarn. Bildung einer kleinräumigen, raschen Rotation im Bereich der Böenfront fast genau über meinem Standort. Dazu kurzfristig schwere, plötzlich kalte Sturmböen auf Nordwest drehend. Kurz darauf Trichter südöstlich von meinem Standort beobachtet für den Zeitraum von ca. 2 Minuten. Während der Zeit rasche Entfernung des Trichters von ca. 1 km auf mindestens 2 Km in ostsüdöstliche Richtung."

Superzelle, Hagelsturm und Trichterwolke am 22.06.2011 (Walter Stieglmair)
22.06.2011 / Rosenheim - Weyarn / Superzelle mit Hagelsturm und weit herabreichender Wolkentrichter (Stormchaser-Europe-Forum)

Bitterfeld (ST)

 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Schäden innerhalb einer Schneise in Bitterfeld, etwa 11 Kilometer nordöstlich von Zschernitz. Die Beschreibung von Augenzeugen spricht eher für einen Downburst. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen Bitterfeld und Zschernitz ist sehr wahrscheinlich.

Tornadoverdacht Bitterfeld

Zschernitz (SN)

 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Meldung über einen Tornado westlich bis nordwestlich von Zschernitz. Zitat aus dem Forum von Skywarn: "Der Tornado wurde vom oberen Fensterlicht eines Hauses in Richtung Feld beobachtet. Die Beobachter sprachen von einer sich drehenden Wolke, welche in einer Art Rüssel den Boden berührte und über das Feld fegte. [...] sahen sie eine Windhose, welche mit einem "ausgeprägtem Rüssel" den Boden berührte und rotierte. Ich fragte noch mal, wie er das mit dem rotieren meint und er meinte, dass sie sich ziemlich sicher waren, dass es sich um eine Windhose handelt, sprich einem Tornado. In folge dessen konnten sie beobachten, wie ein Verkehrschild abgerissen wurde und Teile von Bäumen auf die Straße stürzten. Ob dies dem Downburst oder dem Tornado zuzuordnen ist, kann ich nicht sagen." Ein Zusammenhang zum Fall Gröbers ist möglich, ein Zusammenhang zum Fall Bitterfeld wahrscheinlich.

Verdachtsfall Zschernitz (Skywarn)

Dölzig (SN)

 22.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Tornado zieht durch Dölzig und wird dabei von mehreren Augenzeugen beobachtet. Dazu aus einer Meldung der Leipziger Volkszeitung, 23.06.2011: "In Dölzig hatte es sogar einen Pkw-Anhänger über die Straße geweht. Am Rathausplatz räumten die Feuerwehrleute Äste von der Straße. Ähnliches wurde aus Radefeld vom Oberen Anger gemeldet."

([url=http://www.skywarn.de/]Skywarn)
Tornado in Dölzig bei Schkeuditz (WZ-Forum)
Schadenskarte (WZ-Forum)
Feuerwehren nach Gewitter im Dauereinsatz (Leipziger Volkszeitung, 23.06.11)
Unwettereinsätze (Feuerwehr Schkeuditz)

Gröbers (ST),
Schwoitsch (ST)

 22.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 22.06.2011: "Das Unwetter, das gestern am frühen Abend über den Saalekreis und Halle gezogen war, hatte in Gröbers besonders heftig gewütet. Eine starke Windböe riss das Blechdach einer Baumaschinenfirma aus der Verankerung. Bis zu 20 Meter lange Teile flogen etwa 150 Meter durch die Luft und krachten auf das Haus von Sabine Hackbart. Auch im Garten und im Hof kamen große Dachfetzen herunter, ein Teil versperrte die Eingangstür. Nicht nur das Haus wurde massiv beschädigt, sondern auch ein im Hof geparktes Auto. Mit Schneidbrennern mussten die Helfer anrücken, um die Blechteile wieder abzutrennen. Etwa 20 Feuerwehrleute waren im Ort mit Aufräumarbeiten beschäftigt, da der Sturm auch mehrere Bäume umgeknickt hatte." In Gröbers zieht sich der Bereich der Schäden von der Halleschen Str. (Baufirmagelände) über die Hallesche Str., Lange Str., Kurze Str. und Ringstr. Hier gab es Schäden durch Trümmerschlag (Fenster / Jeallousie). Das Großdach von der Firma flog ca. 150 m weit, die Breite des Schadensbereich könnte man auf 15-20 m eingrenzen. Die "Schneisenlänge" im Ort dürfte sich auf ca. 400 m belaufen. Weiter nordöstlich sind Schäden in Schwoitsch bekannt, dann im Gewerbe- und Industriepark Gröbers an der Autobahn A14. Dort wurde an der Meteomedia-Wetterstation Kabelsketal-Gröbers eine Böe von 169 km/h gemessen. Weiter gab es Schäden im Ort Gottenz. Dazwischen ist praktisch nur offenes Land anzutreffen. Ob ein Zusammenhang zum Fall bei Zschernitz besteht, ist nicht bekannt. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall wegen der enormen Verfrachtungen und der Messwerte als bestätigten Tornado zu führen.

Verdachtsfall Gröbers (Skywarn)
[Verdacht] 22.06.2011 3 Verdachtsfälle bei Leipzig (Stormchaser-Europe-Forum)
Einsätze 2011(Feuerwehr Osmünde)
Das halbe Dach ist weg (Mitteldeutsche Zeitung, 22.06.11)

Braunsbedra (ST)

 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 23.06.2011: "Eine Windhose raste am Mittwoch gegen 17.30 Uhr durch das Gartencenter im Ortsteil Neumark und hinterließ eine Schneise der Zerstörung. Hohe Bäume am Rande des Areals knickten um wie Streichhölzer, oberarmdicke Äste flogen durch die Luft wie trockene Blätter." Neumark befindet sich ca. 1,5 km nordnordwestlich von Braunsbedra und ca. 11 km südwestlich von Merseburg. Die Schadenanalyse ergab, dass es sich um einen Downburst handelte.

Verdachtsfall Neumark (Skywarn)
Unwetter im Saalekreis, ... das war heftig! (Saalekreis-Treff)
Ich wollte nur noch weg (Mitteldeutsche Zeitung, 23.06.11)
Nach Unwetter Kettensäge im Dauereinsatz (Mitteldeutsche Zeitung[/url], 28.06.11)

Steinheim (BW),
Heidenheim an der Brenz (BW)

 22.06.2011 / Stärke (F1) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Heidenheimer Zeitung vom 23.06.2011: "Binnen weniger Minuten war gegen 17.30 Uhr das schwere Unwetter vom Filstal herauf auf die Ostalb gezogen und hat für schwere Verwüstungen gesorgt. Aufgrund des Schadensbildes wird nicht ausgeschlossen, dass Teile dieses Orkans sich sogar zu einer Windhose weiter entwickelt haben. Dafür spricht, dass vermutlich Hunderte Meter weit ein Drittel des Daches der Firma Elektro Klingler im Industriegebiet Ried mitgerissen wurde. Gründliche Suchaktionen haben die Überreste nicht finden lassen. Sie liegen womöglich zwischen den Bäumen im Bereich Finkenbusch oder Schützenhaus. Die anderen zwei Drittel des Daches schienen wie der Deckel einer Sardinenbüchse aufgerollt." Allerdings spricht die Verteilung der Schäden in Heidenheim derzeit eher gegen einen Tornado. Ein Augenzeuge beobachtete in der Jahnstraße vom Waldbad aus Wolkenfetzen, die schnell nach oben gesogen wurden. Kurz darauf waren aus dem angrenzenden Waldgebiet krachende Geräusche zu hören. Forstdirektorin Dr. Mechthild Freist-Dorr hält dagegen mindestens einen Tornado für wahrscheinlich. Als Grund werden die zahlreichen Kronenbrüche sowie die enge Begrenzung einiger Schäden und die enormen Verfrachtungen genannt. Der Fall war damit lange Zeit völlig offen. Insgesamt zieht sich innerhalb des weitläufigen Schadensbereiches eine etwa 10 km lange und bis zu 100 Meter breite Spur mit auffälligen und markanteren Schäden. Dennoch ist in diesem Fall von einem Downburst als Ursachse auszugehen.

Verdachtsfall Steinheim (Skywarn)
Unterschiedliche Meinungen zu T-Verdachtsfall 22.6. LK Heidenheim (WZ-Forum)
Schäden nach dem Unwetter in Stadt und Lkr. Heidenheim 22.06. (WZ-Forum)
Nochmal ein Paar Bilder der Sturmschäden vom 22.6.11 in Heidenheim (WZ-Forum)
Übler Downburst in Heidenheim (WZ-Forum)
Zum T-Verdachtsfall am 22.6. Heidenheim, Bilder einer Schneise (WZ-Forum)
Schadenspur östl. von Heidenheim (WZ-Forum)
Orkansturm: Wolken-Walze fordert sechs Verletzte im Kreis Heidenheim (HZ Online, 23.06.11)
Bildergalerie: Sturmschäden in Heidenheim - 22.06.2011 (HZ Online, 23.06.11)
Orkansturm: Wolken-Walze fordert sechs Verletzte im Kreis Heidenheim (YouTube)
Sturm in Heidenheim (YouTube)

Tambach-Dietharz / Thüringer Wald (TH)

 22.06.2011 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Feuerwehr Tambach-Dietharz, 23.06.2011: "Heute haben wir gesehen was die Natur für eine Gewalt entfalten kann. Innerhalb von ca. 5 bis 10 Minuten war der Spuk vorbei aber die Resultate waren beeindruckend. Manch ein Tambacher hat berichtet, dass er einen Tornado gesehen hat?und so sah es auch stellenweise aus. Angefangen am Rödchen?über den Lutherbrunnen?bis zum Kinderheim zog sich eine Schneise der Verwüstung durch den Wald und durch die Wohnsiedlung."

Verdachtsfall Tambach-Dietharz ( Skywarn)
Schweres Unwetter ( Feuerwehr Tambach-Dietharz, 23.06.11)

Altenlotheim (HE)

 22.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt

Pilgerzell (HE),
Dirlos (HE)

 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Nachmittag. Bericht zu einem mutmaßlichen Tornado. Unter anderem wurden vom Kindergartengebäude in Dirlos (Diorolfstraße 5) Dachgaubenteile abgerissen. Es handelte sich dabei um die Gaube am westlichen Dachteil und um die östliche Gaube am südlichen Dach. Teile landeten in der Wisselser Straße 8 und 10. Das sind mehr als 200 m, allerdings nicht abseits der angenommenen Zugrichtung, sondern genau in Linie. Weitere Verfrachtungen wurden von Bjoern Stumpf dokumentiert, siehe Link.

Verdachtsfall Pilgerzell (Skywarn)
Analyse zum mutmaßlichen Tornado ( Bjoern Stumpf)
22.06.2011 T2F1 Tornado Pilgerzell ( WZ-Forum)
UNWETTER - erst danach ist das Schadensausmaß deutlich ( Osthessen-News )

Bad Lauchstädt (ST)

 21.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden im Stadtgebiet. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 15.01.2012: "[...] So erinnern sie an die Windhose, die im Juni 2011 durch die Stadt zog, Dächer teilweise abdeckte und Bäume umriß." Die Feuerwehr Bad Lauchstädt wurde um 17:53 Uhr alarmiert und hatte zahlreiche Einsätze bis in den späten Abend.

Einsatzübersicht 2011 (Feuerwehr Bad Lauchstädt)
Das halbe Dach ist weg ( Mitteldeutsche Zeitung, 22.06.11)
Kettensäge wird öfter gebraucht als Wasserspritze ( Mitteldeutsche Zeitung, 15.01.12)

Sorgau (SN),
Blumenau (SN),
Olbernhau (SN)

 21.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 15:20 bis ca. 15:30 Uhr MESZ, Alarmierung der Feuerwehr Olbernhau um 15:24 Uhr. Windhose mit Schäden sowie zwei Verletzten (umherfliegendes Glas) in der Presse gemeldet. Die Schäden ziehen sich über eine ca. 14 km lange Strecke von Sorgau über Blumenau und Olbernhau bis zum Kurort Seiffen, eine durchgehende Schneise konnte aber nicht ermittelt werden. Aus einer Meldung der Freien Presse vom 22.06.2011: "Vier Mann waren in Sorgau im Einsatz, berichtete Feuerwehrmann Detlef Bergmann. Sie hatten es mit einer umgestürzten Kastanie zu tun, die auf eine Zubringerstraße gefallen war. Er habe eine Windhose gesehen, war sich Detlef Bergmann sicher: "Ich schätze, sie ist auf der Zöblitzer Höhe entstanden." [...] In der Blumenauer Kohlhaustraße waren zwei Bäume umgefallen - einer samt Wurzelstock, einer zur Hälfte abgeknickt, berichtete der Blumenauer Wehrleiter Mike Engel. Sie rissen einen Holzmast der Envia Mitteldeutsche Energie AG um und beschädigten neben den Stromleitungen etwa einen Quadratmeter Giebel an einem Wohnhaus. [...] Zeugen hätten erzählt, sie hätten eine Art Windhose gesehen, berichtete Wehrleiter Engel."

Windhose wütet im Erzgebirge ( Open Report, 21.06.11)
Schneise der Verwüstung nach Unwetter ( Freie Presse, 22.06.11)
So etwas habe ich noch nicht erlebt ( Freie Presse, 22.06.11)
Eine Windhose wütet im Erzgebirge ( Die Welt, 22.06.11)
Windhose wütet im Erzgebirge ( MDR, 22.06.11)

Kurort Seiffen (SN)

 21.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 15:20 bis ca. 15:30 Uhr MESZ, Alarmierung der Feuerwehr Olbernhau um 15:24 Uhr. Windhose mit Schäden sowie zwei Verletzten (umherfliegendes Glas) in der Presse gemeldet. Aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 22.06.2011: "Tornado-Drama bei Blutspende-Aktion - Ein Tornado hat Teile des Spielzeugdorfes Seiffen verwüstet. ?Wie im Film?, sagt Feuerwehr-Chef Jens Emmrich (47). ?Ich habe aus westlicher Richtung die Säule über den Reicheltberg kommen sehen und dann, wie der Rüssel aufsetzte.? Seiffen. Der Wirbelsturm wütete nachmittags nur wenige Hundert Meter durch den Ort, deckte Hausdächer und Teile vom ?Haus des Gastes? ab. Dutzende Bäume knickten um. Zwei Menschen wurden verletzt. [...]" - Nach den vorliegenden Indizien ist in Seiffen von einem Tornado auszugehen.

Tornado Seiffen ( Skywarn)
Heute 21.06.2011 am Nachmittag, Tornado oder Downburst in Seiffen? (WZ-Forum)
Interview mit Heinz Seidler, Bürgermeister in Seiffen (paranomia, 21.06.11)
Windhose wütet im Erzgebirge ( Open Report, 21.06.11)
Schneise der Verwüstung nach Unwetter ( Freie Presse, 22.06.11)
So etwas habe ich noch nicht erlebt ( Freie Presse, 22.06.11)
Windhose beschädigt Erlebnisbad in Seiffen T-Online, 22.06.11)
Eine Windhose wütet im Erzgebirge ( Die Welt, 22.06.11)
Windhose wütet im Erzgebirge ( MDR, 22.06.11)
Windhose sorgt für erhebliche Schäden in Seiffen ( Leipziger Volkszeitung, 22.06.11)
Erzgebirge: Windhose richtet in Seiffen große Schäden an ( noows.de, 22.06.11)
Einsätze 2011 ( Feuerwehr Deutschneudorf, 21.06.11)
Galerie - Einsatz 21.06.2011 ( Feuerwehr Deutschneudorf, 21.06.11)
Eine Windhose in Seiffen (MDR / YouTube)
Windhose wütet im Erzgebirge ( Augsburger Allgemeine, 22.06.11)

 20.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Dazu ein Augenzeuge: "Ich befand mich in Chemnitz auf der Limbacher Straße, Fahrtrichtung Chemnitz Altendorf/ Rottluff auf Höhe Kreuzung Leipziger Straße / Limbacher Straße. Der Funnel befand sich rechts vor mir. Die grobe Himmelsrichtung dürfte West/Nordwest gewesen sein. Die Wolkenbasis war recht niedrig und der Funnel war recht gut auskondensiert. Er ging etwa über die Hälfte der Distanz Wolkenbasis - Boden, eventuell auch nur 40%. Er war wie schon beschrieben eher dünn, glatt und sehr klar und scharf strukturiert (nicht ausgefranst), aber dafür sehr dynamisch. Gesehen hab ich den Funnel ca. 3 Minuten. Ich hatte den Eindruck, das er sich in der Auflösungsphase befand, da der Funnel zusehends kürzer wurde. Eine größere Länge des Funnels und ein längeres Bestehen möchte ich nicht ausschließen. Auch war die Sicht teilweise durch Häuser getrübt. Beobachtungszeitpunkt war gegen 15.45Uhr."

Fedderwarden (NI),
Voslapp (NI)

bild
 20.06.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:22 bis 15:31 Uhr MESZ. Dazu ein Augenzeuge: "Ort: Wilhelmshaven, zwischen Fedderwarden und Fedderwardergroden, ca. 1km nördlich der Autobahn (Anm.: A29), Datum: 20.06.2011, Uhrzeit der Beobachtung ca. 1530, Zeitdauer der Beobachtung 5 min. Bewegung: Zugbahn Richtung NE, in der Beobachtungszeit zurückglegte Strecke ca. 2 km. Beschreibung: Ein ausgeprägter Trichter unterhalb einer Ns-Wolkendecke, etwa 40% der Strecke Wolkenuntergrenze bis Boden, aus dem Trichter ragte ein sichtbarer Schlauch, Bodenkontakt durch aufgewirbeltes Material deutlich erkennbar. Zum Zeitpunkt der Beobachtung war der Tornado bereits voll entwickelt, nach 3 min. zeigte er Auflösungstendenzen, der Schlauch verkürzte sich, nach vier Minuten war nur noch die ebenfalls verkürzte Trichterwolke zu sehen, die sich nach 5 min. aufgelöst hatte. [...] Der Tornado zog über Felder mit einzelnen Baumbeständen, das Material bestand vermutlich aus Heu, Blättern, Ästen und anderen Kleinteilen. Nähere Beschreibung aufgrund der Entfernung ist leider nicht möglich. Der Tornado zog etwa 1 km nördlich meines Beobachtungsstandortes zu Beginn der Beobachtung in nordöstliche Richtung (ca. 60 Grad). Er zog in Richtung des Ortsteils Fedderwardergroden und löste sich dort auf." Auch von Fedderwardergroden aus wurde der Tornado beobachtet und fotografiert. Ein weiterer Beobachter: "Ich stand damals im Marinestützpunkt an der Seeschleuse (zwischen Vor- und Nordhafen) in Wilhelmshaven. Der Funnel - so wie ich ihn nur erkennen konnte - zog von Land (Fedderwarden) vermutlich auf das offene Meer hinaus. Insgesamt konnte sich der ausgeprägte Funnel ganze neun Minuten halten (15:22 - 15:31 Uhr MESZ). Von der Seeschleuse aus war der Funnel in nordnordwestlicher Richtung gut zu erkennen und zog aus westsüdwestlicher Richtung hinter dem Kraftwerk vermutlich aufs Meer. Der Tornado muß über den Voslapper Groden zwischen dem Hooksieler Außenhafen und dem Jade-Weser-Port gezogen sein. Ich konnte zwei Beschäftigte dortiger Firmen befragen. Bodenkontakt konnte ich aus der Entfernung nicht feststellen, allerdings deuten die Bilder stark darauf hin. Zudem gab es beim Durchzug starken Regen."

Tornado in Fedderwardengroden
Tornado bei Fedderwarden(Skywarn)
Tornado in Wilhelmshaven ( YouTube)

Pulheim (NW)

 19.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Sonntags Post vom 21.06.2011: "Pulheim (gp). Eine Mail folgenden Inhalts von Thomas Jaschkowski aus Pulheim erreichte die Redaktion am Montagmorgen: "Gestern Abend gegen 18.15 Uhr fegte ein kurzes aber heftiges Unwetter durch Pulheim. Hierbei sind unter anderem armdicke Äste von den Bäumen an der Barbara-Kapelle abgebrochen. Zeitgleich fegte eine Windhose durch meinen Garten die zum einen unser Trampolin (Durchmesser 3,66 Meter) über eine zwei Meter hohe Hecke zum Nachbarn trug und einen circa 20 Jahre alten, 15 Meter hohen (Stammumfang etwa 1,20 Meter) Walnussbaum entwurzelte und auf mein Haus legte.""

Verdachtsfall Pulheim (Skywarn)
Windhose wütet im Garten (Sonntags Post, 21.06.11)

Westermarkelsdorf auf Fehmarn (SH)

 18.06.2011 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: 21:46 bis 21:53 Uhr MESZ. Wasserhose ca. 5 km nördlich der Wetterstation in Westermarkelsdorf (im Nordwesten der Insel) über dem Fehmarnbelt beobachtet. Wasserkontakt mittels Fernglas bestätigt.

Hohenstadt (BW)

 18.06.2011 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: nachts. Windhose in der Presse gemeldet. Aus einer Meldung von schwaebische.de am 20.06.2011: "Umgeknickte Bäume, gesplitterte Äste und Wurzeln, die in die Luft ragen. Im Wald - am rechten Ufer der Schmiech, kurz vor Gundershofen - sieht es chaotisch aus. Bruchstücke von Stämmen liegen kreuz und quer über den Boden verteilt, blockieren die Feldwege und machen ein Durchkommen fast unmöglich." - Aus einer Meldung der Südwest Presse vom 21.06.2011: "Gundershofen. Ein Wirbelsturm hat in Gundershofen zu erheblichen Waldschäden geführt. Strom- und Telefonleitungen waren auch am Montag noch beeinträchtigt. Erinnerungen an Sturm "Lothar" wurden geweckt. Ein ohrenbetäubendes Geräusch riss Walter Haberer am frühen Samstagmorgen aus dem Schlaf. "Es muss ein Tornado gewesen sein, eine Windhose", sagt der Gundershofener. Sein Haus steht etwas abseits der Ortsbebauung in Richtung Hütten auf der Nordseite des Tales, die vom Sturm weitgehend verschont blieb. Dagegen reihen sich am gegenüberliegenden Hang unzählige Bäume aneinander, die vom Wind abgeknickt oder samt Wurzelwerk aus dem Boden gerissen wurden." In diesem Fall ist wegen der Verteilung der Schäden von einem Downburst als Ursache auszugehen.

Windhose verwüstet bei Gundershofen drei Hektar Wald ( schwaebische.de, 20.06.11)
Sturm richtet Waldschäden an ( Südwest Presse, 21.06.11)

Hohenstadt (BW)

 18.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 01:00 Uhr MESZ. Windhose in der Presse gemeldet. Aus einer Meldung von schwaebische.de am 20.06.2011: "Am Samstagmorgen gegen 1 Uhr ist eine Windhose über die Alb gefegt und hat vor allem in Hohenstadt schwere Schäden angerichtet. Menschen sind bei dem Sturm nicht zu Schaden gekommen. Die Windhose beschädigte in einer 20 Meter breiten Schneise rund ein Dutzend Gebäude, deckte etliche Dächer ab, zerstörte eine Garage und verschob sogar ein ganzes Silo. ?Die Windhose ist von Westen nach Osten über den Ort gefegt?, sagte gestern Hohenstadts Bürgermeister Günter Riebort im Gespräch mit der SZ, ?im Süden und Norden war gar nichts, nicht einmal ein kaputter Dachziegel?."

Verdachtsfall Hohenstadt (Skywarn)
Windhose fegt über die Alb (schwaebische.de, 20.06.11)
Windhose Hohenstadt - Video der Schäden (schwaebische.de, 20.06.11)

Schabenhausen (BW)

 18.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 00:30 Uhr MESZ. Windhose in der Presse gemeldet. Aus einer Meldung des Schwarzwälder Boten vom 20.06.2011: "Niedereschach-Schabenhausen (alb). Eine Windhose hat in der Nacht zum Samstag gegen 0.30 Uhr an zwei älteren, landwirtschaftlichen Anwesen im Bereich "Kohlwald" größeren Sachschaden verursacht.Die Windhose leistete auf ihrem Weg durch die Gemeinde Schabenhausen ganze Arbeit. Von einem Dach eines neu erbauten Familienwohnhauses wurden einige Dachziegel heruntergerissen, obwohl der Wirbelsturm dieses Gebäude nur am Rande tangierte."

Windhose deckt Dach ab ( Schwarzwälder Bote, 20.06.11)
Windhose reißt Scheunentor ab und knickt Bäume um (Südkurier, 21.06.11)

Leopoldshöhe (NW)

 16.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des WDR vom 17.06.2011: "Eine Tiefdruckfront mit Starkregen und Sturmböen ist am frühen Abend über OWL hinweggezogen. Die Schäden fielen allerdings nicht so stark aus wie befürchtet. In einem Naturschutzgebiet in Leopoldshöhe fällte ein kleinerer Tornado in einem Radius von 100 Metern den Baumbestand. Ein Wohnhaus wurde beschädigt, verletzt wurde aber niemand." Der Ort Leopoldshöhe befindet sich wenige Kilometer östlich von Bielefeld. Bis zu 30 Meter hohe Pappeln erlitten Stammbruch.

Verdachtsfall Leopoldshöhe ( Skywarn )
Wie ein Staubsauger ( WDR, 17.06.11)

Bad Arolsen (HE)

 16.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Waldeckischen Landeszeitung vom 18.06.2011: "Tornado deckt Scheune ab - Bad Arolsen. Ein kleiner Tornado hat am Donnerstagabend gegen 21 Uhr das Dach einer Feldscheune am Mengeringhäuser Feld in der Nähe der Panzerstraße abgedeckt. Spuren des Wirbelsturms sind bereits auf einem benachbarten Roggenfeld zu sehen. Von dort muß der Mini-Tornado auf das Dach der Scheune übergesprungen sein. Dachbalken zerschlugen einen Zaun und sind nun auf der Weide verstreut. Die großflächigen Dachplatten landeten schließlich auf der anderen Seite der Panzerstraße im Aartal. Ohrenzeugin des Wirbelsturms war Nicole B. in ihrem Haus am Südhang: "Es klang erst wie ein Donner, der nicht aufhören wollte, dann hört es sich an, als würden Bäume knicken. Wir haben uns dann in den Keller unseres Hauses verkrochen und waren froh, als der Sturm vorüber war." (es)" - Dazu eine Augenzeugin: "Hallo, habe heut Abend bei uns hier in Bad Arolsen einen Tornado kurz gesichtet. Flogen riesige Teile rum. Gegen 21 Uhr ungefähr. Vom Feld über Wald. Hab mich und Kind in Sicherheit gebracht. Weiß nur von Nachbarn, dass sie es auch mitbekommen haben. Sonst noch nix gesehen und gehört. Bin noch sehr aufgeregt." Weitere Zeugenaussagen belegen eindeutig einen Tornado.

Tornado in Bad Arolsen
Tornado in Bad Arolsen ( Skywarn)

Wulfen (SH)

bild
 16.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:17 Uhr MESZ. Funnel-Bildung vor dem Wulfener Hals auf Fehmarn über der Ostsee ca. 2km vom Strand entfernt beobachtet und fotografiert. Über Kontakt des Wirbels zur Wasseroberfläche ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Fehmarn

Gerolsbach (BY)

 16.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz vor 13 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Merkur Online vom 18.06.2011: "Scheunendach von Windhose mitgerissen - Geroldsbach/Pfaffenhofen - 50 Meter weit hat der Wind am Samstag im oberbayerischen Geroldsbach (Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm) ein Scheunendach getragen. Dabei richtete er großen Schaden an. ?Das Unwetter war eigentlich harmlos - es muss sich eine Windhose gebildet haben?, berichtete die Polizei Pfaffenhofen. Ein Großteil des Scheunendachs sei mitsamt der sich darauf befindenden Solaranlage in ein entferntes Maisfeld geflogen. Andere Teile des Dachs beschädigten ein anliegendes Hausdach und zwei Autos. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehr als 100 000 Euro." - Aus einer Meldung des Donaukuriers vom 19.06.2011: "Es war kurz vor 13 Uhr, als sich am Jahnweg in Gerolsbach wie aus dem Nichts der Wirbelsturm näherte. Er erfasste eine frei stehende Scheune am Ende das Jahnwegs und riss die gesamte Dacheindeckung ab. Ziegel und Holzlatten wurden bis zu 50 Meter weit in die Luft geschleudert, auch eine Reihe von Solarmodulen. Als die Trümmer auf dem Boden landeten, beschädigten sie zwei geparkte Autos und das Hausdach eines Nachbarn. Ein Zeuge, der den Sturm von seiner Terrasse aus beobachtete, berichtete, dass er von dem Wirbelsturm mitsamt seinem Stuhl gegen die Mauer seines Hauses gedrückt wurde. Auch er überstand den Spuk, der weniger als eine Minute dauerte, unverletzt. Der Wirbelsturm zog vom Jahnweg offenbar am Ortsrand von Gerolsbach weiter; über weitere Schäden im Ortsgebiet liegen bisher keine Meldungen vor."

Tornado bei Gerolsbach ( Skywarn)
[Verdacht] 16.11.11 / Gerolsbach - Schadensbilder ( Stormchaser-Europe-Forum )
Fotos der Schäden
Scheunendach von Windhose mitgerissen ( Merkur Online, 18.06.11)
Windhose zerstört Scheune und Fotovoltaikanlage ( Donaukurier, 19.06.11)
Windhose vernichtet Solaranlage ( Donaukurier, 19.06.11)
Windhose deckt Dach ab ( Donaukurier, 19.06.11)
Windhose deckt Scheune ab ( Augsburger Allgemeine, 20.06.11)

Bad Godesberg (NW)

 15.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 14:00 und 14:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich zwischen Bonn - Bad Godesberg und dem Venusberg. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Alzey (RP)

 15.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud bei Alzey. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Bayreuth (BY)

bild
 13.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 18:35 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud über dem Bayreuther Stadtgebiet. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelcloud über Bayreuth

Südbrookmerland (NI)

bild
 10.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Funnelcloud in Richtung Norden beobachtet und fotografiert. Die Funnelcloud hielt sich etwa 5 Minuten. Bodenkontakt des Wirbels ist unwahrscheinlich.

Funnelcloud bei Südbrookmerland

Issing (BY)

 08.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:00 Uhr MESZ. Möglicher Tornado beobachtet. Wahrscheinlich handelte es sich um eine so genannte "Scud-Cloud", Wolkenfetzen, die beim Aufsteigen sehr feuchter Luft entstehen. Dieses können in manchen Fällen scheinbar recht gut organisiert sein und fast wie ein Tornado aussehen.

Tornado bei Issing am 08.06.2011 ( Christoph Seefelder)

Trier (RP)

bild
 07.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:52 und 20:55 Uhr MESZ. Die Zelle zog nördlich von Trier und fing an ihrer Unterseite an zu rotieren. Anschließend bildete sich für ca 15-20 Sekunden eine Funnelcloud. Bodenkontakt wurde nicht beobachtet.

Funnelcloud bei Trier

Schweitenkirchen (BY)

 06.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung des Donaukuriers vom 07.06.2011: "Die Unwetterfront, die am Montagabend den Freistaat mit starken Hagelfällen und heftigem Regen heimgesucht hat, sorgte in Güntersdorf und Teilen des Schweitenkirchener Gemeindegebiets für Chaos. [...] Nachdem die Aufräumarbeiten in der Nacht zu Ende gingen, wartete auf die Gemeindemitarbeiter noch eine böse Überraschung: Eine Windhose hatte mehrere Quadratmeter Dach der neuen Bauhofhalle in Schweitenkirchen abgedeckt." Näheres ist nicht bekannt.

Unwetterfront trifft Güntersdorf ( Donaukurier, 07.06.11)

Petershagen / Eggersdorf (BB)

 06.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Windhose in Medienmeldungen in Zusammenhang mit Sturmschäden in der Uckermark genannt. Aus einer Meldung des rbb vom 07.06.2011: "Auch in Brandenburg hielt das Unwetter die Feuerwehr in Atem, insbesondere im Nordosten des Landes. So überfluteten Schlammmassen die Dorfstraße in Petershagen (Uckermark). Durch eine Windhose wurde das Dach eines Einfamilienhauses komplett abgetragen." Ein Tornado ist in diesem Fall eher unwahrscheinlich.

Unwetterschäden in der Region ( rbb , 07.06.11)

Restrup (NI),
Hekese (NI)

 06.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Windhose in mehreren Medienmeldungen in Zusammenhang mit Sturmschäden nordwestlich von Osnabrück genannt. Aus einer Meldung der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 07.06.2011: "In Restrup wurden durch Windhosen zwei große Eichen entwurzelt und auf den Giebel eines bewohnten Fachwerkhauses gedrückt. Die Feuerwehrleute sicherten die Straße an der Einsatzstelle ab. Eine Fachfirma wurde hinzugezogen, um die Bäume zu fällen. Der Garten wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Über die Höhe des Schadens gibt es noch keine Informationen."

Verdachtsfall Hekese ( Skywarn)
06.06.2011 Tornadoverdacht Berge Hekese (NDS) (WZ-Forum)
Tornadoverdacht Berge Hekese - Schadenfotos ( WZ-Forum)
Windhose in Berge ( Neue Osnabrücker Zeitung, 07.06.11)
Fotos: Unwetter zieht über den Altkreis Bersenbrück hinweg ( Neue Osnabrücker Zeitung, 07.06.11)
Hekese-Mehrere Bäume nach Windhose auf Haus und Straßen gestürzt ( Nord-West-Media TV, 07.06.11)
Hekese-Großes Aufräumen nach den 2 Windhosen ( Nord-West-Media TV, 07.06.11)
Unwetter richten im Emsland schwere Schäden an ( NWZonline, 07.06.11)
Starkregen und Windhose - Unwetter richtet Schäden an ( Radio Bremen, 07.06.11)
Unwettergebiet wütet in Hekese ( Feuerwehr Berge, 07.06.11)

Wasserleben (ST)

 06.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:00 und 17:30 Uhr MESZ. Dazu aus einer Meldung der Volksstimme vom 09.06.2011: "Vier Tage nach dem heftigen Hagelsturm sind die genauen Schäden noch immer nicht exakt zu beziffern. [...] Schätzungen zufolge, sind im Bereich rund um Wasserlebens "Ilsestrandbad" fast 50 Bäume umgestürzt oder abgeknickt. Seit Dienstag werden die versperrten Wege freigeschnitten. An der Wiedereröffnung des Schwimmbades am Freitag hofft man, festhalten zu können. [...] Seit Dienstagvormittag wird rund um Wasserlebens "Ilsestrandbad" aufgeräumt. Der schwere Hagelsturm hatte hier am späten Montagnachmittag ganze Arbeit geleistet (wir berichteten). Mehrere Augenzeugen berichteten inzwischen, eine sogenannte Windhose beobachtet zu haben. Und das gleichermaßen in Langeln, wie über Wasserleben. Und tatsächlich scheint die höchstens 50 Meter breite Schneise am Ilsestrandbad, also mitten durch den Wald, im Nachhinein genau dafür zu sprechen. Direkt neben dem Eingang zum Schwimmbad lagen noch am Dienstag kreuz und quer mehrere Eschen- und Ahornbäume, teilweise mit einem Stammdurchmesser von fast 60 Zentimetern. Anzeichen von morschen Stellen? Fehlanzeige! [...]"

Hagelunwetter Langeln / Tornado Wasserleben ( Wetter-Board)
Hagelsturm hinterlässt ein großes Chaos ( Volksstimme, 08.06.11)
Sturm reißt an der Ilse fast 50 Bäume um ( Volksstimme, 09.06.11)

Wölfersheim (HE)

 06.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von der Landstraße zwischen Friedberg-Bauernheim und Dorn-Assenheim aus in Richtung Norden. Dazu der Beobachter: "Es war ein kleiner "Wurm", der seitlich aus der Wolke kam, nach links zeigte und in der Hälfte nach unten weggeknickt war. Es war sehr hoch in den Wolken und hat auch in der Luft geendet. Farbe dieses "Wurmes" war eher dunkel-grau. Von meinem Standpunkt aus etwa Bleistiftdick."

Bad Nauheim (HE)

bild
 06.06.2011 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 12:57 bis ca. 13:05 Uhr MESZ. Ausgeprägte und weit hinabreichende Funnelcloud westlich von Bad Nauheim. Aufgrund der aufgetretenen Schäden ist von Bodenkontakt und damit von einem Tornado auszugehen.

Tornado bei Bad Nauheim

Jemgum (NI)

 05.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Windhose in Medienmeldungen in Zusammenhang mit Sturmschäden im Landkreis Leer genannt. Aus einer Meldung der Ostfriesen Zeitung vom 07.06.2011: "Jemgum - Erst vor sechs Jahren hatte die Jemgumer Mühle neue Flügel bekommen. Am Sonntagabend wurde eines der vier Enden in seine Einzelteile zerlegt. Ein heftiger Sturm fegte über Jemgum hinweg. Die Jalousienklappen konnten sich offenbar nicht rechtzeitig aufstellen. Eine kleine Windhose riss sie ab. Teile der Mühle flogen in die umliegenden Gärten. Verletzt wurde niemand."

Verdachtsfall Jemgum ( Skywarn)
Der Sturm schleuderte Flügelteile in die Gärten (Ostfriesen Zeitung, 07.06.11)
Sturm lässt Giebel aufs Steinhaus krachen ( Rheiderland, 07.06.11)

Borgholzhausen (NW),
Versmold (NW)

bild
 05.06.2011 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Wallcloud und einer möglichen Funnelcloud. Ob aufgetretene Sturmschäden zu der möglichen Funnelbeobachtung gehören, ist noch nicht klar.

Verdachtsfall Borgholzhausen, Versmold ( Skywarn)
Organisierte Hagelzelle mit trichterförmiger Wallcloud, Borgholzhausen/Versmold ( WZ-Forum)
Gewittersturm tobte über dem Landkreis Osnabrück ( Neue Osnabrücker Zeitung, 05.06.11)
Wellingholzhausen und Bissendorf-Unwetter ( Nord-West-Media TV, 06.06.11)

Marktheidenfeld (BY)

 05.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mainpost vom 06.06.2011: "Dass sich etwas zusammenbraute über der Stadt, war schon eine Weile vor Beginn des Unwetters zu sehen und spüren. Dunkle Wolken zogen aus Richtung Wertheim auf, es war drückend schwül. Noch bevor die ersten dicken Tropfen vom Himmel fielen, fegte der Wind über das Land. Auf dem Festplatz riss eine Windhose mehrere Sonnenschirme um. Beim Versuch, die umherwirbelnden Schirme unter Kontrolle zu bringen, seien ein junger Mann und eine Frau leicht verletzt worden, sagt Kreisbrandinspektor Elmar Väth, der am Bürgerfest in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Partnerschaftskomitees teilnahm."

Ein Donnerwetter mit Folgen ([url=http://www.mainpost.de/]Mainpost, 06.06.11)
Mai

Dossow (BB)

 31.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 03.06.2011: "Windhose schlug Scheise durch den Wald" - Die Windhose soll eine Schneise in das Waldgebiet bei Dossow (südl. von Wittstock) geschlagen haben. Die Breite der Schneise wird mit 50 Meter angegeben.

Diedrichshagen bei Greifswald (MV)

 31.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:51 Uhr MESZ, Dauer etwas unter einer Minute. Beobachtung einer Funnelcloud von Greifswald-Schönwalde 2 aus in Richtung Südosten. Rotation war erkennbar, die Funnelcloud war trichterförmig und erstreckte sich etwa über ein Drittel der Entfernung Wolke - Boden.

Wulfen (SH)

bild
 26.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:06 Uhr MESZ. Funnel-Bildung vor dem Wulfener Hals auf Fehmarn über der Ostsee ca. 2km vom Strand entfernt beobachtet und fotografiert. Über Kontakt des Wirbels zur Wasseroberfläche ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Fehmarn

Neustadt in Holstein (SH)

 26.05.2011 / Stärke (F1) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 17:35 Uhr MESZ. Pressemeldung zu einer Windhose, durch die 5 Menschen verletzt wurden. Aus einer Meldung von Hier Lübeck vom 27.05.2011: "Starke Windhose erfasste Zelte bei der Hanseboot Ancora Boat Show in Neustadt/H. - WSPR Lübeck-Travemünde (ots) – Pressemitteilung für den Bereich Lübeck/Ostholstein Travemünde, d. 27.05.2011 Starke Windhose erfasste Zelte bei der Hanseboot Ancora Boat Show in Neustadt/H. In den Nachmittagsstunden des 26.05.2011 (ca. 17.35 Uhr) erfasste eine sog. Windhose auf dem Gelände der Ancora Marina in Neustadt/H. vier Veranstaltungszelte. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aufgrund der stattfindenden Messe Hanseboot Ancora Boat Show reger Publikumsverkehr. Die direkt am Wasser aufgebauten Pagodenzelte, welche mit Schlossschrauben 10 x 60 mm direkt mit dem Holzboden verschraubt waren, wurden durch dieses seltene Wetterphänomen aus ihrer Verankerung herausgerissen. Ein Zelt wurde in das Hafenbecken geweht. Durch die umher fliegenden Zeltgestänge der anderen Zelte bzw. durch eine umstürzende Glasvitrine wurden 5 erwachsene Besucher leicht verletzt und ein Sportboot beschädigt. Drei Personen mussten sich mit Platzwunden in der Schön Klinik Neustadt behandeln lassen, und wurden nach ambulanter Behandlung entlassen. Die Ermittlung zur Klärung des genauen Unfallherganges sowie die Prüfung, ob ggf. Sicherheitsvorschriften missachtet wurden, führt zurzeit das Wasserschutz-polizeirevier Lübeck-Travemünde durch. Das Landesamt für Arbeitssicherheit erhielt Kenntnis. Der Deutsche Wetterdienst hatte am 26.05.2011 zuletzt um 16.16 Uhr (bis 20.30 Uhr) eine Warnung vor Gewitter mit schweren Sturmböen u. a. für den Bereich Kreis Ostholstein und schleswig-holsteinische Ostseeküste mit Windstärken in Böen bis 9 Bft (85 km/h), im Mittel bis 6 Bft aus Südwest bis West herausgegeben."

Starke Windhose erfasste Zelte bei der Hanseboot Ancora Boat Show in Neustadt/H. (Hier Lübeck, 27.05.11)
Messe in Neustadt trotzt dem Sturm (Yacht, 30.05.11)
Ancora Bootshow 2011 (THW Neustadt, 30.05.11)

Schwerin (MV)

 26.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mittags. Aus einer Meldung der Schweriner Volkszeitung vom 28. Mai 2011: "Windhose beschädigt Linde im Schlossgarten - Ostorf. Während des Sturmes am Donnerstag bildete sich über dem Schweriner See in der Schlossbucht eine Windhose, die eine alte Linde in der Lennestraße nahe der Kita Schlossgeister schwer beschädigte. "Der Baum, der sich ohnehin in keinem optimalen Gesundheitszustand mehr befand, war nicht mehr zu retten und musste aus Sicherheitsgründen gefällt werden", teilte Diplom-Gartenbauingenieur Dietmar Braune von der Schlösserverwaltung des Landes mit."

Münstedt (NI)

bild
 22.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MESZ, Dauer: ca. 2 Minuten. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud. Dazu aus einer Meldung der Peiner Allgemeinen Zeitung, 24.05.2011: "Gadenstedt. Es war Sonntagabend kurz vor Sonnenuntergang. Der Gadenstedter Dr. Peter Schmidt blickt zum Himmel und traut seinen Augen kaum: ?Eine bedrohlich wirkende Wolkenformation hatte sich binnen weniger Sekunden gebildet und drehte sich minutenlang wie eine Schraube?, beschreibt der Gadenstedter seine Beobachtung. Dieser ?Beinahe-Tornado? ? so bezeichnet Dr. Schmidt das Ereignis ? wirbelte dabei mal höher mal tiefer und verschwand dann plötzlich vom wolkenverdunkelten Abendhimmel. ?Glücklicherweise reifte die klumpig-zerfetzte Windhose nicht aus?, erklärt der Gadenstedter. ?Sie berührte nicht den Boden und hat wohl demzufolge auch keinen Schaden anrichten können.? " - Foto: Dr. Peter Schmidt. Nach bisherigen Erkenntnissen ist eher nicht von einer Funnelcloud auszugehen.

Tornadoverdacht bei Münstedt
Verdachtsfall Münstedt ( Skywarn)
22.05.2011 - [Verdacht] Gadenstedt (LK Peine) ( Stormchaser-Europe-Forum)
Bedrohlicher ?Beinahe-Tornado? ( Peiner Allgemeine Zeitung, 24.05.11)

Weischlitz (SN)

 22.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16 und 17 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud in Form eines "lang herunterreichenden Schlauches". Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Verdachtsfall Weichlitz (Skywarn)

Rosenberg (BW)

bild
 22.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge beschreibt: "Gegen 15:30Uhr wurde sah man eine dunkle Wolke die über unseren Ort hinweg zog. Kein Blitz und kein Donner. Plötzlich setzte Hagel ein und kurz darauf richtig dicke Wassertropfen, solche riesigen Tropfen hab ich noch nie gesehen. Starker Wind setzte dazu ein und man sah wirklich fast garnichts mehr. Ich konnte noch das Nachbarhaus gegenüber sehen, aber mehr nicht. Das ganze spektakel hielt vielleicht drei min an. Höchstens. Dann war alles vorbei und strahlender Sonnenschein. Konnte dann noch schnell ein Foto machen von einem Funnel. Ob das jetzt ein Tornado war oder nicht kann ich nicht sagen. Weiß nur es zog Richtung Main-Tauber und circa 10km entfernt berichtete mir heute ein Arbeitskollege dass ungefähr etwas später wie bei uns ungefähr das selbe Auftrat. In Schillingstadt, Main Tauber Kreis. Dort fehlt seit dem Vorfall der Maibaum. Und ist nicht gefunden worden bis jetzt."

Tornadoverdacht in Rosenberg

Hötensleben (ST)

bild
 22.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:18 bis 12:23 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen, gut ausgeprägten Funnelcloud von zahlreichen Augenzeugen in der Region rund um Hötensleben. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt. Foto: Sebastian Jungemann

Möglicher Tornado bei Hötensleben
Verdachtsfall Schwanefeld ( Skywarn)
Möglicher Tornado in Sachsen-Anhalt ( WZ-Forum)
Funnelcloud über Schöningen am 22.5.2011 ( YouTube)
Wolsdorf im Kreis Helmstedt erlebte die Vorstufe eines Tornados ( newsclick.de, 23.05.11)

Rödigsdorf (TH),
Apolda (TH)

bild
 12.05.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 14:30 und 14:45 Uhr MESZ. Gut ausgeprägter Tornado, der nahe Rödigsdorf bei Apolda sehr viel Staub aufwirbelte. Es gab Schäden in mehreren Gärten, u.a. brach eine 22 Meter hohe Tanne mit einem Stammdurchmesser von etwa 45 Zentimetern in etwa einem Meter Höhe ab. Ansonsten zog der Tornado fast nur über Felder, Gebäude wurden nicht beschädigt. Die genaue Stärke ist nicht bekannt, auf Grund von einzelnen Schäden wurde der Tornado auf mindestens F1 eingestuft. Der Tornado wurden von zahlreichen Augenzeugen beobachtet, fotografiert und gefilmt. Das Foto stammt von Arne Homberger.

12.05.2011 Tornado bei Apolda ( Thüringer Storm Chaser)
12.05.2011 ? Thüringen: Tornado und Hagelunwetter ( Skywarn)
Diskussion: Tornado Rödigsdorf ( Skywarn)
Tornado bei Apolda ( WZ-Forum)
TLZ ( Thüringer Landeszeitung, 12.05.11)
Tornado fegt über Dörfer nahe Apolda hinweg ( Ostthüringer Zeitung, 12.05.11)
Windhose Wirbelsturm Tornado bei Apolda 12.5.2011 ( YouTube)
Tornado Apolda 12.5.2011 (YouTube)
Windhose bei Apolda 12.05.2011 ( YouTube)
Tornado in Apolda 12.05.2011 ( YouTube)
Tornado fegte übers Weimarer Land (YouTube)
April

Metzingen (BW)

 29.04.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt, Datum unsicher. Beobachtung einer Funnelcloud vom Zentrum des Ortes am Südostrand von Metzingen.

kleiner Funnel ( YouTube)

Rheydt (NW)

 29.04.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Aus einem Bericht der Westdeutschen Zeitung vom 30.04.2011: "Mönchengladbach. Für einen stundenlangen Einsatz der Mönchengladbacher Feuerwehr sorgte am frühen Freitagabend eine Windhose, die über das Stadtgebiet zog. Auf dem Gelände des Rheydter Grenzlandstadions riss sich ein 8 x 24 m großes Partyzelt, trotz Verankerung, los. Ein Teil des Zeltes landete auf dem Dach des Umkleidetraktes, wo es von der Feuerwehr zerlegt und entfernt werden konnte. Ein weiteres Teil landete zwischen Gebäude und Bepflanzung in rund vier Meter Höhe. Höhenretter sicherten das Zeltteil, bevor es mit dem Feuerwehrkran über das Gebäude gehoben werden konnte. Auf dem Vorhof zerlegten Feuerwehrkräfte schließlich das verwehte Zelt." Nach derzeitigem Stand ist ein Tornado eher unwahrscheinlich.

Verdachtsfall Rheydt ( Skywarn)
Windhose tobt durch Gladbach ( Westdeutsche Zeitung, 30.04.11)

Kirchberg (NI)

 28.04.2011 / Stärke (F1) Bestätigt

Gränitz (SN)

bild
 27.04.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht

Jossgrund (HE)

bild
 26.04.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa zwischen 19.15 und 19.30 Uhr Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud über dem Jossgrund bei Pfaffenhausen. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt, da sich das Ganze über Wiesen hinter einem Hügel ereignete.

Funnelcloud bei Pfaffenhausen
März

Bad Nauheim (HE)

bild
 23.03.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 18:44 Uhr MESZ. Sehr schmale und schnell rotierende, sich windende Funnelcloud vom Golfplatz Bad Nauheim aus in Richtung Norden bis Nordwesten beobachtet und fotografiert. Augenzeugen berichten über aufgewirbeltes Gras und einen Schwarm Mücken, der in den Wirbel gesogen wurde.

Funnel Cloud during first Thunderstorm 2011 ( YouTube)