FAQ

+++ Sponsoring und Spenden an die Tornadoliste +++

Mit zunehmender Klimaerwärmung kann auch die Gefahr lokaler Unwetter steigen. Auch starke Tornados gehören in Deutschland zum Wettergeschehen dazu, sie sind aber nur wenig erforscht. Dies sollte sich unbedingt ändern, die Schäden durch Tornados gehen allein in Deutschland in jedem Jahr in die Millionen, auch einige Menschen sind bei uns schon durch Tornados ums Leben gekommen.
Die Tornadoliste Deutschland kostet unheimlich viel Zeit und auch einiges an Geld. Seit nunmehr 18 Jahren betreibe ich die Liste, zuerst nur mit wenigen Fällen, inzwischen mit weit über 5000 Fällen, angefangen im Mittelalter bis hin zu den aktuellsten Tornados im Jahr 2018. Damit dies auch so bleibt, suche ich einen Sponsor, um mich noch mehr um die Tornados in Deutschland kümmern und die dabei anfallenden Kosten decken zu können. Interessenten bitte melden unter sponsor@tornadoliste.de, Danke.

Ab sofort gibt es die Möglichkeit, der Tornadoliste Deutschland zur Unterstützung eine Spende zukommen zu lassen - bitte nicht unter 1 Euro, da sonst die Gebühren die Spenden übersteigen.
Wenn Sie kein Paypal-Konto haben, dann schreiben Sie einfach an spenden@tornadoliste.de

A7) Was ist ein Downburst?

Unter einem Downburst versteht man eine kleinräumige, konvektive (mit Schauern/Gewittern verbundene) Fallböe, die ebenso wie ein Tornado erhebliche Schäden anrichten kann. Im Bereich des Niederschlagsbereiches herabstürzende Kaltluft breitet sich am Boden nach vorn und zur Seite aus. Daher unterschiedet sich in den meisten Fällen das Schadensbild zu einem Tornadoschaden. Zieht ein Tornado sehr schnell, dann hinterlässt er aber ein sehr ähnliches Schadensbild. In diesem Fall addieren sich auf der rechten Zugbahn des Wirbels die Rotations- und die Zuggeschwindigkeit, während sie sich auf der linken Seite nahezu aufheben können. Schäden treten dann in diesem Bereich eher sporadisch auf. Downbursts könen Windgeschwindigkeiten bis Orkanstärke hervorrufen, in Einzelfällen werden auch mehr als 200 km/h erreicht und sogar Spitzenwerte bis zur Stärke eines F3-Tornados (ab 255 km/h, siehe Fujita-Skala) sind denkbar.

Downbursts erstrecken sich meist über eine Breite von einigen hundert Metern bis wenigen Kilometern. So genannte Microbursts - besonders kleinräumige Fallböen - können in einem sehr engen Bereich mit einer Breite von wenigen dutzend Metern enorme Schäden anrichten. Das Schadensbild lässt sich manchmal nur schwer von dem eines Tornados unterscheiden. Microbursts stellen eine erhebliche Gefahr für den Flugverkehr dar.

Die meisten Downbursts sind an kräftige Schauer oder Gewitter gebunden. In seltenen Fällen ist die unterste Schicht der Atmosphäre extrem trocken und am Boden wirkt sich zwar eine solche Fallböe mit Schäden aus, aber es kommt kein oder nur wenig Niederschlag an. Dies war z.B. am 06. Mai 2006 in Berlin und Brandenburg der Fall, als solche Böen einige Bäume zu Fall brachten.

Hier ein Beispiel für einen Downburst ("wet downburst" = nasser Downburst), der am 25. Juni 2008 im bayerischen Hof innerhalb eines engen Bereiches Schäden auf Feldern und an Bäumen anrichtete:http://www.torn[...]e/080625hof.htm